Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Brankos Brennglas: Her mit der bundesweiten Brechreizsperre!

Branko Trebsche würde gern das Datenleak bei Facebook in den Hauptnachrichten sehen, Foto: BT

Wo Branko Trebsche kritisch hinblickt, wächst kein Gras mehr: Unser Mitglied kommentiert in seinen Glossen bissig, ironisch und provokativ aktuelle Ereignisse, die uns Selbstständige betreffen. Er vertritt seine eigene Meinung. Vor seinem Brennglas ist kein Politiker, keine Nachricht und keine neue Regelung sicher. In dieser Woche verrät Branko, was die mangelhaften Kontaktverfolgung der Gesundheitsämter von Facebook lernen könnte.

 

Körperliche Schmerzen bei der Tagesschau

Das Anschauen der Nachrichten verursacht langsam wirklich Schmerzen. Jeden Tag steht einer auf, der den Beweis dafür antritt, dass es echt viele kaputte Menschen auf der Welt gibt. Manchmal fällt das Wiedereinhaken des Kiefergelenks sogar bis zum Wetterbericht aus. Die Kinnlade ist regelrecht wundgescheuert und muss mit Babypuder und Nivea liebevoll gepflegt werden.

In den Hauptnachrichten findet einer der größten Datenleaks der Geschichte keine Beachtung. Facebook hat 500 Millionen Datensätze verloren. Ich vermute, dass Herr  Zuckerschnute Zuckerberg ein paar Festplatten beim Spazierengehen im Rucksack hatte. Nach einer kurzen Brotzeitpause im Park hat er wohl dummerweise vergessen, sein Gepäck wieder mitzunehmen. Jetzt wissen alle deine Telefonnummer, deine Mailadresse und kennen deine Kontakte – wie doof. Aber eigentlich ist das egal, denn die unverständlichen und umfangreichen Datenschutzbestimmungen von Facebook, denen etwa zwei Milliarden Seelen zu gestimmt haben, widersprechen sich selbst so oft, dass es irrelevant ist, ob die Zuckerschnute die Daten im Rucksack umhertrug und vergaß. Ihr hättet eure Daten auch gleich selbst veröffentlichen können im Vertrauen darauf, dass dir keiner etwas Böses will. Das wäre ehrlicher und einfacher gewesen. Und der Böse hätte nicht kriminell werden müssen, um an deine Daten zu kommen, und wäre somit auch nicht böse.

 

Dein Anbieter is whatching you

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung muss natürlich auch immer und uneingeschränkt im Kampf gegen Corona hochgehalten werden. Es kann dabei natürlich passieren, dass Menschen sterben. Zur Not auch Zehntausende. Deswegen sind irgendwelche Apps und Services zur Nachverfolgung von Kontakten auch doof. Dabei weiß der Anbieter des Betriebssystems deines Mobile Phones ganz genau, wo du dich jeden Tag aufhältst, wenn du das GPS nicht ausgeschaltet hast. Und falls du GPS ausgeschaltet hast, weiß der Anbieter mindestens, in welcher Funkzelle du dich aufhältst. Ob der Anbieter das dokumentiert? Hmmm, lass‘ mal überlegen. 😉

Wenn es also um die Kontaktverfolgung geht, fragt die Politik einfach nur die falschen Leute – nämlich das Gesundheitsamt. Das telefoniert den Leuten lieber hinterher, also Herrn Micky Maus und Frau Wonderwoman. Damit wichtige Informationen das RKI schnell und zuverlässig  erreichen, hat man alle Postkutschen außer Dienst gestellt und benutzt nun innovative Technologien, die sogar der Telegraphie hochüberlegen sind. Das Fax! Das Fax wiederum beschwert sich berechtigterweise darüber, dass es sich durch enge Kupferleitungen aus der Steinzeit quetschen muss, anstatt mit Lichtgeschwindigkeit durch Glasfaser zu schieben, aber dafür grasen die ehemaligen Postkutschenpferde glücklich auf der Weide. Die Freunde des Tierwohls wird es freuen, auch wenn währenddessen weiter Menschen sterben.

 

Informationelle Selbstverwirklichung als heilige Kuh?

Es sterben ja nur Omas und Opas, Väter und Mütter. Onkel und Tanten. Gute Freunde und manchmal auch Arschlöcher. Aber Datenschutz ist wichtig. Und weil Datenschutz wirklich wichtig ist und die informationelle Selbstverwirklichung als heilige Kuh in der dreckigen Suppe des Ganges schwimmt, lernen wir, wir müssen etwas anders machen. Wenn die Menschen ihr Haus nicht verlassen, dann gibt es auch niemanden, der der Kuh im Ganges huldigt. Keine Kontakte. Keine Daten. Ausgangssperre!

Na gut, das mit dem „Keine Daten“ ist gelogen. Aber das wir uns kontrollieren lassen, stört uns ja nicht. Wir wollen uns nur dem Traum hingeben, dass wir noch lügen können, bei der Antwort auf die Frage, mit wem wir zusammen waren und wo wir gewesen sind.

Aus all diesen Gründen fordere ich die bundeseinheitliche Brechreizsperre, denn es ist ungesund, mehr Nahrung aufzunehmen, als man kotzen kann. Und Diabetes Typ-2 will sich wegen Corona auch niemand einfangen.

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