Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

Der VGSD begrüßt Vereinsmitglied Nr. 5.500

Ann-Kathrin Heidger betreibt das MOKA Cashmere Store in der neuen Frankfurter Altstadt, Foto: privat

Unser 5.500stes Vereinsmitglied ist die Marketing-Kommunikationswirtin Ann-Katrin Heidger aus Mainz. Sie betreibt einen Laden für exklusive Kaschmirware in der neuen Frankfurter Altstadt. Wir gratulieren ihr herzlich – und stellen sie in einem kurzen Interview vor:

 

VGSD: Glückwunsch, Ann-Katrin! Wir freuen uns, dass du nun zum VGSD gehörst. Wo erreiche ich dich denn gerade?

Ann-Katrin: Ich bin gerade in meinem Geschäft MOKA Cashmere Concept Store in der neuen Frankfurter Altstadt. Über die Glücksbotschaft habe ich mich sehr gefreut.

VGSD: Was genau machst du beruflich?

Ann-Katrin: Ich bin freiberuflich im Bereich Marketing, Kommunikation und Projektmanagement tätig. Seit 2018 habe ich zusätzlich ein inhabergeführtes Einzelhandelsgeschäft, welches seit 2019 als MOKA Shop GmbH firmiert. Der MOKA Cashmere Concept Store hat sich auf feinstes Kaschmir aus der Mongolei und Nepal, Fair Trade produzierte Mode und Accessoires – vorwiegend aus natürlichen Materialien – spezialisiert.

Ergänzend dazu kombinieren wir das mit Hosen eines deutschen Familienunternehmens, welches ausschließlich in Europa produziert. Kleider, upcycling Taschen und Mode kommen unter anderem aus Italien. Außerdem vertreiben wir Schmuck, modische Geschenkartikel, sowie Kaschmirpullover, Schals und Mützen für Männer.

VGSD: Wie bist du auf den VGSD aufmerksam geworden?

Ann-Katrin: Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Als Gast verfolge ich die Geschehnisse auf der VGSD-Seite schon bewusst circa zwei Jahre lang.

 

„Selbstständige und Freiberufler sollten stärker in der Gesellschaft vertreten sein“

VGSD: Wie kam es, dass du nun Mitglied beim VGSD geworden bist?

Ann-Katrin: Zunächst, weil ich Zugang zu allen Videobeiträgen wollte. Corona hat mir aber auch gezeigt, dass Selbständige und Freiberufler stärker in der Gesellschaft auftreten und vertreten sein sollten.

VGSD: Seit wann bist du selbstständig?

Ann-Katrin: Ich bin seit 2011 selbstständig. Und seit 2018 betreibe ich zusätzlich noch den MOKA Shop.

VGSD: Was schätzt du an der Selbstständigkeit?

Ann-Katrin: Ich schätze daran, meinen Tagesrhythmus und mein Arbeitspensum selbst einzuteilen, genauso wie die Abwechslung und projektbezogenen Herausforderungen. Aber gerade auch die unterschiedlichen Menschen, Firmenstrukturen und vielfältigen Sichtweisen.

VGSD: Was wünscht du dir vom VGSD. Was sollen wir in den nächsten sechs Monaten machen?

Ann-Katrin: Sich weiterhin politisch für eine starke Stimme engagieren und mit Wissen für Weiterbildung und Aufklärung sorgen.

 

Das Boot schwankt zwischen Ängsten und Hoffnungen

VGSD: Wie ist es dir in der Corona-Krise ergangen?

Ann-Katrin: Bildlich gesprochen war mein Start-Up Unternehmen MOKA eine Nussschale, unterwegs über einen Ozean, mit der Hoffnung, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Corona ist ein Motorschaden und heftiger Sturm, der den bisher erfolgreichen Businessplan außer Kontrolle gebracht hat.

Danach folgte absoluter Stillstand. Jede Grundlage um vorwärts zu kommen ist mir genommen worden. Mit dem Lockdown kam die totale Ungewissheit. Seitdem schwankt das Boot zwischen Ängsten und Hoffnungen ohne einen planbaren Weg erkennen zu können. Die Corona-Krise ist noch lange nicht vorbei.

VGSD: Was hat Corona für dich konkret verändert?

Ann-Katrin: Schon einen Monat vor dem Lockdown brach die Kundenfrequenz deutlich ab. Bis auf wenige Tage seit der Wiedereröffnung fehlen mir circa 50-70 % der Einnahmen. Unsicherheit gibt es bei Kunden, Mitarbeiterinnen und Lieferanten. Dass führt dazu, dass jede Planung wöchentlich neu überdacht werden und den neuen Gegebenheiten angepasst werden muss. Noch mehr „Papierkram“, noch mehr digitale Welt.

Seit April haben wir einen Onlineshop gestartet und arbeiten gerade an der Bekanntheit. In Anbetracht dessen, dass keiner die tatsächlichen Ausmaße und weiteren Beschränkungen absehen kann, ist es quasi unmöglich, das Ruder wie gewohnt zu übernehmen.

VGSD: Was hast du aus der Corona-Krise gelernt?

Ann-Katrin: Mich mehr um mich, meine Work-life-Balance und mein Leben im Hier und Jetzt zu kümmern.

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