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Macht es Sinn, mit 60+ noch in ETFs zu investieren, bzw. gibt es eine ungefähre Altersgrenze für den Start?

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Ein Rat, der in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten häufig zu hören war, lautet: Deine Aktienquote sollte bei 100 minus Dein Lebensalter liegen. Sprich: Wenn Du 70 Jahre als bist, sollten Aktien (und Aktienfonds) nicht mehr als 30 Prozent Deines Vermögens ausmachen. Hintergrund ist, dass jederzeit der nächste Crash kommen kann und Du nicht mehr genug Zeit hast, um die Kurserholung abzuwarten.

Schauen wir mal etwas genauer hin. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass bei der Anlage in den MSCI World eine Anlagedauer von 13 Jahren nötig war, um in jedem Falle eine positive Realrendite zu erzielen. Wer ausschließlich in den Dax investierte, brauchte mit 15 Jahren etwas länger. Würdest Du es aussitzen können, wenn die jährliche Nominalrendite bei heute gekauften ETFs erst in 13 oder 15 Jahren positiv ist?

Die Frage ist auch, ob Du Dein Geld komplett selbst verbrauchen möchtest oder ob Du damit leben kannst, dass ggf. Deine Erben mit dem investierten Wert leben. Im zuletzt genannten Fall ist es sicher leichter, auch mit 60+ noch ETFs zu kaufen.

Schätze zudem mal ab, wie hoch Deine Lebenserwartung statistisch ausfällt. Es gibt Websites wie zum Beispiell wie-alt-werde-ich.de­, die dabei helfen. Sie führen Dich durch eine differenzierte Abfrage und berücksichtigen auch Aspekte wie Familiensituation, BMI, Bildungsabschluss, Einkommen, Alkohol- und Zigarettenkonsum, Schlafdauer und so weiter. Am Ende nennt Dir das Tool Deine statistische Lebenserwartung. In meinem eigenen Fall kamen 96 Jahre heraus. Daher würde ich persönlich vermutlich auch mit 60 Jahren ETFs kaufen.

Ob Du es erträgst, wenn Kurse nach dem Kauf fallen (wie es aktuell seit Anfang 2022 immer wieder der Fall war), musst Du ebenfalls einschätzen. Wenn Du so etwas nicht gewohnt bist, können Kursverluste arg stressen. Mach die Entscheidung daher auch von Deiner Stressresistenz abhängig.

Kurz: Nein, eine ungefähre Altersgrenze für den Start gibt es meiner Ansicht nach nicht. Es ist eine individuelle Entscheidung. Was für den einen Anleger angesichts seiner Umstände keine gute Entscheidung sein mag, kann für die nächste Anlegerin noch prima passen.

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Ein kleiner Gedanke mag hier noch dieser hervorragenden Antwort hinzu gefügt werden: Manchmal haben die Leute bei den Erwägungen ihrer Altersvorsorge die Anzahl Jahre bis zum Rentenantritt im Kopf, und die ist nicht hoch. Dabei ist das Rentenalter mittlerweile ein langer Zeitraum. Mit 60 sollte man sich also nicht so sehr auf die 67 fokussieren, sondern auch die 80 im Blick behalten.

Und weil die Alterung der Gesellschaft ein Thema ist, sei mir der Hinweis darauf erlaubt, dass ETF auf Gesundheitsunternehmen in den vergangenen Jahren, auch in der aktuellen Krise, eigentlich immer einen besseren Lauf als viele andere Bereiche hatten - z.B. auf den Teil-Index "Stoxx 600 Health Care".

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