Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Der VGSD begrüßt Lasse Schultze als 6.100stes Vereinsmitglied

Lasse Schultze ist seit vier Jahren unter anderem im HR-Bereich selbstständig – und unser 6.100stes Vereinsmitglied geworden. Im Interview verrät er, was er sich vom VGSD erhofft – und wie es ihm jetzt, in der Corona-Krise, geht.

VGSD: Wo erreiche ich dich gerade?

Lasse: Du erreichst mich gerade im Homeoffice in meiner Heimatstadt Hamburg.

Lasse Schultze, unser 6.100stes Vereinsmitglied Foto: Jasper Ehrich

VGSD: Wie bist du auf den VGSD aufmerksam geworden?

Lasse: Den VGSD kenne ich schon länger, eigentlich schon, seitdem ich selbständig bin. Wie ich genau darauf aufmerksam geworden bin, weiß ich gar nicht mehr, aber ich habe den VGSD von Anfang an als eine sehr gute Interessenvertretung für Selbständige wahrgenommen.

VGSD: Was hat dich veranlasst, gerade jetzt festes Vereinsmitglied zu werden?

Lasse: Zum einen sind es sicherlich die momentanen Herausforderungen durch die Corona-Krise, zum anderen bin ich schon länger der Überzeugung, dass wir Selbständigen eine viel stärkere politische und gesellschaftliche Beachtung finden sollten. Und das wird jetzt gerade in der Krise mehr als deutlich. Von daher finde ich es großartig, was der VGSD tut und wie ihr euch auf politischer Ebene einmischt!

VGSD: Seit wann bist du selbstständig und was machst du genau?

Lasse: Ich bin seit ziemlich genau vier Jahren selbständig. Ich mache verschiedene Dinge, zum einen arbeite ich als Freelancer im HR-Bereich, zusätzlich als Berater für New Work für kleine- und mittelständische Unternehmen und als Coach im Bereich „berufliche Veränderung“. Ein bunter Mix also.

 

Fasziniert von positiven Veränderungen

VGSD: Das klingt sehr spannend. Wie bist du auf diesen Beruf gekommen?

Lasse: Ich habe mehrere Jahre (in Festanstellung) in der Personalentwicklung und zuletzt als Personalleiter bei einer Reederei gearbeitet. Ich fand es damals schon erschreckend, wie viele Unternehmen noch sehr konventionell, hierarchisch und ausschließlich profitorientiert geprägt sind. Und was das teilweise mit den Menschen macht, die dort arbeiten. Es sind natürlich nicht alle Unternehmen so und für einige Arbeitnehmer ist es auch okay, in so einem Umfeld zu arbeiten. Aber gerade die jüngeren Generationen haben ganz andere Vorstellungen und Ansprüche – und auch viele erfahrenere Arbeitnehmer leiden sehr unter veralteten Unternehmenskulturen. Von daher habe ich mir zum Ziel gemacht, dies im Rahmen meiner Möglichkeiten zu ändern.

VGSD: Was fasziniert dich an deinem Beruf?

Lasse: Ich mag es, die Veränderungen bei den Menschen und Unternehmen zu sehen, die ich begleiten darf. Es ist schön zu sehen, wenn Menschen oder Unternehmen den Willen und den Mut aufbringen, tatsächliche Veränderungen angehen zu wollen und dies dann auch in die Praxis umsetzen.

VGSD: Wie geht es dir in der Corona-Krise?

Lasse: Wie für alle Menschen ist sie auch für mich eine Herausforderung auf verschiedenen Ebenen. Beruflich bin ich im letzten Jahr noch ganz gut davongekommen, aber im neuen Jahr merke ich auch, dass einige Unternehmen eher zögerlich mit ihren Budgets agieren. Meine Frau hat im vergangenen Jahr ihren Job verloren, von daher bin ich schon auch betroffen. Auf der anderen Seite ist man als Selbständiger ja grundsätzlich flexibler und damit auch besser auf Krisen vorbereitet. Ich nutze die Zeit mit weniger Aufträgen jetzt auch, um mich neu auszurichten.

 

„Eine starke Interessenvertretung ist wichtig“

Lasse Schultze

Foto: Maria Schwarzberg

VGSD: Was nimmst du für dich persönlich aus der Krise mit?

Lasse: Ich habe viele „alltägliche“ Dinge wieder viel mehr zu schätzen gelernt. Die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Familie, den Kontakt und Austausch mit anderen und vor allem die Reisefreiheit. Ich reise sehr gerne und so viel wie möglich und von daher ist Corona da eine echte Einschränkung.

VGSD: Bist du noch in anderen Verbänden oder Vereinen aktiv?

Lasse: Nein, nicht direkt. Ich bin natürlich normalerweise auf vielen Konferenzen, Netzwerkveranstaltungen oder auch Workations, aber aktiv in einem anderen Verband bin ich nicht.

VGSD: Was wünscht du dir vom VGSD? Was sollten wir in den nächsten sechs Monaten unbedingt machen?

Lasse: Gerade in den nächsten Monaten wird das Thema Überbrückungshilfen für kleinere und mittelständische Unternehmen, aber natürlich auch für Soloselbständige, ein zentrales Thema bleiben. Ich finde es großartig, was der VGSD dort bereits macht – und auch schon erreicht hat. Aber auf viele Unternehmen und Soloselbständige kommen vermutlich noch einige harte Monate zu. Von daher ist weitere Hilfe notwendig – und eine starke Interessenvertretung umso wichtiger.

 

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