Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Wie können wir als Selbstständige – und als VGSD – die Umwelt besser schützen?

Reinhard Mohr fährt für den VGSD nach Helsinki und benötigt deine Unterstützung, Foto: Autor

Müssen wir künftig noch alle zusammenkommen, um unsere VGSD-Mitgliederversammlungen abzuhalten? Wäre es nicht umweltfreundlicher, das Treffen virtuell durchzuführen? Alle Teilnehmer mit VR-Brillen auf dem Kopf. Von zu Hause in Hannover, Hamburg oder Hameln, statt in München oder Berlin?

Brauchen wir eigentlich immer noch Visitenkarten? Oder gedruckte „Der-VGSD-stellt-sich-vor“-Broschüren (die gibt’s auch jetzt schon umweltfreundlich als PDF)?

Sollten wir und unser Verband uns in der heutigen Zeit nicht eher digital, sauber und „rückstandsfrei“ informieren, austauschen und vernetzen?

Oder sollten wir – über 3.600 kleine Unternehmen im VGSD uns zusammentun? Um beispielsweise als „gemeinsamer Energieabnehmer-Block“ ein günstiges Angebot für Ökostrom zu erhalten? So dass wir nicht nur der Umwelt etwas Gutes tun – sondern auch noch dem eigenen Geschäftskonto?

 

Deine Anregungen für Helsinki!

Was ist deine Antwort auf diese Fragen? Oder sollten wir uns vielleicht ganz andere Fragen stellen? Was tust du schon jetzt, in deinem Büro oder auf Geschäftsreisen, um die Umwelt zu schonen? Welche nachahmenswerten Erfahrungen hast du für andere Mitglieder?

Der Hintergrund zu diesem Aufruf (und zu diesem Artikel) ist der folgende: Über den VGSD habe ich nach einem Bewerbungsschreiben eine persönliche Einladung zur „SME Assembly Helsinki 2019“ erhalten. Dies ist eine jährliche Konferenz, die von der EU-Kommission ausgerichtet wird. Sie widmet sich ausschließlich den Sorgen der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Thema dieses Jahr in Finnland vom 25. bis zu 27. November: Klimawandel und nachhaltige Ökonomie.

 

Was kann ich als einzelner Selbstständiger tun?

Illustration/Foto: Pixabay, Alexas_Fotos

Die Frage „Was kann ich als einzelner Selbstständiger tun, um die Klimaerwärmung zu bekämpfen?“ soll dort innovativ und scheuklappenfrei diskutiert werden. Um auf neue Ideen zu kommen. Um das Potenzial zu nutzen, das in den Millionen kleiner und mittelständischer europäischer Unternehmen schlummert.

Aber wohl auch: Um aus dieser Konferenz heraus Strategien zu erarbeiten, die über die Europäische Kommission dann in die nationale Politik zurückwirken und vielleicht sogar in künftige EU-Richtlinien einfließt. Klar ist, dass solche Maßnahmen auch wirklich der Umwelt zu Gute kommen müssen und sie nicht einfach nur zu noch mehr Bürokratie führend dürfen!

Hier kommt der VGSD ins Spiel: Gerne möchte ich eure Ideen und Beispiele sammeln, um dann ausgewählte in Helsinki vorzustellen. Als Teilnehmer in Arbeitsgruppen oder bei der Diskussion im Plenum. Bitte nutzt die Kommentarfunktion unter diesem Artikel oder schreibt eine Mail an die eigens eingerichtete Adresse umwelt@vsgd.de. Ihr könnt damit vielleicht nicht die Welt bewegen – aber wir alle zusammen können ihr wenigstens einen kleinen Ruck in die richtige Richtung geben!

 

Was ich für die SME-Konferenz in Helsinki im Gepäck haben sollte:

  • Einsichten, Ansichten und Meinungen zu den Themen „Kampf gegen den Klimawandel“ und „nachhaltiges Wirtschaften“ – stets aus der Perspektive kleiner und mittlerer Unternehmen.
  • Best-Practice-Beispiele aus eurem eigenen Alltag als Selbstständige: Was habt ihr „entdeckt“, in eurem Unternehmen entwickelt, und was hat nicht funktioniert?
  • Welche politischen oder sozialen Einflussmöglichkeiten können wir als Selbstständige nutzen, um den Klimawandel zu bekämpfen – und um damit auch unsere unternehmerische Zukunft zu sichern?

Das reicht von der Müllreduzierung und -trennung im eigenen Büro, über energieeffiziente Heizungen, Lampen und Computer bis hin zu unternehmerischen Fahrgemeinschaften. Oder kennt ihr eine gute App, die euch hilft, euren „carbon footprint“ zu reduzieren?

Können wir es schaffen, dass nicht um 9 Uhr DHL mit dem Lieferwagen vor der Bürotür steht, um 11 Uhr der UPS-Fahrer klingelt, wir selber um 16 Uhr mit dem Auto die Rechnung zum Briefkasten fahren, und um 21 Uhr schließlich noch der Same-Day-Delivery-Service von Amazon die dringend benötigte Tintenpatrone für den morgigen Bürotag vorbeibringt?

 

Heute kommentieren – nächste Woche Thema bei der EU

Was immer euch wichtig erscheint: Nutzt die Kommentarfunktion oder mailt es mir sofort zu! Ich werde es dann nächste Woche in Helsinki in die Waagschale werfen – und euch nach meiner Rückkehr über die Ergebnisse berichten. Danke!

Euer  Reinhard Mohr

84 Kommentare

  1. LandEi schreibt:

    Selber Strom erzeugen, senkt CO2 und die Betriebskosten. Selbstständige, Handwerker die überwiegen von ihren Büro, Werkstatt oder Laden arbeiten verbrauchen Fotovoltaik gleich, wenn er erzeugt wird. Bei langfristigen Mietverträge, könnte eine zusätzlich Dachmiete überlegt werden. Ca. Fünfzig Prozent meines Strombedarfes erzeuge ich selbst. Ein weiterer Vorteil ist, die Kosten für den selbsterzeugten Strom sind auf zwanzig Jahre fix. In Sachen Mieterstrom könnte meiner Meinung nach, die Regierung mehr tun. Strom der in den Städten erzeugt und verbraucht wird, entlastet die Stromnetze. Meiner Meinung nach, allemal besser als ungenutzte Kapazitäten der Konzerne im Wattenmeer mit der EEG Umlage von Studenten, Rentnern, Arbeitnehmer und Selbstständigen zu subventionieren.

    Antworten
  2. Andreas Lutz schreibt:

    Lieber Reinhard,
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    vielen Dank erst mal, dass du uns gewohnt engagiert in Helsinki vertreten wirst und die besten Ideen von unseren Mitgliedern für die EU und dann von dort deren besten Ideen für uns sammelst. Doch zu deinen Fragen:
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    Zuhause verhalte ich mich halbwegs umweltfreundlich, im Büro gäbe es sicher noch Verbesserungsmöglichkeiten, auch wenn wir schon einiges tun. Hier ein paar Beispiele, ich bin gespannt auf die von anderen. Idealerweise können wir eine Liste mit Tipps erarbeiten, in der jeder Anregungen findet, die für ihn oder sie passen:
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    1) Als wir vor einem Jahr zum Hauptmieter unseres Büros wurden, haben wir die alten Heizungsthermostate durch solche der Firma equiva ersetzt. Die kosten weniger als 20 Euro und lassen sich per Smartphone/ Bluetooth (nicht remote) programmieren, so dass sie nicht 7×24 Stunden heizen, sondern nur wenn jemand üblicherweise im Büro ist, was ja nur ein Drittel bis Viertel dieser Zeit der Fall ist. Das spart nicht nur CO2, sondern reduziert auch die Nebenkosten.
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    2) Gerne würden wir den Müll noch besser trennen. Papier und Restmüll werden im Müllraum getrennt gesammelt (da muss man auch mit dem Reinigungspersonal sprechen, damit wir es nicht trennen und sie werfen es dann zusammen weg…). Was Getränke betrifft, stellen wir Mitarbeitern und Untermietern ein Sodastream zur Verfügung und Platz für Kästen mit Mehrwegflaschen, so dass kaum Glasabfall entsteht, auch metallischer Abfall ist selten. Ein Problem ist der Plastikmüll, z.B. Einmalgefäße, wenn man sich etwa einen Salat holt oder Umverpackungen bei Lieferungen. Auch wenn man diese getrennt sammelt und die Kollegen diese nach Benutzung sauber auswaschen: Wer übernimmt dann die Aufgabe und bringt sie zum Plastikcontainer? Immerhin: Der Brotzeitladen um die Ecke hat endlich auf umweltfreundlichere Verpackungen umgestellt.
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    3) Eine Idee wäre vielleicht noch ein „Brotzeitkorb“ neben der Bürotür oder ein Behälter mit Tüten, damit man diese beim Einkaufen mitnimmt statt sich dann vor Ort eine Plastiktüte geben zu lassen.
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    4) Geschäftsreisen: Ich muss inzwischen außerhalb der Parlamentsferien drei bis vier Mal pro Monat nach Berlin und fliege oft, weil die Termine zu früh für eine Bahnfahrt sind, ich aber aus Zeit- und Kostengründen gerne eine Übernachtung einsparen möchte. Für spätere Termine oder den Rückweg habe ich angefangen, häufiger die Bahn zu nutzen.
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    5) Fahrt zur Arbeit: Ich komme bisher schon immer mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit, habe es aber auch nicht so weit wie mein Kollege. Max überlegt sich, künftig auch mit dem Fahrrad zu kommen. Er benutzt schon jetzt ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel für den Arbeitsweg. Weil deren Ausbau aber mit den umweltfreundlichen Münchnern nicht Schritt hält, sind die U- und S-Bahnen in München völlig überlastet und es kommt häufig zu Verzögerungen.
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    Soweit mal einige Gedanken von meiner Seite. Ich bin gespannt auf die Erfahrungen und Tipps anderer Mitglieder. 🙂
    Andreas

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    1. LandEi schreibt:

      Zu dem Vorschlag der Heizungssteuerung ist vielleicht eine Smarthome-Anlage oder ein besser ein Router zu überlegen. Ich steuere zusätzlich den Betrieb von Drucker, Server, Switches, etc. mit dieser Anlage. Betrete ich das Büro schaltet die Smarthome Anlage die Geräte ein. Zu Ende der Geschäftszeiten werden die Geräte automatisch ausgeschalte. Dies spart Energie und Kosten in der Nacht. Wer vergießt nicht schon mal den Drucker, Kopierer oder Kaffeemaschinen auszuschalten? Zusätzlich lässt sich die Anlage als Alarmanlage gebrauchen. Gestartet hatte ich übrigens vor Jahren mit Zeitschaltuhren. Dies lässt sich ab 10 Euro pro Gerät realisieren. Steckerleisten mit Überspannungsschutz für den PC sorgen dafür, dass dieser über Nacht keine standby Energie verbraucht. Der Kaufimpuls zur Smarthome-Anlage kam von einem Artikel des Fraunhofer Institutes, der ausführte das mit solchen Anlagen 25 % der Heizkosten in einem Altbau eingespart werden können. Einen Spareffekt konnte ich neben dem Konform der Automatisierung feststellen.

