IT-Freelancer steigern Stundensatz auf durchschnittlich 87 Euro

IT-Fachleute gehören zu den gut bezahlten Selbstständigen. Rund drei Viertel sind mit ihrem Einkommen zufrieden. Foto: Pixabay, angelolucas

Selbstständige IT-Fachleute erzielen derzeit einen durchschnittlichen Stundensatz von 87,36 Euro – rund fünf Euro mehr als 2016. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktstudie von freelancermap, für die mehr als 1.100 IT-Experten befragt wurden.

freelancermap stellte den IT-Experten 46 Fragen unter anderem zur finanziellen Situation, zur Auftragslage und zu ihren Erwartungen für das kommende Jahr. Den höchsten Stundensatz meldeten SAP-Fachleute – sie erhalten im Schnitt 105 Euro pro Stunde. Für Leistungen im Bereich „Grafik, Content, Medien“ werden dagegen „nur“ etwa 65 Euro pro Stunde gezahlt. Ein Blick auf die regionale Verteilung ergibt, dass in Hamburg die höchsten Preise pro Arbeitsstunde gezahlt werden, nämlich mehr als 93 Euro.

84 Prozent wollen selbstständig bleiben

73 Prozent der Befragten sind mit ihrem Einkommen zufrieden. Knapp zwei Drittel nennen die Akquisition von Aufträgen als größte Herausforderung. Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt im Schnitt 47 Stunden. 84 Prozent wollen Freelancer bleiben.

freelancermap ist eine Projektbörse und Personalplattform für den IT- und Technik-Bereich. Das Unternehmen wurde 2005 gegründet, die aktuelle Marktstudie ist die zweite Erhebung dieser Art.

Die Resultate der Studie stehen in klarem Kontrast zur Äußerung des SPD-Vorsitzenden Martin Schulz auf dem Berliner Parteitag der Sozialdemokraten. Schulz hatte dort Programmierer in einem Atemzug mit Paketboten und Uber-Fahrern als Beispiele für Selbstständige in prekärer Lage genannt.

1 Kommentar

  1. oskar schreibt:

    Wird die SPD „digital romantisch“?
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    Der frisch gebackene SPD-Generalsekretär, Lars Klingbeil möchte die SPD modernisieren / digitalisieren.
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    Ideen die bei den Piraten und dem CCC schon vor Jahren modern war. Nur wer baut, betreibt und wartet diese Digitaleinfrastruktur? Dies geht wohl weit über dem, was die Kindern und Studenten der SPD in ihrer Freizeit leisten können. Eine leicht angreifbare Infrastruktur wäre ein Fest für ausländische Geheimdienste oder radikale Gruppen des rechten und linken Randes.
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    Bekanntermaßen haben wir in diesem Bereich einen Fachkräftemangel! Vielleicht wächst mit diesem Projekt die Einsicht, dass der Bereich nicht mit Paketboten und Uber-Fahrern vergleichbar ist. Softwareentwickler sind keine angelehnter Hilfsarbeiter, sonder Menschen die sich ihre Expertise hart erarbeitet haben!
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    Vielleicht sollte der VGSD an dieser Stelle auf Transparenz bei der SPD drängen. Schließlich möchten wir ja nicht, dass Andrea Nahles und Martin Schulz wegen Scheinselbständigkeit vor Gericht laden oder gegen die Arbeitsgesetze verstoßen (max. 10 Stunden Tag) 😉

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