VGSD-News 16.06: VGSD bei BMAS und SPD – unsere EU-Dachverbände kooperieren – Gründungen auf Tiefpunkt

Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ist wieder auf der politischen Agenda und in engem Zusammenhang damit das Thema Krankenversicherungs-Mindestbeiträge. Dazu kann ich Euch heute gleich von zwei Veranstaltungen in Berlin berichten: Am 4. Mai war ich für eine Stellungnahme zu diesem Thema ins Arbeitsministerium (BMAS) geladen, am 11. Mai war der VGSD zusammen mit weiteren Selbstständigenverbänden bei der SPD-Fraktion im Bundestag zu Gast.

Weitere Themen des heutigen Newsletters: Unser Dachverband EFIP kooperiert mit anderen europäischen Selbstständigen-Dachverbänden und gewinnt so an politischem Gewicht. DIHK und KfW beklagen, dass das Gründungsinteresse auf dem Tiefpunkt stehe, aber ohne – unseres Erachtens – die wahren Gründe auszusprechen. Außerdem stellen wir den Fall von Christoph Klein vor. Klein ist neben Christa Weidner Top-Favorit für den Werner-Bonhoff-Preis, der am Montag in Berlin vergeben wird.

Und ganz besonders freuen wir uns, Euch unser 1.700stes Vereinsmitglied vorstellen zu dürfen…

Herzliche Grüße aus München
Andreas Lutz

Inhalt

  1. VGSD zu BMAS-Workshop „Soziale Absicherung“ eingeladen
  2. Zu Gast bei Dialogforum „Soziale Absicherung von (Solo-)Selbständigen“ der SPD-Bundestagsfraktion
  3. Europäische Selbstständigenverbände fordern EU gemeinsam auf, Schwellenwert für die Mehrwertsteuer auf digitale Umsätze einzuführen
  4. Gründungsinteresse auf Tiefpunkt: Was sind die Gründe? Was müsste man ändern?
  5. Für den Werner-Bonhoff-Preis 2016 nominiert: Erfinder kämpft seit 20 Jahren für Produkt, das Krankenkassen Milliarden sparen würde
  6. Carsten Linnemann (CDU) lobt auf Xing: Zum Glück haben Freelancer Aufklärung betrieben
  7. Liebe Frau Nahles, ohne freie Experten fehlt die Hälfte! / Video-Testimonials
  8. Nur 5% der Crowdworker soloselbstständig – meist Nebenjobs von Studenten und Angestellten
  9. Deutschland bei Sozialabgaben auf Platz 56 von 61 Ländern
  10. Königsweg vieler Hochbegabter führt in die Selbstständigkeit
  11. Treffpunkt Bühneneingang: Nächstes Berliner Regionaltreffen findet im ATZE Musiktheater statt
  12. VGSD hat 1.679 Mitglieder / 310 Vorteile von Mitgliedern für Mitglieder
  13. Regionaltreffen, Stammtische und Vortragsevents
  14. Experten-Telkos
1. VGSD zu BMAS-Workshop „Soziale Absicherung“ eingeladen

Zum Auftakt des Dialogprozesses „Arbeiten 4.0“ vor einem Jahr wurde kein Selbstständigen-Verband eingeladen, jetzt sind wir immerhin schon zu zweit: VGSD-Vorstand Andreas Lutz wurde vom BMAS zusammen mit AGD-Geschäftführerin Victoria Ringleb als Vertreter der Selbstständigen zum Workshops „Soziale Absicherung“ gebeten, der am 4. Mai 2016 von 10:00 bis 16:30 Uhr in den Räumen des Ministeriums stattfand. Geleitet wurde der hochkarätig besetzte Workshop von Staatssekretär Thorben Albrecht (BMAS). Wie wird diese Gelegenheit nutzten…

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2. Zu Gast bei Dialogforum „Soziale Absicherung von (Solo-)Selbständigen“ der SPD-Bundestagsfraktion