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      1. Andreas Lutz schreibt:

        Hi, was ist? Das für ein Router? Kannst du einen Link zu dem Artikel posten? Danke!

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        1. LandEi schreibt:

          Hallo Andreas, die AVM Router unterstützen zum Teil Smarthome Funktionalität. Allerdings habe ich vergessen, zu schreiben, dass meine Smarthome Anlage (ehemals RWE) die Heizung automatisch beim Lüften (Fenster öffnen) ausschaltet. Beim Fenster schließen wieder einschaltet. Damit kann man dann bis zu 25 % Einsparung erreichen. Messen ist bei mir auf über 500 Höhenmeter schwierig. Eine kalte Woche unter -10 Grad sorgt für einen starken Anstieg der Heizkosten. Dafür waren die letzten fünf Winter zu unterschiedlich und zum Teil sehr mild. Wie die Programmierungsmöglichkeiten von AVM sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Als Softwareentwickler, hatte mich bewusst für ein geschlossenes System entschieden. Bei den offenen Systemen auf Linuxbasis war mir die Gefahr zu groß, dass dieses Projekte zu endlos Projekten werden. Die zwar sehr viel Spaß machen aber dennoch so viel Zeit verschlingen und vielleicht im Dauerbetrieb erstmal nicht stabile sind.
          https://avm.de/ratgeber/smart-home/heizkosten-reduzieren-mit-fritzbox-und-fritzdect-301/
          https://avm.de/ratgeber/smart-home/intelligentes-schalten/
          OpenHab war zu dem Zeitpunkt noch nicht so ausgereift:
          https://www.openhab.org/

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    2. marc fritzler schreibt:

      Ich bin seit über 30 Jahren beruflich in Sachen Nachhaltigkeit unterwegs (Autor, Berater) – zu Zeiten gestartet, als man damit kein Ruhmesblatt erhalten hat. Heute sind viele Trittbrettfahrer unterwegs.
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      Ich hatte dem VGSD schon kurz nach meinem Eintritt (2011 ff.) Vorstöße in Sachen Nachhaltigkeit gemacht – z.B. Telco. Leider aber kein Interesse bzw. Abfuhr erhalten.
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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Danke für den Link Daniel!
      Was ist denn “wirklich” ökologischer Strom?
      Was unterscheidet Triodos Bank von zB der GWS Bank?

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      1. Daniel Held schreibt:

        Hallo Andreas,

        bei vielen Anbietern bekommt man Ökostrom, doch nur die wenigsten setzen zu 100 % auf erneuerbare Energien und finanzieren nicht noch umweltschädliche Stromerzeugung. Siehe hier: https://utopia.de/ratgeber/oekostrom-tarife-vergleich/

        Und die Triodos Bank ist wie die GLS Bank (ich nehme an, du meinst die) eine der empfehlenswerten grünen Banken, wobei ich die GLS Bank gefressen habe, seitdem ich selbst dort Kunde war und die sich dreist verhalten haben. Aber im Prinzip sind die wie die UmweltBank und die EthikBank auf dem gleichen Level.

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  4. LandEi schreibt:

    Zur Müllvermeidung wer z. B. sein Dienstrad regelmäßig schmiert, kann Kosten sparen, wenn er das ÖL in 5 L Kanister kauft. Es gibt Druckluftdosen zum selbst befüllen, diese werden mit der Fahrradpumpe aufgepumpt. Schont nicht nur die Umwelt, sondern deutlich den Geldbeutel. Bei den Einwegdosen wird immer ein Teil Öl mit weggeworfen. Ob man nun ein WD40 Öl oder ein BIO Öl verwendet ist dabei unerheblich, die Ressourcenverschwendung bleibt gleich. So viel als Hobby Mountainbiker dazu.
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    Ich verwende ein Putz- und Reinigungsmittel aus der Roten Bete. Einen bessern Metal- und Kalkreiniger kenne ich bislang nicht (https://www.beeta.eu/). Die entsprechenden Reiniger verdünne ich selbst bei mir, spart wiederum Transportkosten und Verpackung.

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  5. LandEi schreibt:

    Eine kleine Maßnahme ist mir beim Morgenkaffee noch eingefallen. Getrockneter Kaffeesatz ist ein ausgezeichneter Pflanzendünger. Für Leute auf dem Land eine sehr wertvolle Komponente für den Komposthaufen. Gleiches gilt für Tee. Andere Speisereste gehören in die Biotonne. Der Schaden und die Kosten durch angelockte Nagetiere ist nicht zu unterschätzen. Im Falle von Unternehmern ist zu prüfen in wieweit, man sich mit einem nicht sachgemäßen Komposthaufen schadensersatzpflichtig macht oder mit einem Ordnungsgeld rechnen muss.

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    1. Daniel Roß schreibt:

      Verstehe ich das richtig, nur Kaffeesatz und die Reste vom Teekochen sollen auf den Kompost? Also keine Kartoffelschalen, kein Grün von Karotten, Schalen von Obst und anderem Gemüse?

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      1. LandEi schreibt:

        Hallo Daniel, Kaffeesatz ist schon fast zu schade für den Kompost. Getrocknet wirklich ein guter Blumendünger. Was Du aufzählst, ist für den Kompost alles ok. Wichtig ist nichts tierisches (kein Fleisch, Knochen, Milch, Sahne etc.) weil, dass die Nager stark anzieht. Gleiches gilt für gekochte Speisereste. Ich nehme mal an, im Bürobetrieb wird Kaffee und Tee der größte Biomüll sein. Einige Tips zum Garten habe ich mir bei den Permakulturen abgeschaut, wir verlassen den Fokus des Geschäfts.

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  6. Daniel Roß schreibt:

    51% aller weltweit ausgestoßenen Treibhausgase werden von der Nutztierhaltung verursacht (https://www.simply-live-consciously.com/deutsch/ernährung-umwelt/51-der-treibhausgase/).

    Das zeigt, dass die bisher im Fokus stehenden Massnahmen zwar nicht unsinnig sind, aber dennoch viel zu wenig, um den Klimawandel zu stoppen oder gar rückgängig zu machen.

    Der Fokus muss ganz klar auf dem Verzicht von tierischen Produkten liegen. Wir brauchen eine Landwirtschaft, die vielmehr Obst, Gemüse und Getreide für den direkten menschlichen Verzehr produziert, und das möglichst ohne künstlichen Dünger.

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    1. LandEi schreibt:

      Bio Landwirtschaft erzeugt im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft mehr CO2. Es ist zum Teil durch den intensiven Einsatz von Maschinen und Menschen begründet. Auch hier schafft IT/KI neue Möglichkeiten im Pflanzenschutz und in der intelligenten Bearbeitung von Feldern. Was Gewässerschutz und Artenschutz angeht, ist natürlich Bio Landwirtschaft besser. Jedoch sind die Ernteausfälle mit den entsprechenden Kosten auf die Endprodukte und Sozialsysteme zu berücksichtigen. Da ich direkt an konventionellen Äckern wohne, wir hatten Hasen, Buntspechte, Eichelhähr, Goldammern, Amseln, Falken, Rehe, Wildbienen etc.. Ich bin bei Leibe kein Freund der hoch subventionierten Landwirtschaft, doch unsere Landwirte sind von Brüssel so abhängig wie ein Junkie von seinem Dealer. Meine Verwandten müssen jährlich teuere Lehrgänge zum Pflanzschutz machen und werden dabei streng überwacht und ggf. sanktioniert. Wer im VGSD muss sich jährlich teuer in seinem Geschäftsfeld neu zertifizieren? Ich finde es zu einfach den Schwarzen Peter nur einer Gruppe zu zuschieben. Nachhaltig ist meiner Meinung nach Aufgabe jeder Gruppe, egal wie vorbildlich sie lebt. Die Zukunft der Landwirtschaft liegt nicht im Bauern Bashing. Was Bauern derzeit an Anfeindungen aushalten müssen ist nicht mehr mit Umweltschutz zu rechtfertigen! Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

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    2. Nils schreibt:

      Es ist nicht einmal nötig auf Fleisch oder Milchprodukte zu verzichten, wenn man bereit ist mehr auszugeben für artgerechte Produkte, bei Rindern wäre das z.B. Weidehaltung. Es ist nur leider so dass die Anreize in der Landwirtschaft völlig falsch sind, Monokulturen aus subventioniertem Getreide sind halt billiger.

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      1. LandEi schreibt:

        Spezifischer gesagt Futtermais oder Mais für Biogas finde ich kritischer. Die Bodenerosion wird dadurch gefördert. Eine alte Technik, die meine Großväter schon verwendet haben, ist mehr Klee beizufüttern. Dies reduziert den Methanausstoß von Rindern enorm. Wir verlassen den Pfad des Büros.

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          1. LandEi schreibt:

            Die Farmer in Neuseeland waren viel freier und optimistischer in den Gesprächen. Neuseeland als Agrarland hat die Subventionen für die Landwirtschaft abgeschafft. Das sich Bauern vom Staat wie wir bei der Scheinselbstständigkeit gegängelt fühlen kann ich gut nachvollziehen. Freie unabhängige Unternehmen sind sie jedoch in Europa meiner Meinung nach nicht mehr.

