Gut besucht: das 2. Weihnachtsessen der Berliner Regionalgruppe

Mit 24 Gästen erreichten wir die Kapazitätsgrenze des Café Trinkaus und waren unter uns, Foto: Elke Koepping

Mit 24 Teilnehmenden waren die Anmeldezahlen zum Weihnachtsessen im Jahr 2018 schon doppelt so hoch wie im Vorjahr. Damit waren wir dann auch schon hart an der Kapazitätsgrenze des kleinen Neuköllner Lokals, das wir für die Veranstaltung ganz für uns allein hatten. Wie üblich fand das Treffen am ersten Dienstag des Monats statt, der in diesem Fall auf dem 4. Dezember lag. Schon mit der Wahl der Lokalität wollten wir bewusst ein Zeichen für das Netzwerken in den eigenen Reihen setzen.

Mit Marc-André Häger als Geschäftsinhaber des Cafés Trinkaus in Neukölln, dort in einer kleinen Seitenstraße der Sonnenallee gelegen, hatten wir dafür genau den richtigen Partner in Crime an der Hand – oder besser Partner in Crème, denn er fungierte für das Weihnachtsessen als Küchenchef des Abends. Üblicherweise ist es ein Tagescafé mit kleinem Lunchangebot und dem üblichen Coffee to go nebst Snacks und leckeren Kuchen von klassisch bis vegan.

Das Interessante an der Zusammenarbeit war, dass sich tatsächlich einmal eine aus dem Netzwerkgedanken geborene Win-Win-Situation jenseits des restaurantüblichen Tauschs Essen und Lokal gegen Geld ergeben hatte: Regionalsprecherin Annette Lang arbeitet mit Marc-André als Beraterin in geschäftlichen Belangen zusammen, u. a. an der Etablierung und Weiterentwicklung des Geschäftsbetriebs. Der gelernte Hotelfachmann hatte großen Spaß an der Idee, zusammen mit seinem Küchenchef einmal wieder ein größeres Menü zu planen und selbst in der Küche zu stehen (statt an der Kaffeemaschine), um eine Abendbewirtung für eine geschlossene Gesellschaft vorzubereiten und durchzuführen.

Der Gastgeber serviert dieses Jahr ein klassisches Weihnachtsgericht

Ein winterliches Risotto als vegetarische Alternative zur gewünschten Weihnachtsgans, Foto: Elke Koepping

Dem Wunsch aus dem Vorjahr folgend, sollte es diesmal die klassische Weihnachtsgans mit hausgemachten Klößen und Rotkohl geben. Bis auf wenige fleischfreie Vorbestellungen (winterliches Risotto) war sie von den Teilnehmenden dann auch stark nachgefragt. Auf einen Crémant bei der Begrüßung folgte eine dampfende Kürbissuppe und nach der Gans noch ein weihnachtliches Tiramisu. Dass irgendjemand an dem Abend nicht sattgeworden wäre, ist ausgeschlossen…

Für uns als VGSD-Regionalgruppe war es wunderbar, weil wir das Lokal nicht nur für uns hatten, sondern in der Planungsphase auch auf eine ganz individuelle Betreuung zählen konnten und Sonderwünsche von gluten- bis lactosefrei beim Essen ohne Weiteres erfüllt wurden. Das heißt, wir hatten den Raum und die Ruhe, uns ganz auf unser Unternehmer*innen-Julklapp zu konzentrieren – übrigens eine Errungenschaft, die Regionalsprecherin Elke Koepping aus dem Journalistinnenbund für den VGSD adaptiert hat. Ehre wem Ehre gebührt, TV-Journalistin Christine Olderdissen gebührt der Dank für diese tolle Idee aus einem anderen Verband.

