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Update Sozialer Aufstieg als Selbstständige/r? In mehr als 120 Kommentaren sagt ihr: „Hauptsache, es war der richtige Weg!"  

Selbstständigen ist der soziale Aufstieg eher möglich als Angestellten
Update, 07.02.2023

"Selbstständigkeit als geliebtes Lebensmodell"

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In 226 Kommentaren (Stand 07.02.) allein hier auf der Website und weiteren auf unseren Social-Media-Kanälen habt ihr auf unsere Frage, ob euer Berufsleben als Angestellte/r anders verlaufen wäre, geantwortet. Hintergrund unserer Frage war eine Studie, die zeigt, dass Selbstständigen der soziale Aufstieg ungleich schneller als Angestellten gelingen kann. Wir wollten wissen, wie ihr das erlebt und ob euch die Selbstständigkeit ebenfalls ermöglicht hat, eine bessere Position, ein höheres Einkommen und größere berufliche Zufriedenheit zu erlangen. 

Danke, dass ihr eure Lebenswege mit uns geteilt habt!

Vielen lieben Dank, dass ihr eure persönlichen Erfahrungen mit uns geteilt habt. Wir sind beeindruckt, wie differenziert und offen ihr in den Kommentaren eure Lebenswege beschrieben habt. Für viele von euch ist die Selbstständigkeit so viel mehr als nur ein Job – es ist ein bewusst gewähltes und geliebtes Lebensmodell. Wer sich erst hocharbeiten musste aus einfachen Verhältnissen, sieht das alles noch deutlicher und dankbarer. Eure Geschichten sind eine Inspiration für andere Selbstständige, die noch nicht am selben Punkt sind; der Austausch ist sicherlich für alle hilfreich und motivierend.  

Hauptsache: Selbstständig arbeiten

Zu den Kommentaren: Nicht wenige der Kommentierenden haben es geschafft, ein Vielfaches dessen zu verdienen, was ihnen als Angestellte möglich gewesen wäre, ganz besonders in der IT-Branche. Sie haben quasi mehrere Stufen auf einmal genommen. Andere haben das nicht im gleichen Maße geschafft. Unabhängig davon sind sich fast alle einig, dass es die richtige Entscheidung war, selbstständig zu arbeiten. Eine Kommentatorin schrieb, "es war weder Abstieg noch Aufstieg – aber es war der richtige Weg". 

Es geht nicht primär um Rang und hohes Einkommen

Vielen Kommentatoren erklärten, es ginge ihnen nicht primär darum, Rang und hohes Einkommen zu erzielen, auch wenn das für viele ein schöner Nebeneffekt der Selbstständigkeit ist. "Unbezahlbar" – und dieses Wort gebrauchen mehrere Mitglieder – ist aber die Freiheit, die man durch diese Art des Arbeitens erlangt. Es geht einigen primär darum, sich keinen schlechten Chefs unterordnen zu müssen. Raum für anderes im Leben zu schaffen: das kann die Flexibilität sein, sich nebenher persönlich weiterzuentwickeln, z.B. im Rahmen einer Promotion. Sehr vielen bedeutet die Zeit für die Familie alles: Was für eine Lebensqualität, täglich mit den Kindern Mittagessen zu können! Oder auch: als Alleinerziehende die Betreuung der Kinder mit einer Arbeit entsprechend der eigenen Ausbildung verbinden zu können. Oder auch: die unheilbar kranke Ehefrau zu pflegen. Ein weiteres Plus: Die Selbstständigkeit mache das Leben auch spannender. Man erlebe mehr als Angestellte, habe eine Vielfalt an Kunden. Und: Könne auch mal Nein sagen, wenn die Kunden nicht passen.  

Wäre es einfacher als Angestellte/r? Ja, aber…

Es gibt natürlich auch Stimmen, die feststellen, als Angestellte hätten sie es einfacher gehabt. Da hätten sie mit weniger Arbeit mehr verdient und könnten einer sichereren Rente entgegenblicken. Die Corona-Pandemie hat zudem einigen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bewegend ist, dass auch fast alle, die die Nachteile ihrer Selbstständigkeit so benennen, dabei bleiben, dass eine Anstellung dennoch nicht zu ihrer Art des Lebens und Arbeitens passen würde. Wir sehen: Die Selbstständigkeit ist ein bewusst gewähltes Lebensmodell. Weil euch diese Entscheidung so wichtig ist, ist die Wut groß, wenn dieses Lebens- und Arbeitsmodell bedroht wird – etwa durch den Verdacht auf Scheinselbstständigkeit oder überbordende Bürokratie. 