  7. Markus schreibt:

    Laptop und PC gebraucht kaufen, gute Erfahrungen habe ich mit diesem Anbieter gemacht:
    https://www.greenpanda.de/

    Reparieren statt neu kaufen (z.B. PC, Drucker, Smartphone etc.).
    In Skandinavieln wird dies politisch aktiv unterstützt/subventioniert.

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    2. Melanie Hundacker schreibt:

      Lieber MArkus,… Du glaubst gar nicht wie Du mir hilfst… Klasse… ich habe ewig nach zertifizierten Laptops gesucht, doch das ist ja auch eine tollel Möglichkeit… schaue ich mir gleich mal an, denn für einen Neuen Mitarbeiter benötige ich ein neues/gebrauchts Laptop.
      DANKE sehr.

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  8. Bernd Wachsmann schreibt:

    Ich würde mir mehr Tipps zum Umweltschutz wünschen und weniger zum ominösen ‚Klimaschutz‘.
    Die CO2-Mär ist ja jetzt schon kaum noch zu halten außer mit massiver Propaganda der Klima-Alarmisten und Unterdrückung der Klima-Realisten.
    Direkter und aktiver Umweltschutz, den ich aktiv betreiben kann, ist mir wichtiger als so zu tun als hätte CO2 relevanten Einfluss auf das Klima.

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    1. Thomas Höbermann schreibt:

      Lieber Herr Wachsmann,
      „Unterdrückung der Klima-Realisten“? Wer sollen die denn sein? Die Argumentationen der ‚Klima-Realisten‘ von z.B. EIKE sind oft schon von Laien mit wenig Recherche zu widerlegen.
      Und wieso vertraut man ausgerechnet den ‚Realisten‘, die eigentlich Lobbyisten von Kozernen wie ExxonMobil sind? Hinterfragen sie doch mal die Geldflüsse und Verquickungen.

      Ich bin immer wieder erstaunt, wieso intelligente Menschen unbedingt einen Unterschied zwischen Klima- und Umweltschutz machen wollen. Wieso wettert man gegen Klimaschutz, obwohl man Wert auf Umweltschutz legt?
      Selbst wenn man ganz dicke Fragezeichen zum Klimawandel hat, ist doch alles, was die „Klima-Alarmisten“ fordern aus ökologischer Sicht schon längst überfällig. CO2 einzusparen bedeutet fossile Brennstoffe einzusparen. Mit Fracking, Teersand und Tiefseebohrung wird die Öko-Bilanz (schon ganz ohne den Klimaaspekt) immer katastrophaler.
      Wenn Sie ensthaft aktiven Umweltschutz betreiben wollen, können Sie CO2 nicht ignorieren!

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  10. Thomas Blüm schreibt:

    Seit dem Besuch eines Vortrages von Simon Kraft (Web Entwickler und aktives Mitglied der WordPress Community) habe ich meine Webseite auf geringsten CO2-Ausstoß optimiert. Dabei geht es nicht nur um den Energieverbrauch für den Betrieb der Webseite (viele Hoster nutzen CO2-neutrale Rechenzentren, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden), sondern um den Energieverbrauch und damit den CO2-Ausstoß, den die Besucher mit den Seitenaufrufen verursachen. Das lässt sich vor allem über die Performance der Webseite erreichen, was sich auch wieder auf das SEO-Ranking auswirkt.

    Nehmen wir als konkretes Beispiel mal die Webseite der Grünen: Laut websitecarbon.com erzeugt ein einziger Aufruf der Startseite 5,35 Gramm CO2 (gemessen am 07.11.2019). Bei angenommenen 100.000 Pageviews pro Monat macht das satte 6,4 Tonnen CO2 im Jahr. Für eine einzelne Webseite!

    Ich hab dazu einen kleinen Artikel geschrieben und auch zu Simon Kraft verlinkt:
    https://tb-webconsulting.de/weniger-co2-ausstoss-nach-redesign/
    https://tb-webconsulting.de/leistungen/gruenes-webdesign/

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    2. Martin schreibt:

      Hallo Thomas,

      wirklich interessant!

      Natürlich für den Test die Website der GRÜNEN heran zu ziehen, ist „ideal“. Aber wenn schon, dann Vergleichswerte nutzen und diese am gleichen Tag messen:

      GRUENE: 5.40g of CO2
      AfD: 4.29g of CO2
      CDU: 1.75g of CO2
      SPD: 1.52g of CO2
      FDP: 1.56g of CO2

      Meine eigene Website (im Umbau) fällt da übrigens völlig durch. Vermutlich, weil ich drei Filme auf Startseite und drei Unterseiten mitsamt Player verlinkt habe.

      Grüße, Martin

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  11. Tanja schreibt:

    Zu den Themen „man kann Reisen auch durch virtuelle Meetings ersetzen“ oder „es gibt ITK / KI Lösungen“ …. tatsächlich macht ITK 2 Prozent des globalen CO2 Ausstoß aus. Das entspricht dem Wert für den globalen Flugverkehr. Mein Tipp: Weniger bzw. bewusster streamen. Nicht in HD oder gar Ultra HD streamen. Nicht jedes YouTube Video teilen und schauen. Als Suchmaschine mal Ecosia statt Google nutzen. Die nutzen ihre Einnahmen zu 80 Prozent zum Pflanzen von Bäumen. 60 Mio Stück zum Sommer 2019. Eigene Webseiten überprüfen: Mit vielen Bilder und Videos erhöhe ich auch an dieser Stelle den CO2 Ausstoß.

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    2. Nils schreibt:

      Und uBlock Origin verwenden. Damit spart man den kompletten Werbemüll und die zugehörigen Assets, Scripte und Tracker.

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  12. Wolfgang schreibt:

    Interessanterweise wird Umweltschutz heutzutage meist auf Klimaschutz reduziert und nur CO2 als Kennzahl verwendet.
    Die direkte Zerstörung von Lebensräumen durch Landwirtschaft und Fischerei hat neben der reinen CO2-Bilanz aber auch ein enormes Gewicht. Wir können durch unser Konsumverhalten hier mehr tun als in anderen Bereichen, da viele Menschen aufgrund ihrer Situation auf bestimmte klimaschädliche Verhaltensweisen angewiesen sind, ein paar Mal die Woche Gemüse zu essen tut dagegen niemanden wirklich weh. Ein Komplettverzicht ist gar nicht nötig.

    Wie wir als Selbstständige das fördern können weiß ich leider auch nicht so ganz. Wer einen Betrieb hat kann vielleicht über diese Themen informieren, aber letztendlich ist es dann doch die Sache jedes einzelnen.

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  13. Gabi Hoppach schreibt:

    Guten Tag allerseits,
    gerade wenn ich ans Surfen denke denke ich auch daran wie viel Strom wir dadurch verbrauchen und es wird immer mehr. Durch einen Bericht wurde mir das so bewusst.
    Daher ist es schon ganz irre auf der einen Seite die Klimaschutzdemos digital zu organisieren und auf der anderen Seite zu schädigen. Wir kommen nicht daran vorbei für und nicht gegen sparsame fair gewonnene und umweltschonende Energieformen zu sein. Mehr AKWs zu bauen ist für mich nicht sinnvoll da wir auch damit ein strahlendes Müllproblem der nachfolgenden Welt überlassen!
    Wer eigenen Strom erzeugen kann sollte das tun. Völlig verlogen und fustrierend fand ich das man die Solarwirtschaftfabriken in der BRD alleine hat stehen lassen. Dann machte die chinesische Staatspolitik den großen Wendehals und sponserte plötzlich Solarstrom so wie es sein sollte! Bei uns in Deutschland gab es nur eine Tritt in den „Allerwertesten“. Viele Solar-Firmen mussten Konkurs anmelden, denn sie konnten rein preislich nicht mehr mithalten. Nur ein Beispiel wie man Selbständige und nachhaltig wirtschaftende mittelständische Unternehmen kaputt machen kann.
    Vergesst bitte auch nicht das früher der AKW-Strom massiv gesponsert wurde, ansonsten wäre der Strompreis nie so niedrig gewesen. Die „Nebenkosten“ wurden nicht eingepreist. Aber heute will die Politik davon nichts mehr wissen. Mit zweierlei Maß gemessen sagt man wohl.
    Ein weiteres fällt mir ein: Es gibt Fairphones wie das von der SHIFT GmbH aus Wabern, Falkenberg in Hessen. Ein Beispiel wie man nachhaltig und faire Kontrollen unterstützen kann, wenn es auch schwierig wird.
    Mir fällt ein: Konzerne müssen endlich Ihre Steuern bezahlen so wie wir.
    Der Verbraucher muss parallel bereit sein für gute Qualität und Fairness für alle Produkte ob Lebensmittel, Energie, Urlaub usw. einen entsprechenden Preis zahlen zu wollen! Und das sage ich die wirklich nicht viel hat und auch nicht viel benötigt. Den Weg gehe ich schon seit 1980. Letztendlich können wir alle hier und jetzt selbst was machen! Die Beispiele wurden oben ja schon erwähnt. Es sollte um Lebensqualität und nicht um aufressenden Luxus gehen.

