Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Unser Weg zu einer starken Lobby für Selbstständige

Der VGSD hat in den letzten Wochen deutlich an Mitgliedern gewonnen, die Zahl der Veranstaltungs-Teilnehmer ist regelrecht explodiert: Mehr als 16.500 Mitglieder haben sich zwischen Januar und Mai für Experten-Telkos angemeldet. Das sind jetzt schon deutlich mehr als im gesamten Vorjahr. Die genauen Zahlen findest du am Ende des Beitrags.

Die Zahl der Vereinsmitglieder ist auf fast 5.400 angestiegen. Damit haben wir in den ersten 5 Monaten dieses Jahres 1.700 Vereinsmitglieder hinzugewonnen. Das ist eine sensationelle Steigerung um 47%! Auch die Zahl der Communitymitglieder ist auf mehr als 16.500 gestiegen.

 

Wir sind ganz unterschiedlich, wir sind sehr viele, und wir haben es satt, von der Regierung ignoriert zu werden, Foto: djomas

 

Bemerkenswert ist dieses Mitgliederwachstum auch vor dem Hintergrund der für viele gerade schwierigen finanziellen Situation. Um so herzlicher möchten wir alle neuen Mitglieder im VGSD willkommen heißen und uns bei allen vorhandenen Mitglieder für ihre Treue und ihr Engagement bedanken. Ihr seid die Basis, damit wir uns für euch stark machen können!

 

Beitragsverdopplungsaktion gibt zusätzlichen Schub – 10.000 Euro von Vistaprint

Die Beitragsverdopplungsaktion hat uns in den letzten Tagen noch einmal einen kräftigen Schub gegeben. Wir werden die Beiträge zusammen mit den zusätzlichen 10.000 Euro (!), die bei der Aktion mit Vistaprint zusammen gekommen sind, dazu einsetzen, um für uns Solo-Selbstständige und kleinen Unternehmen endlich die Lobby zu schaffen, die wir so dringend benötigen.

Durch das starke Mitgliedswachstum in den letzten Monaten können wir der Politik deutlich selbstbewusster und gestärkt gegenübertreten. Unsere Mitglieder zeichnen sich durch ein hohes Engagement aus. Dadurch können wir für unsere politischen Aktivitäten sehr viele Menschen mobilisieren.

In der Corona-Krise kommt dieser Mobilisierungsfähigkeit besondere Bedeutung zu, denn es zeichnet sich ab, dass die Regierung geradezu blind und taub gegenüber unseren Forderungen ist, dass sie die Situation und besonderen Bedingungen der Solo-Selbstständigen und kleinen Unternehmen nicht versteht.

 

Jetzt müssen wir zeigen, wie viele wir sind!

Deshalb müssen wir in den nächsten Wochen noch viel mehr Menschen mobilisieren und noch resoluter auftreten, damit die verantwortlichen Politiker aufwachen und ihre teils krassen Fehlentscheidungen korrigieren. Ziel muss es sein, dass die Regierung wieder verlässlicher Partner wird, sich an gemachte Zusagen hält. Und von der Corona-Krise in besonderem Maße betroffenen Selbstständigen wirksam hilft, dass sie unsere Expertise und unser Feedback in ihre Entscheidungen einbezieht. Sie darf uns und unsere berechtigten Interessen nicht länger ignorieren.

Dass wir jetzt gemeinsam laut unsere Stimme erheben, ist entscheidend auch für die Zukunft der Selbstständigkeit in Deutschland insgesamt: Während wir unter den Folgen der Corona-Krise ächzen, ganze Branchen noch komplett und für längere Zeit ohne Umsätze dastehen, plant die Regierung bereits weitere Gesetze, die mit erheblichen finanziellen Zusatzbelastungen und nicht dagewesener Bürokratie verbunden sind.

 

Es geht um die Zukunft der Selbstständigkeit in Deutschland

Die systematische und in der Corona-Krise besonders offensichtliche Schlechterbehandlung von Freelancern und kleinen Unternehmen wird auf viele Jahre hinaus Gründungswillige in Deutschland abschrecken, obwohl Gründungen gerade in einer Rezession eine wichtige Bedeutung zukommt.

Wir befürchten, dass die tiefe Enttäuschung über die wahrgenommenen Ungerechtigkeiten die Distanz und das Misstrauen vieler gegenüber unseren staatlichen Institutionen noch weiter vergrößern könnte.

Während Soloselbstständige und Wissensarbeiter in allen entwickelten Ländern auf dem Vormarsch sind und Innovationen und Fortschritt vorantreiben – auch als Experten in großen Unternehmen –, drohen wir in Deutschland zu einem Land von Beamten und Angestellten zu werden.

Dabei haben gerade auch die Krisen der Vergangenheit – bis zurück zu den Nachkriegsjahren – gezeigt, wie wichtig Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu deren Überwindung sind. Dieses Wissen scheint leider vielen Verantwortlichen verloren gegangen zu sein – mitsamt dem Respekt für den Beitrag, den wir Selbstständigen für Wirtschaft und Gesellschaft leisten.