Was wirklich zählt

Manche von euch fanden die Frage, ob es euch besser geht als euren Eltern, schwierig. Während es den Vorfahren oft wichtig war, ein schönes Häuschen zu besitzen, reist eine der Kommentatorinnen viel und gerne und lebt selbstbestimmter. Wer es da weiter gebracht hat, das lässt sich schwer beurteilen. Dass dieses „Weiterbringen“ Selbstständigen ungleich leichter gelingen kann, ist ein Fakt, der auf genannter Studie beruht. Doch tatsächlich empfiehlt sich als Gratmesser für ein glückliches Leben weder allein die Höhe des Einkommen oder die erreichte Position – sondern Gesundheit und Zufriedenheit.

Sozialer Aufstieg: Wäre dein (Berufs-)Leben als Angestellte/r anders verlaufen? Bitte kommentiere! 

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(Update vom 26.011.23) Selbstständige, das belegt eine aktuelle Studie, haben bessere Chancen auf sozialen Aufstieg als Angestellte: In Festanstellung dauert es durchschnittlich sechs Generationen, bis die Nachkommen einer einkommensschwachen Familie das Durchschnittseinkommen erreichen; bei Selbstständigen ist der soziale Aufstieg deutlich schneller möglich. Diese Forschungsergebnisse würden wir gerne mit euren Erfahrungen abgleichen. Dafür brauchen wir deine Unterstützung: Wir möchten wissen, ob dein bisheriges Leben durch die Entscheidung zur Selbstständigkeit anders verlaufen ist als wenn du angestellt gewesen/geblieben wärest und ob du aus deiner Sicht besser dastehst – wie auch immer du den sozialen Aufstieg für dich persönlich definierst.

Was ist sozialer Aufstieg?

Was ist sozialer Aufstieg überhaupt? Gemeinhin versteht man unter sozialem Aufstieg: höheres Einkommen als die Eltern, größere Ersparnisse, eine höhere Position, weil du als Selbstständiger mehrere freie oder sogar feste Mitarbeiter beauftragst. In einer Gesellschaft, in der Chancengleichheit herrscht, bestimmt der Status der Eltern nicht den der Kinder. Jede Generation hat ihre eigenen Möglichkeiten. Wo dies der Fall ist, werden soziale Ungleichheiten schnell überwunden. Auch Migranten- oder Arbeiterkinder erhalten entsprechend ihres Talents und Fleißes Zugang zu höherer Bildung und haben dadurch besseren Chancen auf einen höheren Lebensstandard als die eigenen Eltern.

Selbstständige werden nicht durch Abschlüsse ausgebremst

Es ist nicht verwunderlich, dass Selbstständigkeit soziale Mobilität erhöht. Anders als Angestellte scheitern Selbstständige in der Regel nicht an formaler Qualifikation und Elternhaus  – sie werden vor allem daran gemessen, wie gut sie ihren Job erledigen. Während etwa für IT-Experten im öffentlichen Dienst gewisse Entgeltstufen nur erreichbar sind, wenn sie ein abgeschlossenes Studium vorweisen, ist bei selbstständigen Experten entscheidend, dass sie die Probleme ihrer Kunden schnell und kompetent lösen. Es ist egal, ob sich der IT-Experte das Spezialwissen selbst beigebracht oder ob er es in Uni-Kursen erworben hat.

Ständige Fortbildung und Entwicklung

Selbstständige legen in ihrem selbstbestimmten Leben mit großer Motivation und Einsatz los, weil sie sich damit ihre Träume und Ziele erfüllen. Sie saugen oft Wissen auf, um es für ihr Unternehmen einzusetzen, bauen ihr Angebot konsequent auf, investieren Zeit und Geld, um immer besser zu werden.  Sie können und wollen nicht in der Komfortzone verharren, sondern müssen immer wieder mutige Entscheidungen treffen, weil es gar nicht anders geht. Dass sie als positiven Nebeneffekt ihrer leidenschaftlichen Arbeit oft schneller als Angestellte sozial aufsteigen können, liegt auf der Hand.

Bitte kommentiere: Bist du zufrieden mit deinem Weg?

Wir würden diese Tatsachen gerne durch konkrete Beispiele untermauern.

Bitte lass uns daher in Form eines Kommentars wissen:

  • Wie wäre dein Leben als Angestellte/r verlaufen, wenn du dich damals nicht selbstständig gemacht hättest?
  • Hast du durch die Selbstständigkeit eine berufliche Position erreichen können, die du als Angestellte/r mit gleicher Schulbildung nicht erreicht hättest?
  • Konntest du den Herzenswunsch deiner Eltern erfüllen, dass du es „weiter bringen“ würdest als sie? Hast du sie stolz gemacht? 
  • Erwirtschaftest du ein höheres Einkommen als Angestellte mit gleicher Qualifikation?
  • Bist du zufrieden mit deinem Weg? Warum war es der richtige?

Wir freuen uns sehr, wenn du deine Erfahrungen und Gedanken dazu in einem Kommentar mit uns teilst!

Kommentare Zuletzt kommentiert: 27. Februar 2023

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