Viele denken, dass Selbstständige besonders mutig (oder auch unvorsichtig) sind. Und es ist ja auch richtig, dass sie für die Selbtständigkeit vielleicht einen gut bezahlten Job aufgeben, einiges an Zeit und damit auch Geld investieren müssen, bis das Geschäft richtig läuft. Schlimmstenfalls müssen sie sich verschulden oder gehen sogar insolvent. Und wenn es schief geht, muss man sich anhören, dass das ja von vorn herine klar war und es alle anderen schon haben kommen sehen.
Insofern erfordert eine Gründung tatsächlich Mut und sei es nur, um trotz guter Ratschläge und Warnungen aus der Familie den eigenen, für sich als richtig erkannten Weg zu gehen.
Andererseits: Meist hat man als Selbstständiger schon bald mehrere Kunden, während man als Arbeitnehmer in der Regel nur einen Arbeitgeber hat und alles davon abhängt, dass es diesem gut geht. Die große Mehrzahl der Solo-Selbstständigen nimmt keine Kredite auf, sondern finanziert sich aus Ersparnissen und agiert sehr sparsam. Viele gründen erst einmal im Nebenerwerb, neben dem "sicheren Job" – oder auch weil dieser Job sich gerade nicht mehr ganz so sicher anfühlt!
Immer mehr Selbstständige sind zudem Wissensarbeiter, die – ggf. auch mithilfe von KI – gutes Geld ohne große Investitionen oder hohe laufende Verpflichtungen (etwa für Mitarbeitende) verdienen können. Gute Planung und die richtige Rechtsform kann natürlich auch helfen, das Risiko zu reduzieren.
Du möchtest Kommentare bearbeiten, voten und über Antworten benachrichtigt werden?
Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden