Was „heute Show“ und Postillon zum Thema Rente zu sagen haben

161107_heuteshowIn der „heute Show“ (ZDF) vom 4.11.2016 machen sich Oliver Welke und Serdar Somuncu über die Werbekampagne der Initiative Neue Sozial Marktwirtschaft (INSM) lustig – leider ohne sich mit den Argumenten der Initiative inhaltlich auseinanderzusetzen…

Beim Anschauen haben wir herzlich gelacht, trotzdem würden wir uns wünschen, dass sich die „heute Show“ in ähnlicher Form auch mit den Gewerkschaftskampagnen auseinandersetzt. Eine Steilvorlage könnte die zentrale Aussage „Erst die Menschen – dann die Mathematik“ bieten, mit der die IG Metall allen Ernstes fordert, dass man sich bei der Festlegung der Rentenhöhe nicht so sehr durch die Regeln der Mathematik einschränken lassen solle…

 

Postillion: Nahles führt Rente zwölf Jahre vor dem Tod ein

161107_postillonBereits vor Längerem hatte der „Postillon“ über eine etwas makabere Idee zur Lösung des Rentenproblems berichtet, die ein Dortmunder Statistik-Professor vor wenigen Wochen in einem FAZ-Beitrag scherzhaft aufgegriffen hat: Die „Renten zwölf Jahre vor dem Tod“.

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Udo schreibt:

    Die Kritik an der INSM bezieht sich ja bei aller Zuspitzung in der heute-show im Kern auf das Aufwiegeln von jungen Menschen gegen alte Menschen. Dieses Gegeneinander-Ausspielen von Menschen in unserer Gesellschaft, die im selben Boot sitzen, finde ich zurecht sehr kritikwürdig.

    Die INSM arbeitet in ihren Kampagnen mit subtilen psychologischen Methoden, indem ihre Botschaften „Empörung“ oder „erregte Zustimmung“ hervorrufen sollen. Das dient ja wohl vor allem dem Zweck, eine objektive Meinungsbildung zu erschweren und dabei die Interessen des ganz großen „Kapitals“ zu vertreten. Die INSM ist für mich jedenfalls als Einzelselbständiger kein Verband, von dem ich mich in irgendeiner Weise vertreten fühle.

    Dass diese Rentendebatten von Politik- und Gewerkschaftsseite leider auch Klientel-gesteuert sind, ist jedoch nicht von der Hand zu weisen.

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  2. Eckhard Rotte schreibt:

    Ich kann Udo da nur zustimmen, auch ich finde die Kritik der Heute-Show an dieser Werbung berechtigt und angemessen.
    Anders herum stört es mich, dass dieser Verband sich deutlich und ohne Not auf die Seite dieser Arbeitgeberverband-Initiative schlägt.
    Mein Interesse an diesem Verband war zunächst durch die Debatte zur falsch interpretierten Scheinselbstständigkeit getrieben. Inzwischen überwiegen auf dieser Webseite die eher polemischen und polarisierenden Headlines. Damit kann ich mich leider nur schwer arrangieren.

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