Symbolische Geschenke erzählen eine Geschichte aus dem eigenen Arbeitsleben

Alle Teilnehmer brachten ein symbolisches Geschenk ihrer Tätigkeit mit und erzählten eine kurze Anekdote aus dem Jahr 2018, Foto: Elke Koepping

Für den VGSD hatten wir die Ursprungsidee umgewidmet und darum gebeten, ein kleines symbolisches Geschenk für die eigene Tätigkeit mitzubringen und diese mit der mündlichen Erzählung einer Anekdote aus dem Geschäftsbetrieb des Jahres 2018 zu verbinden – einem Ereignis, das nachhaltig in Erinnerung geblieben war, weil es so besonders negativ oder so besonders positiv aus dem Geschäftsalltag herausgestochen war oder einen besonderen Denkprozess über die eigene Tätigkeit in Gang gebracht hatte. Es ist eben bei vielen Selbstständigen heutzutage nicht mehr so, dass ein tatsächliches Produkt der eigenen Tätigkeit vorgezeigt werden kann, daher wurden Platzhalter wie Bücher, Pralinen oder Alkoholisches als Julklappgeschenke akzeptiert. Nichtsdestotrotz war doch der eine oder die andere Freiberuflerin dabei, die etwas Selbstproduziertes dabei hatten.

Die Idee dahinter war, über diesen Einblick in den Alltag der Selbstständigen ganz anderer Unternehmensbereiche tiefer ins Gespräch einzutauchen als dies bei den üblichen Netzwerkveranstaltungen sonst so der Fall ist. Das war auch 2018 wieder ein Volltreffer: abgesehen davon, dass viele dieser Anekdoten ausgesprochen komisch (oder witzig vorgetragen) waren, boten sie eine unglaubliche Fülle unternehmerischer Ideen und Herausforderungen auf. Bei 24 Leuten kommen eben eine Menge interessanter Tätigkeitsfelder zusammen. Neben künstlerischen Fähigkeiten, die neben der Erwerbsarbeit wiederentdeckt wurden oder Hobbies wie der praktischen Übung im Flugsimulator, gab es Geschichten von anstrengenden Kunden, unverständlichen Formularen, die Auftraggeber von Selbstständigen ausgefüllt haben möchten, und neuen hochfliegenden oder auch alten gnadenlos gescheiterten Plänen. In vielen der erzählten Situationen konnte der eine oder die andere ohne Weiteres wiedererkennen. Und auch praktische Soforthilfe konnten wir bei der Frage leisten, ob eine Lektorin eine Unternehmerhaftpflicht braucht oder nicht, denn offenbar gewährt diese ein Fachverband.

Der Abend klingt bis Mitternacht in gemütlicher Atmosphäre aus

Die Regionalgruppe Berlin lässt den Abend gemütlich ausklingen, Foto: Elke Koepping

Alles in allem war es ein heiterer, sehr beschwingter und auf vielen Ebenen inspirierender Abend, der sich bis Mitternacht fortsetzte und an dem viele neue Ideen für Ausflüge und Veranstaltungen der Regionalgruppe im Jahr 2019 entstanden sind. Unseren Gastgeber und Koch konnten wir im Übrigen mit der Veranstaltung derart von unserer Arbeit überzeugen, dass er versprochen hat, im neuen Jahr zu den Stammtischen zu kommen – und der eine oder die andere sporadische Stammtisch-Besucher*in hat sich vorgenommen, gleich Mitglied zu werden.

Wir bedanken uns bei allen, die den Abend zu einem derartigen Erfolg haben werden lassen – den Teilnehmenden wie auch Marc-André Häger und Dilan im Service, sowie seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die hinter den Kulissen geschuftet haben – und freuen uns schon jetzt auf das nächste Weihnachtsessen im Jahr 2019. Den Sommer kriegen wir schnell rum, da wartet immerhin schon das legendäre Grill-Picknick im Park….

 

Text und Bild: Elke Koepping

Galerie

Die Regionalgruppe Berlin lässt den Abend gemütlich ausklingen, Foto: Elke Koepping
Jede Teilnehmerin brachte ein symbolisches Geschenk ihrer Tätigkeit mit und erzählte eine kurze Anekdote aus dem Jahr 2018, Foto: Elke Koepping
Ein winterliches Risotto als vegetarische Alternive zur gewünschten Weihnachtsgans, Foto: Elke Koepping
Mit 24 Gästen füllten erreichten wir die Kapazitätsgrenze des Café Trinkaus und waren unter uns, Foto: Elke Koepping

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