Ganz offizielle Hintertür: Rückkehr von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung ohne einjährige Wartezeit!

Wer privat versichert ist, konnte bisher nur unter erschwerten Bedingungen in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren: Erst nach einjähriger Wartezeit durften unter 55-Jährige wieder in die Gesetzliche. Fast unbemerkt hat sich der Gesetzgeber bereits vor einem Jahr von diesem Prinzip verabschiedet. Seitdem kann (und muss) man bei Unterbrechung oder Aufgabe der hauptberuflichen Selbstständigkeit ab dem ersten Tag zurück in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung.

Rechtsgrundlage ist § 188 (4) SGB V, der am 01.08.2013 durch das „Beitragsschulden-Überforderungsbeseitigungs-Gesetz“ geändert wurde. Der damalige Bundesgesundheitsminister Bahr führte die „obligatorische Anschlussversicherung“ ein, um zu verhindern, dass es immer mehr Menschen ganz ohne Krankenversicherung oder mit hohen Beitragsschulden gibt. Wir hatten über die Gesetzesänderung damals ausführlich berichtet.

Die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung tritt zum Beispiel unter folgenden Bedingungen ein:

  • Nicht über 55 Jahre alt UND
  • Nicht (mehr) hauptberuflich selbstständig:
  1. Keine sozialversicherungspflichtigen Angestellten (> 450 Euro) UND
  2. Anstellung überwiegt zeitlich (z.B. Arbeitszeit > 20 Stunden, Selbstständigkeit < 20 Stunden) UND
  3. Einkommen aus Anstellung überwiegt Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit UND
  4. Gesamteinkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze („Jahresarbeitsentgeltgrenze“ – kurz JAEG, 53.550 Euro pro Jahr bzw. 4.462,50 Euro pro Monat)
  • ODER Bezug von Arbeitslosengeld I

Wenn eine solche Konstellation auftritt, muss der Arbeitgeber oder die Arbeitsagentur den Mitarbeiter bei einer gesetzlichen Krankenversicherung melden und er ist dann versicherungspflichtig.

Bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit ist ggf. ein detaillierter Nachweis (z.B. BWAs auf Monatsbasis) darüber nötig, wie sich die Einkommensverhältnisse im Zeitverlauf verändert haben. Ansonsten geht das Einkommen ja in der Regel aus dem Einkommensteuerbescheid hervor, der bei Selbstständigen ein ganzes Jahr abdeckt.

Wer seine Selbstständigkeit ganz beendet und dann doch wieder eine Selbstständigkeit aufnimmt, sollte sicher sein, dass zu diesem Zeitpunkt der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung komplett vollzogen ist, um keine Fragen hinsichtlich eines Missbrauchs dieser Regelung aufzuwerfen.

Wer die Selbstständigkeit nur für einige Monate unterbricht und anschließend wieder in die private Krankenversicherung zurückkehren möchte, kann eine Vereinbarung mit der PKV schließen, die den Vertrag beitragsfrei stellt oder den Beitrag stark reduziert und eine Rückkehr ohne erneute Gesundheitsprüfung in denselben Tarif ermöglicht.

Ein weiterer Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung führt über die Familienversicherung:

  • Ein Selbstständiger erfüllt die Voraussetzungen für die Familienversicherung:
  1. Gründet oder beginnt nach Unterbrechung neue Selbstständigkeit UND
  2. Monatseinkommen unter 395 Euro UND
  3. Ehepartner ist gesetzlich versichert

Sowohl an eine Versicherungspflicht als auch an eine Familienversicherung schließt sich nach der Neuregelung eine „obligatorische Anschlussversicherung“ in der gesetzlichen Krankenversicherung an. Wer diese Rechtsfolge abwenden möchte – also privat versichert bleiben möchte -, muss innerhalb von zwei Wochen nach einem Hinweis seiner Krankenkasse auf die Austrittsmöglichkeit seinen Austritt aus der Krankenkasse erklären. Voraussetzung ist auch der Nachweis einer anderweitigen Absicherung im Krankheitsfall.

Wir empfehlen bei einem Wechsel, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen, z.B. durch einen Rentenberater. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Wir danken dem Rentenberater Ernst Heise-Luis aus Horneburg für die Erläuterung von Hintergründen der Regelung sowie unserem Mitglied Marcus Mencke-Haan, der uns auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht hat.

 

 

 

59 Kommentare

  1. Rolf schreibt:

    Sehr interessanter Artikel! Ist der an zweiter Stelle genannte Zugang über die Familienversicherung auch für über 55-jährige möglich?

