Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Solo-Selbstständige beim Konjunkturpaket übergangen

Die Soforthilfen: Erst den einen geschenkt, dann an andere weitergegeben, Foto: poppystyle, Adobe Stock

VGSD-Pressemitteilung vom 04.06.2020

Die von der Corona-Krise in besonderem Maße betroffenen 2,2 Millionen Solo-Selbstständigen wurden beim gestern Abend verkündeten Konjunkturpaket übergangen. In dem 15 Seiten langen, 57 Maßnahmen umfassenden Ergebnispapier des Bundesfinanzministeriums werden sie an keiner Stelle genannt.

Die im März mit großem Medienecho verkündeten Soforthilfen im Umfang von angeblich 50 Milliarden Euro werden eingestellt, obwohl eine Verlängerung um zwei Monate vorgesehen war und die Mittel bisher erst zu einem Viertel ausgeschöpft sind.

 

Mittel für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen von Regierung zweckentfremdet

Statt das Programm rechtssicher auszugestalten, Lücken zu schließen und – wie von den Wirtschaftsministern der Länder schon Anfang April einhellig gefordert – auch einen Zuschuss zum Lebensunterhalt zu zahlen, werden die nicht ausgeschöpften Mittel nun zweckentfremdet und in Form sogenannter „Überbrückungshilfen“ an größere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeiter weitergereicht.

Die Solo-Selbstständigen gehen leer aus und werden so zu den Hauptverlierern dieser Krise gemacht. Zum Schutz der Gesundheit aller wurde vielen „Solos“ ihre Berufstätigkeit verboten, in einigen Bereichen werden sie de facto bis Jahresende nicht arbeiten können. Statt nun auch den Schaden gemeinschaftlich zu tragen, werden die Solo-Selbstständigen mit diesem alleine gelassen.

Der VGSD e.V. hat gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) eine Bundestagspetition zur Fortführung der Soforthilfen und notwendigen mittelfristigen Maßnahmen gestartet, die unter vgsd.de/pet mitgezeichnet werden kann.

 

Soforthilfen speziell für Solo-Selbstständige gestaltet – so dass diese kaum davon profitieren

Die Solo-Selbstständigen konnten schon bisher kaum von den – doch eigentlich eigens für sie ausgestalteten – Soforthilfen profitieren, denn gefördert wurden nur bestimmte betriebliche Kosten, die bei dieser Gruppe von Unternehmen meist nur in geringer Höhe anfallen. Bei 63 Prozent von ihnen liegen die betrieblichen Fixkosten unter 1.000 Euro, bei 43 Prozent sogar unter 500 Euro pro Monat. (Quelle: VGSD-Befragung unter 27.000 Selbstständigen)

Bei den angekündigten Überbrückungshilfen, die die Soforthilfen ersetzen, sind die Hilfen noch restriktiver ausgestaltet. Solo-Selbstständige werden noch weniger erhalten als bisher. Auch sind die Voraussetzungen (Gutachten des Steuerberaters) so hoch angesetzt, dass sich die Antragstellung für Solo-Selbstständige noch weniger als bisher lohnen dürfte.

 

Für eigentliche Kosten auf Grundsicherung verwiesen – dabei gehen gut 80 Prozent der Betroffenen leer aus

Die eigentlichen Kosten von Solo-Selbstständigen sind ihre private Miete, Lebenshaltungskosten, Krankenversicherung usw. Eine Übernahme dieser Kosten bleibt weiterhin ausgeschlossen. Zu Beginn der Coronakrise hatte es in vielen Bundesländern geheißen, dass die Soforthilfen für diese Ausgaben eingesetzt werden dürften.

Die Länder hatten jedoch nicht mit der Weigerung von Bundeswirtschaftsminister Altmaier gerechnet, die Soforthilfen dafür zu verwenden. Bis heute und auch weiterhin verweist er Solo-Selbstständige in Bezug auf ihre privaten Lebenshaltungskosten auf die Grundsicherung („Hartz IV“).

Auch diese ist aber trotz angeblich „vereinfachter Antragstellung“ und „Verzicht auf Vermögensprüfung“ so ausgestaltet, dass mehr als 80 Prozent der betroffenen Solo-Selbstständigen sie nicht beantragen können und wollen. Bei Selbstständigen haben die Anträge oft einen Umfang von mehr als 100 Seiten.

