Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Zweite Fragestunde zur Beantragung der Grundsicherung mit Andreas Stankewitz"

Andreas Stankewitz hat im Gespräch mit Andreas Lutz in einer Experten-Telko https://www.vgsd.de/?p=34510 das Wichtigste zum Thema Grundsicherung, Antragszeitraum, Einkommensanrechnung, Bedarfsgemeinschaft etc. erklärt und sich bereit erklärt, die Themen in zwei "Fragestunden" zu vertiefen, in denen er viele weitere Tipps geben wird. Dabei wird er jeweils auch über die aktuellsten Entwicklungen (z.B. Vermögensanrechnung) informieren. Die Fragestunde baut auf der Telko auf. Hört Euch zuvor bitte diese an, damit wir Dopplungen vermeiden können. Danke!

07.04.2020
18:00 bis 19:00 Uhr

Permalink

Andreas Stankewitz Experte

Stephan Merkel Moderator

6 Kommentare

  1. Elke Musiolik schreibt:

    Ich versuche schon seit einiger Zeit in Erfahrung zu bringen, wie ich Hilfe bekommen kann. Bin Fachberatung und lebe vom Umsatz, den ich damit erziele. Habe kein Büro. Nur Auto, Telefon und Parkkarte monatlich wären Betriebskosten.
    Ich verdiene den Lebensunterhalt und mein Mann bekommt eine kleine Rente. Ich habe wegen der geschlossenen Geschäfte kein Geld, nur geringe Rücklagen. Kann ich ALG2 und die Soforthilfe beantragen?

    Antworten
  2. Axel Auth schreibt:

    Hallo Andreas, erst einmal vielen Dank für die informative Telko und dafür das du dein Wissen mit uns teilst.

    Ich bin als gewerblicher Solo-Selbstständiger handwerklich und als 3D-Visualisierer im Messebautätig. Ich habe nur geringe Betriebsausgaben (heimisches Arbeitszimmer, Software-Leasing, bertieblich genutzter PKW).
    Aufgrund behördlicher Maßnahmen habe ich alle Aufträge für die die seit Ende Februar Zusagen hatte verloren. Die nächste Messesaison beginnt normalerweise immer im September.

    Ich habe 3 Fragen:

    1. Ich habe einen zusätzlich seit Jahren einen 450€ – Minijob. Wie wird der behandelt bzw wie und wo muss ich das angeben?

    2. Aufgrund einer Knie OP im August letzten Jahres war ich bis zum 2.April AU-geschrieben und habe ein geringes Krankengeld (30€/Tag) erhalten. Da die Krankengeldtranchen immer erst rückwirkend ausgezahlt werden erhalte ich das KG für den März erst jetzt im April – Wird auch das auf meinen Bezugszeitraum angerechnet? (beantragter Bezugszeitraum April – September)

    3. Sollten im September wieder Messen stattfinden und ich dann wieder Aufträge bekommen könnte folgende Situation entstehen:
    Leistungszeitraum (Standbau): September: Rechnungseingang hierfür: Oktober
    Müssten diese Beträge rückwirkend auf den Bezugszeitraum angerechnet werden oder gilt hier die steuerliche IST-Regelung der ich auch sonst unterliege?

    Mit besten Grüßen & vielen Dank euch allen!

    Antworten
  3. Axel Auth schreibt:

    Hallo Andreas,
    hier eine Info zur Corona-Soforthilfe für Solo-Selbsständige und der Anrechnung der privaten Lebenshaltungskosten
    Ich wohne in NRW und habe heute sowohl mit der Hotline der Bergischen IHK als auch mit der Hotline der Wirtschaftsförderung Wuppertal telefoniert. Auf die Frage der Anrechenbarkeit der persönlichen Lebenshaltungskosten auf die 9000 € wurde mir bei beiden Stellen gesagt, dass auch die privaten Lebenshaltungskosten bei Solo-Selbstständigen hier anrechenbar seien.
    Natürlich sind das wieder keine Aussagen die rechtsverbindlich sind, aber so wurden wurden die zuständigen Berater wohl informiert. Kann aber auch sein das NRW hier anders verfährt…
    Ein großes Problem wäre, wenn dies sich nachträglich als nicht zutreffend erweisen würde, die hierfür angesetzten Kosten zurückgefordert würden und man dann aber die Frist für die Beantragung der Grundsicherung längst verstrichen wäre.
    Dies Alles nur zur Info, ich weiß nicht, vielleicht hilfts ja irgendwofür …