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    1. LandEi schreibt:

      Das neue Fairphone soll nun länger Android Updates bieten. In Bezug auf DSGVO und Cybersecurity ein sehr wichtiger Punkt. Die neuen Prüfmethoden orientieren sich am BSI IT-Grundschutz. In der DSGVO gibt es die indirekte Verpflichtung, seine Systeme aktuell zuhalten. Was das in der Praxis konkret heißt, ist mir nicht bekannt. Die Ankündigung des neuen Fairphones kam für meine Kaufentscheidung zu spät. Ein Bekannter hatte Probleme, Ersatzteile für ein älteres Model zu bekommen. Der Ansatz der Komponenten finde ich jedoch genial.
      .
      Vielleicht sollte der VGSD darauf drängen, das Hersteller in der EU immer ein Modell anbieten müssen wo der Kunde selbst den Akku, den Speicher und die Festplatte (Flashspeicher) wechseln kann. Bei modernen Notebooks wird der RAM verlötet, Festplatte und Akku sind verklebt. Gerade im Profibereich wird man so stark vom Hersteller abhängig (ähnlich wie beim Auto).
      https://www.heise.de/newsticker/meldung/DSGVO-Datenschuetzer-einigen-sich-auf-einheitliche-Pruefmethode-4587205.html

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  14. Leander Vierheilig schreibt:

    Guten Tag zusammen!
    Ein interessantes Thema… ich will ein paar kleine Sachen aufzählen, die ich teilweise schon seit Jahren mache:
    – Kaffeefilter aus Baumwolle: der Satz kommt auf den Kompost, der Filter wird kurz ausgewaschen.
    – Mülltrennung ist eh klar. Fehldrucke, Briefe, etc. die eine freie Rückseite haben werden zu Schmierpapier verarbeitet – so brauche ich keine Notizzettel o.ä. zu kaufen
    – Sämtliche Papier-Büroausstattung (Kuverts usw.) kommen von http://www.direktrecycling.net
    – Kopierpapier mit 75 g/m², meines ist von Navigator; funktioniert 100%ig
    – Tintenpatronen etc. wo es geht zum Nachfüllen. Wer in der Trainingsbranche ist kann sich so einmal einen Satz von Neuland anschaffen. Die sind nicht nur nachfüllbar, da kann sogar die Spitze getauscht werden – damit hält der Stift quasi lebenslang.
    – Zum Versand-Wahnsinn: vieles der Standardprodukte gibt es auch beim örtlichen Händler oder bei dem in der nächsten Stadt – und das gar nicht mal unbedingt teurer. Mit etwas Alltags-Planung kann man auch dort en-bloc einkaufen.
    – Privat- und Geschäftskonto bei der Triodos Bank
    – Surface o.ä. als Rechner. Leistungsstark genug für alle Arbeiten und ein zusätzliches Tablet wird damit überflüssig (sofern „man“ das überhaupt braucht). Zur übersichtlichen Arbeit zuhause habe ich einen Monitor, der mir im Falle eines Falles auch als Fernseher dient – einen separaten TV besitze ich nicht.
    – Meine Büroausstattung besteht ausschließlich eines neuen Regals aus Möbeln, die ich bei eBay-Kleinanzeigen günstig erworben habe. Da werden häufig so viele quasi neuwertigen Produkte abgegeben, dass das kein Mensch merkt, der zu mir kommt.
    – und bestimmt lässt sich diese Liste noch durch das ein oder andere erweitern…

    Viele Spaß in Helsinki. Ich bin gespannt, was es dort zu erleben gab.
    Grüße aus der Rhön
    Leander

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    1. LandEi schreibt:

      Ein Fachhändler gleich um die Ecke hat viele Vorteile gegenüber einen anonymen Versandhandel. Der CO2 Footprint ist aber nicht immer günstiger. Ich selbst habe zwischen 80-100 km zum nächsten professionellen Bürobedarf. Ich versuche kleine Einkäufe (Bestellungen) sowie Retouren generell zu vermeiden. Ist jedoch für die meisten Landeier nichts Neues, sie sind damit schon seit Jahrzehnten aufgewachsen. Es ist jedoch ein Druckschluss, dass der Einzelhandel weniger CO2 Emissionen als der Versandhandel verursacht. Quarks (WDR) hatte es mal an einen Schuhkauf mit Retoure bis 20 km Radius dargestellt. https://www.quarks.de/umwelt/online-shopping-klimafreundlicher-als-einkauf-im-geschaeft/

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  15. Gabriele schreibt:

    Das Entscheidende ist wirklich, dass jeder erstmal im eigenen Haus kehrt. Ich habe dieses Jahr folgendes umgesetzt:
    – jetzt im Winter dicke Gardinen vor dem Fenster angeschafft, vor allem nachts genutzt,
    – die Reduktion meines Plastikmülls, indem ich beim Einkaufen Plastik in jeglicher Form weitestgehend vermeide und mit meinen eigenen Behältern einkaufe, z.B. auch Kaffee unterwegs
    – alle Lampen auf LED umgestellt
    – Konsum reduziert,
    – Gebrauchtmöbel angeschafft,
    – Heißwassersparen durch Spararmaturen,
    – zwar kein Austausch der Heizungsarmatur, aber konstantes manuelles Nachregeln.
    – Verlegung meines Schreibtisches für den Winter in den Praxisraum, da ich diesen für meine Patienten warm halten muss.

    – Ein Auto habe ich seit 10 Jahren nicht mehr. Inzwischen wäre es für mich eine Strafe, ein Auto zu besitzen.
    – Ich laufe, fahre mit dem Fahrrad oder benutze den ÖPNV, 2-3 mal im Jahr den Berlkönig (spät abends).

    Ich hätte nichts dagegen, wenn es weniger Autos in der Stadt gäbe, wenn es z.B. innerhalb des S-Bahnringes (Berlin) ein Autoverbot für individuelle Privatfahrzeuge gäbe. Das Leben wäre um einiges schöner! Es muss sich jeder mal überlegen, ob er selbst, seine Zeit, sein Komfort so wichtig ist, dass er sich der Umwelt und seinen Mitmenschen dermaßen zumutet (Rohstoffe, Luft, Lärm, CO2, Verschandelung des Straßenraums, Unfallgefahr, Belästigung). Keine Frage der Wirtschaftlichkeit draus machen, sondern eine Einstellungsfrage.

    – Ausgleich meiner (seltenen) Flüge ins Ausland durch Spenden an das Amazonas-Projekt von Misereor.de.
    – Natürlich Ökostrom und Webhoster, der Ökostrom benutzt.
    – Meine Webseite verbraucht gemäß des Rechners 3 kg CO2 im Jahr. Daher darf sie ihre Bilder behalten.

    – Mein persönlicher CO2-Fußabdruck liegt bei 7,5 t geschäftlich und privat. Diesen will ich insgesamt ab dem nächsten Jahr ebenfalls mit 40 € pro t/Jahr bei misereor ausgleichen.
    – Für meinen Balkon werde ich mir im nächsten Jahr ein Solarpanel anschaffen, das zumindest von 9 – 14 Uhr, solange die Sonne darauf steht, Strom erzeugen kann.

    Ich halte immer sehr viel von dem Dreischritt:
    – Erst bei sich selbst alles in Ordnung bringen, damit man dabei Erfahrungen sammelt, weiß, wovon man redet und authentisch wird.
    – Dann in der unmittelbaren Umgebung drüber reden und Einfluss ausüben: Arbeitsplatz, Dienstleister, Einkauf, Gemeinde, Stadt, wo man am ehesten gehört wird.
    – Danach im größeren Rahmen sich engagieren.

    Ich empfehle das Lesen oder Hören (Audible) der Umweltenzyklika Laudato Si von Papst Franziskus.

    Niemand muss auf das Klimapaket der Bundesregierung warten, jeder kann schon jetzt in eigener Initiative sein eigenes Klimapaket schnüren. Man kann es auch so sehen und handhaben: Je weniger die Bundesregierung regelt, umso mehr kann man selbst entscheiden, wo man seinen unvermeidlichen und angemessenen „Klima-Ablass“ hin überweist, wo er nach der eigenen Überzeugung hingehört. Wir sind doch keine Kleinkinder mehr, der Mutti alles sagen muss.

    P.S. Aus Umweltschutzgründen erspare ich mir das Gen*dering.
    Ach so, und ich bin nicht aus der Greta-Generation, sondern 60 Jahre alt.

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    2. Alban schreibt:

      Hi Gabriele,

      gute Liste, Danke dafür!

      Ich glaube, dass jeder dorthin kommen sollte. Da eine zu krasse (auf einmal-)Umstellung zu sehr wehtut, benötigt die Gesellschaft als Ganzes kleine Schritte oder den Zwang von außen…

      Zu „…wenn es weniger Autos in der Stadt gäbe…“: Was mir in der Politik fehlt, sind Visionen. Wenn man ein fernes Ziel setzt, kann sich jeder darauf einstellen. Beispiel: Autofreie Innenstädte ab 2050. Das gibt viel Zeit für ein neues, richtiges ÖPNV-Netz, neue Technologien und Konzepte, mit denen die heutigen Kinder groß werden, sich also gar nicht umstellen müssten.

      Wenn ich jedoch 5€ pro Liter Benzin fordere, schlagen alle sofort Alarm, weil sie sich ad hoc nicht vorstellen können, alles bis 10km mit dem Fahrrad und darüber hinaus mit ÖPNV zu fahren… (Auch die Grünen wollen beim übernächsten Mal 2025 wieder gewählt werden, wenn sie ab 2021 in der Regierung sitzen sollten.)

      Bis dahin benötigen wir eine langsam aber kontinuierlich steigende Besteuerung, eine City-Maut u.ä., um CarSharing, Bus&Bahn etc. auszubauen.

      Warum nicht eine CO2-Steuer prozentual vom Einkommen?
      Warum nicht per Kilometerpauschale einen „Freibetrag“ für den Arbeitsweg und eine kleine private Pauschale, weil unerlässlich, aber darüber hinaus exponenzial steigende Gebühren?
      Warum nicht Boni für ein Nachbarschaftsauto und ähnliche, reduzierende Ideen?

      Dann will (!) 2050 gar keiner mehr ein Auto in die Stadt nutzen, weil es zig mal so teuer und viel zu unbequem geworden ist (Keine Parkhäuser mehr, lange Fußwege vom Parkplatz in die Fußgängerzone, usw.) …

      In Dortmund wird keine neue U-Bahn mehr gebaut, weil die Stadt kein Geld hat 🙁 Aber anstatt eine von zwei Straßen-Spuren für PKW zu sperren und alle 5 Min. einen Linienbus fahren zu lassen, bauen wir immer neue Parkhäuser. Neben dem Stadion ist für einen Parkplatz ein Freibad fast verschwunden – eine risiege Liegewiese ist platt gemacht worden – aber ein ordentliches ÖPNV-Konzept für 80000 Besucher gibt es immer noch nicht.

      Wir sind nach der Ölkrise von der Lobby aufs Auto erzogen worden – das könnte auch andersherum klappen.

