Bewährte Gründungsförderungs-Programme aus 20 Ländern dokumentiert

161026_oecd_coverDie OECD hat 20 Fallstudien durchgeführt und bewährte politische Maßnahmen und Programme aus verschiedenen Ländern mit dem Ziel „integrationsfördernde Unternehmensgründung“ dokumentiert.

Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie mehr nachhaltige Unternehmensgründungen von sozialen Gruppen erreicht werden können, die in Bezug auf Unternehmensgründungen unterrepräsentiert oder am Arbeitsmarkt eher benachteiligt sind. Zu diesen Gruppen – die in der Summe die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen – gehören insbesondere junge Menschen, Frauen, Ältere, Arbeitslose, Zuwanderer, ethnische Minderheiten und Menschen mit Behinderungen.

Jede der beschriebenen Fallstudien enthält einen Überblick über Programmziele und bereits durchgeführte Aktivitäten. Zudem schildert jede Studie die Herausforderungen, auf die man gestoßen ist, sowie Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Übertragung des Ansatzes auf ein anderes Land oder einen anderen Kontext.

 

Gründungszuschuss als deutsches Fallbeispiel

Als – trotz aller Einschränkungen der letzten Jahre – noch immer wichtigstes deutsches Förderprogramm ist in der Fallsammlung der „neue“ Gründungszuschuss beschrieben. Dies geschieht auf fünf Seiten mit folgender Gliederung:

  • Ziele
  • Hintergrund
  • Aktivitäten (inklusive Projektfinanzierung)
  • Herausforderungen
  • Auswirkungen
  • Voraussetzungen für die Übertragung

 

Förderprogramme vergleichbar und in deutscher Sprache dokumentiert

Ähnliche Fallstudien gibt es zum Beispiel für Österreich („Unternehmensgründungsprogramm“), Belgien („DreamStart“ und „Unternehmertum funktioniert“), Finnland („Beihilfe zur Unternehmensgründung“), Frankreich („Adie Microfranchising“), Großbritannien („Access to Work“ und „Prowess“), Irland („Going for Growth“), Italien („Invitalias“ für Gründungen Arbeitsloser), Niederlande („Sozialhilfe für selbstständig Erwerbstätige, BBZ“) und Spanien („Startrampen für Beschäftigung und Unternehmertum“).

Alle Fallstudien sind in deutscher Sprache (sowie auf englisch und französisch) verfügbar. Insgesamt hat die Studie einen Umfang von 182 Seiten.

Nach Ansicht der OECD können geeignete Maßnahmen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene einen  wichtigen Beitrag zu sozialer Inklusion sowie zu wirtschaftlichem Wachstum leisten. Durch die Förderung des Unternehmertums werde es Menschen aus sozial benachteiligten Gruppen ermöglicht, Arbeitsplätze für sich selbst und andere zu schaffen. Mit ihrem Kompendium will die OECD den Austausch von Best practises vereinfachen und erreichen, dass die Länder gegenseitig voneinander lernen.

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