    Mit besten Grüßen
    Axel

    Antworten
  4. Alla Baraniak schreibt:

    Hallo, ich habe am 27.03.2020 meinen Antrag auf Soforthilfe gestellt. Am 28.03. kam dann der Bewilligungsbescheid vom Regierungsbezirk Arnsberg in NRW.
    Am 30.03.2020 kam dann noch einmal der Bewilligungsbescheid. Ich habe also zwei Bewilligungsbescheide für einen Antrag erhalten.
    Ich habe mehrfach per E-Mail an die zuständige Behörde geschrieben. Keine Antwort erhalten. Heute habe ich telefoniert und man hat mir mitgeteilt das ich doch mein Anliegen per E-Mail senden sollte. Das habe ich dann wieder an die bereits bekannte E-Mail Adresse getan. Keine Antwort!
    Leider ist bis heute kein Geld auf mein Konto eingegangen trotz Bewilligungsbescheid. Hat jemand noch einen Tipp an wen ich mich noch wenden kann?

    Antworten
  5. Stan schreibt:

    Ich gehöre als Allein-Gesellschafter-Beschäftigter einer UG für Webdesign zu den 3%, die in der letzten Telko hintangestellt wurden. Die Situation ist tatsächlich kompliziert, da offenbar keine eindeutige rechtliche Regelung existiert.
    Wenn ich als ALGII-Bezieher und eine kleine UG habe, wird für die UG eine EKS verlangt. Als GF einer UG bin doch im rechtlichen Sinn nicht Selbständiger, sondern Arbeitnehmer der UG. Da mangels kontinuierlichem Einkommen noch kein Gehalt gezahlt werden kann, fließt mir auch keines zu.
    Trotzdem werden kurzfristige Gewinne der UG, die im nächsten Monat gebraucht werden, als Einkommen verrechnet weil ich es ja hätte auszahlen können. Das kann doch so nicht rechtens sein. Die UG würde damit automatisch im nächsten Monat in die Insolvenz rutschen.
    Eine UG ist doch eigentlich eine selbständige Rechtspersönlichkeit und somit Kapitalvermögen.
    Eigentlich suche ich ergänzend einen Halbtags-Supporter-Job im Homeoffice. Diese Vermitllung wird für die Dauer der Existenz der UG verweigert.

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  6. Sylvia schreibt:

    Als Einzelunternehmer habe ich Soforthilfe vom Bund beantragt und auch schnell erhalten.
    Nur bin ich mir vollkommen unklar darüber, wie ich diesen Betrag in meiner EKS für den Hartz 4 Antrag berücksichtigen soll.
    Denn diese Hilfe ist ja nur für die Betriebsausgaben gedacht und auch da bin ich mir nicht sicher, für welche. Z.B ob auch aufgelaufene wegen dem plötzlichen Umsatzeinbruch nicht gezahlte Lieferantenrechnungen davon beglichen werden dürfen. Oder das wichtige Onlineshop-update als Dienstleistung Dritter.
    Sollte ich dann einfach meine voraussichtlichen Ausgaben um den jeweils für den Monat gedachten Betrag vermindern?
    Oder zählt die Soforthilfe als Einnahme, da sie ja auch noch versteuert werden muss?
    Wenn ja, wie soll ich das angeben, da der Betrag für mehrere Monate (3-5) gedacht ist, Einmalbetrag, so wie erhalten oder auf die Monate verteilt, so wie gedacht?
    Soll ich den Brutto- oder Nettobetrag als Zuwendung verbuchen?
    Rätsel über Rätsel.
    Ich habe früher schon Hartz 4 bezogen und weiß, wie schmerzhaft es ist, wenn man vorausschauend zu viel Bedarf angegeben hat und nach der Abrechnung alles zurückzahlen muss. Auch wenn man dann nur knapp über dem Limit für Zuwendungen liegt, ist man plötzlich Schuldner.
    Wenn der Betrag meine Betriebskosten vermindert, bedeutet das nämlich, dass ich, wenn auch geringe, Einnahmen haben werde.
    Wenn nicht, habe ich im Schnitt der 6 Monate negative Einkünfte.

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