Ein Business besteht aus fünf zentralen Faktoren: Positionierung, Angebot, Zielgruppe, Vertriebskanal und Preisstruktur. Wie du diese Bereiche veränderst, entscheidet darüber, ob dein Pivot behutsam oder riskant wird.
1. Behutsame Kombinationen
- Positionierung & Angebot: Du bleibst bei deiner Zielgruppe, veränderst aber das „Was“ oder „Wie“ deines Angebots.
- Angebot & Preisstruktur: Du wandelst zum Beispiel eine 1:1-Beratung in Gruppencoachings um und passt das Pricing entsprechend an.
- Zielgruppe & Vertriebskanal: Du behältst dein Angebot, sprichst aber eine neue Zielgruppe an und nutzt passende Kanäle (z.B. B2B über LinkedIn statt B2C auf Instagram).
Solche Kombinationen ermöglichen einen schrittweisen, risikoarmen Umbau, weil du noch auf bestehendem Fundament aufbaust.
2. Risikoreiche Kombinationen
Gefährlich wird es, wenn du drei oder mehr Faktoren gleichzeitig änderst, z.B.:
- Zielgruppe + Positionierung + Vertriebskanal
- Angebot + Zielgruppe + Preisstruktur
Dann startest du praktisch bei null: keine vertraute Zielgruppe, kein bekanntes Angebot, neue Kanäle – die Erfolgschancen sinken exponentiell.
3. Wann ein harter Schnitt nötig ist
Wenn dein Business so frustrierend ist, dass du das Gefühl hast, in wenigen Monaten nicht mehr weitermachen zu können, nützt ein sanfter Umbau nichts. Dann ist ein klarer, radikaler Pivot mit allen erforderlichen Vorbereitungen wie Rücklagen, neuer Idee und klarer Strategie oft die einzige Lösung.
Behutsam verändern heißt: nur einzelne oder maximal zwei Bereiche gleichzeitig anpassen, alles andere ist riskanter. Harter Schnitt bedeutet: komplette Neuausrichtung, nötig bei extremem Frust oder fundamentaler Unzufriedenheit. Plane sorgfältig, nutze bestehende Assets, und prüfe, welche Faktoren du sicher kombinieren kannst, um Risiken zu minimieren.
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