      Uns viel Erfolg,

      Alban

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  16. David Fesser schreibt:

    Hallo, gute Sache, will ich doch msl (ganz kurz gehalten), meine 2 Cent beisteuern.

    Mein ganz große Punkt ist: selber machen, reparieren, gebraucht kaufen.
    Auch wenn dann nicht alles vorsteuerabzugsfähig ist, völlig egal, die eingesparten Kosten holen das locker wieder raus:

    Beispiel?
    Mein Geschäftswagen ist über 20 Jahre alt. Mal davon abgesehen, dass daran, wenn dann mal ne Kleinigkeit, kaputt geht, kostet das Auto weniger Steuer und Versicherung, als es mir in Sachen Fahrtkosten, die ich beim Kunden abrechnen kann, einbringt.
    Und ich habe keine monatlichen Kosten durch leasing o.ä.
    Das selbe gilt z.B. für Drucker, Computer usw.
    Die Haltung, neu zu kaufen um steuerliche Vorteile ausnutzen zu können, gehört gründlich überdacht, evtl sogar das Steuersystem. Nachhaltiges handeln sollte mehr belohnt werden.
    Zeit und Ressourcen, die eine kleine Firma oder ein ein Mann Betrieb in z.B. Reparaturen steckt, In Form von Steuervorteilen nutzbar zu machen währe imho ein guter Ansatz.

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  17. Bärbel Gerhardt schreibt:

    Hallo zusammen,
    schöne Initiative. Ich lebe auf dem Land, habe mich aber bewusst gegen ein Auto entschieden. Im Umkreis von ca. 30km erledige ich alles mit dem Fahrrad (ich wohne im Schwarzwald). Geschäftsreisen innerdeutsch erfolgen grundsätzlich nur mit der Bahn, Verpflegung dann entweder selbst mitgebracht und in Wachstuch verpackt oder so, dass Müll so gut wie möglich vermieden wird. Obwohl ich begeistere Kaffeetrinkerin bin, verzichte ich unterwegs darauf, wenn es nur Pappbecher gibt (für einen Kaffeebecher ist neben meiner Wasserflasche leider meist kein Platz mehr). Außerdem mache ich viele Dinge selber (Putzmittel, Spüllappen, Kosmetik….).

    Im Büro verwende ich ausschließlich Recyclingpapier und verzichte auf Ausdrucke soweit möglich. Kundenpräsentationen erfolgen am Laptop und werden elektronisch zur Verfügung gestellt. Tonerkartuschen schicke ich an den Hersteller zurück. Ökostrom, Bürobedarf vom Händler vor Ort, so plastikfrei wie möglich. Bei Kunden versuche ich immer darauf einzuwirken, umweltfreundlicher zu agieren (bspw. Umstellung von Mitarbeiterzeitschriften auf Recyclingpapier etc., Geschenke für Mitarbeiter sind nachhaltiger als früher).

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  18. Nils schreibt:

    Ich mache recht wenig, es sei denn es gibt einen konkreten Anreiz.
    * Ich fahre mit der Bahn, der Grund dafür ist aber vor allem dass ich nicht gerne Auto fahre und fliegen generell eine Zumutung ist (zudem ist die Bahn günstiger).
    * Meine Server stehen bei einem Unternehmen das (bis auf den Notstrom) auf Ökostrom setzt – aber nur weil dieser Anbieter auch besser ist.
    * Mein Stromanbieter behauptet auch 100% Ökostrom (natürlich ist das technisch nicht möglich), ist aber auch der Günstigste.
    * Strecken bis 2km gehe ich meistens zu Fuß, weil ich die Bewegung brauche.

    In der IT gibt es denke ich noch etliche Win-Win Situationen wenn man sich etwas um die Performanceoptimierung kümmert. In manchen Projekten war ich in der Lage sehr viel raus zu holen durch recht einfache Dinge die man ansonsten mit mehr Hardware erschlagen hätte. Das hat denke ich einen größeren Einfluss.
    Von Verzicht und Verboten halte ich nicht viel.

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  19. Freidenker schreibt:

    Die Umwelt schützen ist ja schön und gut. Aber, dass das irgendwas mit Klima zu tun hat, entbehrt jeder Wirklichkeit.
    1) zum Begriff Klimaschutz. Das Klima kann man nicht schützen. Das Klima ändert sich seit Bestehen der Erde und es wird sich auch weiterhin ändern, mit oder ohne Mensch.
    2) Deutschland hat einen Anteil CO2 Ausstoß von 2%. Selbst wenn wir alle mit Faustkeil in eine Höhle ziehen würden, hätte das weltweit praktisch keine Auswirkungen.
    3) Der CO2 Anteil in der Atmosphäre beträgt ganze 0,038%
    4) Es gibt keinen Zusammenhang zwischen CO2 und Erderwärmung in den letzten 1000 Jahren (höchsten 10%).
    5) Einen Treibhauseffekt gibt es ebenfalls nicht, weil die Erde nicht in einer Glaskugel schwebt und Gase niemals eine Abdichtungsfunktion (wie Glas) haben können.
    Bevor wir uns immer neue Steuern aufdrücken lassen, sollten wir als mündige Bürger die Fakten prüfen.
    Wer mehr wissen will sucht nach Oliver Janich im Netz.

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      1. Freidenker schreibt:

        Es geht nicht um blindes Vertrauen oder um Andere für denken zu lassen, sondern darum dass mit seinem eigenen Verstand sachliche Argumente abgwägt.
        Eine Artikel in Wikipedia zu finden ist noch keine Auseinandersetzung mit dem Thema.
        Wobei jedem auffallen sollte, dass der Artikel in Wikipedia eine offensichtliche Diffamierung der Person Janichs ist. Man will eben keinen freien Journalismus.

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    2. oskar schreibt:

      Die Mehrheit der weltweiten Experten (Wissenschaftler) ist anderer Meinung. Meine persönlichen Beobachtungen in der Natur, bestätigen die Aussagen von Scientities for Future. Landwirte bauen bei uns verstärkt Wintergetreide ein. Winzer experimentieren mit französischen und italischen Rebsorten. Wir haben nur eine Welt und viele der hier genannten kleinen praktischen Beispiel nutzen nicht nur der Natur sondern senken Kosten. Vielen Dank für Eure Tipps..
      https://www.scientists4future.org/

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  20. Tobias Mittmann schreibt:

    Also ich habe mich seit einer Weile dazu entschieden, wenn ich Rechnungen stelle 1% des Netto-Betrages zu spenden (In meinem Fall Primaklima e.V.).

    Das ist ein Betrag, der tut pro Rechnung bzw. pro Monat nicht weiter weh. Bei guten Kunden kann ich dann am Ende des Jahres auch eine Karte schrieben im Sinne von „Vielen Dank für die Zusammenarbeit im Jahr 2019. Zusammen konnten wir dieses Jahr xyz€ für den Klimaschutz generieren“ (:

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    1. Melanie Hundacker schreibt:

      Hi tobias, das ist toll… kommunizierst du das auch an Deine Kunden zuvor? Wie sieht dann so eine Rechnung aus?
      Was muss man steuerlich beachten?
      Freue mich, wenn Du ein paar tipps gibt zum „Wie setzte ich das um!“
      DANKE

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  21. Annette Krop-Benesch schreibt:

    Ein noch recht unbekannter, aber wichtiger und oft ganz einfacher Beitrag zum Umweltschutz ist ein vernünftiger Umgang mit Licht. Dabei denken wir zumeist an energieeffiziente Lampen, aber es gibt noch viel mehr Aspekte. Jedes Licht bei Nacht verändert den Lebensraum und stellt so eine Umweltbelastung dar. Energieffiziente LEDs haben zudem einen hohen Blauanteil und damit nach heutigem Wissen einen besonders negativen Einfluss auf die meisten Organismen. Beispielsweise ziehen sie viele Insekten an. Licht stört auch den Schlaf vieler Tiere und die meisten Fledermausarten vermeiden beleuchtete Bereiche. Übermässige Beleuchtung stört auch den Schlaf vieler Menschen.

    Daher folgende Tipps:
    – Gut überlegen, wo beleuchtet werden muss. Fassadenbeleuchtung kann schön sein, aber niemals umweltfreundlich.
    – Nachts abschalten. Ein Hof oder Parkplatz muss nicht beleuchtet werden, wenn niemand da ist und auch die Werbebeleuchtung muss nicht die ganze Nacht an sein. Außenbeleuchtung schützt auch nicht vor Einbrechern, das wurde inzwischen durch mehrere Untersuchungen und Polizeistatistiken bewiesen. Das Licht ist mitunter über Kilometer zu sehen und kann dort noch Anwohner belästigen.
    – Nur so hell beleuchten wie nötig. Wir brauchen 2 Lux, um Hindernisse zu erkennen, jede zusätzliche Helligkeit kostet Strom ohne dass wir besser sehen. Stattdessen werden Dunkelräume erzeugt, die ein Sicherheitsproblem darstellen. Helle Werbeschilder können zudem Autofahrer blenden.
    – Beleuchtung immer von oben, nie in den Himmel. Das spart auch Strom.
    – Nur dort beleuchten, wo es nötig ist, nicht den benachbarten Wald/Garten/Wiese und schon gar nicht das Schlafzimmer des Nachbarn
    – Warmweiß beleuchten, am Besten 2700 Kelvin oder weniger. Das verbraucht zwar ein ganz kleines bisschen mehr Strom, zieht aber weniger Insekten an und hat allgemein weniger schädlichen Umwelteinfluss, beispielsweise auf den Hormonhaushalt vieler Tiere.

