Wem die Krankenkassen Beitragsschulden erlassen und wem nicht

Überforderungs-Beseitigungs-Gesetz unter der Lupe

„Krankenkassen erlassen Beitragsschulden bei Meldung bis Jahresende“ titelten Zeitungen nach Verabschiedung des „Gesetzes zur Beseitiguung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung“. Eine gute Nachricht, denn fast 750.000 Menschen in Deutschland haben keine Krankenversicherung oder sind mit ihren Beiträgen in Rückstand, darunter viele Selbstständige.

 

Nicht zu früh freuen

Von dem Altschuldenerlass profitiert allerdings nur jene 130.000, die bereits seit bzw. vor Einführung der Versicherungspflicht  in 2007 (GKV) bzw. 2009 (PKV) nicht versichert waren. Obwohl sie keine Leistungen in Anspruch genommen haben, sind bei ihnen aufgrund der Versicherungspflicht hohe Beitragsschulden aufgelaufen. Selbst wenn sie inzwischen wieder in der Lage wäre, die Beiträge zu zahlen – durch die Altschulden in oft fünfstelliger Höhe ist ihnen die Rückkehr in das Versicherungsverhältnis bisher fast unmöglich gewesen.

Davon zu unterscheiden sind die rund 600.000 Betroffenen, die bei der Versicherung gemeldet sind, aber ihre Beiträge nicht (ganz) zahlen können. Hier waren es vor allem die exzessiven Strafzinsen in Höhe von 5% pro Monat – 60% pro Jahr, die sie in die Schuldenfalle brachten. Ihnen werden die Beiträge nicht erlassen, sondern „nur“ die Strafzinsen künftig und auch rückwirkend auf 1% pro Monat ermäßigt.

Wer zuletzt privat krankenversichert war, für den gelten noch einmal besondere Regeln. Deshalb haben wir im Folgenden eine Fallunterscheidung angestellt und versucht, für jede Variante herauszufinden, was bisher und künftig bzw. bei Meldung bis Jahresende gilt. Bei einer so  komplizierten Materie können wir nicht garantieren, dass alles bis ins Detail korrekt ist, deshalb sind alle Leser eingeladen, abweichende Informationen über die Kommentarfunktion am unteren Ende der Seite zu ergänzen.

 

Das Gesetz löst nur die Symptome, nicht das zugrundeliegende Problem

Dass Selbstständige mit ihren Beiträgen häufig in Verzug kommen liegt nicht daran, dass sie die Beiträge nicht zahlen wollen, sondern dass sie sich die für sie geltenden hohen einkommensunabhängigen Mindestbeiträge oft nicht leisten können. Daran ändert das Gesetz leider nichts.

Unabhängig von ihrem Einkommen müssen Selbstständige auch künftig 350 Euro Mindestbeitrag pro Monat für die Kranken- und Pflegeversicherung (im Bereich der GKV) zahlen. Bei Angestellten richten sich die Beiträge dagegen durchgängig nach dem tatsächlichen Verdienst – deshalb zahlen Angestellte mit niedrigem Einkommen nur einen Bruchteil im Vergleich zu Selbstständigen. Dabei ist auch zu bedenken, dass Selbstständige sowohl den Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmeranteil aufbringen müssen, ihr Beitrag also ohnehin doppelt so hoch ist wie der von Angestellten.

Anders als bei Angestellten werden  bei Selbstständigen in der GKV zudem alle Einnahmen (und nicht nur das Gehalt/der Lohn) zur Beitragsbemessung herangezogen. Das ist eine weitere Benachteiligung gegenüber  Angestellten.

 

Fallunterscheidung: Wer bekommt Beitragsschulden erlassen, wer nicht?