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    2. Klaus schreibt:

      Es gibt eine Alternative für privat Versicherte über 55, in die GKV zurück zu gehen.
      Erläuterungen dazu gebe ich gerne. Bitte meldet Euch.

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      1. Wolf-Michael Hannemann schreibt:

        Guten Morgen,

        das würde mich brennend interessieren. Ich bin 65 und seit 6 Jahren in der PKV. Werde jetzt Rentner und dann kann/will ich die hohen Beiträge nicht mehr zahlen.
        Vielen Dank im Voraus für die Tipps.

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      3. Frank Dorschel schreibt:

        Guten Tag,

        gerne hätte ich Informationen darüber.

        Mit freundlichem Gruß
        Frank Dorschel

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      5. Unfried Manfred schreibt:

        Würde gerne mit 62 Jahren in die GKV zurück kehren,war mir bis jetzt unmöglich.

        Gruß
        Unfried Manfred

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      7. Dorweiler schreibt:

        Guten Tag,

        ich habe Ihren Hinweis zum Rückkehr in die GKV für über-55-jährige gelesen und bitte um nähere Informationen für meine Ehefrau *1959, die in 2016 die Rückkehr in den Beruf (Angestellte im ö.D.) plant und derzeit bei mir in der PKV versichert ist.
        Danke recht herzlich im Voraus für einen Tipp.

        MfG
        Fam. Dorweiler

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      8. Niedens schreibt:

        Guten Tag,

        mein Vater ist 60 Jahre alt, selbstständig und möchte in die gesetzliche zurück (ist seit 20 Jahren in der privaten).
        Wissen Sie, ob es eine Möglichkeit gibt.
        Herzlichen Dank
        Liebe Grüße
        Irene Niedens

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      9. Staub Kerstin schreibt:

        Guten Tag Klaus, welche Möglichkeit als selbstständige Hauptberufliche -mit Angestellten- gibt es ,um nach dem 55 Lebensjahr aus der PKV auszutreten, wenn mein monatl.Einkommen größer 450 € ist !!!!????

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      10. Melli schreibt:

        Hallo. Mein Partner ist 58 und nicht mehr selbstständig. Er ist PKV möchte aber in die gesetzliche KV zurück. Er bezieht jetzt AG II. Ich bin GKV. Wir sind nicht verheiratet. Welche Möglichkeit gibt es jetzt ab 2016 noch zurücK in die GKV?
        Vielen Dank im Voraus.

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      11. Ute Conrad schreibt:

        Hallo Klaus,
        könnten sie mir die alternativen aufführen um in die GKV zurückzukommen?

        Ich bedanke mich schon jetzt für Ihre antwort.

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      13. Frank Guderian schreibt:

        Guten tag, können sie mir helfen meine nr ist die 01723728481, bitte anklingeln,rufe sie zurück,es geht um die PKV wo ich raus möchte werde in einem monat 55 jahre vielen dank frank

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      14. sabine ley schreibt:

        Hallo Herr Klaus , ich brauche dringend Hilfe zum Wechsel von der Pkv in die Gkv! Meine Mutter ist 73 Jahre und kann sich überhaupt nicht mehr den Beitrag für die Dkv leisten und weiß nicht mehr weiter! Was können wir tun? Sie würden uns sehr helfen und bin Ihnen für eine Antwort bzw. Hilfe sehr sehr dankbar !

        Alles Gute und herzlichen Dank im Vorraus

        Sabine

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      15. norbert schaaf schreibt:

        hallo klaus hier der norbert. bin 59 jahre bin anerkannt berufsunfähig und selbständig , bekomme noch ein jahr kleine rente von vers. aber die pkv. nimmt mir jetzt schon die hälfte davon ab. nächstes jahr erlischt die rente und der hohe beitrag an die pkv. bleibt, bin kurz davor auszuflippen. wer kann mir helfen. bin geschieden und allein lebend.

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      16. Kilarski schreibt:

        Wie komme ich aus Private KV raus in die gesetzliche wenn ich 64 bin ?.

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      17. Michael Kretz schreibt:

        Hallo,
        ich bin derzeit in der PKV und muss die Beiträge meiner 2 Kinder übernehmen.
        Da ich den Arbeitgeber wechseln werde, überlege ich mir, 1 Monat arbeitslos zu sein und damit in die GKV zurück zu wechseln.
        Meine Frau ist noch in der GKV.
        Wie gehe ich vor?

