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Lesetipp Bis zu 4.500 Euro Weiterbildungszuschuss pro Jahr Was du über die Kompass-Förderung wissen musst

Schwierige Auftragssituation bei zugleich großen technischen Umbrüchen – das bedeutet auch: Zeit für und Bedarf nach Weiterbildung. Und die Chance, die eigene Selbstständigkeit erfolgreich neu aufzustellen. Das Kompass-Programm übernimmt 90 Prozent der Kosten. 

Orientierung zum Kompass-Programm gesucht? Hier gibt's die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Weiterbildungszuschuss für Selbstständige.

Das Kompass-Förderprogramm gibt es seit Mitte 2023. Kompass steht für "Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige" und ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Es soll Solo-Selbstständige sowie Selbstständige mit bis zu einem Vollzeitäquivalent an Mitarbeitenden dabei unterstützen, sich krisenfest und zukunftssicher aufzustellen. 

Zu Beginn gab es einige Anlaufschwierigkeiten, insbesondere war die Auswahl an förderfähigen Weiterbildungen sehr begrenzt (wir haben berichtet). Inzwischen jedoch hat sich einiges getan: So ist die Auswahl der Weiterbildungen und Anbieter/innen weit größer und das Programm ging bis 29.2.2028 in die Verlängerung. 

KI-Themen aktuell hoch im Kurs

Besonders hoch im Kurs sind aktuell Weiterbildungen rund ums Thema KI. Das haben uns auf Anfrage mehrere Anlaufstellen gespiegelt, so auch Torben Anschau von der Kompass-Anlaufstelle beim ISM Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V.: "Ich sehe Selbstständige als Seismograf der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. Aktuell haben wir eine wirtschaftlich schwierige Zeit bei den Selbstständigen, ja – sie sind aber auch die ersten, die immer wieder neue Wege und Ansätze entdecken, um sich weiterzuentwickeln", sagt er.

"Ein Großteil der Förderungen sind aktuell KI-Weiterbildungen. Darin zeigt sich meiner Meinung nach die Bedeutung des Programms: Die Kompass-Weiterbildungen ermöglichen Impulse. Sie befähigen Selbstständige, mit Künstlicher Intelligenz umzugehen – und dieses Wissen weiter in die Unternehmen zu tragen und die KI-Implementation dort voranzubringen."  

Bettina Erbe (teamsysplusAKADEMIE), die im Februar 2026 bei uns den Kompass-Experten-Talk "So sicherst du dir mit dem Kompass-Programm bis zu 4.500 Euro pro Jahr" gehalten hat, kann das bestätigen. Neben Weiterbildungen, die sich um eine generelle KI-Nutzungs-Kompetenz drehen, gibt es ihr zufolge aktuell immer mehr Angebote, die auf eine direkt anwendbare KI-Kompetenz im eigenen Expertengebiet abzielen.

Große Beliebtheit führt zu Kapazitätsengpässen

In Torben Anschaus Mailbox, erzählt er, landen aktuell 20 bis 25 neue Anfragen pro Tag. Dass das Programm immer beliebter wird, zeigt auch ein Blick auf die Zahlen: Zwischen der Einführung im Sommer 2023 und der Änderung der Förderrichtlinie im Februar 2025 wurden nur etwa 2.500 Qualifizierungsschecks vergeben. Das machte für die damals 30 Anlaufstellen nur rund einen Scheck pro Woche. Inzwischen hat sich die Zahl der vergebenen Schecks sprunghaft erhöht – auf insgesamt 6.500 Stück (Stand Februar 2026).

Die große Beliebtheit des Programms führt allerdings zu Kapazitätsengpässen bei den Anlaufstellen – aktuell gibt es einen deutschlandweiten Erstberatungsstopp bis mindestens Ende April 2026. Was du wissen und tun musst, um eine Kompass-geförderte Weiterbildung zu erhalten, haben wir hier für dich zusammengefasst.  

Was umfasst die Kompass-Förderung?

