Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

Ergebnisse der VGSD Experten-Telko “Welche Versicherungen brauche ich als Selbstständiger?”

Experte: Sven Kesberger
Moderatorin: Regina Lautenschläger
Co-Moderatorin: Simone Lensing

 

In der Experten-Telko vom 10.04.2014 gab Sven unter anderem zu diesen Fragen Auskunft:

  • Welche Risiken können sich für Selbstständige existenzbedrohend auswirken?
  • Welche Versicherungen brauche ich als Selbstständiger?
  • Was muss ich bei privater und beruflicher Haftpflicht beachten?
  • Wie kann ich mich gegen Berufsunfähigkeit absichern?
  • Was muss ich über Unfall- und Pflegeversicherung wissen?

 

Hier die Aufzeichnung der Telko sowie die gezeigten Folien:

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Wer sich gerne über Svens Angebot als Finanzcoach oder über unsere Moderatoren informieren möchte, kann dies hier tun.

4 Kommentare

  1. Philm schreibt:

    Zunächst: Die Folien sind sehr gut, die Präsentation ist sehr gutT, ich will das gar nichts kritisieren.

    Aber: Auch mal eine persönliche Aussage mit alternativen Argumenten von mir. Klar, sollte jeder eine BU haben. Speziell wird es, wenn es um das abzusichernde Einkommen geht und um den Übergang zu einer Absicherung des Krankheitsrisikos (Krankentagegeld).
    Meine Meinung: BU nicht überbewerten, hohe Einkommen absichern, also z.B. 5.000, 10.000 oder mehr EUR, würde schnell (zu) teuer.

    Vor allem sollte man dabei folgendes berücksichtigen: Es gibt nur wenig Tarife für exklusiv für Selbstständige (die sind natürlich mögl. zu suchen), man ist bei den anderen Tarifen mit vielen Menschen im Boot, für die eine potentielle Berufsunfähigkeit böse ausgedrückt, einem Lottogewinn gleichkommt. Insbesondere in Berufen mit hohem Stressniveau wie Lehrer, Polizei, Krankenschwester wird es, wenn man ehrlich ist, mehr Anträge auf Berufsunfähigkeit geben wie _bei gleicher Erkrankung_ unter Selbstständigen mit einem 6-stelligem Jahreseinkommen.

    Schauen wir uns doch Herrn Schäuble, unseren Minister, an. Wäre er ein durchschnittlicher Angestellter, dann hätte er damals Rente „für immer“ beantragt und gut ist. Warum tut er sich das an und arbeitet noch: Weil er etwas bewegen will, weil er ein anderer Typ ist !
    Ich kenne Selbstständige im Rollstuhl, denen fast sichtbar Funken aus den Augen blitzen, wenn sie über Ihren Job reden.

    Wie sichern sich solche Leute am Besten ab, die wissen, sie werden auch mit Rückenproblemen noch irgendwie am Schreibtisch sitzen, stehen oder liegen. Die dann halt mit Spracherkennung „tippen“, wenn die Hand von der Sehnenscheidenentzündung betroffen ist?
    Die wissen, was ein Burnout oder eine Depression sind, aber dieses Risiko trotzdem nicht zu teuer absichern wollen, bzw. sich da eben auch etwas selbst vertrauen?

    Wovor habe ich also Angst, der ich mich zu obiger Gruppe zähle? Jedenfalls nicht vor den typischen BU-Erkrankungen !
    Ich habe Angst vor den finalen Erkrankungen, vor dem Herzinfarkt, vor Krebs, vielleicht vor Bypass und Gehirnschlag, usw.

    Und da fällt das Stichwort- Dread-Disease-Versicherung. Siehe auch Folien.
    Nach Festellung der Erkrankung, z.B. die oben genannten, aber oft noch Dutzend andere, kriegt man einmalig Geld, z.B. um noch mal die letzte Weltreise zu machen oder ein paar Gänge beruflich zurückzuschalten.

    Also muss jeder für sich selbst überlegen, welchen Anteil er in die BU steckt. Seriöse und objektive Berater werden immer die BU in den Vordergrund stellen. Subjektiv müsst Ihr Eure Schwerpunkte setzen!

