FAQ

Die wichtigsten Fragen zum Verband: Kurz und knapp beantwortet.

Warum ein neuer Verband?

Gibt es nicht schon jede Menge Unternehmerverbände, auch für kleine und mittlere Unternehmen? – Es gibt viele Verbände, aber sie vertreten fast ausschließlich die Interessen der mittleren und großen Unternehmen. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass deren Vertreter mehr Zeit für Verbandsarbeit haben als Einzelkämpfer. Eine wirkliche Lobby gezielt für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer oder gar Gründer und Teilzeit-Selbstständige gab es aus unserer Sicht bislang nicht.

Warum ein Verband für Gründer UND Selbstständige, wäre es nicht besser das zu trennen? – Zum einen bezeichnen sich viele Selbstständige in den ersten Jahren nach der Gründung selbst noch als Gründer. Andererseits gibt das Wort “Gründer” dem Begriff “Selbstständige” eine gewisse Erdung: So ist gleich klar, dass es uns um die “kleinen Selbstständigen” ohne oder mit wenigen Mitarbeitern geht. Vor allem aber ist uns die Solidarität zwischen Selbstständigen und Gründern wichtig. Jeder von uns Selbstständigen war auch einmal Gründer. Und: Die Gründung ist eine Durchgangssituation. Wer erst in einem Jahr gründet, kann sich jetzt noch nicht gegen Verschlechterungen engagieren, von denen er noch gar nichts weiß. Die jetzt Selbstständigen wissen am besten, wie wichtig ein gewisses Maß an Unterstützung für den Erfolg der Gründungsphase ist.

Wann wurde der Verein gegründet? – Die Vereinsgründung fand am 26. 06.2012 statt, am 10. Juli waren wir zur Anmeldung beim Notar. Bereits am 17. Juli wurde der Verein eingetragen. Wir warten noch auf die schriftliche Bestätigung. Dann werden wir ein Bankkonto für den Verein einrichten und auch erstmals Mitgliedsbeiträge einziehen. Die Vorbereitungen zur Gründung des Vereins begannen übrigens bereits Ende März 2012. Andreas Lutz begann damals über alle ihm zur Verfügung stehenden Netzwerke potenzielle Mitglieder und Verbündete (z.B. andere Verbände, Wissenschaftler) anzusprechen und Kandidaten für den Vorstand zu suchen

Wie kann der Einzelne aktiv werden?

Warum finden die Interessen von Gründern und Selbstständigen in der Politik bisher so wenig Beachtung? Die Antwort ist ganz einfach: “Kleine” Selbstständige haben zumeist einfach nicht die Zeit, sich für die eigenen politischen Interessen zu engagieren. Als Angestellter oder Beamter kann ich kürzer treten oder mich beurlauben lassen. Als Selbstständiger muss ich mich fragen: Wer führt meinen Betrieb weiter? Gründer haben noch schlechtere Chancen auf eine Interessenvertretung, denn ihnen fehlt nicht nur die Zeit, sondern auch die Konstanz: Es sind ja jedes Jahr wieder andere Menschen, die gründen. Mit unserem Verband wollen wir eine schlagkräftige Interessenvertretung schaffen und es unseren Mitgliedern und auch allen Interessenten so einfach wie möglich macht, etwas zur Verbesserung der Situation der Selbstständigen beizutragen.

Was kann jeder Einzelne tun, auch wenn er nicht so viel Zeit hat? – Auch wer wenig Zeit hat oder nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen möchte, kann mit geringem Aufwand einen wichtigen Beitrag leisten. Die Grundlage für unsere Arbeit ist natürlich die finanzielle Unterstützung durch den Mitgliedsbeitrag. Bitte werden SieMitglied! Sie helfen aber auch, indem Sie unseren Newsletter abonnieren und dann Petitionen mit für Sie wichtigen Anliegen mitzeichnen. Wir wollen es möglichst einfach machen, individuelle Briefe zu verschiedenen Anliegen an die Bundestagsabgeordneten des eigenen Wahlkreises zu senden. Sie können helfen, indem Sie andere Selbstständige ansprechen und über Initiativen informieren, ein Poster in Ihrer Bürogemeinschaft aushängen, an Treffen teilnehmen.