Sehr viele Betroffene sind zudem im fortgeschrittenen Alter und haben entsprechend der bisherigen Rechtslage eigenverantwortlich für ihr Alter vorgesorgt. Diese Altersvorsorge schließt sie angesichts niedriger Vermögens-Freigrenzen nun zu einem großen Teil auch von dieser Art von Hilfe aus.

 

Fazit: Regierung lässt Solo-Selbstständige im Stich

VGSD-Vorstand Dr. Andreas Lutz fasst die Situation wie folgt zusammen: „Die Regierung lässt die Solo-Selbstständigen im Stich und behandelt uns als Erwerbstätige dritter Klasse, dabei stehen wir für die Vielfalt in unseren Städten und im kulturellen Leben. Zum Schutz aller hat sie uns unsere Berufsausübung verboten. Das war nachvollziehbar. Sie darf uns nun aber mit dem Schaden, der höher ist als bei Angestellten, nicht einfach alleine lassen.“

46 Kommentare

  1. Schreib ich heute mal nicht schreibt:

    Das Programm ist eine Frechheit gegenüber allen Solo-Selbstständigen. Die einzige Ausnahme bilden die Zahnärzte. Die werden mit Geld auf eine Art und Weise überschüttet, die im Vergleich zu allen anderen nicht mehr zu erklären und geradezu unanständig ist.
    In Italien, Spanien, etc. gibt es unbürokratische Hilfen zum Lebensunterhalt. Hier nicht. Zur Belohnung dafür, dass die Kollegen im Ausland gerechtfertigt und notwendigerweise Unterstützung erhalten, sponsert Deutschland noch den größten Teil des EU-Konjunkturpaketes, Denken die in Berlin, dass wir alle doof sind und das nicht mitbekommen?
    Das treibt viele Menschen in politische Ecken, in denen wir Sie alle nicht sehen wollen.

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    1. EJ schreibt:

      Hallo Anonymous ;),

      ich bin ebenfalls tief enttäuscht. In den letzten Wochen habe ich mich gedanklich lange im Kreis gedreht und versucht, das alles irgendwie zu verstehen oder logisch nachzuvollziehen.
      Aber ich komme einfach nicht dahinter. Nur die abgedrehtesten Theorien ergeben einen Sinn. Z.B.

      Wäre es nicht ein Mittel gegen den Fachkräftemangel, wenn schlaue, motivierte und wirtschaftlich denkende Soloselbstständige wieder in Arbeitnehmerverhältnisse gedrängt werden?

      Könnte man so nicht auchgleichzeitig neue Beitragszahler für die ges. Rentenversicherung generieren?

      Wäre es nicht eine enorme Vereinfachung für die Verwaltung, wenn sie nicht mehr die ganzen Soloselbstständigen mit ihren komplizierten Eigentumsverhältnissen (Firmenwagen, Bewirtung, Reisekosten, heimisches Arbeitszimmer) bearbeiten müssten?

      Was auch immer der Grund ist, das Ziel war sicherlich nicht, uns in irgendeiner Form dafür zu entschädigen, dass man uns auf voller Breite die Umsatzerzielungsmöglichkeiten genommen hat. Und das Ziel war ebenfalls nicht, uns über diese Zeit hinwegzuhelfen.

      Es wäre besser gewesen, man hätte uns das auch von vorn herein so zu verstehen gegeben.
      Dann hätte man vielleicht schneller und anders auf die Umstände reagiert… ich zumindest.

      Stattdessen heisst es erst „Keine Panik, da kommt bald was“. Dann legt man uns 9000 EUR vor die Nase, die man aber nicht benutzen darf. Dann kommt wieder einer und verspricht „die Bazooka“ rauszuholen und ist plötzlich von weiteren Hilfen für bestimmte Brachen die Rede… und jetzt, nach 3.5 Monaten heisst es dann.
      Nee – alles nur Spaß… ihr seid doch selbstständig – dann zeigt mal was ihr könnt.

      Ich werde meine Konsequenzen daraus ziehen. Und die sind sicher nicht zum Vorteil der Steuerkonten.

