Deine Motivation für dein Business lässt sich nicht vollständig von politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen trennen. Wenn du das Gefühl hast, als Selbstständige/r systematisch benachteiligt oder „mitgemeint, aber nicht mitgedacht“ zu werden, wirkt sich das direkt auf deine innere Haltung, deine Energie und deine Lust auf dein Business aus.
Viele Solo-Selbstständige empfinden, dass sie in politischen Entscheidungen oft durchs Raster fallen. Dieses Gefühl von Unterrepräsentation kann Frust, Wut oder Resignation auslösen und damit auch deine Arbeitsmotivation beeinflussen. Dass sich viele Selbstständige deshalb in Verbänden wie dem VGSD engagieren, zeigt, wie groß dieses Spannungsfeld ist.
Gleichzeitig ist es sinnvoll, die Ebenen bewusst zu trennen: Du kannst anerkennen, dass das politische und gesellschaftliche Umfeld „drumherum“ wirkt, ohne es zum alleinigen Maßstab für deine unternehmerischen Entscheidungen zu machen. Dein direkter Gestaltungsspielraum liegt zunächst bei dir selbst, bei deinem Angebot, deiner Positionierung und der Auswahl der Kund/innen, mit denen du arbeiten möchtest.
Für viele Solo-Selbstständige ist die bewusste Entscheidung gegen ein Team auch eine Schutzstrategie: Du trägst Verantwortung vor allem für dich selbst (und ggf. deine Familie) und nicht zusätzlich für Mitarbeitende. Diese Freiheit kann ein starkes Gegenargument zu unsicheren äußeren Bedingungen sein und erklären, warum du trotz politischer Frustration mit Überzeugung selbstständig bleibst.
Kurz gesagt: Ja, politische und gesellschaftliche Faktoren beeinflussen deine Befindlichkeit und können Zweifel verstärken. Entscheidend ist jedoch, dass du sie als Kontext begreifst und nicht als alleinigen Grund für oder gegen dein Business. Deine Klarheit entsteht dort, wo du beides zusammen denkst: deine innere Motivation und das äußere Umfeld, ohne dich von Letzterem vollständig blockieren zu lassen.
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