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      18. Heinz schreibt:

        Hallo Klaus, das interessiert mich dringend. Ich bin 57 Jahre und z.Zt. noch über die Beamtenfamilienversicherung meiner Frau versichert. Also 70 % Beihilfe und 30 % PKV. Ich bin selbstständig als Kleinunternehmer, dazu kommt eine Schwerbehinderung zu 50% und chronische Krankheiten wie Diabetes 1 und Rheuma. Nun steht die Scheidung an. Ich möchte gerne in die GKV, denn die Beiträge zur PKV sind für mich unerschwinglich. Fällt dir etwas ein? Vielen Dank.
        Heinz

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  2. Heike schreibt:

    Genau das möchte ich auch wissen – was gilt für Menschen über 55, die selbständig sind oder waren und im Moment weniger als 395 Euro verdienen und nicht berechtigt sind, ALG zu beziehen? Und was passiert, wenn ich in meinem Alter (58, verheiratet mit ein Mitglied der GKV) wieder einen angestellten Job mit mehr als disem Betrag finde?

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        1. Christian Müller schreibt:

          ..als Ergänzung hier die Quelle zur Legitimation der Rechtsberatung durch einen Rentenberater. Ich zitiere aus § 10 Abs 1 Nr 2 RDG:

          „…Rentenberatung auf dem Gebiet der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung, des sozialen Entschädigungsrechts, des übrigen Sozialversicherungs- und Schwerbehindertenrechts mit Bezug zu einer gesetzlichen Rente sowie der betrieblichen und berufsständischen Versorgung“

          woebei der Fokus auf Rentenberatung liegt bzw. wenn die übrigen Gebiete einen Bezug zur Rente haben. Insofern nicht explizit auf das SGB V als solches Sachgebiet abgestellt.

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      2. Marcus Mencke-Haan schreibt:

        BVVB Bundesverband der Versicherungsberater e.V. – http://www.bvvb.de/
        „Versicherungsberater dürfen von den Versicherungsunternehmen k e i n e Provision oder Courtage annehmen.“

        “ Dies ist die berufsständische Vereinigung der Versicherungsberater. Versicherungsberatung ist Rechtsberatung. Die Versicherungsberatung darf nur von einem Versicherungsberater ausgeübt werden, der eine Erlaubnis gemäß § 34e Abs. 1 der Gewerbeordnung von der zuständigen IHK erhalten hat. / …… / Versicherungsberater beraten Sie bei der bedarfsgerechten Auswahl von notwendigem Versicherungsschutz, suchen für Sie günstige Versicherungsunternehmen und unterstützen Sie im Schadenfall. Aber: ! Rentenberater dürfen von den Versicherungsunternehmen keine Provision oder Courtage annehmen. !

        Nur so können sie unabhängig und neutral in ihrer Beratung sein. Der Versicherungsberater erhält von Ihnen ein Honorar.“

        http://www.bvvb.de/

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  4. Thorulf Müller schreibt:

    Und bitte löschen Sie diesen Satz in Ihrem Artikel, weil der ist falsch:

    ODER Bezug von Arbeitslosengeld I

    Danke

    Thorulf Müller
    derKVProfi

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    1. Sven Miller schreibt:

      Sorry, aber was soll daran falsch sein? Wenn man ALG1 anmeldet, kann man sofort in der GKV wechseln.

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    2. Angelika Micheel schreibt:

      Hallo sehr geehrter Herr Thorulf Müller

      Ich bin ALG2 Emfänger war vorher über 31 Jahre GVL versichert dann von 6.2009-bis 11.2014 PVL Versichert
      und kann auch nicht in eine GVL zurück brauche Hilfe wo bekomme ich diese LG

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  5. R. Becker schreibt:

    Hallo,

    wie ist das denn, wenn ich eine GmbH habe und 100%Gesellschafter sowie Geschäftsführer bin?
    Als GF bin ich ja eigentlich Angestellter. Spielt das eine Rolle, dass die GmbH mir gehört?

    VG,
    R. Becker

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Meines Wissens ist entscheidend, ob Du als Angestellter der GmbH sozialversicherungspflichtig bist oder nicht. Aber das ist eine Detailfrage, die ich im Bedarfsfall mit einem Rentenberater oder ähnlichen Experten klären würde.

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  6. Achim Brueser schreibt:

    Wird noch eine Antwort zu der mehrfach gestellten Frage bzgl. der Situation der über 55-jährigen privat versicherten Unternehmer gegeben???