1. Nicht krankenversichert seit mindestens Einführung der Krankenversicherungspflicht, keine Leistungen in Anspruch genommen, ca. 130.000 Betroffene

  • a) Zuletzt in GKV versichert: Seit 1.4.2007 besteht Versicherungspflicht.
    • Bisher: Schulden Beiträge für gesamten Zeitraum, Mindestbeitrag 350 Euro/Monat für Kranken- und Pflegeversicherung, wenn die Versicherung (wie in solchen Fällen) nicht an die Beiträge erinnern kann, greift die Verjährungfrist von vier Jahren, es sind also „nur“ die Beiträge der letzten vier Jahre plus des aktuellen Jahres zu zahlen, zudem sind 5% Säumniszuschläge pro Monat (60% pro Jahr) zu zahlen.
    • Bei Meldung bis 31.12.2013: Erlass dieser Beitragsschulden, künftig nur noch 1% Säumniszuschlag/Monat
    • Bei Meldung nach dem 1.1.2014: Versicherungen sollen Beiträge „angemessen ermäßigen“

    b) Zuletzt in PKV versichert: Seit 1.1.2009 besteht Versicherungspflicht.

    • Bisher vor Wiedereintritt Strafzahlung fällig : Januar 2009 frei, Februar bis Juni 2009 fünf Beiträge, danach 1/6 Monatsbeitrag pro Monat, also ein Beitrag pro Halbjahr. Bei Eintritt zum 1. Juli 2013 wären das also insgesamt 13 Monatsbeiträge
    • Bei Meldung bis 31.12.2013: Verzicht auf diese Strafzahlungen

 

2. Krankenversichert, aber in Verzug mit Beitragszahlung, ca. 600.000 Betroffene, davon 3/4 in in GKV

  • a) In GKV versichert
    • Bisher: Beiträgsrückstände werden mit 5% Säumniszuschlag pro Monat verzinst
    • Künftig: Beitragsrückstände bleiben bestehen, Säumniszuschläge werden rückwirkend und künftig mit „nur“ 1%/Monat berechnet

    b) In PKV versichert: Beiträge müsen gemahnt werden, wenn der Versicherte mit Prämienanteilen von zwei Monaten im Rückstand ist. Schuldet er zwei Wochen nach Zugang der Mahnung immer noch mehr als eine Monatsprämie …

    • Bisher: Leistungen ruhen dann drei Tage nach entsprechender Benachrichtigung („2. Mahnung“) durch die Versicherung, nur Notfallversorgung wird übernommen. Beiträge laufen weiter auf mit Säumniszuschlägen von 1%/Monat. Erst wenn aufgelaufene Beiträge voll bezahlt sind, wieder Anspruch auf Leistungen. Wenn innerhalb von 12 Monaten kein Ausgleich: Wechsel in Basistarif gesetzlich vorgesehen. Aufgrund von dessen Kalkulation aber oft teurer als normaler Tarif, deshalb zum Teil de facto kein Wechsel.
    • Künftig: Automatisch Wechsel in Notlagentarif (nur Notfallversorgung, normaler Vertrag ruht). Je nach Anbieter ist dafür mit einer Prämie von 100  bis 150 Euro/Monat zu rechnen. Wenn sich Versicherungsnehmer normale Beiträge wieder leisten kann: Rückkehr in bisherigen Tarif. Säumige Beitragszahler gelten – soweit sie nicht widersprechen – auch rückwirkend ab dem Zeitpunkt, zum dem ihr Vertrag ruhend gestellt wurde, als im Notlagentarif versichert, was evtl. Beitragsschulden aus solchen Zeiten reduziert.

 

Noch sind viele Details zu klären

Bis 15.9.13 muss der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen die konkreten Bedingungen für den Bereich der GKV regeln, die dann vom Bundesgesundheitsminister zu genehmigen sind. Bis dahin dürften die gesetzlichen Krankenversicherungen Betroffene auf diesen Zeitpunkt vertrösten. Die privaten Krankenversicherungen müssen die konkrete Umsetzung des Gesetzes in ihre Versicherungsbedingungen mit ihrer Aufsichtsbehörde, der Bafin, klären.

Ich möchte ausdrücklich den Pressereferenten der folgenden Versicherungen und Verbände für ihre Unterstützung bei der Recherche danken: Techniker Krankenversicherung, GKV-Spiteznverband und Verband der Privaten Krankenversicherungen.

