Bei unserer Befragung zu Statuskriterien (www.vgsd.de/beitrag-p…link/77052) haben 95 Prozent der Teilnehmer/innen angegeben, dass sie gerne und freiwillig selbstständig sind. 96 Prozent haben angekreuzt, dass ihre Tätigkeit von einem reformierten, wirksamen Statusfeststellungsverfahren als selbstständig festgestellt würde.
Die Spitzenleute beim DGB und anderen Gewerkschaften gehen dagegen davon aus, dass nahezu 100 Prozent der Selbstständigen eigentlich lieber angestellt wären (vgl. separates "Irrtum" hierzu). Insofern ist es konsequent, dass sie sich dafür einsetzen, die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und Scheinselbstständigkeit immer weiter zu verschieben, die verwendeten Kriterien immer selbstständigenfeindlicher ausgelegt werden.
Nur verhält es sich nicht so: De Mehrheit der Selbstständigen ist nach eigener Wahrnehmung – und oft auch schon seit vielen Jahren – selbstständig und möchte es auch bleiben. Das führt dazu, dass die ständigen Veränderungen der Regeln zu übergriffigen, den Wünschen der Menschen widersprechenden Ergebnissen führen, die im übrigen auch nicht zu einer Zunahme sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung führen, sondern zur Beendigung von Aufträgen, einer allgemeinen Verunsicherung der Auftraggeber und der Verlagerung von Wertschöpfung ins Ausland.
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