Unter dem Motto „Perspektivwechsel“ haben Johannes Silvester und Christine Müller aus unserer Regionalgruppe eine kleine Veranstaltungsreihe für unsere Regionalgruppe Berlin-Brandenburg initiiert, um unternehmerische Fragestellungen in ungewohnten Kontexten zu reflektieren.
Beide Termine widmeten sich unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten.
Teil 1: Perspektivwechsel - Brancusi Ausstellung in der neuen Nationalgalerie (14. Juli)
Nach dem Treffen vor dem markanten Glasbau der Neuen Nationalgalerie gab uns Johannes Sylvester eine kurze, feine Einführung in das Schaffen des berühmten Bildhau-ers. Brancusi gilt als Meister der Reduktion – er zeigt uns, dass die wahre Stärke oft im Weglassen und in absoluter Klarheit liegt.
Um den Museumsbesuch interaktiv zu gestalten, bekamen alle Teilnehmenden drei spannende Beobachtungsfragen als Aufgabe für ihren Rundgang mit auf den Weg.
- Die Material-Frage: Es gibt eine Skulptur, bei der Sockel und Figur aus exakt demselben Material (Eichenholz) bestehen. Wie heißt diese Skulptur?
- Die Zwillinge-Frage: Es gibt eine Skulptur, die es zweimal exakt gleich gibt. Nur das Material ist unterschiedlich: Bronze und Gips. Wie heißt sie?
- Die Transfer-Frage: was ist für dich an der Kunst von Brancusi innovativ und einzigartig?
Nach einer guten Stunde des Entdeckens kamen alle wieder am Anfang der Galerie zusammen. Gemeinsam reflektierten wir die Fragen und tauschten unsere Eindrücke aus.
Wie lässt sich Brancusis Haltung zur radikalen Einfachheit eigentlich auf unsere eigene Positionierung im Business übertragen?
Für den geselligen Teil des Abends zog die Karawane weiter in die Potsdamer Straße. Die Gruppe entschied sich für unseren Vorschlag, das mexikanische Restaurant Löffelei & Amigos. Bei exzellentem Essen und kalten Getränken wurde diskutiert, gelacht und intensiv genetzwerkt.
Ein rundum gelungener Abend: Von den ersten Vorbereitungen um 15:00 Uhr bis zur Verabschiedung um 21:00 Uhr vergingen die Stunden wie im Flug. Von allen Seiten gab es großes Lob für die großartige Organisation und die inspirierende Gesprächsat-mosphäre.
Teil 2: Perspektivwechsel - Tempelhofes Feld (11. August)
Der zweite Perspektivwechsel fand auf dem Tempelhofer Feld statt. Beim Perspektivwechsel haben Johannes und Christine mit den Teilnehmenden einen gemeinsam Blick auf eines der spannendsten und am heißesten diskutierten Areale Berlins: das Tempelhofer Feld geworfen. Zehn Jahre nach dem Volksentscheid steht das Feld wie kaum ein anderer Ort symbolisch für das Spannungsfeld zwischen dem Erhalt einer riesigen Freifläche und neuen, stadtpolitischen Bedarfen wie Wohnraum, Kitas oder Klimaanpassung.
Christine gab vor Ort einen Einblick in das vielseitige Entwicklungs- und Beteiligungsverfahren des Tempelhofer Feldes. Wie hat sich das Feld seit der Eröffnung 2014 verändert – und welche bürgerschaftlichen Projekte gibt es heute schon?
Und sie schlug eine Brücke zur Praxis. Wie balancieren wir die Pole zwischen festen Zielen und maximaler Offenheit in unserem Business-Alltag aus? Wie bleiben wir im Fluss, ohne uns kurzsichtig festzufahren? Anhand des Tempelhofer Feldes wurde diskutiert, wie Unternehmen in dynamischen Märkten agil agieren können, ohne den Fokus zu verlieren.
Zwei ganz großartige Veranstaltungen, organisiert von zwei Mitgliedern unserer Regionalgruppe. Von Michaela und mir gibt es dafür ein großes Dankeschön an Christine und Johannes.
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