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Mit dem Kompass-Programm können Solo-Selbstständige einmal alle zwölf Monate einen Zuschuss von 90 Prozent der Netto-Kosten einer Weiterbildung bzw. Qualifizierung erhalten. Die Fördersumme ist auf maximal 4.500 Euro begrenzt. 

Wer kann die Kompass-Förderung beantragen?

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Laut ESF richtet sich Kompass an Solo-Selbstständige (und solche mit bis zu einem Vollzeitäquivalent an Mitarbeitenden) mit Wohnsitz und Tätigkeit in Deutschland. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der oder die Selbstständige seit mindestens zwei Jahren am Markt tätig ist. Außerdem muss sie ihre Selbstständigkeit im Haupterwerb betreiben. Und sie darf – das nur der Vollständigkeit halber –innerhalb der letzten drei Jahre keine De-minimis-Beihilfen höher als 300.000 Euro erhalten haben.

Welche Weiterbildungen, Qualifizierungen und Kurse werden gefördert?

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Kompass fördert Qualifizierungen mit einer Mindestdauer von 20 Stunden. Sie müssen innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen werden. Wie Bettina Erbe beim Kompass-Experten-Talk erläuterte, gilt zusätzlich zum Mindestumfang von 20 Stunden, dass mindestens die Hälfte davon in Gruppenpräsenz (online oder offline) stattfinden muss. Maximal 50 Prozent der Inhalte dürfen asynchron (in Form von Selbstlernmedien wie etwa abrufbaren Video-Inhalten) vermittelt werden. 

Was genau gefördert wird, hängt vom individuellen Bedarf der Solo-Selbstständigen ab. Die Möglichkeiten reichen von betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und digitalen Fähigkeiten bis hin zu methodischem Wissen und berufsspezifischen fachlichen Kompetenzen. 

Voraussetzung ist, dass die Inhalte für die solo-selbstständige Person a) beruflich relevant sind und davon auszugehen ist, dass sie sie b) beruflich einsetzen wird. Außerdem muss die Maßnahme dem ESF zufolge "zur Sicherung oder Weiterentwicklung Ihrer beruflichen Existenz und/oder zur Erhöhung der Bestandsfestigkeit Ihres bestehenden Geschäftsmodells beitragen".

Seit dem Start des Kompass-Programms im Jahr 2023 wurden die förderfähigen Inhalte erweitert. Der Bereich "Soft Skills" etwa war früher ausgeschlossen. Heute sind Weiterbildungen und Qualifizierungen aus den Feldern "Fachliche Kompetenzen / Hard Skills" und "Persönliche Kompetenzen / Soft Skills" förderfähig: 

1. Fachliche Kompetenzen / Hard Skills
Hard Skills meint Fähigkeiten und Wissen, die Solo-Selbstständige für die Erledigung fachlicher Aufgaben brauchen. 

Förderfähig mit Kompass sind sowohl berufsspezifische als auch Querschnittskompetenzen: 

  • Berufsspezifische fachliche Kompetenzen beziehen sich auf den eigenen Beruf: Der ESF nennt hier zum Beispiel pädagogische Fähigkeiten und Wissen für Volkshochschullehrkräfte oder handwerkliche Fähigkeiten und Wissen für Tischler/innen.
  • Querschnitts- oder nicht-berufsspezifisch sind fachliche Kompetenzen, die für verschiedene Berufe wichtig sind: von BWL und Arbeitsrecht über versicherungstechnische Fragen bis hin zu Marketing und Digitalisierung. 

2. Persönliche Kompetenzen / Soft Skills
Kompass fördert auch Angebote, bei denen es um die Entwicklung von Soft Skills im Sinne personaler, sozialer und methodischer Kompetenzen geht. 

