Prognos-Studie: Wie der drohende Fachkräftemangel verhindert werden kann

Oliver Ehrentraut vom Basler Prognos-Institut hat im Rahmen einer von der vbw beauftragten Studie die Entwicklung des Fachkräfteangebots bis 2030/2040 abgeschätzt. Demnach könnten schon in 13 Jahren 3,0 Millionen qualifizierte Erwerbstätige fehlen, in 23 Jahren sogar 3,3 Millionen.

Die Forscher erklären auch, was jetzt getan werden kann, um einen solche Entwicklung zu verhindern. Die Frage ist, ob die nächste Regierung dazu willens und in der Lage ist. Denn die Lösungen sind eigentlich schon lange bekannt

Viele Babyboomer, die jetzt im Berufsleben stehen, sind 2030, spätestens aber 2040 in Rente. Zugleich sinkt die Zahl der Menschen im erwerbstätigen Alter bis 2040 um gut 10 Prozent. Viele Berufe verlieren durch die Digitalisierung an Bedeutung, dafür entstehen Stellen mit anderen, meist höheren Anforderungen an die Qualifikation. Ehrentraut sagt einen Mangel u.a. an Managern, Wissenschaftlern, Ingenieuren sowie Ärzten und Fachkräften im medizinischen Bereich voraus.

 

Wirksame Maßnahmen zur Lösung des Problems

Der Wissenschaftler hält eine Bildungsoffensive für nötig, die die berufliche Ausbildung fördert und mehr Jugendlichen zu einem Berufsabschluss verhilft. Ein weiterer Schwerpunkt der Initiative solle eine effektivere Weiterbildung von Erwachsenen sein, um sie für die veränderten Anforderungen fit zu machen und lebenslanges Lernen zu ermöglichen.

Ältere sollen dazu bewegt werden, länger zu arbeiten, die Rückkehr nach der Familienpause ins Erwerbsleben erleichtert und Teilzeitbeschäftigte motiviert werden, ihre Wochenstunden zu erhöhen. Die Studie geht zudem von einer jährlichen Zuwanderung von 200.000 Personen nach Deutschland aus.

 

1 Kommentar

  1. stefan schreibt:

    Die Tagesschau berichtet dazu. Die Haltung von Frau Nahles kann ich nicht teilen. Schließlich hat die Bundesarbeitsministerin mit der harten Haltung zur Scheinselbständigkeit, für viele IT’ler ist das Ausland wesentlich attraktiver gemacht. Der Frau Ministerin sollte doch bewusst sein, dass RLP dem Wettbewerb der Sozialsysteme zu Luxemburg, Belgien u. Niederlande unterliegt.

    Im Pflegebereich ist ähnliches zu befürchten, bekanntermaßen müssen die Angestellten in RLP zusätzlich einen Zwangsbeitrag in die Landespflegekammer leisten (eine Erfindung der SPD, http://www.pflegekammer-rlp.de/index.php/lpflk-rlp.html)

    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fachkraefte-111.html

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