 

Was wir als Verband tun

Wir setzen uns im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung vor allem gegen die hohen Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für Selbstständige ein, denn sie stellen eine eklatante Schlechterbehandlung von Selbstständigen gegenüber Angestellten dar. Nicht nur können sie zu Beitragsschulden und dem Verlust des Versicherungsschutzes führen, sie hindern viele Gründungswillige an der Aufnahme einer Selbstständigkeit, z.B. in Teilzeit, neben der Familienarbeit.

Bei der Abstimmung über die wichtigsten Anliegen unserer Mitglieder wurden die hohen Mindestbeiträge zur Krankenversicherung auf Platz zwei der wichtigsten Verbandsziele gewählt.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist eine Begrenzung des Beitragsanstiegs bei den privaten Krankenversicherungen.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und werden Sie Mitglied!

28 Kommentare

  1. Antworten
  2. Angela schreibt:

    Habe eine Frage,
    ich bin seit 2007 aus der Privaten Kasse entlassen worden wegen Beitragsrückstand. Musste eine eidesstattliche Versicherung abgeben, wollte wieder in die Private wurde mir aber verwehrt wegen Beitragsrückständen und negativer Bonität. Bin seitdem also ohne KV und habe alle Arzt- und Krankenhaussachen selbst getragen.
    Jetzt habe ich die Möglichkeit ab 01.09.2013 in ein Angestelltenverhältnis zu kommen mit 1000 Euro brutto, Rest Provision, welche zu verdienen wäre.
    Somit wäre ich ja dann wieder in der GKV versicherungspflichtig:
    1. Kann ich bei meiner alten Krankenversicherung die Beitragsrückstände, die aber in einem Mahnverfahren tituliert worden sind irgendwie verkleinern oder die Zinsen trotz Vollstreckungsbescheid geringer stellen lassen.
    2. Bekomme ich jetzt Strafbeiträge oder gar nicht.
    3. Habe noch mein Gewerbe laufen -muss ich darauf AG Anteil und AN Anteil in die gesetzliche Krankenkasse zukünftig zahlen?
    Wo kann ich mich erkundigen.
    vielen dank

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  3. Emig Kurt schreibt:

    Meine Frage!
    Ich war privat versichert,konnte aber dann den Beitrag nicht mehr zahlen und wollte kündigen.Die Barmer sagt mir das ginge nich weil jeder versichert sein muß. Beitrags Freistellung ginge auch nicht.So sind die Beiträge aufgelaufen.Ich habe dann eine Arbeit als Arbeitnehmer begonnen und das Gewerbe abgemeldet.Dann war ich länger krank und hätte Krankengeld bekommen müssen,was die Krankenkasse einbehielt.Das Krankengeld
    hätte den Rückstand ziemlich ausgleichen müssen.Die Barmer gibt mir aber keinen Kontostand.Habe mittlerweile die Kasse gewechselt .Muss ich noch immer bezahlen,oder werde ich auch befreit?
    Wo kann ich mich hinwenden,wenn mir die Kasse keine klare Auskunft gibt?
    Danke

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  4. n.schreiter schreibt:

    ich habe eine frage.
    ich kann aus finaziellen gründen die beiträge für die krankenversicherung nicht zahlen,aber habe ein kind und bin schwanger.
    kann ich jetzt nicht mehr zum arzt gehen bzw mein kind?
    bin gerade sehr verzweifelt und mache mir grosse sorgen.da ich kein harzt 4 bekomme und auch sonstige leistungen abgelehnt wurden da ich mit meinem freund zusammen gezogen bin ich er „zuviel“ verdient wurden mir alle leistungen verwehrt.
    was mache ich jetzt?

    danke

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  5. michael henschke schreibt:

    Hallo VGSD-Team,
    ich würde einen Artikel wie diesen gerne in sozialen Medien wie Facebook u/o Xing posten – leider bietet Ihr dafür nicht die technischen Voraussetzungen. Mittels Weiterleitung / Veröffentlichung könnten mehr Unternehmer und StartUps von Eurer sinnvollen Arbeit erfahren, Eure Anhängerschar würde wachsen.
    Bitte richtet diese einfache Weiterleitung zeitnah ein, teilt mir die Änderungen mit und ich poste und unterstütze Euch auch über diesen Weg.
    Beste Grüße und weiter so.
    Michael

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  6. Mareike schreibt:

    Dass die Menschen derart hohe Schulden in der privaten Krankenversicherung aufbauen können, verdeutlicht die Misere des Systems.