  • Personale Kompetenzen für die persönliche Weiterentwicklung (z.B. Selbstreflexion oder -bewusstsein, Entscheidungsfähigkeit oder Stressresistenz)
  • Soziale Kompetenzen für Kommunikation, Kooperation und Konfliktsituationen (z.B. Teamfähigkeit, Konfliktlösungsfähigkeit, Diversitätskompetenz, Empathie, Kritikfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit)
  • Methodische Kompetenzen für die Beschaffung von Informationen und die Lösung von Aufgaben und Problemstellungen (z.B. Präsentationstechniken, Organisationsvermögen, Zeit- und Selbstmanagement, analytische Fähigkeiten, strategisches Denken, Medienkompetenz, Rhetorik, Gesprächs- und Verhandlungsführung) 

Es gibt auch einige Weiterbildungen und Qualifizierungen, die NICHT gefördert werden, zum Beispiel Sprachkurse oder Angebote, die sich um Bewegung oder Ernährung drehen. Detaillierte Informationen hierzu findest du in diesem FAQ-Dokument des ESF (ab Seite 11). 

Wie finde ich eine geeignete Weiterbildung bzw. Qualifizierung? 

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Leider gibt es keine zentrale Datenbank oder eine Zertifizierung der Angebote durch Kompass, an denen sich Solo-Selbstständige bei der Suche nach einer geeigneten Maßnahme orientieren könnten. 

Stattdessen gibt es bundesweit 25 Kompass-Anlaufstellen (hier unsere aktualisierte Liste, Stand März 2026), an die sich Solo-Selbstständige wenden können und müssen, um eine passende Weiterbildung für sich zu finden und sie zu beantragen. 

Die Anlaufstellen sind die zentrale Beratungs- und Schnittstelle für Solo-Selbstständige im Förderprogramm: Sie begleiten sie von der ersten Beratung bis zur Antragstellung und darüber hinaus.

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Wie finde ich eine Kompass-Anlaufstelle?

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Eine Liste der Kompass-Anlaufstellen haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt. Du findest darin auch die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner/innen, so dass du mit deinem Anliegen gleich an der richtigen Stelle landest. 

Muss ich mich an eine Kompass-Anlaufstelle in meinem Bundesland wenden?

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Nein, du kannst bundesweit auf die Anlaufstelle deiner Wahl zugehen.  

Wie funktionieren die Antragstellung und Abrechnung bei der Kompass-Förderung?

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Wenn du dich um eine Kompass-Förderung bewirbst, ist es wichtig, dass du den vorgegebenen Prozess einhältst – bis hin zur Abrechnung. Damit du weißt, was auf dich zu- und worauf es ankommt, findest du hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung aus unserem Kompass-Experten-Talk mit Bettina Erbe. Sie schätzt den administrativen Gesamtaufwand auf circa vier bis fünf Stunden. 

  1. Suche dir eine Wunsch-Qualifizierungsmaßnahme aus und eine mögliche Alternative. Letztere musst du bei der Antragstellung mit angeben. 
  2. Nimm Kontakt zur Kompass-Anlaufstelle deiner Wahl auf (du kannst auch Schritt 1 und 2 kombinieren, sprich direkt auf eine Anlaufstelle zugehen und um Hilfe beim Finden geeigneter Weiterbildungen bitten).
  3. Registriere dich auf dem Förderportal Z-EU-S und eröffne dort einen Antrag
  4. Nun steht ein – in der Regel telefonisches – Erstberatungsgespräch mit der Anlaufstelle deiner Wahl an, zu dem letztere dich einlädt. Die Erstberatung ist kostenlos, aber verpflichtend.
  5. Vervollständige auf Basis der Empfehlungen der Anlaufstelle deine Antragsunterlagen in Z-EU-S (Beratungsprotokoll, Einkommensnachweise etc.). 
  6. Nach positiver Prüfung durch die Anlaufstelle erhältst du einen Qualifizierungsscheck von deiner Kompass-Anlaufstelle. Er ist die Berechtigung, dass du an der Maßnahme teilnehmen darfst.
  7. Wichtig: Erst, wenn du deinen Qualifizierungsscheck bekommen hast, kannst du dich bei deinem Anbieter für deine Weiterbildung bzw. Qualifizierung anmelden. 
  8. Du bezahlst die Rechnung für deine Weiterbildung. Wichtig: Du gehst dafür zunächst mit dem Gesamtbetrag in Vorleistung!
  9. Du nimmst an der vereinbarten Qualifizierungsmaßnahme teil. 
  10. Jetzt erfolgt die Abrechnung. Dafür musst du verschiedene Dokumente (Rechnung, Überweisungsbeleg, Teilnahmebescheinigung, De-minimis-Erklärung) in Z-EU-S hochladen. Das muss spätestens sechs Monate nach Erhalt des Qualifizierungsschecks passieren.
  11. Der letzte Schritt ist eine finale Prüfung durch Bewilligungsbehörde (Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, kurz DRV-KBS) und die Rückerstattung deiner Qualifizierungskosten (bis zu 4.500 Euro pro Jahr).

