Der VGSD begrüßt Vereinsmitglied Nr. 2.800

Unser 2.800. Vereinsmitglied arbeitet als Übersetzerin in Berlin und – das ist ein Novum – möchte gerne anonym bleiben. Wir haben sie gleich angerufen, gratuliert und ihr einen Amazon-Gutschein über 60 Euro geschickt. Im Folgenden stellen wir sie im Interview vor.

 

VGSD: Wo erreiche ich Dich denn gerade?

Mitglied: Zuhause. Ich arbeite im Home office. Gerade hast du mit meinem Sohn gesprochen. 

VGSD: Du möchtest lieber nicht mit Name und Foto porträtiert werden?

Mitglied: Ich gebe auch bei Facebook und XING zum Beispiel wenig Persönliches preis. Dabei lebe ich vom Internet, bin ständig mit anderen Leuten am Kommunizieren, bekomme fast alle Aufträge per E-Mail. Aber die Privatsphäre ist mir heilig.

 

„Mir ist aufgefallen, dass ihr in den letzten zwei bis drei Jahren noch aktiver  geworden seid“

VGSD: Wann bist Du denn ursprünglich auf den VGSD aufmerksam geworden?

Mitglied: Schon vor einer ganzen Weile. Ich habe bei XING über eure Aktivitäten gelesen, fand das interessant. Mir ist aufgefallen, dass ihr in den letzten zwei bis drei Jahre noch aktiver geworden seid. Was ich besonders wichtig finde, ist eure Lobbyarbeit. Wir sind ja Einzelkämpfer und unsere Interessen wurden bisher überhaupt nicht wahrgenommen. Wenn es dann aber irgendwo Finanzbedarf gibt, bedient man sich gerne bei uns.

VGSD: Was hat Dich veranlasst, gerade jetzt Vereinsmitglied zu werden? Du hast ja auch den höheren Beitrag von 90 Euro gewählt…

Mitglied: Ich spiele schon länger mit dem Gedanken beizutreten. Ich dachte mir, das mache ich jetzt! Und dieses Jahr ist das Geschäft bei mir besser gelaufen als in anderen Jahren. Da fand ich es nur fair, den mittleren Beitrag zu wählen. Wäre es nicht so gut gelaufen, hätte ich ja bei euch auch die Möglichkeit gehabt, einen niedrigeren Beitrag zu wählen.

 

„Dieses Jahr ist das Geschäft bei mir besser gelaufen als in anderen Jahren“

VGSD: Seit wann bist Du selbstständig und was machst Du genau?

Mitglied: Ich bin seit fast neun Jahren selbstständig. Davor habe ich lange Zeit im Ausland gelebt. Seit meiner Rückkehr arbeite ich als freiberufliche Übersetzerin, in erster Linie übersetze ich Vertragstexte sowie Texte für die IT-Branche.

VGSD: Bist Du noch in anderen Verbänden oder Vereinen aktiv? 

Mitglied:  Engagieren wäre zu viel gesagt, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Ich bin ja Mutter von zwei Kindern. Aber wenigstens finanziell will ich euch unterstützen, damit eine Interessenvertretung da ist. Aus demselben Grund bin ich vor einigen Jahren auch bei ver.di beigetreten.

 

„Ganz, ganz oben steht für mich das Thema Krankenkassen-Mindestbeiträge“

VGSD: Was für Themen beschäftigen Dich gerade in Hinblick auf Deine Selbstständigkeit?

Mitglied:  Organisatorische Themen! Ich muss sehen, dass die Rentabilität steigt. Uns Übersetzern fällt es sehr schwer, höhere Preise durchzusetzen. Im Gegenteil, wir werden immer weiter runtergedrückt! Da muss dann natürlich der Output höher sein, damit unter dem Strich die Zahlen stimmen. Ich habe mich deshalb im letzten Jahr modernisiert, was die Softwareausstattung betrifft und habe auch meine Prozesse überabeitet und arbeite jetzt noch effizienter.

VGSD: Was wünscht Du Dir vom VGSD? Was sollten wir in den nächsten sechs Monaten unbedingt machen?

Mitglied: Ich finde die Videos eurer Telkos sehr hilfreich. Das ist komprimierte, neueste Information. Die Änderungen beim Datenschutzrecht zum Beispiel wären mir ohne das Video völlig entgangen. Ganz, ganz oben aber steht für mich das Thema Krankenkassen-Mindestbeiträge. Ich bin ja selbst betroffen und war in der Vergangenheit schon fast so weit, dass ich meine Selbstständigkeit aufgeben wollte. Der Gesetzgeber muss Selbstständigen und Freiberuflern genügend Geld übrig lassen, um Altersvorsorge treiben zu können. Bitte kämpft weiter für unsere Interessen!

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