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  8. Timon Schroeter schreibt:

    Vielen Dank für diese Gute Nachricht! Ich erwäge aktuell einen beruflichen Schwerpunktwechsel, weil ich einfach total begeistert vom Scum Projekt-Management Framework bin. Wäre möglich, dass ich im Zusammenhang mit einer Tätigkeit als ScrumMaster nach vielen Jahren erstmals wieder ein Anstellungsvertrag annehme. Da lohnt es sich nochmal über das Thema Versicherung nachzudenken 🙂

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  9. Detlef Hensel schreibt:

    Hinsichtlich der Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung hat sich ab 01.08.2013 nur die Wartefrist geändert.

    Vorher mußte man 12 Monate sozialversicherungspflichtig tätig gewesen sein, um in die GKV wechseln zu können.

    Diese Wartezeit hat sich auf 6 Monate verkürzt.

    Alle anderen Regelungen und Prozeduren waren auch vorher gültg bzw. notwendig.

    Problem > 55 Jahre:

    Familienversicherung ist möglich-falls nicht hauptberuflich selbständig und Gesamteinkommen<375€.

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  10. Andreas Lutz schreibt:

    Ernst Heise-Luis, der Rentenberater aus Horneburg, der durch die Erläuterung von Hintergründen der Regelung bereits maßgeblich am obigen Beitrag beteiligt war, hat inzwischen zu einigen offenen Fragen Stellung genommen:

    1. Auch der Zugang über die Familienversicherung funktioniert nur für unter 55-Jährige, richtig?

    Antwort: Nein, das ist nicht richtig. Der Zugang zur Familienversicherung ist nicht altersabhängig und richtet sich allein nach § 10 SGB V.

    2. Es gab den Hinweis, dass bei Bezug von ALG I keine sofortige Rückkehr möglich sei, sondern weiterhin 1 Jahr Wartezeit bestünde, richtig?

    Antwort: Das Problem beim AlG I ist, dass die Versicherungspflicht nach Vollendung des 55. Lebensjahres von der Versicherungsfreiheit nach § 6 Abs. 3a verdrängt wird. Ansonsten wüsste ich nicht, auf welche Rechtsgrundlage sich die Wartezeit stützten sollte.

    3. Wenn die Anstellung unterhalb der Verdienstgrenze bei einer GmbH erfolgt, an der man selbst beteiligt ist, ist entscheidend, ob man als Angestellter (z.B. GF) sozialversicherungspflichtig ist oder nicht, richtig?

    Antwort: Das ist richtig, wobei ich ohnehin jedem GmbH-Geschäftsführer vorschlagen würde, seinen sozialversicherungsrechtlichen Status rechtssicher zu klären.

    Bei weiteren Detailfragen bitte ich, sich direkt an einen Rentenberater eigener Wahl zu wenden, da viele Fragen doch sehr in den Einzelfall hineingehen und eine dezidierte Auseinandersetzung mit den genauen Umständen erfordern, um eine korrekte Antwort zu geben. Mit dem obigen Artikel wollten wir Euch für die Änderungen sensibilisieren, eine Beratung kann der Beitrag aber nicht ersetzen.

    Unabhängig davon seid Ihr natürlich eingeladen, verallgemeinerbare Erkenntnisse aus Euren Recherchen oder aus einer Beratung hier zu teilen!

    Andreas

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    1. Ernst Heise-Luis, Rentenberater schreibt:

      Bei allen Beteiligte bedanke ich mich für die rege Diskussion zu dem Beitrag von Herrn Dr. Lutz. Ich möchte nicht versäumen auch noch einmal kurz die Frage nach meiner Fachlichkeit aufzugreifen: Ich habe 2002 die Zulassung „zur geschäftsmäßigen Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten“ als Rentenberater erhalten. Dabei handelt es sich um eine umfassende Zulassung, die neben dem Recht der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen und der berufsständischen Altersversorgung unter anderem auch das Recht der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung umfasst. Die Berufsbezeichnung „Rentenberater“ ist insofern eigentlich irreführend. Kolleginnen und Kollegen, die bis 1980 zugelassen wurden, trugen die Bezeichnung „Rechtsbeistand“. Meine Befugnisse reichen auch über die des § 10 des Rechtsdienstleistungsgesetzes hinaus, Wer sich hierüber genau informieren möchte, kann meine Registrierung durch das Landgericht Stade im Rechtsdienstleistungsregister der Bundesrepublik Deutschland einsehen. Der folgende Link führt direkt dorthin: http://www.rechtsdienstleistungsregister.de/index.php?button=show&id=6560.