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  7. Bianc Bonde schreibt:

    Ich bin ohne eigene Schuld in den Beitragsrückstand geraten. Dies ergabt sich , das ich Arbeitslos war und
    das Arbeitsamt meine Krankenkassenbeiträge nicht gezahlt hat .Dies hat zur Folge das die Krankenkasse
    mich in eine Privatversicherung eingestuft hatte, mich aber nicht dfarüber informiert hat. Und nun fordert
    die Krankenkasse von mir eine 4 stellige Summe als Beitragschuld zurück. Wie verhalte ich mich richtig.
    Eine Kündigung nehmen sie nicht an und wechseln kann ich die Versicherung auch nicht.

    Antworten
  8. Kritiker schreibt:

    Ich sehe in diesem Notlagentarif doch nur das allgemeine Problem mit unseren beiden Systemen. Die einen werden in Krankenhäusern behandelt wie Könige, müssen aber auch ihren Tribut an die privaten Versicherungen abgelten. Die anderen erhalten eine Behandlung, die das nötigste abdeckt, zahlen aber auch hohe Prämien.

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  9. Antworten
  10. Heiko schreibt:

    Hallo,
    Ich habe ein anderes Problem.
    Ich war selbstständig und bei der Central versichert. Juni 2012 musste ich mir vom Amt Unterstützung in Form von ALG2 holen. Nachdem ich recherchierte und das Amt darauf hinwies, zahlten sie mir auch die volle Summe der PKV Beiträge. Ein Witz, dass die das nicht wussten und ich es ihnen sagen musste! Zum 01.10.2012 stellte mich ein Kollege mit 600€ Brutto sozialversicherungspflichtig ein, damit ich aus derPKV in die GKV wechseln konnte. Doch mein erneuter Versuch meine Selbstständigkeit wieder lukrativ aufzubauen scheiterte. Unter anderem, weil die Mittel vom Amt lediglich zum überleben reichten und die 600€ vom Kollegen abgezogen wurden. Beantragte Kosten für Werbung und Kundenaquise wurden vom Amt untersagt. Auch die Schulden der PKVkonnte ich damit nicht ausgleichen. Das Einkommen durch den Kollegen fiel auch bald weg. Seit Juni 2013 bin ich wiederhauptberuflich angestellt und GKV versichert. Nun habe ich, nachdem ich vom Gesetz erfahren habe, die Neuberechnung meiner Schulden auf Grundlage des Notfalltarifes bei der Central beantragt.Doch diese hat abgelehnt, wil ich dort ja nicht mehr versichert bin. Ist das rechtens?

    Zusammenfassung:PKV Schulden aus 2011 und 2012. GKV versichert seit Ende 2012. Nach bekanntnahme des Gesetzes Berechnung der Schulden nach Notlagentarif gefordert. Bitte von PKV abgelehnt.Was kann ich tun.

    Über hilfreiche Antworten würdeich mich sehr freuen.

    Grüße
    Heiko

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    1. Reinhold Habel schreibt:

      Hallo Heiko. Mir ging es ähnlich wie dir auch bei der Central.2013 im Jan. nach 19 Jahren selbständig von heut auf Morgen das Lager dichtgemacht.Kein Einkommen mehr.Konnte keine Beiträge mehr zahlen.Die Centrlal schickte mir die Inkasso auf den Hals.Und klagte den Rückstand beim Amtsger. Euskirchen ein. Bin hergegangen und habe dem Gericht die Zeitung vom VDK geschikt,dass es seit 2013 IM Aug.ein Gesetz gibt,dass keine Beitragsschulden mehr zum Nachzahlen mehr sind.Ausserdem habe ich mittgeteilt,dass die Central für mindestens 2 Jahre keine Rückvergütung gezahlt hat. Bis heute habe ich nichts mehr davon gehört, Bin mittlerweile Rentner und habe bei der AOK unverschuldtet ,die gleiche Kake am Hals. Mein Rat Heiko wehr dich. Reinhold