Wie komme ich an einen Erstberatungstermin?

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Grundsätzlich musst du dafür Kontakt mit einer der Kompass-Anlaufstellen aufnehmen (eine Liste mit allen Kontaktdaten findest du hier). Dabei kannst du dich bundesweit an alle Anlaufstellen wenden – wobei inzwischen einige von ihnen darum bitten, von Anfragen außerhalb der jeweiligen Region abzusehen. Insgesamt berichten uns Mitglieder seit Monaten, dass die Anlaufstellen stark ausgelastet sind und es sehr schwer ist, an einen Termin für die verpflichtende Erstberatung zu bekommen. Aktuell gibt es sogar einen deutschlandweiten Erstberatungsstopp bei allen Anlaufstellen bis mindestens Ende April 2026.

Kann ich die Anlaufstellen heute schon kontaktieren, um einen Termin ab Mai 2026 zu bekommen?

Mit dieser Frage scheinen die Anlaufstellen unterschiedlich umzugehen – so stellt es sich uns zumindest beim Blick in die vielen AutoReply-Antworten dar, die wir im Februar und März nach einer E-Mail-Anfrage an alle aktiven Anlaufstellen erhalten haben. 

Torben Anschau von der Kompass-Anlaufstelle in Mainz vergibt aktuell noch keine neuen Termine ab Mai. Gleiches gilt unseren Informationen nach für die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH, die VHS Göttingen Osterode und Team U Academy.   

Die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe und die WEP Wirtschaftsförderung geben an, sich auf E-Mail-Anfragen unaufgefordert zurückzumelden, wenn die Terminvergabe wieder gestartet ist. STIC nimmt laut AutoReply aktuell nur Anfragen aus Brandenburg an. Wer sich per Mail an Up-Kompass wendet, erhält detaillierte Anweisungen für eine Erstanfrage – hier hinzuschreiben, kann sich also lohnen, allerdings werden vorrangig Antragstellende aus Mitteldeutschland betreut. Ähnlich sieht es bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg aus: Auch sie beantwortet E-Mails mit einem AutoResponder, der genaue Handlungsanweisungen für eine Erstanfrage dort beinhaltet. Alle Kontaktdaten findest du hier.   

Was du in der Zwischenzeit tun kannst: Bereite dich vor und überlege dir, in welchem Bereich du dich weiterbilden möchtest. Was würde dich wirklich weiterbringen, wovon würdest du mit deinem Business besonders profitieren? Torben Anschau von der Kompass-Anlaufstelle in Mainz rät gleichzeitig dazu, offen zu bleiben und die Erstberatung – wenn sie denn dann stattfinden kann – als echten Impuls zu nutzen: "Im Beratungsgespräch mit den Selbstständigen versuche ich immer zu identifizieren: Was hat für sie oder ihn den größten Hebeleffekt, damit sich die Weiterbildung amortisiert?"  

Außerdem erlebt er in den Erstberatungen immer wieder, dass Selbstständige befürchten, in einem bestimmten Weiterbildungsangebot keinen Platz mehr zu bekommen. "Mein Rat an dieser Stelle: Ruhe bewahren", so Anschau weiter. "Als Selbstständige seid ihr ein Markt, eine attraktive Zielgruppe. Wir finden auch ein, zwei Monate später einen Anbieter zu eurem Thema, bei dem ihr einen Platz bekommt. Es gibt immer Alternativen."

Was sind mögliche Stolpersteine bei der Kompass-Förderung?

