Wir leben in einer Zeit, in der viele Situationen ohne bewährte Handlungsanleitung auftreten und Strategien, die früher funktioniert haben, nicht immer greifen. Entsprechend intensiv war der Austausch darüber, was unter diesen Bedingungen in Krisen, Umbrüchen und plötzlichen Einschnitten trägt.
Vorbereitung auf Krisen ist möglich - und sinnvoll
Die Mitglieder des Orga-Teams berichteten offen von persönlichen Erfahrungen mit schwierigen Lebensphasen und welche Strategien sie eingesetzt haben. Dazu gehören Methoden wie EFT oder Reiki ebenso wie die Orientierung an natürlichen Zyklen und Wandlungsphasen aus TCM und Feng Shui. Vor allem aber, eine kleine verlässliche Gemeinschaft von Menschen zu haben, die trägt, wenn es persönlich herausfordernd wird. Wenn äußere Sicherheiten bröckeln, bildet die Qualität der Beziehungen, gemeinsame Werte und gegenseitige Verlässlichkeit eine innere Infrastruktur.
Vorsorge ist das A und O
Krisen wie wirtschaftliche Einbrüche oder gesellschaftliche Ausnahmezustände wie in der Corona-Krise lassen sich in gewissem Umfang vorbereiten. Bewusste Vorsorge (z. B. kleine Vorräte, praktische Vorbereitung, Geräte, die bei einem Stromausfall eingesetzt werden können) wird als Ausdruck von Selbstverantwortung verstanden. Auch Patientenverfügungen und Vorsorge-Vollmachten sollten vorhanden sein, damit bei einem medizinischen Notfall Hilfe schnell erfolgt, und Entscheidungen im eigenen Sinn getroffen werden können.
Krisen nicht verklären, sondern als Erfahrung erkennen
In den Breakout-Sessions wurde spürbar: Alle haben bereits persönliche Krisen erlebt, was bei einem Lebensalter von 60+ wenig überraschend ist und zur spürbaren Zuversicht beiträgt. Viele berichteten, dass gerade die schwierigen Zeiten Resilienz, Gelassenheit und neue Lebenswege hervorgebracht haben. Mitten in einer Krise fühlt sich diese oft endlos an. Doch der Rückblick zeigt: es wurden schon viele Herausforderungen bewältigt und oft sind daraus positive Wendepunkte entstanden.
Ist das Glas halb leer oder halbvoll?
Ein zentrales Thema war die Selbstfürsorge. In dunklen Momenten nicht allein zu bleiben, sondern aktiv Kontakt zu suchen, Natur und Kultur als Kraftquellen zu nutzen, andere Menschen zu treffen und Gespräche zu führen, das stärkt. Dabei wurde auch betont: Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche. Wer Unterstützung braucht, darf klar sagen, was jetzt guttut. Seien dies Zuhören, Ermutigung, Ablenkung oder gemeinsames Spazierengehen. Offenheit schafft Verbindung und entlastet beide Seiten.
Vernetzung fördern: neue LinkedIn-Gruppe
Ulrike Bergmann hat eine LinkedIn-Gruppe für Selbstständige 60plus gegründet und lädt herzlich zur aktiven Vernetzung ein!
Wir freuen uns wieder auf diskussionsfreudige Teilnehmende!
Text: Heike Andersen
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