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  11. Antworten
  12. heide schreibt:

    Guten Tag,

    In 2006 drohte mir das Finanzamt, wegen aufgelaufener Steuerschulden, meinen Reinigungs-Kleinbetrieb zu Schließen. Notgedrungen kündigte ich zum Jahresende ordentlich meine GKV bei der AOK und tilgte mit den eingesparten KV-Beiträgen die Steuerschulden.

    Ende 2007 bat ich um die Wiederaufnahme in die GKV bei der selben Kasse. Zu meiner Überraschung teilte man mir den damaligen Beitragsrückstand in Höhe von 4080 Euro mit. Ein Wiedereintritt in die KV war mir somit verwehrt. Bis Ende 2013 ist dieser Rückstand auf horrende 28.560 Euro angestiegen.
    In 2009 hatte ich vergeblich versucht in der privaten KV unterzukommen. Wegen zwei Jahren ohne KV wurde ich aber abgeleht.

    Das Amnestiegesetz war meine letzte Hoffnung auf einen Versicherungsschutz. Die AOK nahm im Dezember, 2013 meinen Antrag auf und durchleuchtete meine finanziellen Verhältnisse. Die zuständige Sachbearneiterin nannte mir, auf Anfrage, einen Monatsbeitrag in Höhe von 360 Euro. Geringfügig höher, als in 2006, weil sich mein Einkommen bis dato kaum verändert hatte.

    Genau DREI Monate nach Aufnahme des Antrags erhielt ich ein Glückwunsschreiben mit folgendem Wortlaut: „Willkommen in der Solidargemeinschaft“ … „Ihr Beitragsrückstand ab 31.12.2013 beträgt 2092 Euro“… „Den Teilbetrag iHv. 1046 Euro werden wir zum 27.03. vom hinterlegten Girokonto abbuchen“… „Vereinbaren Sie eine angemessene Tilgung des Restschuld“.

    Meine schriftliche Beschwerde wurde von der AOK telefonisch beantwortet. Die Stellungnahme des Sachbearbeiters empfand ich verletzend und veunglimpfend. Der Hinweis mit dem Gerichtsvollzieher, bei Ausbleiben von drei Monatsbeiträgen, betrachte ich als Nötigung. Ein Austritt aus der horrenden Pflichtversicherung ist nicht möglich. Meine finanzielle Situation sei ein Fall für die Schuldenberatung.

    Die freiwillige KV der AOK kostet mich somit monatlich 523 Euro. Den Rückstand darf ich mit 175 Euro im Monat tilgen. Bis August werde ich monatlich mit 698 Euro belastet. Bei einem Nettoeinkommen von 800 Euro im Monat, eine finanzielle Katastrophe!

    Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, daß ich hier all meine Verachtung für den Initiator der Ich-AG’s, Gasprom-Gerd, Die vollgefressenen AOK-Bonzen und die Idioten, welche diese Gesetze verabschiedet haben, preisgebe.

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  13. Antworten
  14. H. Wenderoth schreibt:

