Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

Der VGSD begrüßt das 5.800ste Mitglied

Elke Schmalfeld, selbstständige Marketingberaterin, ist das 5.800ste VGSD-Mitglied. Foto: privat

Elke Schmalfeld ist das 5.800ste VGSD-Mitglied. Sie ist seit mehr als 20 Jahren als Marketingberaterin selbstständig tätig. Ihre Markenzeichen sind ein Hut und „Sympathiefiguren“. Bei letzteren handelt es sich um kleine Zeichnungen bzw. Comicfiguren, die Elke passend zu Logos für Kunden entwirft.

 

VGSD: Willkommen beim VGSD, Elke. Wir freuen uns, dass du Mitglied geworden bist. Wo erreiche ich dich denn gerade?

Elke: Ich bin gerade im Homeoffice und bereite mich auf einen Kundentermin vor.

VGSD: Wie bist du auf den VGSD aufmerksam geworden?

Elke: Ich kenne den VGSD tatsächlich schon länger. Vor etwa einem Jahr habe ich auf Xing eine Ankündigung einer Telko gesehen, die mich sehr interessiert hat. Bei der Telko ging es Networking-Strategien, wie man von Kontakten zu aktiven Empfehlungen kommt. Ich habe dann teilgenommen und mich anschließend immer wieder eingeloggt.

VGSD: Hast du die gewünschten Infos durch die Telko erhalten?

Elke: Ja, in diesem Fall war die Telko eine Ergänzung zu meinem bisherigen Infostand. Ich finde es aber gut und wichtig, dass es beim VGSD oft Telkos zu Themen gibt, wo man anderswo nur wenig bis keine Infos dazu findet.

 

„Unterstützung ist gerade jetzt in Corona-Zeiten wichtig“

VGSD: Was hat dich veranlasst, gerade jetzt Vereinsmitglied zu werden?

Elke: Ich habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt, Mitglied zu werden. Es ist wichtig, zu unterstützen, gerade jetzt in Corona-Zeiten. Ich bin der Meinung, dass die kleinteilige Wirtschaft nicht unter den Tisch fallen darf, da sie eine große Stütze unserer Gesellschaft ist.

Einige meiner Kunden sind auch selbstständig und haben es gerade schwer, über die Runden zu kommen. Letztlich, muss ich sagen, hat mich der Countdown dazu angespornt, Mitglied zu werden.

VGSD: Seit wann bist du selbstständig und was machst du genau?

Elke: Seit 21 Jahren bin ich selbstständig und arbeite als Marketingberaterin. Dabei helfe ich meinen Kunden online und offline sichtbarer zu werden. Diese beiden Welten lassen sich gut miteinander verknüpfen.

Ich erlebe immer wieder, dass Selbstständige und Unternehmen nicht so viel Zeit haben, sich damit zu beschäftigen und ich fungiere dann sozusagen als „externe Abteilung“. Mir ist auch wichtig, meine Kunden dabei zu unterstützen, sich gegenüber der Konkurrenz zu positionieren und nicht im Wettbewerb unterzugehen. Damit bringe ich für meine Kunden im Marketing sozusagen „alles unter einen Hut“.

 

„Mit Grafik und Fotografie hat alles angefangen“

VGSD: Wow, das klingt sehr spannend. Wie bist du zu diesem Beruf gekommen?

Elke: Mit Grafik und Fotografie habe ich angefangen, dann bin ich zum Marketing gekommen. Ich komme selbst aus der Praxis und kann daher auch sehr praxisnahe Tipps an meine Kunden weitergeben. Im Jahr 2000 habe ich meine erste Website erstellt und seitdem bin ich immer am Puls der Zeit geblieben.

VGSD: Eines deiner Markenzeichen sind Comics. Wie bist du auf diese Idee gekommen und wie sind die Reaktionen deiner Kunden darauf?

Elke: Der Hintergrund ist, dass ich gerne zeichne und mir dann überlegt habe, was ich kann, das andere nicht können. So bin ich dann auf die Sympathiefiguren als Zusatz zu Logos gekommen. Das passt für die unterschiedlichsten Branchen und Kunden.

Meine Kunden fragen das gerne nach. Ich betreue zum Beispiel einen Glasmontage-Spezialisten, der weltweit aktiv ist. Er wirbt mit einem kleinen Bauarbeiter, der seinen Kunden Tipps für bestimmte Bau-Situationen oder Spezialgeräte gibt.

 

Kombination von Online und Offline ist entscheidend

VGSD: Wie geht es dir in der Corona-Krise?

Elke: Relativ gut, an meiner Arbeitsweise hat sich nicht sehr viel verändert. Ich habe davor schon off- und online gearbeitet und hatte mit überregionalen Kunden zu tun. Mit diesen habe ich vor der Krise bereits online, via Zoom, oder per Telefon zusammengearbeitet. Der Fokus hat sich aber ganz klar auf den Online-Bereich verlegt.

Bei meinen Kunden habe ich allerdings die Auswirkungen der Krise gespürt. Einige von ihnen hat es hart getroffen. Mir war und ist es wichtig, ihnen auch unabhängig vom Geschäftsverhältnis zur Seite zu stehen und nachzufragen, wie es ihnen persönlich geht. Wir sollten uns in der Krise gegenseitig unterstützen. Zum Glück konnten ein paar Kunden ihr Geschäft bis zum zweiten Lockdown schon auf die Online-Welt verlegen und sie kommen besser durch als noch im Frühjahr diesen Jahres.

VGSD: Was hast du aus Krise gelernt? Was nimmst du für dich persönlich daraus mit?

Elke: Man sollte sich unbedingt auf mehrere Füße stellen, also weder rein online noch rein offline tätig sein. Außerdem sollte man sich kundentechnisch absichern. Damit meine ich, dass man dafür sorgen soll, jeden immer erreichen zu können, egal auf welchem Weg. Nimmt man zum Beispiel an, dass es mal Probleme mit dem Internet gibt, dann ist man mit einem Geschäftsmodell, das nur auf online ausgelegt ist, aufgeschmissen.

VGSD: Bist du noch in anderen Verbänden oder Vereinen aktiv?

Elke: Ja, ich bin außer beim VGSD noch beim BDS (Bund der Selbstständigen), beim BVMW (Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft) und beim BNI, dem Business Network international, aktiv. Beim BVMW bin ich als Beraterin für mittelständische Unternehmen zertifiziert.

 

„Der VGSD sollte die Stimme für Selbstständige in der Krise sein“

VGSD: Was für Themen beschäftigen dich gerade in Hinblick auf deine Selbstständigkeit?

Elke: Vernetzung und steuerliche Sachen finde ich total wichtig. Man muss als Selbstständiger sehr aufmerksam sein, denn viele Stolperfallen kennt man vorher gar nicht, zum Beispiel die Problematik der Scheinselbstständigkeit. Außerdem mag ich Themen, die etwas mit dem unternehmerischen Alltag von Freiberuflern zu tun haben, Zeitmanagement etwa.

VGSD: Was wünscht du dir vom VGSD? Was sollten wir in den nächsten sechs Monaten unbedingt machen?

Elke: Die Stimme für Selbstständige in der Krise sein. Darüber informieren, was man jetzt in der Krise tun kann. Es ist wichtig, dass wir gehört werden, nicht nur die großen Unternehmen. Wir sollten nicht unter den Tisch fallen. Bei der Gruppe der Selbstständigen handelt es sich um lauter Einzelpersonen, die keine Lobby haben. Die Lobby sollte der VGSD sein. Das ist bis ins nächste Jahr besonders wichtig, aber auch langfristig.

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