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      1. Achim schreibt:

        Mir geht es da ganz ähnlich. Meine Schlussfolgerung ist in etwa die, dass ich meine „Kündigung“ aus der Solidargemeinschaft eingereicht habe! Wenn sich keine Sau für mich zuständig fühlt, dann sehe ich das auch nicht als meine Aufgabe an, die Gesellschaft zu versorgen, sondern werde zukünftig zuallererst nach mir und meiner Familie schauen, und wenn dann noch etwas übrig bleibt, dann werde ich diese Ressourcen in mir wichtige Menschen wie Freunde, Bekannte und liebe Kollegen stecken, bevor sie einfach im Nichts verpuffen.
        Auch werde ich zukünftig alles an kreativen Steuerspar-Möglichkeiten und Förderungen abgreifen, die es nur gibt. Tschüss Allmende!
        Ich denke, diese leicht überspitzte Reaktion meinerseits ist das schlimmste Ergebnis dieser Krise, und dessen sind sich die ganzen Politiker gar nicht bewusst: Nämlich, dass sie mit ihrer bestenfalls Unfähigkeit, schlimmstenfalls asozialen und menschenfeindlichen Handlungsweise Leute an den Rand drängen – auch den politischen Rand! Und im Gegensatz zu irgendwelchen abgehängten Hinterwäldlern, die von Chemtrails und 5G faseln (oder Atilla Hildmann heißen), handelt es sich hier um die gebildete Leistungselite der Gesellschaft. Aber womöglich möchte man die ja ganz bewusst (oder intuitiv) gar nicht mehr haben. Ich versteh’s jedenfalls alles nicht …

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        1. F.Müller schreibt:

          Kann ich gut verstehen, hab in den letzten Wochen sehr häufig gehört, dass die Steuerkonten nur noch sehr gering bestückt werden. Eine Massenflucht in die Illegalität bahnt sich an. Die Zoll-Finanzkontrolle mit Personal auszustatten hält die Leute davon nicht ab. Der Wirtschaftsminister Altmaier ist schon lange ein Totalausfall.

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        2. Anna Lax schreibt:

          Das kann ich aus vollem Herzen unterschreiben. Nur noch raus aus der Solidargemeinschaft. Ich habe keinerlei Motivation mehr nach der Krise wieder den Stress als Externe Projektmanagerin (hauptsächlich Automotive und IT-Projekte in großen Konzernen) auf mich zu nehmen, um sofort vom ersten Cent an wieder volle Steuerlast zu tragen, obwohl ich nicht einen einzigen Cent an Unterstützung von unserem Sozialstaat erhalte.
          Aufträge zu 100% weg. Keine neuen Aufträge in Aussicht. Keine Hilfe, da geringe Betriebskosten und durch lange Zahlungsziele in der Wirtschaft Zahlungseingänge bis einschließlich Mai, obwohl ich bereits seit Mitte März nicht mehr arbeiten kann. Keine Grundsicherung, da zu gut vorgesorgt und Photovoltaik auf dem Dach, die monatliche Einnahme von ca. 1.000 Euro bringt. Nur leider war die Finanzierung meines Hofs auf mein hohes Einkommensniveau ausgelegt und ich zahle monatlich ca. 2.500 Euro Raten an die Bank. Miete erstattet gibt es nicht, da ja Wohneigentum und Einnahmen aus Photovoltaik …
          Ich werde zukünftig wahrscheinlich meinem ehrenamtlichen Nebenberuf den Vorzug geben: Psychotherapeutische Begleitung in der Sterbehilfe. Damit ist kein Geld zu verdienen. Aber was solls? Wenn mich der Staat dann verhungern lässt und mir den Hof unter dem Hintern verpfändet, dann gehe ich im Park Flaschen sammeln und kaufe mir vom Erlös ein paar Flaschen Wodka oder beantrage bei Putin Asyl (als ursprünglich technische Übersetzerin für Russisch kein Problem).
          Ich habe zwei Kinder allein großgezogen, ohne jemals staatliche Hilfe beantragt zu haben. Beiden Kindern das Studium gezahlt, ohne dass ich das steuerlich geltend machen konnte über den ganz normalen Freibetrag hinaus. Von der Privatuni meiner Tochter haben sie mir nicht einen Euro anerkannt! Und jetzt das.
          Es reicht, Deutschland!

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      2. Nils schreibt:

        Das Totschlagargument ist immer wenn man als Selbstständiger über Probleme klagt „dann lass dich doch fest anstellen“. Da frage ich mich immer was die Menschen glauben wo die ganzen Jobs denn herkommen.