    Hallo zusammen….
    Ich bin bei der Novitas BKK, gesetzlich versichert ( bzw. War….)
    Als ich mit meinen Betrieb 2010, kurz vor der Insolvenz stand, konnte ich die Kosten für die Krankenkasse nicht aufbringen. Nach einer langen Durststrecke ( ohne alg2) arbeite ich nun wieder als Freiberufler.
    Es haben sich im Laufe der Zeit, enorm Hohe Rückstände bei der Krankenkasse angesammelt und ich weiß, dass ich diese ohne einen Lottogewinn, wohl nie abtragen kann ( denn ich bin nicht mehr 20 Jahre alt).
    Aktuell gab mir die Krankenkasse keine klare Auskunft, ob ich weiterhin als Mitglied laufen kann. Jedoch steht mir ja auch nicht der Weg frei in eine andere Kasse zu wechseln(oder???).
    Ich bin gerad etwas ratlos wie ich weiterhin verhandeln kann ohne das mein neuer Lebensabschnitt mit massiven Problemen beginnt. Inwieweit lassen sich die Kassen denn auf Vergleiche oder andere
    Lösungs- bzw. Klärungsvorschläge ein. IM Grunde genommen möchte ich einfach nur eine Leben leben
    in dem in nicht abhängig von Sozialleistungen bin. Hat jemand einen Ratschlag für mich, wie ich dieses Problem angehen kann?
    LG… H. Wenderoth

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  15. Antworten
  16. Lukas schreibt:

    Hallo Andreas,
    vielen dank für den Hinweis, werde es mir am Wochenende mal in Ruhe anschauen. Die Sendung leider im TV diesmal verpasst.
    Grüße
    Luk

    Antworten
  17. frank schreibt:

    Hallo.

    Habe eine Frage. Bin insolvent seit diesem Jahr habe aber versicherungsbeitragsschulden
    Bei meiner Krankenversicherung. Ich bin krank habe aber keine neue Versicherungskarte,bekomm ich trotzdem eine Karte trotz der Schulden? Welche Rechte hab ich und was muss ich tun. Sind die Beiträge von über einen Jahr trotzdem komplett zurück zu oder wie sieht das aus weil ich ja insolvent bin.
    Kann mir jemand helfen bitte!

    Vielen dank. Frank

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    1. Antworten
  18. Julia Schneider schreibt:

    Hallo,

    das ist inzwischen ein sehr interessanter Thread/ Blog geworden.
    Es darf nicht vergessen werden, dass die PKV-Anbieter private Wirtschaftsunternehmen sind. Sie haben nicht zu verschenken. Daher werden die meisten Antragsteller nicht die Beiträge erstattet bekommen. Laut http://kombiport-pkv.de/pkv-basistarif/ entscheiden sich eh immer mehr Versicherungsnehmer für den Basistarif entscheiden. Die Kosten für die Police sind in den letzten Jahren einfach zu sehr angestiegen

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  19. Birgit Hasse schreibt:

    Mein Sohn ( 28 Jahre) lebt seit 4 Jahren in Asien bei einer Freundin und hat keine Einkünfte.Er ist noch in Deutschland gemeldet und kommt aus der Aok nicht raus, die er auch seit Jahren nicht nutzt.Jetzt hat er bei der Aok einen grossen Schuldenberg.Wie kommt er da wieder raus?

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    1. Michael Bünger schreibt:

      Er muss sich in Deutschland abmelden, dann besteht auch kein Versicherungspflicht mehr.
      Zu den aufgelaufenen Beiträgen ,die wird er wohl bezahlen müssen.
      Wie ist er denn in Asien versichert? Ich habe selbst mal 6 Jahre in Thailand gelebt und habe mich dort privat versichert.

      Antworten
  20. Laurent Gross schreibt:

    Guten Tag,

    seit 2 Jahren berate ich unter anderem französischen Grenzgänger, die in Deutschland arbeiten. Gilt das Gesetz auch für Grenzgänger?

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  21. Timo schreibt:

    Hallo,

    ich habe das Problem, dass ich seit ungefähr September 2014 nicht mehr versichert bin, da ich mich selbstständig gemacht habe. Vorher war ich in der gesetzlichen Krankenversicherung. Da ich mittlerweile sehr gut verdiene, wollte ich mich nun endlich wieder versichern, in einer PKV.

    So wie ich den Thread verstehe sind die Schulden bei meiner Altkasse aufgelaufen, nicht aber bei einer möglichen PKV. Werden nun diese Altschulden übertragen? Gibt es eine Möglichkeit einer PKV beizutreten ohne die Altlasten der GKV nachzahlen zu müssen?

    Danke im voraus.

