Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Der frühe Vogel fängt den Wurm – erstes VGSD-Frühstück in Berlin

Neue Netzwerkkontakte, spannender Erfahrungsaustausch rund um Selbstständigkeit und ein vielseitiges Frühstücksbüffet, so sah ein erfolgreicher Start in den Tag mit dem ersten Netzwerkfrühstück der Berliner Regionalgruppe aus. Zum ersten Mal hatte die Regionalgruppe Berlin des VGSD auf Anregung und unter Leitung von Martina Haid am 18. Juni 2019 zum gemeinsamen Frühstück eingeladen. Neun Vereins- und Community-Mitglieder trafen sich morgens um 08:00 Uhr in den Sarotti-Höfen in Kreuzberg zum Kennenlernen und Netzwerken.

 

Abwechslungsreicher Morgen mit spannender Branchenvielfalt

Das erst VGSD-Frühstück in Berlin bot einen abwechslungsreichen Morgen mit spannender Branchenvielfalt

Die Mischung der Anwesenden versprach ab Beginn einen abwechslungsreichen Morgen, sowohl mit Blick auf die verschiedenen Erfahrungen mit der Selbstständigkeit als auch im Hinblick auf die Branchenvielfalt. Ob über Jahrzehnte hinweg selbstständig oder gerade erst seit 1. Juni 2019, in dritter Generation im Familienunternehmen tätig oder nach jahrzehntelanger Festanstellung frisch selbstständig, aktives Mitglied beim VGSD oder das erste Mal auf einer Veranstaltung des VGSD, mit breitgefächerten Schwerpunkten in den Bereichen Versicherungen, Fotografie, Beratung & Coaching, Innenarchitektur, Genossenschaftsgründung im Bereich New Work und Remote Working, Vertriebs- und Motivationstraining oder QM in der Medizintechnik – für alle ergaben sich in dieser vielseitigen Runde interessante Anknüpfungspunkte.

Nachdem der erste Hunger und Durst am Frühstücksbuffet gestillt waren, starteten wir mit einer Vorstellungsrunde, die wir aufgrund der Gruppengröße etwas ausführlicher gestalteten. Einige, die bisher nur Online mit dem VGSD zu tun hatten, nutzten beim Frühstück endlich mal die Gelegenheit, andere Vereins- und Community-Mitglieder noch vor Arbeitsbeginn zu treffen und die Regionalgruppe kennenzulernen.

 

Spontane Rückfragen und Tipps für die Akquise

Durch spontane Rückfragen entstanden schon während der Vorstellungsrunde so angeregte Diskussionen, so dass das Thema „Wie handhabt Ihr es mit der Selbstorganisation“, welches ursprünglich angedacht war, gar nicht in den Fokus rückte. Spontan entspann sich ein Austausch zum Thema (Telefon-) Akquise mit vielen Praxistipps, wie z. B. „Akquise macht man, wenn man eine gut gefüllte Pipeline hat und nicht erst, wenn man Aufträge braucht“ oder „gute Netzwerke pflegen, denn diese sind sehr belastbar bzw. erfolgreicher“. Durchaus in Annäherung an das Thema Selbstorganisation als Selbständiger hatten viele Anwesende tolle Hinweise, wie z. B. einen festen Termin (pro Woche/Monat) zur Akquise und die Anzahl der Anrufe festzulegen, die Anrufe auf monetäre Ziele herunterzubrechen, als Ziel 10 Absagen festzulegen (um lockerer zu werden), mit nicht gewünschten Kunden (zum Training und Lockerwerden) anzufangen, ehrlich zu sein (dass man mal reden möchte) und sich emotionale Ziele zu setzen.

Vom Thema Akquise spannen sich mühelos weitere Gesprächsbögen zu Themen wie „Unternehmensberatung als Genossenschaft“, „Probleme mit der Rentenversicherung“, „Vorteile einer Zweitfirma“ und „Remote Working“. Dem im Zuge der Vorstellungsrunde geäußerten Wunsch zu ergänzenden Informationen über den VGSD und seine politischen bzw. überregionalen Aktivitäten, kam Annette Lang, eine der beiden Sprecherinnen der Regionalgruppe, natürlich auch noch gerne nach.

Ebenfalls dabei war die französische Soziologin Mathilde Mondon-Navazo, die uns das Forschungsprojekt SHARE (Seizing the Hybrid Areas of Work by Re-presenting Self-Employment) des Europäischen Forschungsrates (ERC) vorstellte. Diese Studie interessiert sich für die Situation von Solo-Selbstständigen in Europa, die Prägung ihrer Verträge durch die Regelungen des nationalen Arbeitsrechts und der Sozialsysteme sowie die jeweiligen Interessenvertretungen von Selbstständigen in unterschiedlichen Ländern, und dort besonders das Engagement der Aktiven und weniger die Vorstandsarbeit.

Die Zeit verging wie im Fluge, so dass zum Schluss gerade noch Zeit blieb, um Visitenkarten auszutauschen. Die Stimmung und auch die Rückmeldungen der Anwesenden waren äußerst positiv. Wir wollen daher künftig einmal im Quartal ab 8.00 Uhr zum Berliner VGSD-Frühstück einladen. Für das nächste Mal im September werden wir uns um einen anderen Frühstücksort bemühen, in dem wir gegebenenfalls einen eigenen Raum zur Verfügung haben.

 

Text: Martina Haid und Annette Lang

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