Und wenn man etwas mehr tun möchte? – Dann können Sie zum Beispiel ein solches Poster designen, das wir dann anderen zur Verfügung stellen. Sie können ein Regional- oder Fachgruppentreffen initiieren, eine Initiative bei der Pressearbeit oder beim Erstellen ihrer Website unterstützen, wichtige Kontakte herstellen usw. Ich glaube die Bereitschaft, einen Beitrag zu leisten ist riesig, wir wollen über unsere Website nach und nach entsprechende Mitmach-Angebote schaffen – und auch dafür brauchen wir natürlich zunächst Unterstützung. Ich glaube wir haben einen guten Plan und können mit der Hilfe unserer Mitglieder wirklich etwas bewegen. Dabei werden wir laufend dazulernen.

Was plant der Verband?

Sie wollen aber auch andere Initiativen unterstützen, Leute die Petitionen einreichen und ähnliches? – Wer sich als Selbstständiger trotz der hohen Arbeitbelastung die Zeit nimmt und sich in diesem Umfang engagiert, den wollen wir mit unserem Verband professionell unterstützen und dadurch das Engagement hebeln. Tim Wessels mit dem “Arbeitskreis Rentenpflicht” oder Oliver Scharfenberg mit der Initiative “Pro KMU” sind dafür Beispiele.

Wie genau kann der Verband solche Initiativen unterstützen? – Ein zentraler Erfolgsfaktor solcher Initiativen ist die Pressearbeit. Oft werden mit viel Aufwand Pressemitteilungen verfasst, die dann nur an eine Handvoll Journalisten versendet werden. Hier wollen wir den Hebel ansetzen. Wir haben erfahrene Journalisten und PR-Experten unter unseren Mitgliedern, die bereit sind, die Mitteilung gegenzulesen und zu optimieren. Statt an einige wenige, versenden wir die Pressemitteilung an einen Verteiler mit über 1.000 Journalisten, die am Thema Selbstständigkeit interessiert sind und bei denen unsere Pressemeldungen einen guten Ruf genießen und deshalb beachtet werden. Zudem haben wir die Möglichkeit, interessante Initiativen und Petitionen über den Newsletter von gruendungszuschuss.de bekannt zu machen, mit dem über 90.000 Leser aus der Zielgruppe direkt angesprochen und mobilisiert werden können.

Gibt es weitere Wege, wie der Verband solche Initiativen unterstützen kann? – Ich möchte jetzt auch nicht zu viel versprechen, denn wir sind ja noch ein kleiner Verband und müssen erst einmal eine kritische Zahl an Mitgliedern gewinnen, um wirklich handlungsfähig zu sein. Ein Thema: Wenn jemand wie Tim Wessels bereits einen Großteil seiner Arbeitszeit einbringt, soll er nicht auch noch auf den Reisekosten sitzen bleiben. Wenn unsere Einnahmesituation das erlaubt, würden wir in solchen Fällen gerne die Fahrtkosten übernehmen. Vielleicht können wir oder aktive Mitglieder von uns Initiativen auch bei der Erstellung einer Website oder der Nutzung sozialer Medien unterstützen. Wenn man das vorhandene Know-how und die Bereitschaft zum Engagement zusammenbringt, können wir gemeinsam sehr viel mehr erreichen. Da ist noch vieles denkbar.

Es geht also auch um eine intelligente Vernetzung? – Richtig! Die politisch Engagierten würden ja schon von einer Vernetzung untereinander profitieren. Wie hat es Tim Wessels mit wenigen Mitstreitern geschafft, in kürzester Zeit 80.000 Mitzeichner für seine Petition zu mobilisieren? Wie hat es Oliver Scharfenberg in Berlin erreicht, auf Anhieb mit 13 Abgeordneten in die Vollversammlung der IHK einzuziehen? Davon können andere Initiativen viel lernen. Mit Treffen, Telefonkonferenzen und der Vernetzung im Internet wollen wir Räume schaffen, um voneinander lernen zu können. Hierzu wollen wir auch Experten einladen, die bereit sind, die Engagierten mit ihrem Know-how zu unterstützen.

Was müssen entsprechende Initiativen beachten? – Um wirklich etwas zu bewegen, braucht man einen guten Plan und auch Durchhaltevermögen. Mal schnell eine Petition einreichen und eine Pressemitteilung herausgeben – damit wird man wenig erreichen. Im Gegenteil: Aussichstsreichere Petitionen zum gleichen Thema werden dann vom zuständigen Ausschuss künftig nicht mehr zugelassen. Deshalb sollte man sich als Initiator zunächst mit uns und anderen potenziellen Verbündeten abstimmen, am besten schon vor Einreichen der Petition, mindestens aber rechtzeitig vor Beginn der Zeichnungsfrist. Wir geben gerne unsere Erfahrung weiter und unterstützen das Anliegen, wenn wir uns damit identifizieren können und es zu unserer eigenen Planung passt.