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  22. Langer schreibt:

    Hallo,
    ich lebe seit einem Jahr von meiner Frau getrennt (Trennungsjahr) und bin seit dem 31.12.geschieden.
    Die beiden Kindern leben bei mir.
    Da meine Frau (privat versichert, Beamtin) mehr verdient als ich (gesetzlich versichert) hat die TK die Familienversicherung meiner beiden Kinder gekündigt
    und verlangt nun rückwirkend ab März 2015 1620,70€ für meine Tochter (15 Jahre, Schülerin)
    und 648,28€ für meinen Sohn (22 Jahre). Dieser besucht seit September 2015 die Fachoberschule (Ganztagsschule).
    Gibt es eine Weg diese hohe Summe zu reduzieren?
    Danke im voraus.
    Muss ich diese hohen Beträge aufbringen (meine Kinder können das wohl kaum) ?

    Antworten
  23. Friedemann Kempka schreibt:

    Bin Rentner mit 200€ Rente, meine Frau 500€ Rente, arbeite ca 4h/Woche auf das Jahr umgerechnet freiberuflich.
    Im letzten Jahr habe ich überhaupt nicht gearbeitet
    Trotzdem will die GKV monatlich hohe Beiträge haben. Was kann ich in beiden Fällen dagegen unternehmenin?

    Antworten
  24. Andreas Lutz schreibt:

    Ich bitte um Verständnis, dass wir detaillierte Fragen zu Einzelfällen nicht beantworten können, zumal dies in Richtung Rechtsberatung geht. Wir sind aber dabei ein Format „Frag den VGSD“ zu entwickeln, das wir im Frühjahr 2016 launchen und in dessen Rahmen wir dann solche Fragen hoffentlich zumindest teilweise beantworten können.
    Bereits jetzt besteht die Möglichkeit Fragen im Rahmen der Gruppe „Gründer und Selbstständige“ auf Xing zu posten: https://www.xing.com/communities/groups/gruender-und-selbststaendige-fc31-1070724
    Ich würde empfehlen solche Fragen so zu formulieren, dass sie über den Einzelfall hinaus auch für andere interessant sind.
    Fragen zu Einzelfällen beantworten z.B. Rentenberater, dann allerdings honorarpflichtig

    Antworten
  25. Dr. K.-E. Seidel schreibt:

    Hallo!
    Ich habe hier keinen Kommentar sondern eine Frage zu den obigen Inhalten bezügl. „Strafbeiträge“, die evtl. auch andere „Auslandsheimkehrer“ betrifft: ich war jahrelang problemlos als Freiberufler in einer PKV versichert und bin (schon berentet) 2005 nach Portugal umgesiedelt. Da dort die „staatliche“ KV für korrekt angemeldete EU-Ausländer eintritt (stets mit eigenen Zuzahlungen bei Leistungsinanspruchnahme), habe ich die deutsche PKV nicht gekündigt, sondern auf Anwartschaft gesetzt; die Pflegeversicherung wurde allerdings von mir gekündigt, da es dort keinerlei Pflegedienste gibt. Nun bin ich aus fam. Gründen nach Deutschland zurückgekehrt und erfahre von meiner PKV, dass ich ab Rückkehrdatum (09.2014) mit Strafzahlungen zu rechnen habe. Diese werde ich keinesfalls aufbringen können, da meine Rente gerade mal reicht für Unterhalts- und restl. Kreditpflichten für unsere Wohnimmobilie in Portugal. Die hohe Miete hier in Dt. kann ich überhaupt nur aufbringen entweder durch Minijobs oder da ich nun erstmals wieder Arbeit im früheren Beruf finden konnte. Daher kann ich mich keinesfalls auf Stundungen oder Ratenzahlungen gegenüber der PKV einlassen, zumal die aktuelle Beschäftigung jederzeit kurzfristig kündbar ist.
    Hat es Sinn mit der „alten“ PKV bzgl. der Beitrags-Nachzahlungen zu verhandeln oder gibt es „Private“, die
    keine Nachzahlungen verlangen (und müßte die „alte“ eine Kündigung meinerseits überhaupt akzeptieren)?

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