Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Tipp: „Monatsabrechnung“ – Amazon-Bestellungen erst Mitte des Folgemonats bezahlen

Neue Funktion für deutsche Amazon-Kunden: Bezahlen mit Monatsabrechnung

Amazon ist umstritten – und dafür gibt es viele Gründe: Seine Marktmacht, Streiks gegen Bezahlung und Überwachung von Mitarbeitern in den Logistikzentren, als unfair wahgenommener Umgang mit Marketplace-Händlern, die Auswirkungen des wachsenden Internethandels auf die Innenstädte…

Trotz alledem bestellen viele – gerade auch Selbstständige, die viel beschäftigt sind und wenig Zeit zum Einkaufen haben – regelmäßig über die Plattform. Wir wollen deshalb zu Amazon (und anderen großen Lieferanten und Dienstleistern mit denen wir alle zu tun haben) immer mal wieder Tipps geben, wie ihr bei der Nutzung Zeit und Geld sparen könnt.

 

Bisher übliche Gebühren entfallen, Zahlung auf Rechnung auch für Marketplace-Produkte

Seit März 2019 bietet Amazon „Monatsabrechnung“ als Zahlungsoption. Man erhält dann am Anfang des Folgemonats eine Zahlungsaufforderung und kann die zugehörigen Bestellungen mit einer einzigen Überweisung bezahlen. So erhält man ähnlich wie bei einer Kreditkarte  einen kurzfristigen zinslosen Kredit, zumal die Zahlung erst nach zwei Wochen, also Mitte des Folgemonats fällig ist.

Bisher kostete der Service 1,50 Euro pro Einkauf, jetzt ist er (bei vereinbarungsgemäßer Zahlung) kostenlos. Neu ist zudem, dass  auch Marketplace-Käufe bei Drittparteien per Sammelrechnung bezahlt werden können. Ausgenommen sind lediglich digitale Produkte, Geschenkgutscheine und Abonnements (z.B. Amazon Prime).

 

Nur für „Privatkunden“

Amazon bindet auf diese Weise Privatkunden mit hohem Umsatz noch enger an sich. Das gilt auch für uns – die meisten Einzelunternehmen dürften den Status eines Privatkunden haben. Voraussetzung ist eine Rechnungsadresse in Deutschland, Österreich oder Finnland. Für andere Länder wird der Service nicht angeboten.

Für Business-Kunden gibt es in einem separaten Programm ebenfalls die Möglichkeit, auf Rechnung zu kaufen.

 

Bezahlungsart entscheidet sich bei jeder Bestellung neu

Amazon behält sich vor, Kunden mit niedriger Bonität die Zahlung per Rechnung nicht anzubieten bzw. die Bestellung sogar nachträglich abzulehnen. Nicht zur Verfügung steht die Zahlungsoption auch, wenn der Kunde mit einer vorherigen Sammelrechnung im Rückstand ist. Auch man selbst kann bei jeder Bestellung neu entscheiden, ob sie auf die Monatsrechnung soll oder ob man sie sofort bezahlen möchte. (Weitere Informationen)

Hast du weitere, für Selbstständige nützliche Tipps zur Nutzung von Amazon und anderen großen Anbietern (Post, Bahn, …)? Wir freuen uns, wenn du sie unten als Kommentar mit den anderen VGSD-Mitgliedern teilst. Vielleicht machen wir daraus sogar einen eigenen Beitrag und nennen dich als Tippgeber.

2 Kommentare

  1. Manuela schreibt:

    Wie erwähnt: Amazon ist umstritten. Gerade wir als Selbständige, die auf lokales Business angewiesen sind, sollten dieses auch unterstützen. Ich habe den gleichen Service schon lange bei meiner Papeterie in meiner Straße. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück so nahe ist?

    Antworten
  2. Tobias Becker schreibt:

    Anscheinend kann man die Monatsrechnung nicht mit der Zahlungsart Lastschrift oder hinterlegte Kreditkarte kombinieren. Spannend wäre EINE Rechnung inkl. der Marketplace-Käufe durchaus, da spart man sich das zusammensuchen der Belege (ich finde aber nirgendwo etwas dazu, ob dabei dann auch die USt überall korrekt ausgewiesen wird; diese wird bei hinterlegter USt-ID aktuell ja bei ausländischen Lieferanten gar nicht erst berechnet).
    Dafür eine händische Überweisung ausführen, erscheint mir als zu aufwändig.

    Antworten

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