Am 11. Mai 2016 war der VGSD dann zu Gast bei der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Die Fraktion veranstaltet zurzeit eine ganze Reihe von Dialogforen, deren Ergebnisse in das nächste Wahlprogramm der Sozialdemokraten einfliessen sollen – darunter auch das von uns besuchte zum Thema „Soziale Absicherung von (Solo-)Selbstständigen“. Im Mittelpunkt stand auch hier die Frage nach einer Altersvorsorgepflicht für Selbstständige. Aber auch die Kranken- und Arbeitslosenversicherung waren Themen. An drei Tischen wurde über verschiedene Teilaspekte mit jeweils einem Bundestagsabgeordneten diskutiert. Warum die Veranstaltung für uns ein Erfolg war…

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3. Europäische Selbstständigenverbände fordern EU gemeinsam auf, Schwellenwert für die Mehrwertsteuer auf digitale Umsätze einzuführen
Mit der Zusammenarbeit mit anderen Verbänden haben wir beim VGSD gute Erfahrungen gemacht. Deshalb freut uns, dass nun auch unser Dachverband EFIP sich mit drei anderen europäischen Dachverbänden von Selbstständigen- und (Klein-)Unternehmerorganisationen zusammen getan hat. Gemeinsam vertreten die vier Dachverbände und ihre Mitgliedsverbände mehr als zehn Millionen Selbstständige und eine Million Kleinunternehmen mit 15 Millionen Beschäftigten – zusammen haben sie also deutlich mehr Gewicht.

EFIP-Generalsekretär Marco Torregrossa hat an den niederländischen Premierminister und amtierenden Ratsvorsitzenden Rutte einen offenen Brief geschrieben, der von allen vier Verbänden unterzeichnet wurde. Es geht darum, dass Softwareentwickler oder Anbieter von Inhalten jedem EU-Kunden die Umsatzsteuer seines Landes in Rechnung stellen müssen und in jedem Land Umsatzsteuererklärungen und womöglich sogar Voranmeldungen abgeben müssen – ein unglaublicher bürokratischer Aufwand.

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4. Gründungsinteresse auf Tiefpunkt: Was sind die Gründe? Was müsste man ändern?
Vor wenigen Tagen erschien der IHK-Gründungsreport 2016 mit brisanten Zahlen: Zum vierten Mal in Folge ist das Gründungsinteresse in Deutschland zurückgegangen. Und nicht nur die Zahl der Gründungen nimmt ab, die vergleichsweise wenigen verbleibenden Gründer sind auch noch schlechter vorbereitet – und das in jeder Hinsicht.

Was uns ärgert: Mantraartig wiederholt der DIHK gemeinsam mit der KfW, der Rückgang des Gründungsinteresses läge vor allem an der guten Konjunktur – eine Ansicht, die sich durch den großen Einfluss der Kammern und der KfW auch bei vielen Politikern verfestigt hat. Dabei gibt es noch eine ganz andere, viel offensichtlichere Erklärung für den Rückgang. Auch für den starken Rückgang bei der Qualität der Gründundungsvorbereitung gibt es eine einfache und naheliegende Erklärungen…

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5. Für den Werner-Bonhoff-Preis 2016 nominiert: Erfinder kämpft seit 20 Jahren für Produkt, das Krankenkassen Milliarden sparen würde
Christoph Klein ist einer der drei für den Werner Bonhoff-Preis 2016 nominierten Unternehmer und neben Christa Weidner der Top-Favorit für die Auszeichnung.

Klein hat vor 20 Jahren ein Medizinprodukt für Asthmatiker entwickelt, das Krankenkassen Milliarden hätte sparen können, wäre die Entscheidung darüber nicht zwischen deutschen und EU-Behörden in einer Endlosschleife hängen geblieben wäre. Jetzt hat er vor dem Europäischen Gerichtshof (EUGh) ein wichtiges Urteil erwirkt.

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6. Carsten Linnemann (CDU) lobt auf Xing: Zum Glück haben Freelancer Aufklärung betrieben
In einem „Klartext“-Diskussionsbeitrag auf Xing hat Carsten Linnemann, der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU/CSU, zur Debatte um das Werkvertragsgesetz Stellung genommen: Der ursprünglich vom Arbeitsministerium vorgelegte Kriterienkatalog sei völlig praxisfern gewesen und glücklicherweise vom Tisch.

