Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Buchhaltungs-Tipp: So bleibst du flüssig für die Steuer

Mit ein paar einfachen Tricks kannst du böse Überraschungen vermeiden, wenn der Steuerberater kommt, Foto: stevepb, Pixabay

Hast du auch oft das Gefühl, nicht zu wissen, ob zu den verschiedenen Steuerterminen auch das nötige Geld dafür da ist? Es gibt jede Menge Zahltage, die du im Blick haben musst:

– Die Umsatzsteuervorauszahlung zahlst du monatlich oder vierteljährlich auf die geleisteten Umsätze. Je nach Umsatzgrenze ist die Umsatzsteuer erst nach der Zahlung durch den Kunden fällig (die so genannte Istversteuerung) oder bereits nach Rechnungsstellung (Sollversteuerung).

– Die Einkommensteuervorauszahlung wird in der Regel vierteljährlich fällig. Die Höhe richtet sich nach dem letzten Einkommensteuerbescheid und wird davon ausgehend in vier Teilzahlungen aufgeteilt.

– Wenn du Personal beschäftigst, kommt noch eine regelmäßige Steuerzahlung auf dich zu: die Lohnsteueranmeldung. Diese wird grundsätzlich rückwirkend für den letzten Monat fällig und verpflichtet dich als Arbeitgeber, die Lohnsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

– Je nach Größe und Rechtsform des Betriebes gibt es noch die Gewerbesteuervorauszahlung und die Körperschaftssteuervorauszahlung.

 

Tipps, um genügend Geld für diese Verpflichtungen übrig zu haben

1. Lege ein kostenfreies Online-Tagesgeld-Konto an. Als Kontenbezeichnung eignet sich zum Beispiel „Ihr Name – Steuern“.

 

2. Mindestens einmal pro Monat solltest du überprüfen, wie hoch die Steuerzahlungen für diesen Monat sind. Erstelle dir hierfür eine Tabelle, zum Beispiel mit Excel, in die du alle anfallenden Steuerarten einträgst.

a) Addiere deine Umsätze beziehungsweise die Zahlungseingänge von Kunden im vergangenen Monat und rechne den Steueranteil (19 Prozent) heraus. Dieser wird unter dem Punkt Umsatzsteuer eingetragen.

b) Aus der Lohnsteueranmeldung und den Steuervorauszahlungsbescheiden für Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer kannst du die fälligen Beiträge leicht ablesen. Rechne diese, wenn nötig, auf einen einzigen Monat um, um herauszufinden, wieviel Geld du pro Monat weglegen musst. Trage die Monatswerte ebenfalls in die Tabelle ein.

c) Falls du monatlich deinenGewinn ermittelst, trage diesen in eine Extra-Spalte der Excel-Tabelle ein und berechne die voraussichtliche Höhe deiner Jahres-Einkommensteuer. Unter www.jeder-ist-unternehmer.de/steuerrechner findest du einen Steuerrechner, der dir bei der Hochrechnung hilft. Diese Jahressteuer teilst du durch 12, um den Monatsanteil in die Liste eintragen zu können.

 

3. Nun addierst du alle monatlichen Beträge. Diese Summe überweist du jeweils auf das eigens angelegte Steuerkonto.

Wenn du deinem Finanzamt eine Einzugsermächtigung für dieses Konto gibst, können die fälligen Steuervorauszahlungen direkt abgebucht werden, ohne dass du die Liquidität deines Firmenkontos belastest.

Wenn du an unserem Buchhaltungs-Workshop „Vom Schuhkarton zum System“ teilnimmst und unsere Tipps umsetzt, wirst du deine Steuerzahlungen im Griff haben und böse Überraschungen künftig vermeiden. ZZZ

 

gruendungszuschuss.de gehört jetzt zum VGSD. Deshalb findest du den ursprünglich dort veröffentlichten Beitrag jetzt hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.