      Auch die in einigen Beiträgen genannten Versicherungsberater üben eine Rechtsdienstleistung aus. Diese bezieht sich allerdings nicht auf die gesetzlichen Sozialversicherungen (wie die gesetzliche Krankenversicherung), sondern auf die privaten Versicherungen. Manche Versicherungsberater sind auch Rentenberater.

      Herzliche Grüße
      Ernst Heise-Luis
      Rentenberater

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    2. Ulrike Com schreibt:

      Sie kennen sich ja gut aus, daher meine Frage:
      Mir ist noch nicht klar: Gibt es irgendeine Möglichkeit in die GKV zurückzukehren, wenn man über 55 ist und die letzten 5 Jahre nicht gesetzlich versichert war, davor aber fast 30 Jahre. Ich bin seit 2008 freiberuflich tätig und von da an in der PKV, will aber meine Tätigkeit aufgeben, da ich die letzten drei Jahre ein Nullsummenspiel hatte. Beziehe dann kein ALG, könnte mich höchstens anstellen lassen bei meiner Mutter, um die ich mich eh kümmere (85). Vielen Dank für eine Antwort.

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      1. Andreas Lutz schreibt:

        Ich bin kein Rentenberater und kann deshalb über die von mir recherchierten und abgestimmten Informationen (siehe oben) hinaus zu Einzelfällen keine weiter gehenden Aussagen machen. Ich persönlich würde mich an einen Rentenberater wenden.

        Zu dem Thema allgemein möchte ich die Teilnahme an unserer Experten-Telko nächste Woche zum Thema “Die Krankenversicherungsbeiträge steigen unaufhörlich. Was kann man dagegen tun?” empfehlen.

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  11. Renate Bleßmann schreibt:

    Zum Thema Rückkehr in die GKV als Selbständiger:

    Meine Anfrage an die TKK, ob für mich als Selbständige( seit Mai 1980 in der PKV, davor GKV) mit geringfügigem Einkommen im Rentenalter bei Wiederverheiratung eine Rückkehr über die Familienversicherung des neuen Ehemannes möglich sei, wurde verneint. Es gäbe keine Möglichkeit der Rückkehr für mich.

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  12. Detlev Lückel schreibt:

    Hallo, eine weitere Möglichkeit ist, dass man innerhalb von 3 Monaten nach dem Bescheid einer Behinderung von mind. 50% wechseln kann. Genauere Infos suche ich noch.

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  13. Markus Meier schreibt:

    Mich hätte nochmal die Frage nach ALG 1 interessiert. Nehmen wir an, ich habe noch einen Anspruch von 2 Wochen und habe mich privat krankenversichert. Nun falle ich für die verbleibenden 2 Wochen in ALG 1. Im Anschluss bin ich nebenberuflich selbständig.

    a) Kann ich in diesem Fall wieder zurück in die GKV, wenn ich noch einen Restanspruch für ALG 1 habe?
    b) Kann ich wieder zurück, falls der Anspruch aufgebraucht ist, ich aber nur nebenberuflich selbständig bin?

    Alter wäre unter 55 Jahren.

    Vielen Dank!

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  14. Klaus schreibt:

    Es ist ein juristisches Problem, kein versicherungsrechtliches, und es ist lösbar.

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  15. Patrick schreibt:

    Wie lange muß ich meine Selbstständigkeit unterbrechen. Um in die GKV zu kommen. Bin aktuell gar nicht versichert. War als letztes in der PKV. Was heißt Selbstständigkeit unterbrechen? Gewerbe abmelden oder keine Einnahmen mehr?

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  16. Jürgen Ganswindt schreibt:

    ich bin Selbstständig und über 55 Jahre. Ledig und PK versichert. Möchte ebenfalls zurück in GKV, Wie geht das???

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  17. Frank schreibt:

    Sehr interessant in diesem Zusammenhang finde ich aus SGB V §6:

    (3a) Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren. …

    Das bedeutet, wenn ich mir die „Tür offen“ halten will für einen späteren Wechsel in die GKV, z.B. wegen Altersteilzeit ab 58 oder so, dann muss ich nur dafür sorgen, dass ich rechtzeitig vorher mindestens mal für einen Tag gesetzlich versichert war. Oder mache ich hier einen Denkfehler?