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        1. Gerd Rohleder schreibt:

          Endlich mal jemand der es auf den Punkt bringt
          Als Selbständiger wird man dann in die Grundsicherung gesteckt.
          Wer evl. Als Selbstständiger Alg 1 bekommt oder zusteht der bekommt direkt jede menge Jobangebote die er annehmen soll, das ist für jemanden der Selbständig ist/ war nicht zu verstehen

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          1. soloselbständig schreibt:

            Diese Erfahrung kann ich nicht bestätigen. Ich bin selbständig und beziehe ALG1 aus der Antragspflichtversicherung seit 8 Wochen.
            Bisherige Jobangebote: 0
            Aktuelle eigenrecherchierte Job-Möglichkeiten: 0
            Der Markt ist zur Zeit eingefroren.

          2. Gerd Rohleder schreibt:

            Wer im Besitz des Lkw Führerscheins ist bekommt da schon einge Vorschläge zugeschickt und das auch noch vor der Bewilligung

          3. Werner Hick schreibt:

            Weshalb kann das ein Soloselbstsändigernicht verstehen? Es ist nun mal so, das Bezieher von Alg 1 sich bewerben müssen, wenn ihnen die Jobs angeboten werden. Das müssen alle machen, also auch sie. Die ARGE ist kein Selbstbedienungsladen.

    2. Birgit Weiher schreibt:

      Hallo,
      Danke für die ehrlichen Worte. Meine Familie und ich sehen das genau so. Ich hatte bereits vor Wochen einige Politiker zu diesem Thema geschrieben, aber keine Antwort bekommen.

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      1. Walter Fuchs schreibt:

        Wieso auch… die liefern keine Antworten, nur Lösungen an denen „Sie“ partizipieren… wie die Erhöhung der Diäten… knapp vor der Pandemie!

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    3. Thomas Roth schreibt:

      Ich verstehe als Soloselbstständiger und Dienstleister jetzt wirklich kein Spaß mehr. Kostenbelastet durch ständige Investionen in Maschinen, Werkzeuge, Materialien, Arbeitskleidung, Mobilität etc. ausgestattet mit der hohen Motivation eines Dienstleisters und einer regelmäßigen 60-80 Stundenwoche erlebe ich Folgendes: Niedriglöhner aus Osteuropa, die für einen Stundenlohn anbieten, immer mehr Rentner, die aufgrund der Aufhebung der Zuverdienstgrenze für geringere Stundenlöhne das erledigen, Angestellte und Arbeiter aus sozialversicherten Arbeitsverhältnissen mit einer lockeren 37 Stundenwoche , die im selbstständigen Nebenberuf ebenfalls günstiger anbieten…….es ist zum K…..!! Und dann habe ich bis in die Nacht oder sonntags das Belegwesen, Rechnungslegung und steuerliche Vorbereitungen im Homeoffice zusätzlich abzuleisten. Urlaub sowieso kaum möglich und wenn, dann ist dieser unbezahlt bzw. von Einkommenverlust und Zusatzkosten geprägt. Lohnt es sich bald nur noch im Nebenberuf eine Soloselbstständigkeit zu praktizieren? Mir scheint so. Und dann hört man noch so Sprüche wie “ hättest was Gscheites glernt“ von so manchem Mitmenschen!
      Es ist grundsätzlich so Vieles in Schieflage bzw. verschoben in dieser Arbeitswelt.

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  2. Nils schreibt:

    Die Senkung der Mehrwertsteuer ist für uns auch nicht unbedingt hilfreich, da es ja ein durchlaufender Posten ist. Ich arbeite im B2B Bereich, da ist der Effekt genau 0. Das Problem ist eher dass man nun Abrechnungssysteme für 6 Monate umstellen muss was auch wieder Aufwand und Kosten verursacht. Ich denke es wird hier auch viel öffentlichen Druck geben dass die Steuersenkung auch an die Endkunden weiter gegeben wird.

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  3. Michael schreibt:

    Ich habe auch 3000 € Soforthilfe erhalten, habe den Betrag aber auch wieder zurück überwiesen weil ich nicht als Subventionsbetrüger mit den Konsequenzen leben möchte. Wovon ich meinen Lebenshaltungskosten und Versicherungen bezahlen soll, hat mir Herr Altmeier aber noch nicht erzählt. Hartz IV kommt bei mir nicht in Betracht da ich so blöd war zu arbeiten und mir etwas aufzubauen.

