Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

*Ergebnisse der VGSD-Experten-Telko „Altersvorsorge- oder Rentenversicherungspflicht? – Die Position des VGSD“

Lutz_8307_0808Experte: Andreas Lutz
Moderatorin: Kristin Müller
Co-Moderator: Sven Weisenhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

Egal ob Union, SPD, Grüne oder Linke, ob Arbeitgeber oder Gewerkschaften: Alle haben sich für eine Versicherungspflicht für Selbstständige ausgesprochen. Und das wird teuer:

Der Regelbeitrag zur Rentenversicherung beträgt 565 Euro/Monat – zusätzlich zur Kranken- und Pflegeversicherung. Viele von uns könnten gezwungen sein, private Vorsorge(-verträge) mit Verlust aufzulösen oder sogar die Selbstständigkeit ganz aufzugeben (insbesondere Frauen, die in Teilzeit selbstständig sind). Die Altersvorsorge derer, die bisher schon vorsorgen, würde schlechter statt besser.

Im Gespräch mit Kristin Müller erklärte Andreas Lutz, wer genau versicherungspflichtig würde, wie hoch die Beiträge wahrscheinlich wären, welche Alternativen es gibt und was der VGSD mit Deiner Unterstützung dagegen tut.

Neben der hohen finanziellen Zusatzbelastung und der Einschränkung der Wahlfreiheit ist das Hauptproblem laut Andreas, dass die zusätzlichen Rentenbeiträge der Selbstständigen sofort wieder ausgegeben würden, für höhere Renten und soziale Wohltaten. Wenn wir selbst in Rente kommen, wäre das Geld weg, der Einmaleffekt verpufft.

 

In der Experten-Telko vom 17.08.2016 gab Andreas unter anderem zu diesen Fragen Auskunft:

  • Warum fordern die Parteien plötzlich eine Versicherungspflicht für Selbstständige?
  • Wie unterscheiden sich ihre Positionen?
  • Wer ist alles betroffen? Nur die Solo-Selbstständigen oder auch die mit Mitarbeitern?
  • Wie hoch sind die zu zahlenden Beiträge?
  • Sind die Parteien zu einer Absenkung der Krankenversicherungsbeiträge bereit?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass auch Beamte einbezogen werden?
  • Wäre ein Versorgungswerk für Selbstständige eine Alternative? Oder eine Ausweitung der Künstlersozialkasse?
  • Was hat das Ganze mit dem Thema Scheinselbstständigkeit zu tun?
  • Wie geht es weiter? Was sind die Forderungen des VGSD? Wie könnte eine Lösung aussehen?

Hier die Aufzeichnung der Telko:

Dieser Inhalt ist nur für angemeldete Community- oder Vereinsmitglieder sichtbar.

Noch kein Mitglied?

Wer sich gerne über die Arbeit der „Arbeitesgruppe Rentenpflicht“ informieren möchte, der kann dies hier tun.

3 Kommentare

  1. Judith schreibt:

    Lieber Andreas, schönen Dank für die informative Telko zum Thema Altersvorsorgepflicht. Eines würde mich noch interessieren, und zwar, ob die geplanten Beiträge von vorneherein höher sein sollen bei denjenigen, die bereits älter sind (zwischen 40 und 50 Jahre) und noch gar nicht vorgesorgt haben. Und zwar auch bei der „einkommensgerechten Variante“. Oder sollen die Bedingungen bei der Höhe der Beitragssätze für alle gleich sein, unabhängig vom Alter und der Frage, ob schon begonnen wurde vorzusorgen? Für „Neueinzahler“ unter den gering verdienenden Selbstständigen könnte sich hieraus ja ein zusätzliches finanzielles Problem ergeben, wenn diese im Vergleich zu Jüngeren (auch bei der einkommensabhängigen Variante) einen höheren Satz zahlen müssten. Meines Wissens war in der Telko von einer Differenzierung ja nicht die Rede, heißt das dann, dass es auch keine geben soll? Wäre super, wenn du dich dazu kurz äußerst. Danke.

    Antworten
  2. Johannes Hohenthaner schreibt:

    Es scheint, als wenn sich der VGSD hier bereits teilweise in einer art „Rückzugsgefecht“ befindet – 99% der gesetzlich rentenversicherten Arbeitnehmer sind für eine Einbeziehung von Beamten, Abgeordneten und Ministern in die gesetzliche Rentenversicherung – die SPD forderte das ja nicht zuletzt auch in ihrem letzten Bundestagswahlprogramm – warum das Thema jetzt von der Ministerin und den Gewerkschaften so sang- und klanglos totgeschwiegen wird, ist nicht nachvollziehbar.
    Der VGSD sollte offensiv die Einbeziehung dieser steuerfinanzierten Berufsgruppen zur Sanierung der GRV fordern, um die Doppelmoral zu Entlarven und ein anderes Thema, als die zwangsweise Einbeziehung der Selbständigen, auf die Agenda zu setzen!

    Antworten
  3. Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.