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Ganz wichtig: Buche deine Weiterbildung erst, wenn du deinen Qualifizierungsscheck vorliegen hast. Einige Kompass-geförderte Qualifizierungsangebote sind begehrt und schnell ausgebucht. Entsprechend verlockend kann es sein, sich dort schon einzubuchen, bevor der Qualifizierungsscheck eingeht. Allerdings gilt: Wenn du dich vor Erhalt des Schecks für eine Maßnahme anmeldest, erhältst du die Förderung nicht. 

Was du stattdessen machen kannst: Frage bei deinem Wunsch-Anbieter nach, ob sie bereit sind, dir bis zum Erhalt des Qualifizierungsschecks einen Platz in deinem gewünschten Weiterbildungsangebot zu reservieren. Nicht alle machen das, aber Nachfragen kann nicht schaden.  

Außerdem muss dir folgendes klar sein: Wenn du den Qualifizierungsscheck hast und dich für eine Weiterbildung anmeldest, gehst du zunächst mit dem Gesamtbetrag in Vorleistung. Kostet die Maßnahme 5.000 Euro, zahlst du also erst mal 5.000 Euro. Nach Abschluss der Weiterbildung bekommst du 90 Prozent – in dem Fall 4.500 Euro – zurückerstattet. Wichtig: Wenn du nicht vorsteuerabzugsberechtigt bist, musst du die Umsatzsteuer selbst tragen.

Ist es möglich, mehrere Angebote eines oder mehrerer Anbieter zu kombinieren?

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Nein. Pro 12-Monats-Zeitraum wird nur ein Kurs gefördert, auch wenn du damit die maximale Fördersumme von 4.500 Euro nicht ausschöpfen solltest.  

Ich habe eine/n Mitarbeiter/in. Kann ich eine Kompass-Förderung für sie bzw. ihn beantragen?

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Nein. Kompass gilt zwar für Solo-Selbstständige mit maximal einem Vollzeitäquivalent an Mitarbeitenden. Die Förderung erhalten können aber nur Solo-Selbstständige selbst. 

Wie lange läuft das Kompass-Programm?

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Die Laufzeit des Kompass-Programms wurde verlängert bis 29.2.2028.

Die Antragsprüfung erfolgt durch die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als Bewilligungsbehörde. Ist das mit Blick auf ein mögliches Statusfeststellungsverfahrens kritisch zu betrachten?

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Müssen Selbstständige befürchten, dass ein Kontakt mit der Deutschen Rentenversicherung im Rahmen des Kompass-Programms zu einer Prüfung auf Scheinselbstständigkeit oder Rentenversicherungspflicht führt? Diese Frage stellte unser Vorstandsvorsitzender Andreas Lutz vor einigen Jahren einer Mitarbeitenden der DRV-KBS. Ihre Antwort: "Wir geben keine Daten an die Prüfer weiter."

Kann ich als Solo-Selbstständige/r selbst einen Kompass-geförderten Kurs anbieten? Was sind die Voraussetzungen dafür?

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Ja, Solo-Selbstständige können selbst einen Kompass-Kurs anbieten. Dafür gibt es keine zentrale Zertifizierung oder ähnliches, sondern die Kompass-Anlaufstellen prüfen deren Förderfähigkeit individuell. 

Dazu berichtete Bettina Erbe in unserem Kompass Experten-Talk von ihren eigenen Erfahrungen. Sie ist solo-selbstständig und Anbieterin von Kompass-geförderter Weiterbildung: "Zunächst muss ich das Programm offenlegen gegenüber einer Beratungsstelle. Das gilt auch für die Qualifikation der Dozierenden – sind sie dafür geeignet? Ich muss offenlegen, wie wir Qualitätsmanagement betreiben, welche Rückkopplungsprozesse wir haben und wie wir sie auswerten. Und ich muss nachweisen, dass ich einen laufenden Geschäftsbetrieb habe, der nicht kurz vor der Insolvenz steht. Das heißt, die schauen sich auch die Zahlen der letzten zwei, drei Jahre an. Außerdem sind sie meines Wissens auch berechtigt, Interviews mit den Leitenden zu führen, weshalb ich deren Kontaktdaten angeben musste." 

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