Who is who: Franz Kampmann

Als ich mich im November 2010 selbstständig machte, wusste ich noch nichts von den hohen Beiträgen zur Krankenkasse, die mich nach Auslaufen des Gründungszuschusses erwarten.

Schon früh lernte ich Andreas Lutz als „Mr. Gründungszuschuss“ über seine Newsletter kennen. Die Ungerechtigkeit der hohen Mindestbeiträge veranlasste mich, dem VGSD in seiner „Startphase“ beizutreten (Mitgl.Nr. 148). In der von mir betreuten VGSD-Arbeitsgruppe meldeten sich viele Solo-Selbstständige mit ähnlichen Sorgen. Wir versuchten, die unterschiedlichen Aspekte zu systematisieren und zu kommunizieren.  Auf verschiedenen Wegen (Verwaltung, Politik, Bundesverband der Krankenkassen) versuchte ich, Betroffenheit zu erzeugen. Vergeblich! – Insbesondere bei der Verwaltung zog man sich auf alte BVG-Urteile zurück. Auf der politischen Schiene führte ich einen Kreisparteitagsbeschluss der CDU Essen herbei, die Abschaffung der Mindestbeiträge ins nächste Bundesprogramm aufzunehmen  – leider auch vergeblich.

Da ich zwischenzeitlich wieder als Angestellter arbeitete, verlor ich in der Angelegenheit etwas den Elan. Der wurde nun aber von Andreas Lutz übernommen, der über vielfältige Maßnahmen (Erstellung wissenschaftlicher Studien, Gespräche mit Politikern, …..) letztlich erreichte, dass das Thema wichtiger Diskussionspunkt in den letzten Koalitionsverhandlungen wurde. Wie ihr alle wisst, ist insbesondere auf Druck der SPD jetzt vorgesehen, dass die Mindestbeiträge halbiert werden. Ein großer Erfolg, auf den u.a. der VGSD (spez. Andreas Lutz) stolz sein darf.

Nun, da ich wieder selbständig bin (Gutachter Agrar), freue ich mich sehr, dass für mich und die vielen anderen (600.000 betroffenen Solo-Selbstständige) der Schritt in die Selbstständigkeit erheblich erleichtert wird. Letztlich ist diese Entwicklung ein Beitrag zum sozialen Frieden, der in unserer digitalisierten Welt ja mehr und mehr bedroht ist.

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