    Eine Zusammenfassung der Auswirkungen nächtlicher Beleuchtung gibt es hier: http://www.nachhaltig-beleuchten.de/blog/uncategorized/schutz-der-nacht/
    Viele Infos zu Beleuchtung bietet der Sternenpark Rhön https://biosphaerenreservat-rhoen.de/handlungsempfehlung-nachhaltige-beleuchtung

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  22. Melanie Hundacker schreibt:

    Wow, toll, dass es schon so viele Kommentare gibt, ich habe nicht alle lesen können…
    -> Hat schon jemand etwas dazu geschrieben, dass es nicht zumutbar ist, eine nachhaltige Beschaffungsphilosophie umzusetzen, weil man unverhältnismäßig lange sucht, bis man nachhaltige Produkte findet.
    ->Grundsätzlich bestelle ich beim MEMO und der UMWELTDRUCKEREI, Wir kaufen nichts bei Amazon, sind bei der GLS Bank und beziehen Naturstrom. Doch nun, suchen wir nach einem neuen Laptop für einen neuen Mitarbeiter… es gibt m.M. keine Übersicht (ich habe schon Stunden danach online gesucht) aller Energiesparlaptops. Wenigstens einen Blauen Engel sollte er doch haben und bezahlbar sein. Ein TCO Laptop ist kaum finanzierbar…
    ->Zudem möchte ich mich gerne mit #Entrepreneursforfuture hier in Essen und Umgebung vernetzten… auch kein leichtes Unterfangen – neben dem Tagesgeschäft.
    ->Ganz weit entfernt sind wir von einem Nachhaltigkeitsstammtisch aller Gewerbetreibenden in Essen/Ruhrgebiet. Ich suche noch danach, da ich auch eine nachhaltige Reise ins Ruhrgebiet anbieten möchte und Mitstreiter*innen suche. Doch schockierender Weise fängt es schon bei der Hotelsuche an schwierig zu werden.
    ->Green-Meetings sind kaum umsetzbar, da der öffentliche Wille dazu fehlt. Die Stadt bietet mir keine Flächen dafür an… die wollen einfach nicht. Gute Ideen sind da, aber als Spezialist und KMU kennt man oft nicht die richtigen Wege, wie man die Idee in die Tat umsetzt, denn da ist ja auch noch das Tagesgeschäft…
    ->Es bräuchte in den Städten einen „Ideen-kümmerer“ der ein Netzwerk hat, der Ideen erst nimmt und an die richtigen Personen/Ansprechpartner*innen verweist, mit denen wir gemeinsam etwas tolles neues entstehen lassen können.

    Dies sind nur ein paar Beispiele. Natürlich mache ich dennoch weiter, doch ist da sehr viel Idealismus uns Kämpferinnen-Geist erforderlich, den hat nicht jeder und so bleiben viele tolle Ideen auf der Strecke.

    Lieber Reinhard, ich drücke die Daumen, dass Du etwas erreichst…
    Nachhaltig muss normal werden, dann würde uns viel Recherchearbeit erspart bleiben. Als nachhaltiges KMU ist man doppelt gefordert: oft kostet Nachhaltigkeit Geld und eine nachhaltige Beschaffung kostet unverhältnismäßig viel Zeit.
    Energiegeladene Grüße 🙂
    Melanie

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      2. Thomas Höbermann schreibt:

        Mensch Melanie, du hast da ja noch die alte Demo stehen. Die nächste Klima Demo ist am 29.11.

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    2. Thomas Höbermann schreibt:

      Wirklich nachhaltige Laptops gibt’s nicht mal im Ansatz. Was du immer machen kannst, ist ein gebrauchtes Business-Gerät zu kaufen. Selbst mit fünf Jahren auf dem Buckel laufen die häufig besser als neue Consumergeräte. Ich habe gerade einige Thinkpads aus 2009 mit Windows 10 ausgestattet. Die laufen damit besser, als drei Jahre alte Ramschware (die gar nicht mal billig war) und die sind für den normalen Büroeinsatz (Surfen/Email/Office) noch immer perfekt.

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  23. Thomas Höbermann schreibt:

    Stromanbieter-Wechsel
    ist das mindeste, das wirklich jeder machen sollte!
    https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-oekostrom-anbieter/
    Häufig spart man mit dem Wechsel sogar Geld. Und alle Anbieter scheinen großen Wert auf sehr guten Service zu legen. Vlt. kann der VGSD ja einen Deal mit einem der Anbieter machen. Hier könnte man zum einen Anbieterverträge vermitteln. Zum anderen bekommt man dort aber auch Informationen, wenn man selbst Strom erzeugen will. Hier dürfte es großes Win-Win-Win Potential geben.

    Beim Webhosting sind wir in D ganz gut aufgestellt. Hoster von dieser Site machen schon mal etwas richtig:
    https://www.thegreenwebfoundation.org/directory/

    Dienst-(Lasten-)fahrrad / Öffi-Ticket
    hier könnte der VGSD Infos zu den steuerlichen Vorteilen präsentieren und so dafür werben

    Auf diesen Sites kann man nachhaltige Produkte in der eigenen Umgebung finden (und sein Unternehmen mglw. selbst eintragen):
    https://zerowastemap.org/de/
    https://greenya.de/

    Der VGSD Site würde eine Rubrik ‚Energie- und Ressourcen-Spartipps gut stehen. Hier sind ja schon in kurzer Zeit schöne Punkte zusammengekommen.

    Ich biete meinen Kunden an, dass sie Elektro-Kleingeräte, Batterien und CDs/DVDs sammeln und mir mitgegebn können. So will ich verhindern, dass das Zeug den üblichen Weg in den Restmüll findet.

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  24. Oliver Zeh schreibt:

    Lieber Reinhard,
    es ist wirklich beeindruckend, wie kreativ und vielfältig agiert wird. Daraus könnte man doch ein Gesamtkonzept nach Kategorien mit den aufgeführten Einzelmaßnahmen erstellen! Wir sind ein kleines Team in der JOWECON und jeder arbeitet vom Home Office, für das ich ein Nachhaltigkeitskonzept geschrieben habe: https://jowecon.de/nachhaltigkeitskonzept-jowecon/
    Ich denke, wir können noch mehr tun und ich werde einmal schauen, was ich schon heute aus den vielen Beiträgen lernen kann.
    Viel Erfolg in Helsinki – ich freue mich auf die Ergebnisse!

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  26. A.A. schreibt:

    Ich habe einen anderen Ansatz.
    .
    Nicht die Versorgung mit Büromaterial etc. über DHL, UPS, Amazon. sondern die Menschenmaterial-Logistik.
    .
    Unter der Forderung grenzenloser Mobilität verhökern die Menschengroßhändler zum all inkl.-Preis Auftragnehmer und Leiharbeiter deutschlandweit oder gar EU-weit. Das ist völlig überflüssig. Man muss keineswegs einen Excel-Programmierer oder jemanden zur PMO-Unterstützung zum „dringenden Einsatz bei unserem Lieblingskunden“ von München oder Wien nach Berlin oder Hamburg verschieben.
    .
    Das geschieht nur deshalb, weil die Menschengroßhändler per Buzz-Word-Abgleich den Billigsten suchen – egal, wo der herkommt. Jeder Ballungsraum hat ausreichend Leute mit den benötigten Qualifikationen. Für „Endkunden“ mit Standort in ländlichen Regionen kann man in nahegelegenen Ballungsräumen suchen.
    .
    Zusätzlich wollen die Menschengroßhändler mit einem gut bestückten Menschenmaterial-Lager bei ihren Auftraggebern Eindruck schinden. Da lässt man dann nicht EINEN potenziellen Auftragnehmer „antanzen“, sondern mindestens drei – eher fünf.
    .
    Das erzeugt Kosten- UND Umweltbelastung ohne Ende. Derzeit treffen die Kosten im Fall Selbständiger weder den bestellenden „Lieblingsendkunden“ noch den Menschengroßhändler, sondern den Selbständigen.
    .
    Die Reise- und Übernachtungskosten sind jedoch nur EIN Aspekt unter den diversen Nachteilen des Menschengroßhandels.
    .
    Massive Umweltbelastung entsteht nicht nur durch die Reisetätigkeit. Bei Hotelübernachtung fallen zusätzliche Umweltbelastungen an. Das sind z.B. Reinigungs- und Desinfektionsmittel, regelmäßig frische Bettwäsche und Handtücher etc. Die Wäsche wird in schrottreifen LKWs z. B. nach Polen transportiert und kommt gewaschen zurück.
    .
    Aber nicht nur die Menschengroßhändler, sondern auch deren „Lieblingsendkunden“ tragen zu diesem Wahnsinn mit all seinen Belastungen munter bei. Nein, auch die Politiker, die verlangen ein Selbständiger solle mehrere Kunden haben, leisten dabei ihren Anteil.
    .
    Wir haben somit Umweltbelastungen, finanzielle Belastungen für Selbständige und – nicht zuletzt familiäre Belastungen durch völlig unnötige Auswärtseinsätze.
    .
    Natürlich können Selbständige einen Beitrag leisten um diesen Wahnsinn zu reduzieren:
    .
    1. Für gewünschte „Antanztermine“ nicht nur Reise- und Übernachtungskosten in Rechnung stellen, sondern auch den dafür erforderlichen Zeitaufwand. Dadurch reduziert sich dieser unsinnige „Bedarf“ damatisch.
    .
    2. Unnötige Auftragsannahme am „Ar… der Welt“ ablehnen.
    .
    3. Im Fall eines Auswärtseinsatzes die Kosten für Reisezeiten, komfortable Reise und Übernachtung in den „all inkl-Honorarsatz“ einpreisen.
    .
    Das führt dazu, dass viele Auftragsanfragen im Sand verlaufen. Somit führt es zu einer geringeren „Auslastung“ und zu einem reduzierten Umsatz.
    .
    Der Umsatz reduziert sich allerdings auch dann drastisch, wenn Selbständigen immer weniger von einem immer lausigeren „all inkl.-Honorarsatz“ bleibt.
    .
    Die Umsatzreduzierung durch Leistungszurückhaltung Selbständiger ist auf die Dauer nicht größer, als die Umsatzreduzierung durch Honorardrückerei seitens des Menschengroßhandels.
    .
    Leider lassen sich viele Selbständige von den üblichen Schwätzern weismachen, diverse aufgenötigte Verhaltensweisen seien ein „Merkmal unternehmerischer Tätigkeit“.
    .
    Das Gegenteil ist der Fall. Selbständige, die sich von den Menschengroßhändlern die Konditionen und die Kriterien für „unternehmerisches Verhalten“ diktieren lassen, sind so selbständig wie Leiharbeiter – nämlich gar nicht. Man braucht nur den „CoC“ anschauen, der da für „selbständige Wissensarbeiter“ im Umlauf ist. Das „freie Aushandeln“ des Honorars sieht so aus: Der Qualität nach werden zunehmend Tagessätze statt Stundensätze erzwungen. Mit dem Ziel fester Soll-Arbeitszeiten / Tag und ggf. unbezahlter Mehrarbeit. Der Höhe nach endet das „freie Aushandeln“ für „Wissensarbeit“ bei unter 1000€ pro Tag. Was „risikogerechte Honorare“ sind, definiert auch der Menschengroßhandel.
    .
    Menschengroßhändler reden gerne von Honoraren „nach den Regeln des Marktes“. Der Markt gibt deutlich mehr her. Nur kommt das bei den Selbständigen nicht an, wenn vorher Menschengroßhändler mit der Geld-Absaugpumpe rangehen.
    .
    Wenn man die ausgeschriebenen Honorarsätze so ansieht, gewinnt man den Eindruck, die Menschengroßhändler veruchen im Moment ihre Ware so billig anzubieten, dass sie trotz der Auftragszurückhaltung vieler „Lieblingsendkunden“ (Thema „Scheinselbständigkeit“!) noch ordentlich Reibach machen.
    .
    Ich will hier keine zweite „Ruck-Rede“ halten. Aber es muss trotzdem endlich ein Ruck durch die Reihen der Selbständigen gehen.
    .
    Es wird Zeit, dass Selbständige durch sinnvolle Auftragsmodalitäten ihre Finanzen, ihr Familienleben UND die Umwelt schonen.

