Berliner Ostersause: Erste VGSD-Ostereier im Schmuckatelier Lars Hetmanek gefertigt

Nach langem Winter genießen Teilnehmer die Frühlingsluft, Foto: Elke Koepping

Der Berliner April-Stammtisch gleich am Dienstag nach Ostern entpuppte sich als der erste richtige Frühlingstag nach dem erneuten Wintereinbruch zu den Feiertagen. Es war daher ein ausgesprochen glücklicher Zufall, dass die Regionalgruppe nicht zu einem längeren Impulsvortrag in abgedunkelte Räume geladen hatte, sondern dass der Schmuckdesigner Lars Hetmanek die Türen zu seinem Ladengeschäft auf Straßenniveau öffnete. So konnten die rund 10 Teilnehmenden nicht nur ungehindert bis zum späten Abend das laue Frühlingslüftchen genießen, sie fanden sich auch immer wieder zu angeregten Schwätzchen auf dem Prenzlauer Bergischen Bürgersteig vor dem Geschäft wieder. Da kam beinahe Vernissage-Feeling auf.

Nach mehreren sehr gut besuchten Stammtischen mit Informationsthemen, die seit Januar zwischen 40 und 100 Zuhörerinnen und Zuhörer angezogen hatten, war die 1. Berliner Ostersause ein kleinerer Rahmen, der in lockerer Atmosphäre mal wieder entspanntes Socializing ermöglichte. Erstaunlich schnell verschwanden die vom Gastgeber angebotene Eierliköre in durstigen Kehlen – die Befürchtung, dass das Animieren zum Alkoholgenuss bei einem Stammtisch auf gerunzelte Stirnen treffen könnte, bewahrheitete sich also eher nicht.

Eggbot erstellt erstes VGSD-Osterei

Die ersten VGSD-Ostereier, Foto: Elke Koepping

Schmuckdesigner Lars Hetmanek stellte zusammen mit seinem Praktikanten Peer Koch zunächst das technische Gadget des Abends vor, das eigentlich in keinem eieressenden Haushalt zu Ostern fehlen darf: den Eggbot, den er von einem befreundeten Ingenieur geliehen hatte. Das ist ein Open-Source-Kunst-Roboter zum Bemalen runder Objekte, worunter eben auch Eier fallen. Er hatte verschiedene Designs für das erstaunliche Gerät vorbereitet und demonstrierte live an zuvor VGSD-grün gefärbten Eiern seine Funktionen. In Sekundenschnelle war auch das VGSD-Logo auf ein Ei gezaubert, so dass jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin am Ende des Abends ihr persönliches VGSD-Osterei mit nach Hause nehmen konnte.

Der Eggbot live in Aktion

Lars erklärt wie er Schmuck mit modernen Fertigungstechniken herstellt

Lars lässt seiner Kreativität durch moderne Technik freien Lauf, Foto: Elke Koepping

Eigentliches Highlight des Abends waren jedoch die von Lars Hetmanek designten Schmuckobjekte und Schmuckstücke, die bei den Stammtischbesucherinnen und
-besuchern auf ehrführchtige und entzückte Blicke trafen. Lars kommt als Gestalter aus dem Bereich Objektdesign und interessiert sich insbesondere für Herstellungsverfahren, die edles Metall wie Gold und Edelsteine mit modernsten Fertigungstechniken in ungewöhnliche Beziehung zueinander setzen. Mit jedem einzelnen seiner exklusiven Objekte, die er Storytelling Jewels nennt und die jedes für sich eine ganz eigene Geschichte zu erzählen haben, betritt er technisches Neuland – und bekommt von traditionellen Goldschmieden stets zu hören: „Die Idee funktioniert nicht, das ist technisch unmöglich.“

Weil er, wie er von sich selbst sagt, jedoch „ein sturer Hund“ ist, gibt Lars sich damit nie zufrieden, denn „geht nicht“ gibt’s bei ihm nicht. Bislang hat er bei jedem einzelnen dieser Objekte bewiesen, dass es eben am Ende doch geht. Mit diesem Konzept betritt er neben der künstlerischen Tätigkeit auch als Unternehmer täglich Neuland, denn sein Schmuck lässt sich nicht wie herkömmlicher Schmuck vermarkten. Für die anwesenden Vertriebs- und PR-Profis war das eine gedankliche Anregung, die viele Überlegensprozesse in Gang setzte und die eine oder andere interessierte Diskussion in Gang setzte.

Lars Hetmaneks Praktikant Peer Koch sucht übrigens noch eine Lehrstelle als Gold- oder Kunstschmied. Tipps und sachdienliche Hinweise werden gerne von der Berliner Regionalgruppe per Mail entgegengenommen.

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