    Ich könnte also mit 54 einmal „kurz“ durch eine Gehaltsabsenkung (würde auch ein Sabbatical von 1 Monat funktionieren?) versicherungspflichtig werden und in die GKV gehen. Die PKV würde ich diesen Monat ruhen lassen, ggf. mit einer Anwartschaft, um problemlos zurück zu kommen. Damit hätte ich dann bis zum Alter von 59 die Gelegenheit durch unterschreiten der Entgeldgrenze wieder dauerhaft in die GKV zu kommen? Klingt zu einfach, oder?

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  18. kauke schreibt:

    Am 20.03.2016 werde ich 55 jahre alt
    bin seit den 01.05.1986 selbstständig und privat versichert
    meine wirtschaftliche situation ist heute und warscheinlich auch in 10 jahren nicht so gut das ich mir eine pkv erlauben kann was kann ich tun danke

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  19. Erich schreibt:

    bin nun seit 01.10.1995 beruflich selbständig und privat versichert. Nachdem sich während
    der 20 jährigen Selbständigkeit meine Einnahmen sehr in Grenzen gehalten haben , ist
    mein Wunsch zurück in die gesetzliche KV zu gelangen wer kann mir dabei helfen……

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  20. John schreibt:

    Hallo, ich bin bald 51 Jahre alt und mit Beginn meiner Selbständigkeit seit 2003 in der PKV.
    Ich werde meine Selbständigkeit bald ganz aufgeben.

    Frage: Wie lange / wie viele Monate muss ich mit einem Gehalt unter der Beitragsbemessungsgrenze angestellt werden, damit ich zurück in die GKV kann ? Reicht dafür 1 Monat ? Oder müssen es 6 Monate oder sogar 1 ganzes Jahr sein ?

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  21. Klaus Buss schreibt:

    Hallo,

    ich bin selbsständig und 63 Jahre altund würde gerne wieder in die gesetzliche wechseln, da ich mit der späteren Rente finanziel weit aus nicht zurecht komm.
    Wenn es eine Möglichkeit gibt aus der Privaten heraus zukommen, würde ich das gerne machen.
    Können Sie mich darüber informieren?
    Vielen Dank im voraus und freundliche Grüße!
    Klaus Buss

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  22. Carsten Richter schreibt:

    Mich würde das auch persönlich brennend interessieren. Bin seit 25 Jahren in der PKV und würde gern wieder in die GKV wechseln. Bezahle momentan 578€ Vers. Beitrag / Monat. Wie hoch wäre dann in der GKV mein Beitrag (auch als Rentener – bin Bj. 1963) ?
    Vielen Dank schon einmal für die passende Rückantwort.

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  23. Ute Conrad schreibt:

    Mich würde intressieren ob mein Lebensgefährter mit 54 in 3 monaten 55, noch in die gesetzliche wechseln kann.

    Er ist seit 25 Jahren selbständig aber nur mit sehr geringen einkommen. ( 12.000 € Jährlich, davon ca 4800€ Jährlich PKV. Renten erwartung ca 220 € monatlich, er kann dann die PKV nicht mehr bezahlen.
    Wie kommt er zurük in die GKV.
    Vielen Dank für eine Antwort.

    Antworten
  24. Manuela schreibt:

    Ich bin seit 2004 privat versichert und werde in diesem Jahr 54. so wie es jetzt aussieht möchte ich die hohen Beiträge für die private KV im Alter nicht bezahlen und kann das auch nicht finanziell.
    Was kann ich tun um ohne Probleme in die gesetzliche KV zu wechseln.
    Welche Bedingungen muss ich schaffen?

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  25. Mona schreibt:

    Mein Mann ist ebenfalls seit 2004 selbstständig und privat versichert. Er ist 53 jahre und möchte im Alter nicht die hoen Beiträge zahlen und kann es auch nicht.
    Wie kann er zurück in die Gesetzliche wechseln?
    Vielen Dank für eine Antwort

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  26. Carolin schreibt:

    was bedeutet, die Selbständigkeit zu unterbrechen?

    ich hätte auch gerne Infos für meinen Mann, der über 55 und selbständig ist. Er bekommt zwar in den Semesterferien ALG 1 aber das berechtigt ihn offensichtlich nicht dazu, wieder in die GKV zurückzukehren.

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  27. Marko schreibt:

    Ich bin 40 und seit ca. 10 Jahren in der PKV und möchte nun in die GKV zurück, da mir die maßlose Beitragsanpassung Jahr für Jahr nicht gefällt.
    Reicht es wirklich nur theoretisch einen Montag unter der Grenze zu verdienen, um wieder permanent in die GKV aufgenommen zu werden, auch wenn das Einkommen dann wieder über die Grenze steigt. Wo steht das im Gesetz?

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