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  27. Karsten Paulen schreibt:

    Ich halte die die ganze CO2 und Klimawandel für eine aktuelle Massenpsychose. Das Klma wird sich wandeln, mit oder ohne uns und wir werden machen was wir seit unserer menschlichen Existenz am besten können … wir passen uns an.

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  28. Karl-Heinz Blenk schreibt:

    Bei mir gibt es keinen Unterschied zwischen Privat- und Geschäftsperson. Wir haben nur ein Leben, das wir mit einem Kalender planen und eine Welt, die uns Ressourcen und Lebensbedingungen zur Verfügung stellt. Alles andere ist schizophren und dient nur der Selbstrechtfertigung, damit man seinen bequemen Lebensstil nicht ändern muss bzw. um das subtil vorhandene schlechte Gewissen (weil man eigentlich weiß, dass man etwas ändern müsste) zu beruhigen.

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  29. Ulf Eiberle schreibt:

    Mehr Remotearbeit auch politisch unterstützt. Win-Win für Selbständige, den Kunden und die Umwelt. Hiermit lässt sich immens einsparen. Leider zu Ungunsten der Automobilindustrie, Bahn und Fluggesellschaften, sowie dem Hotel- und Gaststättengewerbe.

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    1. LandEi schreibt:

      Da vielleicht nun eine Rückbesinnung auf öffentlichen Nahverkehr und die Bahn beginnt. Würden diese sich zumindest in der Transformationsphase über weniger Gäste freuen. Remote bietet neue Vorteile für ländliche Räume und die Wohnungsprobleme in den Großstädten. Persönlich brauchte ich von einer Ecke in Köln mit der Straßenbahn (dreimal umsteigen) über eine Stunde. Abends war das Angebot mit den öffentlichen Verkehrmitteln, im Gewerbegebiet nicht mehr ausreichend. Der Projektort war in einem Gewerbegebiet indem es wenig Projektwohnungen, Pensionen etc. gab. Selbst in den Ballungsräumen können sich Mitarbeiter so über die Zeitersparnis freuen. Die Schweiz gilt als Vorreiter im Nahverkehr, die Experten betonen oft, dass es ein Prozess über Jahrzehnte war.

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  30. Andreas schreibt:

    Tolle Liste hier!

    Fast alle Maßnahmen zielen auf die PRODUKTION ab, und das ist auch richtig und gut so. Ein aus meiner Sicht ganz wichtiger Aspekt fehlt aber noch völlig, nämlich die PRODUKTE, an denen wir arbeiten. Das ist natürlich je nach Branche unterschiedlich, und wir haben unter Umständen nur bedingt Einfluss darauf.

    Beispiel IT: durch die momentan typische Bauweise von Frontends tragen wir dazu bei, dass Nutzer gezwungen sind, ihre Apps regelmäßig zu aktualisieren, was in einer Kette von Folgeaktionen dazu zwingt, Betriebssysteme und schlussendlich auch Hardware zu erneuern. Wer das bezweifelt, möge einfach das Experiment machen, die Aktualisierungen einmal zu verweigern, und zu schauen, wie lange das gut geht. Ihr werdet staunen: nach zwei, drei Jahren wird es schon eng mit den Devices, nach vier, fünf Jahren ist man abgehängt. Kaschiert wird das dadurch, dass der Nutzer glaubt, er würde freiwillig neue Geräte anschaffen, weil diese so viele tolle neue Features bieten (3mm länger statt 2mm breiter 😉 ).

    Das ist vielleicht nicht unbedingt geplante, aber zumindest billigend in Kauf genommene OBSOLESZENZ. Am Ende entsteht daraus ein gigantisches Problem, laut https://www.internetlivestats.com wurden bspw. dieses Jahr knapp 1.4 Milliarden (!) Phones verkauft. Auch der Footprint der Netzwerkslast, die durch alle möglichen modernen Frontends produziert wird, und in Summe der Energieverbrauch ist gewaltig – so schön Erklärvideos auch sein mögen, man muss hinschauen, was das letztlich kostet.

    Nun sind Antworten auf diese Probleme keineswegs einfach, hier sind wir als Experten für uns jeweiliges Fachgebiet gefragt, und es wird ein langer Weg sein von der Bewusstmachung, dass das überhaupt ein Thema ist bis hin zur Anwendung wirksamer Lösungen. Aber wir sollten uns nicht täuschen: der Impact, der hierdurch letztlich entsteht, könnte den der Produktion am Ende weit übersteigen.

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  31. Ingo Hamisch schreibt:

    Wir sind reine Büroarbeiter – aber auch da ist das reichlich Einsparpotenzial vorhanden.

    – Die Beleuchtung wurde von uns Stück für Stück auf LED umgestellt.
    – Wir haben bei uns konsequent auf das papierlose Büro umgestellt. Computerausdrucke werden mehr oder weniger nur im Ausnahmefall gemacht. Das spart Papier, Tinte, physische Ablagesysteme, Zeit und Platz. Mit einem vernünftigen elektronischen Dokumentenmanagementsystem lässt sich dies auch prima handlen.
    – Dienstreisen sind auf das Minimum beschränkt und sollen nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen.

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  32. Simone Hiesgen schreibt:

    Wichtig ist nach meinen Erfahrungen, die eigene ökologische Nachhaltigkeit nicht zu demonstrativ und vor allem nicht sofort missionarisch und mit der „Moralkeule“ an den Kunden zu bringen. Manchmal ertappe ich mich nämlich selbst dabei, mindestens innerlich genervt zu reagieren, wenn ich auf eine Person treffe, die ihr vorbildliches Verhalten wie eine Monstranz vor sich herträgt oder gar das der Anderen belehrend bis abwertend kommentiert. Sei es auch „nur“ durch Mimik. Dann muss ich mir manchmal eine geradezu kindische Trotzreaktion verkneifen. Wohlbemerkt: Ich bin ausser Einzelanwältin auch Mutter einer Teenager-Tochter und großer Sympathisant der „Fridays for Future“. Ich denke, die Fakten sprechen für sich und wer seinen Kindern ernsthaft nicht nur reines Überleben, sondern eine lebenswerte Umwelt erhalten will, der braucht sich über Details der Arten von Umweltschädigung und den feinen Unterschied, ob ein todbringender Monstersturm ein Wetter- oder Klimaphänomen ist, ob man einfach die Inseln und Küstengegenden räumt und dann eben woanders wohnt, weil man die bisher zu kalten Landgebiete plötzlich besiedeln kann und mit welcher statistischen Wahrscheinlichkeit das statt in 20 doch erst in 50 Jahren passiert den Kopf nicht zu zerbrechen. Heisst für mich, bei denen gibt es keinen Belehrungsbedarf, denn aufgrund welchen Details genau und unter welchem Namen sie zum gewünschten Ergebnis (Erhalt einer lebenswerten Umwelt) kommen, kann mir egal sein. Aber selbst ich möchte kein gesellschaftliches Klima, in der man um des Klimaschutzes willen unter dauerhaft unausgesprochenen Rechtfertigungszwang für jeden Einkauf, jede Reise und das dafür gewählte Transportmittel und jede Essens- und Getränkebestellung gestellt wird. Das verdirbt allen ohnehin Gutwilligen die Laune. Die grundsätzlich „Böswilligen“, die von ihrer eigenen Position so überzeugt sind, dass man sie sowieso nicht mit Fakten und Logik verwirren kann, erreiche ich mit Belehrungen jeder Art von vornherein nicht. Und die Unentschlossenen bis Gleichgültigen vergraule ich regelrecht und vergebe eine große Chance, sie nebenbei zu „packen“ allein dadurch, dass man die Frage beantwortet, was das für ein leckerer Kaffee ist (Bio und fair aus nachhaltigem Anbau) und wo man den her hat.

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  33. Martin Lüchem schreibt:

    Hallo zusammen,

    wenn wir die Frage ernst nehmen, dann müssen wir Freiberufler natürlich im Firmenumfeld uns umschauen

    1. Vermeiden von Reisen, insbesondere Flugreisen. Ganz schwierig für Berater, vor allem, wenn es uns selbst nicht weh tut, weil wir es abschreiben können oder der Kunde selbst bezahlt. Zur Abschreibung unten mehr, denn das ist der dickste Brocken.
    Da ich aktuell ANÜ mache, fällt insbesondere das Jobticket ein. Das ist fast völlig aus dem Fokus gerückt, obwohl sehr wirkungsvoll, wenn Angestellte auf das Auto verzichten.
    Meine aktuelle Firma, ein Übertragungsnetzdienstleister, setzt Elektroautos ein, das macht natürlich Sinn!

