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Lesetipp VGSD-Mitgliederversammlung 2024 Verband mit Kontinuität und Haltung

Früher als sonst im Jahr und wieder online: Auf der Mitgliederversammlung 2024 wurde Andreas Lutz als Vorstand wiedergewählt, auch sonst bleiben alle an Bord. Die Mitgliederzahl soll wieder wachsen und es besteht Einigkeit: Der VGSD hat klare Werte und zeigt dies in seinem Handeln.

Alter und neuer Vorstandsvorsitzender des VGSD: Andreas Lutz

"Dingdong", "dingdong", "dingdong", macht es, und es braucht zahlreiche Wiederholungen, bis alle Teilnehmenden virtuell Einlass gefunden haben zur VGSD-Mitgliederversammlung 2024. Knapp 100 Vereinsmitglieder nahmen an dem Zoom-Meeting am 24. April teil, 38 davon waren als aktive Mitglieder stimmberechtigt. Das erforderte – wie schon oft – gleich eine Erklärung.

Stimmrecht bei den VGSD-Mitgliederversammlungen haben nur aktive und Gründungs-Mitglieder. Davon gibt es derzeit 97. Aktive Mitglieder sind beispielsweise die Sprecher/innen von Regionalgruppen oder Mitglieder, die den Verein in einem Ausschuss mitgestalten oder beratend unterstützen. Der Vorstand stellt in Abstimmung mit dem Beirat einmal jährlich fest, welche Personen zum Kreis der aktiven Mitglieder zählen. Dieses System soll den VGSD vor parteipolitischen und anderen Einflussnahmen schützen – ein Thema, das auch im weiteren Verlauf der Versammlung noch einmal wichtig wurde.

Live-Treffen im Oktober in Frankfurt

Zunächst aber stellten Sprecher/innen der Regional- und Branchengruppen deren Aktivitäten vor. Sie zeigten damit, wie engagierte Mitglieder den Verein lebendig und vielfältig machen – von Allgäu bis Stuttgart, von Coaching bis Queerbeet.

Live erleben lässt sich der besondere VGSD-Spirit dieses Jahr im Oktober beim Netzwerktreffen in Frankfurt. Schon 80 Prozent der Tickets sind verkauft. Und auch die restlichen dürften nach der Vorstellung des Events durch Geschäftsführer Max Hilgarth bald vergeben sein: Seine Kurzzusammenfassung des Programms von Stadtführung über die Abendlocation mit Terrasse und Kaminzimmer bis zum Barcamp machte Lust darauf, gleich loszufahren. Noch kein Ticket? Hier entlang!

Wir wollen wieder wachsen

Etwas ernster wurde es, als Andreas Lutz als Vorsitzender den Bericht des Vorstands vorstellte. Der Verband hat derzeit sieben Prozent weniger Vereinsmitglieder als Ende 2021, nämlich 5767 statt 6206. Die Finanzplanung wurde diesem Umstand angepasst, vor allem heißt das Ziel aber: Wir wollen wieder wachsen. Dazu intensivieren wir unsere politische Arbeit und arbeiten parallel an der Professionalisierung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Selbstständigen-Verbände (BAGSV). Mit ihr gemeinsam sprechen wir für 100.000 Selbstständige. Bei den anstehenden politischen Entscheidungen (Altersvorsorgepflicht, Mutterschutz), wollen wir für Selbstständige die bestmögliche Lösung erreichen.

Der Haushaltsplan wurde genehmigt, der Vorstand entlastet. Andreas stellte sich als Vorstandsvorsitzender zur Wahl und wurde für weitere drei Jahre gewählt. Bestätigt wurde auch Beirat Michael Martin Lauterjung, so dass im Team der Vereinsführung hohe Kontinuität besteht.

AfD-Positionen sind konträr zu unseren Überzeugungen

Mitglied Antje Molz hatte eine Aussprache zum Thema Rechtsextremismus initiiert. Sie legte ausführlich dar, warum sie eine Positionierung des VGSD für nötig hält. Das Thema hat den VGSD-Vorstand angesichts des Erstarkens der AfD schon längere Zeit beschäftigt. Eine Unterstützung unserer Anliegen durch die AfD wäre für deren Erreichen absolut kontraproduktiv, weil sich die anderen Parteien dann auch gegen diese Vorschläge wenden würden. Andreas erläuterte die Grundsätze, die sich der VGSD für die politische Arbeit gegeben hat. Dazu gehört: Wir gehen nicht aktiv auf AfD-Mitglieder im Bundestag zu und beenden von ihnen initiierte Gespräche mit uns höflich. Fragen der AfD in Bundestags-Ausschüssen beantworten wir sachlich. Überzeugungen der AfD sind großenteils konträr zu unseren Überzeugungen und schädlich für unser Land und unsere Mitglieder, dies bezieht sich zum Beispiel auf Toleranz und Menschenrechte, die Verankerung Deutschlands in der EU und eine ausgewogene Migrationspolitik.

In diesem Zusammenhang spielt auch die Beschränkung des Stimmrechts auf aktive und Gründungs-Mitglieder eine Rolle: Sie soll den Verein davor schützen, dass er durch einen plötzlichen massenhaften Eintritt von einer bestimmten Gruppe gekapert wird – diesen Versuch gab es schon einmal. Er konnte durch die Stimmrechtsregelung effektiv verhindert werden. Im Gespräch, aber noch nicht entschieden, ist die Einführung eines "Code of conduct", der aktive Mitglieder zur Einhaltung bestimmter Grundsätze verpflichtet.

Frank-Michael Rommert finanziert Autoaufkleber

In der Aussprache gab es die Forderung, sich auf Fragen der Selbstständigkeit zu konzentrieren. Die Mehrheit der Wortmeldungen fand allerdings wichtig, dass der VGSD eine eindeutige Haltung einnimmt. Andreas fasste die Aussprache so zusammen: "Wir haben einen klaren Kompass und müssen diesen durch unser Handeln zeigen."

Gerade im Hinblick auf das angestrebte Mitgliederwachstum freuen wir uns, wenn ihr als Mitglieder uns dabei unterstützt. Eine tolle Initiative startet gerade Frank-Michael Rommert, der Entwürfe für Autoaufkleber gemacht hat. Er bietet an, den Druck der Aufkleber zu finanzieren. Als Motiv stehen mehrere Entwürfe zur Auswahl, über die du auch mit entscheiden kannst. Gleich zu Beginn der Umfrage findest du einen Link zu den Entwürfen.

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