 

All unsere Kraft für euch

Der VGSD ist stark, aber wir sind im Kern nur zwei Vollzeitmitarbeiter, die inzwischen von drei Werkstudenten, zwei Webentwicklern, einer Campaignerin, einer Redakteurin und ganz vielen Ehrenamtlichen unterstützt werden.

Wir sind – wie die meisten Selbstständigen – gewohnt, sehr viel zu arbeiten, die Corona-Krise bringt uns aber wirklich an unsere zeitlichen und kräftemäßigen Grenzen. Sie ist ein echter Test für unsere Fähigkeit, all die auf uns einprasselnden Informationen, Anfragen, Angebote usw. zu lesen, weiterzugeben und die resultierenden Aktivitäten zu koordinieren.

Wir haben viele Ideen, was wir noch alles tun könnten – und bekommen von unseren Mitgliedern jeden Tag zusätzliche Anregungen. Jeden Tag kommen auch viele spannende Organisationen von außen auf uns zu.

Wir müssen deshalb immer wieder neu entscheiden, welche Prioritäten wir uns setzen. Ziele, die wir uns in größeren Abständen setzen, helfen uns bei der Orientierung. Manches Wichtige, das uns sehr am Herzen liegt, müssen wir in die Zukunft verschieben, weil anderes noch dringender oder wichtiger ist. Dafür bitten wir um Verständnis.

 

Wir erfinden uns gerade neu, um euch bei euren Zielen noch besser zu unterstützen

Wir haben uns angesichts der Herausforderungen in den letzten Wochen als Team neu erfunden, arbeiten arbeitsteiliger und noch effektiver zusammen, sonst wäre zum Beispiel die große Zahl an Experten-Telkos oder die Durchführung unserer Corona-Umfrage gar nicht möglich gewesen.

Wir investieren die zusätzlichen Einnahmen in mehr Personal. Wir investieren aber auch viel Geld in neue Funktionen auf unserer Website, um euch noch besser zu informieren und miteinander zu vernetzen. (Ihr dürft gespannt sein…) Vor allem aber, um euch in eurem Engagement zu unterstützen.

Bitte engagiert euch weiter im VGSD und unterstützt uns durch das Mitmachen und Weiterempfehlen unserer Aktionen – ganz aktuell unserer Bundestagspetition. Dadurch und durch die wachsende Zahl an Mitgliedern und Mitstreitern sind wir dabei, uns zu der starken Lobby zu entwickeln, die wir alle so dringend benötigen.

Wir sind noch lange nicht am Ziel, viel Weg liegt noch vor uns, auch wenn wir mit harter Arbeit schon vieles erreicht haben, auf das wir alle gemeinsam stolz sein dürfen. Wir freuen uns auf den weiteren Weg mit euch!

Bleibt an unserer Seite und werdet – falls noch nicht geschehen – jetzt Vereinsmitglied.

 

Kennzahlen (Stand 28.05.20)

  • Anmeldungen Experten-Telkos (Januar bis Mai): 16.573 (+66 Prozent gegenüber Vorjahr)
  • Vereinsmitglieder: 5.365 (+47 Prozent)
  • Community-Mitglieder: 16.661 (+19 Prozent)

2 Kommentare

  1. marc fritzler schreibt:

    Weil hier leider noch nichts steht: Besten Dank für den Einsatz, das Engagement in den letzten Wochen!
    .
    Hoffen wir, dass alle 5.365 + 16.661 das Ende des Jahres als Selbständige erleben. Die Zustände sind so brutal, wie in 30 Jahren nicht erlebt.
    .
    Post Scriptum: Ich vermisse bislang einen prominenten Hinweis auf die BT-Petition „Verlängerung und rechtssichere Ausgestaltung von Soforthilfen für Selbstständige“ …
    .
    ZEICHNET MIT:
    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_05/_13/Petition_111001.nc.html
    .
    Diesmal könn(t)en wir das hohe Quorum schaffen!

    Antworten
  2. Hartmut Stöckel schreibt:

    Gerade heute erst bin ich auf diese Vereinigung aurmerksam geworden – durch die mir von anderer Seite zugemailte Petitions-Unterzeichnung. Und ich bin baff. Das es so etwasa doch gibt. Gleichgesinnte bzw. Gleichleidende an der „Selbstständigen-Politik“ der letzten Jahrzehnte.

    Seit 30 Jahren „wage“ ich es, auf all diese Mißstände deutscher Regierungspolitik hier und da hinzuweisen, auch bei Ämtern, Bundestagsabgeordneten, und vielen andern von diesen Regierungen „legitimierten“ mehr oder weniger staatlichen, staatlich flankierten, staatlich alimentierten oder staatsähnlichen Intitutionen auf diese Mißstände hinzuweisen. Und habe gelernt, mit „Betonwänden“ zu reden zu versuchen. Und: Noch lebe ich.

    Daher zunächst mal vielen Dank für all die hier niedergelegten Berichte und Beiträge.
    Und der große Wunsch: Nicht locker lassen, auch wenn es zunächst sehr schwer erscheint!

    Und ab in die Öffentlichkeit – auch mal mit harten Worten. Für die Tauben.

    Danke erst einmal!

    Was generell fehlt ist. ÖFFENTLICHKEIT! – Zu diesem Thema gehör viel mehr in die MEDIEN.

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