    2. Steuersystem komplett umkrempeln! Wir fördern massiv Betriebsausgaben, die umweltbewusstem Verhalten entgegen wirken. Um das zu verdeutlichen, beschreibe ich kurz eine Initiative aus den 90ern, als ich mit ein paar Kollegen bei SAP die Umwelt-AG gegründet habe. Unser wichtigstes Projekt war, die großzügige Firmenwagenregelung so umzubauen, dass sie umweltfreundlicher wird. Es ging darum, Mitarbeiter zu belohnen, wenn sie bei Auswahl und Nutzung des Firmenwagens, egal ob bei Privatfahrten oder Geschäftsfahrten sich ressourcen-schonend verhalten (damals hatten über 75% der Mitarbeiter nach zwei Jahren ein Anrecht auf den Firmenwagen mit unbeschränkter Privatnutzung)

    Es ging wie das Hornberger Schießen aus. Nicht etwa Widerstand der Kollegen, schon gar nicht der Vorstände war der Grund für das Scheitern der Initiative sondern das Steuerrecht!!

    Der Staat (das Steuersystem) belohnte (Ich zweifle, dass sich das geändert hat!) folgende Situation:
    – wohnhaft nahe bei der Firma
    – wenig Fahrten für die Firma
    – viele Privat-KM
    – Nutzung eines dicken Schlittens (macht sich ja auch besser, so beim Kunden aufzutauchen und nicht mit Öffis!)

    Das ist ein Beispiel, das zeigt, wie wenig „klimaneutral“ unser Steuerrecht ist. Da ließen sich sicher tausend andere Beispiele finden. Letztlich, das zeigt das Klimapäckchen, kommen wir da mit verkrusteter Politik, die sich hinter dem Begriff Marktwirtschaft versteckt, einfach nicht weiter!

    3) Ob nun als Freiberufler oder sonstiger Teil des Wirtschaftslebens, wir können versuchen, umzusteuern. Welche Produkte wollen wir entwickeln und welche Designgrundsätze zugrunde legen. Cradle-to-Cradle ist eine sehr interessante Denkschule, die den ökologischen und sozialen Fußabdruck unserer Wertschöpfung verändern kann: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Cradle_to_Cradle https://c2c-ev.de/
    Kurz gesagt: Wir entwickeln Produkte bzw. unterstützen die Entwicklung von Produkten, bei denen die Kreislauffähigkeit vom Anfang her und nicht vom Ende her gedacht wird.

    4. Weniger neoliberale Politik, insbesondere auch Klientelpolitik im Verband. Egal wo wir hinschauen, ob nun auf Punkt 2. oder auf die Frage, welche Produkte wir entwickeln (Punkt 3) und welche Verbände wir unterstützen, auch hier ist ein Paradigmawechsel gefordert.

    Wie meine ich das? Sagen wir mal, dass wir als Verbandsmitglieder Themen auswählen (wie hier) oder eingeladen werden zu Podiumsdiskussionen, wir sollten umdenken und aufhören von der Unvereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie reden. Wir sollten Wachstum anders denken, weniger auf Kosten der Ausbeutung endlicher Ressourcen, mehr in Richtung soziale und ökologische Verträglichkeit. Wachstum, Steigerung des Wohlstands muss neu durchdacht werden!

    Ok, jetzt ist meine Bahnreise zuende, ich höre auf zu schreiben.

    Grüße, Martin

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    1. Till schreibt:

      Ich versuche jeden Tag, ein besserer Mensch zu werden. Manchmal gelingt es und manchmal nicht. Nur neoliberal gleich nicht ökologisch sind Kampfbegriffe des letzten Jahrhunderts. Viele der Beispiele hier nutzen der Umwelt und senken Kosten. Dennoch glaube ich, dass der Markt einige Sachen schneller und besser regeln kann als die Politik. Jeder kann demokratisch bei seinem Einkauf entscheiden ob er regional, bio oder konventionell kauft. Steigt der Markt für bio und regional werden die Landwirte folgen. Regional vergrößert die Wertschöpfungskette von Bauern und macht sie unabhängiger gegenüber Großabnehmern. Unter welchen Energieminister gab es eine Wende hin zu den großen Windanlagen in der Nordsee? Die Abrechnen durften, obwohl sie nichts liefern? Auf Kosten von kleinen Hausanlagen.
      .
      Warum wurde der Dieselskandal in den USA besser aufgearbeitet? Ist der Wohnungsmarkt, wirklich noch ein Markt (Baugenehmigung, Planung von neuen Stadtteilen, Auflösung von Wohnungsbeständen vor Jahrzehnten)? Warum ist Wien eine der günstigen Großstädte in der EU? In der Schweiz gibt es die GLP (öko liberalen) so was würde ich mir in Deutschland wünschen. Also Umweltschutz mit Sinn und Verstand und keine Belehrung, die den religiösen Zeigefinger ersetz. Ich persönlich kann gut mit Tempo 120/130 leben. Nicht nur das Steuerrecht auch andere Gesetze sollten an neue Lebensweisen angepasst werden (Scheinselbstständigkeit).

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    2. LandEi schreibt:

      Da einige Luxemburg als liberale Steueroase ansehen, was es meiner Meinung nach nicht ist. Der öffentliche Nahverkehr für Schüler ist heute schon frei und ab nächstes Jahr für alle. Die Diskussionen, die wir derzeit im Nahverkehr in Deutschland führen, wurden dort vor zehn Jahren bereits gelöst. Die Monatstickets sind wesentlich günstiger als in deutschen Städten.

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    3. LandEi schreibt:

      Gerade die „soziale Errungenschaft der SPD die ANÜ“ sehe ich klimapolitisch kritisch. Reisen von zwei bis sechs Monaten werden nun auf den Schwächsten verlagert, den sozialversicherungspflichtigen Angestellten. In den Klimabilanzen der Unternehmen wird es nicht mehr auftreten, da man ja für die ANÜ am Projektort fest wohnt. ANÜ ist für mich klimapolitisch sowie betriebswirtschaftlich ein Albtraum. Wenn es als Unternehmer in Deutschland nicht mehr funktioniert, im Ausland gründen, eine Festanstellung wohl lieber im grenznahen Ausland. Scheinselbstständigkeit hat somit einen gewissen Klimaaspekt. Als Selbstständiger kann ich mir eine Bahncard 100 (auf Probe 3 Monate) überlegen, für Reisen entsprechenden Projekten und Organisationen spenden.

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    4. Nils schreibt:

      Bei ANÜ ist natürlich die Möglichkeit Reisekosten abzusetzen stark eingeschränkt, also durchaus eine Errungenschaft mit Steuerungsfunktion…

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  34. Reinhard schreibt:

    Hallo und viele Grüße direkt aus Helsinki!
    Ich bin überwältigt von der Vielzahl der Kommentare und der Anregungen. In diesem Augenblick höre ich gerade den Keynote-Speakern zu – nachher geht‘s in die Arbeitsgruppen. Dort werde ich versuchen, eure Ideen einzubringen!
    Ich werde berichten!
    Danke und bis bald
    Reinhard

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  35. Katrin Mathis schreibt:

    Viel Spaß in Helsinki, ich bin gespannt, was dabei herauskommt!

    Vieles wurde ja schon geschrieben. Aus meiner Sicht könnten wir uns vor allem viele Wege sparen, wenn Unternehmen offener für eine Remote-Zusammenarbeit wären und verstärkt Anbieter aus der Region engagieren würden.

    Manche persönlichen Treffen sind natürlich weiterhin wichtig. Da nehme ich, wann immer möglich, die Bahn. Ich habe schon überlegt, für Autofahrten, bei denen der Weg mit der Bahn zu umständlich wäre, CO2-Kompensation für die Strecke in den Angeboten und Rechnungen einzukalkulieren.

    Mit meinem Beratungsansatz Service Design Thinking helfe ich meinen Kunden, Produkte und Dienstleistungen zu verbessern oder neu zu entwickeln. Diese Methodik eignet sich auch, um Antworten auf gesellschaftliche Fragen zu entwickeln.

    Viele Grüße
    Katrin

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  36. Frank-Michael Rommert (wievielistgenug.de) schreibt:

    Mein Tipp: Von Zuhause aus arbeiten. Mache ich seit 20 Jahren.

    Ich brauche für den Weg zur Arbeit daher kein Auto und nutze für den normalen Alltag auch keine öffentlichen Verkehrsmittel (auch die verbrauchen Energie und Verkehrswege, die dann als Lebensraum den Tieren und Pflanzen fehlen).

    Auch Reisen zu Kunden/Terminen kann ich inzwischen auf ein Minimum begrenzen durch Mails, Telefonate, Videokonferenzen (es sei denn, man lebt noch dort, wo es keine vernünftigte Internetanbindung gibt – das ist in Deutschland ja immer noch ein Thema).

    Was sich auch bewährt hat: Sich Grenzen setzen, nicht zu viel arbeiten. Dann brauche ich auch keinen Konsum/Reisen etc. zur Kompensation unbefriedigter Bedürfnisse.

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  37. Eugen schreibt:

    Für mich besteht der größte Hebel in der Region, wo ich Aufträge akquiriere. Vor Jahren noch tourte ich als Wochenpendler quer durch Deutschland, jetzt finde ich meine Aufträge in Wohnortnähe, so dass ich mir sogar das Firmenauto sparen kann. Hoffentlich kann ich das lange so beibehalten.

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  38. Radoslaw Wisniewski schreibt:

    Die allen Klimahysteriker lade ich herzlich in das Forum https://wattsupwiththat.com/ an.

    Da wira ber keine Psychologische bereung geleistet, nur Fachwissen geteilt, also keine Angst.

    Da könnt ihr in den Kommentarsektion auch Ihr Wissen einfliessen lassen. Allerdings bitte vorher alles sorgfältig lesen und verstehen.

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  39. Thomas Höbermann schreibt:

    und immer wieder die gleichen Bezüge: WUWT -> Anthony Watts -> The Heartland Institute -> Konzerne wie ExxonMobil. Hm – wie kommt es da nur, dass die händeringend nach Argumente dagegen suchen?

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