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Wie Kleidung wirkt Mehr Anziehungskraft für dein Business

Zum Thema „Wie Kleidung wirkt – mehr Anziehungskraft für dein Business“ gab uns Schneidermeisterin und „Businesshandwerkerin“ Isabella Maria Weiß überraschende Impulse. In ihrem „Kreativraum der Mode“ verbindet sie ihr Wissen über Kleidung und textile Stoffe mit Fragen rund um Leben und Business.

Im Mittelpunkt stand die Frage: Was hat unsere Kleidung mit unserem Business, unseren Rollen und sogar mit unserem Lebensweg zu tun? Seit rund 40 Jahren selbstständig, verbindet Isabella ihr Wissen über Mode, Stoffe und Schnitte mit einem besonderen Blick auf persönliche und berufliche Entwicklung.

Ihre These: Textile Fäden und Lebensfäden haben viel gemeinsam. Pflanzliche und tierische Fasern besitzen bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten, aber auch Grenzen. Ähnlich ist es mit den verschiedenen „Lebenskleidern“, die wir tragen: als Selbstständige, Führungskraft, Mutter oder Vater, Kollegin oder Freund. Gleichzeitig haben diese Kleider Grenzen – und werden sie überstrapaziert, verändert sich das Material. Für Isabella liegt darin eine Parallele zu unserem eigenen Leben und Arbeiten.

Isabella lieferte einen inspirierende Vortrag über den Zusammenhang zwischen Business und Kleidung!

Auf Tuchfühlung mit dem eigenen Business

In einer geführten Traumreise lud Isabella die Teilnehmenden ein, ein mitgebrachtes Business-Kleidungsstück ganz bewusst wahrzunehmen: Was macht der Stoff mit mir? Wie verändert das Kleidungsstück meine Haltung und Bewegung? Was habe ich darin erlebt? Fühle ich mich damit authentisch – oder eher verkleidet? In den Breakout-Sessions zeigte sich unter anderem, wie sehr Farben, Materialien und Schnitte das eigene Wohlgefühl, die Präsenz und damit auch das Auftreten im Business beeinflussen können.

Isabella bezeichnet Kleidung als unsere „zweite Haut“. Wir nehmen Stoff über Berührung, Druck und Bewegung unmittelbar körperlich wahr. Auch zum Fasziengewebe stellte sie einen überraschenden Zusammenhang her. Deshalb können Kleidungsstücke auch Zugänge zu Erinnerungen, Erfahrungen und unbewussten Reaktionen eröffnen. Statt ausschließlich mit dem Kopf nach Antworten zu suchen, lädt sie dazu ein, uns dafür zu öffnen, mit Händen, Körper und allen Sinnen wahrzunehmen.

Raus aus dem Alltag, rein ins Netzwerktreffen: erfrischt, inspiriert, erfolgreich.

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Die Schulterpartie als Fundament

Spannend war auch Isabellas Vergleich von Kleidung mit Architektur. Während ein Haus auf einem festen Fundament steht, beginnt die Konstruktion eines Kleidungsstücks an der Schulterpartie und bietet damit ein bewegliches, flexibles Fundament. Ausgehend von der Schulterpartie muss Kleidung Bewegung ermöglichen und uns den Raum geben, lebendig und authentisch aufzutreten.

Übertragen auf das Business lautet die Frage: Was ist mein Fundament – und gibt es mir gleichzeitig Stabilität und Bewegungsfreiheit?
Wie individuell die Antwort sein kann, zeigte Isabella am Beispiel eines Managers, der sich mit seiner vorgeschriebenen Krawatte unwohl fühlte. Bei der Beschäftigung mit verschiedenen Stoffen stieß er auf rosafarbene Pailletten, die bei ihm starke Emotionen und positive Erinnerungen auslösten. Seine persönliche Lösung: Seitdem trägt er an seinen Krawatten innen eine kleine rosa Paillette. Die Businessuniform blieb, doch sein Verhältnis zu ihr veränderte sich.

Fazit

Wir müssen Businesskleidung nicht einfach hinnehmen oder uns darin verstecken. Wir können sie bewusst wahrnehmen und unseren eigenen Raum darin finden. Kleidung kann so zu einem überraschenden Werkzeug werden, um sich selbst und das eigene Business aus einer neuen Perspektive zu sehen und zu gestalten.

Ausblick

Unser nächstes Treffen am 12. Oktober steht unter der Überschrift „Aufhören oder Weitermachen? Ich bin dann mal weg“. Darin geht es auch um die Übergabe der Rolle der Gruppensprecherin von Ulrike Bergmann an ihre Nachfolgerin. Ulrike erzählt, was sie über das Älterwerden denkt und was sie jetzt dazu bewogen hat, ihre Selbständigkeit zu beenden. Auch ihre Nachfolgerin wird sich vorstellen. Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch mit Euch.

Text: Heike Andersen

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