Das Vorurteil, dass Selbstständige im Gegensatz zu Angestellten "alles" absetzen und ihre Steuern beliebig gestalten können, wurde ja schon separat als Irrtum aufgeführt.
Tatsächlich haben Selbstständige, zumindest Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer/innen nur sehr begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Fragt euren Steuerberater! Angestellten kann man im Vergleich mehr steuerfreie Vergünstigungen zukommen lassen. Das ist sogar bei den oft als Beispiel genannten Firmenwagen so.
In manchen Bereichen der Wirtschaft spielt Schwarzarbeit eine Rolle. Unsere Mitglieder arbeiten zu einem großen Teil für andere Unternehmen, die ihre Leistungen von der Steuer absetzen wollen und eine ordentliche Rechnung benötigen., Schwarzarbeit wäre gar nicht möglich. Ohnehin wird mit der Einführung der E-Rechnung bald jede Transaktion mit Geschäftskunden "in Kopie" dem Finanzamt mitgeteilt werden.
Auf die Umsätze zahlt man in der Regel Umsatzsteuer, auf den Gewinn als Einzelunternehmer Einkommensteuer und ggf. Kirchensteuer, Gewerbesteuer und Soli, bei einer Kapitalgesellschaft Körperschafts- und Gewerbesteuer, auf die Altersvorsorge Kapitalertragsteuer – und zumeist auch noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, ebenso auf Mieterlöse, die zudem natürlich auch der Einkommensteuer unterliegen.
Von den Sozialabgaben möchte ich gar nicht erst anfangen. Eigenes Kapitel...
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