Er lobt den Widerstand, den wir Selbstständigen gegen das Gesetz geleistet haben, warnt aber auch: „Wir sind mit dem Gesetz noch nicht übern Berg“.

Linnemann macht einen konkreten Vorschlag zur Verbesserung der Statusfeststellungsverfahren und äußert sich auch zur Altersvorsorgepflicht von Selbstständigen.

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Direkt zur Diskussion auf Xing

7. Liebe Frau Nahles, ohne freie Experten fehlt die Hälfte! / Video-Testimonials
Am Dienstag ist im „Tagesspiegel“ eine weitere Anzeige zur Kampagne „Expertenarbeit stärken“ erschienen. Als Motiv zeigt sie die linke Hälfte von Andrea Nahles, um sie (und die Leser) daran zu erinnern, dass es ohne Selbstständige nicht geht. Zuvor waren bereits „Pledgecards“, also Karten mit unseren wichtigsten Forderungen in parteispezifischer Gestaltung an alle Bundestagsabgeordneten geschickt worden.

Auf der Kampagnenseite Experten-Arbeit-Stärken.de ist zudem ein Video mit Testimonials von Selbstständigen online. Die Experten stellen sich kurz mit ihrem aktuellen Projekt vor. Sie sagen dann warum sie (gerne und freiwillig) selbstständig sind und warum sie jetzt die Hilfe der Politik benötigen – nämlich um endlich Rechtssicherheit für sich und ihre Auftraggeber zu erlangen.

Mit der Anzeigenschaltung geht die aktuelle Kampagne jetzt in ihre letzte Phase – lasst uns gemeinsam nochmal Druck auf die Politik machen, damit endlich mehr Rechtssicherheit geschaffen wird.

Zur Anzeige und den Motiven der Pledgecards
Zum Video
Jetzt aktiv werden: Brief an MdB schreiben, Kampagnenmotive teilen

8. Nur 5% der Crowdworker soloselbstständig – meist Nebenjobs von Studenten und Angestellten
Deutschlands Soloselbstständige – bald ein Heer von Crowdworkern, die schlecht bezahlte Microtasks verrichten? – Abgeordnete der Linken wollten von der Bundesregierung wissen, welche Erkenntnisse über Crowdworker vorliegen und wie die Bundesregierung diese Klientel schützen und unterstützen will.

Die Antworten rütteln an einigen Klischees. Zwar ist die Datenlage nicht üppig, aber eine der wenigen Studien ergab, dass „die befragten Crowdworker tendenziell gut ausgebildet“ sind – fast die Hälfte hat einen Hochschulabschluss. Bei einer anderen Befragung kam heraus: „Lediglich 5 Prozent der befragten Crowdworker waren Soloselbständige.“ Ganz überwiegend handelte es sich bei den Personen, die Microtasks übernehmen vielmehr um …

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9. Deutschland bei Sozialabgaben auf Platz 56 von 61 Ländern
Laut Wirtschaftswoche verliert Deutschland rapide an Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland ist in dem seit 1989 veröffentlichten IMD World Competitive Index in der Gesamtbewertung nicht mehr in den Top-10 vertreten. Bei den Sozialversicherungsabgaben belegt Deutschland den Platz 56 von 61 Ländern, bei der Einkommensteuer kommen wir auf Platz 54, bei den Unternehmenssteuern auf Platz 52.

Die osteuropäischen Länder setzten Deutschland bei den Steuern unter Druck. So müssen beispielsweise IT-Fachkräfte in Estland oder Ungarn keine Einkommensteuer zahlen…

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10. Königsweg vieler Hochbegabter führt in die Selbstständigkeit
1,6 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Intelligenzquotienten von über 130. Anders als weithin angenommen fällt es Hochbegabten aber keineswegs leichter als anderen, in großen Unternehmen beruflichen Erfolg zu erzielen.