    Wer ein 5-stelliges Monatseinkommen brutto hat, der sollte spätestens über gute Absicherung im obigen Sinne nachdenken. Und auch mit geringerem Einkommen kann einem eine Einmalzahlung von geringen Vers.summen wie 50.000 EUR bei Eintritt obiger Krankheiten ein willkommenes Polster sein. Von einer BU-Rente habe ich z.B. nicht viel, wenn ich nach einer Erkrankung nicht mehr lange lebe…

    Großer Vorteil: Die Beiträge für diese Versicherungsform steigen mit dem Eintrittsalter

    Antworten
  2. Philm schreibt:

    letzter Satz: Dread-Disease Versicherungsbeiträge steigen mit dem Eintrittsalter NICHT wesentlich, war gemeint, insb. in Vergleich zu KV und LV.

    Hier ein m.E. sehr gutes Info-Portal.

    http://www.dreaddisease.biz/dread-disease-versicherer.php

    Es ist mir wichtig, zu betonen, dass meine Überlegungen zunächst in einem scheinbaren Gegensatz zu vielen offiziellen Empfehlungen von Experten oder vor allem öffentlichen Empfehlungen stehen.
    Hier eine solche eher skeptische, die wie üblich BU oder Erwerbsunfähigkeitsvers. in den Vordergrund stellt:
    http://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/dread-disease/

    Es ist oben meine Ansicht beschrieben, aber ich meine sie gut begründet zu haben.
    Im ersten Link steht auch klar, dass statistisch bewiesen, ein erster Herzinfarkt oder andere Erkrankung in der Regel nicht zu einer dauerhaften Berufsunfähigkeit führt. Das gleiche gilt (glücklicherweise) auch oftmals für Krebserkrankungen (ich kenne mehrere Betroffene).
    Aber: In allen Fällen möchte man vielleicht die Work-Life-Balance verändern als Selbstständiger und dafür braucht man oftmals Geld UNABHÄNGIG von Berufs- oder gar Erwerbsunfähigkeit. Dafür ist die Dread Disease und ihre im ersten Link beschriebenen verwandten Formen !!!
    Und mir persönlich geht es halt so, dass dies das für mich wichtigste abzusichernde Risiko überhaupt (nach Haftpflicht ist), aber wie gesagt, das ist subjektiv und heißt nicht, dass Ihr eine BU zur Grundabsicherung nicht auf jeden Fall auch braucht.
    Aber wie gesagt auch bei dem Vortragenden Sven Kesberger oben oder einem Vertreter Eures Vertrauens kann man sich sicher gut informieren.

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  3. Sven Kesberger schreibt:

    Hallo Philm,

    die obigen Ausführungen sind nachvollziehbar. Unterscheiden muss man allerdings zwischen dauerhafter und temporärer Berufsunfähigkeit. Das Thema Dreas Disease gehört natürlich auch in die Betrachtung, ebenso wie die „neueren“ Absicherungsmöglichkeiten, wie z. B. die Grundfähigkeitsabsicherung, sog. Funktionale Invaliditätsversicherungen. Auf die Möglichkeiten der Absicherung der Arbeitskraft und der Existenzsicherung werde ich in einem Webinar im Juli eingehen.

    Viele Grüße
    Sven Kesberger

    Antworten
  4. Marianne Schlüter schreibt:

    Guten Tag,

    es haben hier schon viele entsprechend sehr informativ geantwortet. Vielen Dank dafür.

    Versicherungen gibt es wie Sand am Meer und die Möglichkeiten der Versicherbarkeit sind ähnlich zahlreich.
    Jeder Firmengründer muss selbst entscheiden, wie er versichert sein will. Aus meiner Sicht würde ich nicht auf die Versicherer an sich hören. Doch eine Beratung kann nützlich sein.

    Aus meiner Sicht ist eine Betriebshaftpflicht oder Berufshaftpflicht sehr wichtig. Weitere Informationen zum Thema gibt es auch auf http://www.betriebshaftplicht.de/anbieter/.

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