Deshalb führe ein Königsweg vieler Hochbegabter in die Selbständigkeit zitiert die FAZ den Pressesprecher von Mensa Deutschland, einem Verein für Leute mit überdurchschnittlichem IQ. Warum das so ist…

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11. Treffpunkt Bühneneingang: Nächstes Berliner Regionaltreffen findet im ATZE Musiktheater statt
Die Mitglieder und Sprecher unserer Regionalgruppen lassen sich immer wieder Neues einfallen: So unternimmt die Berliner VGSD-Regionalgruppe am 7. Juni (19:00 Uhr) eine Exkursion ins ATZE Musiktheater in Berlin-Wedding. Das ATZE ist Deutschlands größtes Musiktheater für Kinder mit über 100.000 Zuschauern pro Jahr.

VGSD-Mitglied Klaus Fermor gibt uns eine Führung hinter die Kulissen des Theaterbetriebs und berichtet im Anschluss von seinen Erfahrungen mit den Statusfeststellungsverfahren bei der DRV für den Bereich Schauspiel.

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12. VGSD begrüßt das 1.700ste Vereinsmitglied
Am 1. Juni konnten wir mit dem Arzt und DRG-Experten Michael Schütterle (55)aus Dinslaken unser 1.700stes Vereinsmitglied begrüßen. Wir haben ihn gleich angerufen, ihm gratuliert und einen Gutschein im Wert von 60 Euro gemailt. In einem kurzen Interview stellt sich Michael auf unserer Website vor und erklärt, was „DRG“ eigentlich bedeutet.

Zusätzlich zu den 1.700 Vereins-Mitgliedern verfolgen  und 8.956 Community-Mitglieder – insgesamt lesen also 10.656 Selbstständige und Gründer diesen Newsletter. 599 Vereinsmitglieder stellen sich mit einem Brancheneintrag vor. 315 von ihnen bieten den anderen Vereinsmitgliedern ein Vorteilsangebot.

Du bist Vereinsmitglied, hast aber noch kein Branchenprofil angelegt? Dann investiere jetzt fünf Minuten Deiner Zeit und verbessere damit Deine Sichtbarkeit gegenüber den anderen Mitgliedern. Mitglieder mit Branchenprofil berichten uns von Anfragen und Aufträgen, die sie von anderen Mitgliedern bzw. durch deren Empfehlung erhalten haben. Zu Deinem Branchenprofil

Du bist noch nicht Vereinsmitglied? Dann mache jetzt den Upgrade – und hilf mit, die Arbeit des VGSD nachhaltig zu finanzieren. Du hast zahlreiche Vorteile, z.B. Zugriff auf unser Telko-Archiv, freien Eintritt bei Vortragsveranstaltungen, hunderte von Vergünstigungen seitens anderer Vereinsmitglieder und von Partnerunternehmen sowie Dein eigenes Branchenprofil. Die Mitgliedschaft gibt es schon ab fünf Euro/ Monat, sie ist steuerlich absetzbar.

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13. Regionaltreffen, Stammtische und Vortragsevents
Berlin

Frankfurt

Hamburg

Hannover

München

Rhein-Neckar-Kreis

Stuttgart

Wenn Du für Deine Stadt Events vermisst, so kontaktiere das Regionalteam (Mailadressen hier) – vielleicht sind Veranstaltungen für diesen Zeitraum noch in Planung. Die Regionalgruppen suchen auch laufend nach Mitstreitern, die bereit sind, selbst Treffen zu organisieren oder sie dabei zu unterstützen.

14. Experten-Telkos
  • 7. Juni 2016, 16:30 Uhr: „Verkaufe Dein Produkt – nicht Deine Seele“ (Experte: Gaby Graupner)
  • 15. Juni 2016, 16:30 Uhr: „Berufshaftpflicht – welche Gefahren kann ich absichern, welche nicht?“ (Experte: Ralph Günther)
  • 21. Juni 2016, 16:30 Uhr „Chefsache Kopf: Mehr Erfolg durch mentale Stärke“ (Experte: Antje Heimsoeth)
  • 7. Juli 2016, 16:00 Uhr „Richtig absichern gegen Erwerbs-, Berufs- und Arbeitsunfähigkeit“ (Experte: Sven Kesberger)

Falls du eine Telko verpasst, kannst Du als Vereinsmitglied die Aufzeichnung in unserem Archiv auch nachträglich anhören und ggf. verwendete Präsentationen herunterladen.

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