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  4. Wolfgang schreibt:

    Tut schon weh wenn ich aus dem Fenster schaue und die sich in Kurzarbeit befindenden Nachbarn ihren Rasen pflegen sehe – bezahlterweise aus Steuergeldern. Und ich bin aufgrund Projektbudgetkürzungen quasi auch in Kurzarbeit – ohne jeglichen Ausgleich.
    Hätte weniger Probleme damit wenn der Staat uns wenigsten ansonsten in Ruhe lassen würde…

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  5. Manu schreibt:

    Bin auch als Dozent in der Erwachsenenbildung tätig. Da hieß es beantrage doch ALG2. Den Antrag mit allen Seiten auszufüllen. hat 2 Tage gekostet .
    Und dann erging es mit wie vielen. Sie haben eine Immobilie, einen Partner etc. Zack, kein Anspruch.
    Unser Amt beweihräuchert sich sogar noch in den Medien. was für einen tollen Job sie doch gemacht hätten. Und die dummen Selbstständigen würden ja nicht verstehen. warum ihre Anträge abgelehnt werden. Sie hätten halt Vermögen. Dafür haben wir auch erfolgreich gearbeitet. und nun lebe dann mal von den Ersparnissen . was dann im Alter ist: Pech gehabt .

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  6. marc fritzler schreibt:

    Via twitter habe ich heute den BM Altmeier, Heil, Grütters fünf Ideen unterbreitet:
    .
    Idee 1
    Selbstständige führen auf Honorarbasis (Werkverträge!) Fortbildungen für Bedienstete/Beamte von Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden und Sozialkassen durch (ferner FA, Jobcenter etc.): Thema der Workshops: Wie funktioniert Wirtschaft? Was heißt Selbstständigkeit in DE?
    .
    Idee 2
    Für ein Jahr vergibt die Bundesregierung keine Aufträge mehr an die „Big Four“ der Beratungsunternehmen (die erhalten zig Millionen jedes Jahr von der BReg!) – sondern nur noch an KMU + Selbstständige.
    .
    Zur Erinnerung: Auch den Big Four haben wir Schäden in Milliardenhöhe zu „verdanken“, weil sie Konzernen diverse Steuer“schlupf“löcher aufzeigten (Stw. Karusselgeschäfte).
    .
    Idee 3
    Die Bundesregierung und die DRV erklären ein Moratorium betr. Statusfeststellungsverfahren vs. Selbstständige – stattdessen geht die DRV endlich gg. die Mißstände in der Fleischindustrie + Bauwirtschaft vor (das wollte sie ja schon längst getan haben, stattdessen hat sie sich uns Solos vorgeknöpft).
    .
    Idee 4
    Mit einem kleinen Teil der übrigen 37 Mrd. der (nicht abgerufenen) „Soforthilfen“ wird die Künstlersozialkasse (KSK) reformiert und für alle Selbstständigen (GKV) geöffnet. Für 1 Jahr übernimmt der Bund den „Arbeitgeber“anteil für KV+RV.
    .
    Idee 5
    Die Bundesministerien verpflichten ihre PR-Agenturen, künftig (wieder) mit Freelancern zusammenzuarbeiten – Grafiker:innen, Texter:innen, Lektoren, Fotografen etc. Nach meinen Kenntnissen haben die Agenturen die Kooperation mit Freelancern in den letzten Jahren massiv heruntergefahren (wg. SFV/DRV/BMAS).
    .
    Ob es Antworten geben wird? Ich glaube nicht daran. Wir zahlen, aber wir zählen nicht.
    .
    Siehe ansonsten für noch kommende Ideen
    https://twitter.com/textkonstrukte

    Antworten
    1. Schwarzer Humor schreibt:

      >> Ob es Antworten geben wird?

      Natürlich nicht. Man ist doch nicht Mitglied in einer schwarzen Partei um dann Farbe zu bekennen.
      Deine Ideensammlung wird nicht einmal gelesen, denn ein Minister einer schwarzen Partei sieht auch ungern rot.

      Als Tonmeister gelobe ich:
      Nicht ein einziger Ton kommt in Zukunft für euch aus meinen Lautsprechern.
      Lasst am besten weiter euer Bundeswehrorchester für euch spielen und gebt euch Medaillen.

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  7. Jens Wagner schreibt:

    Das sogenannte Konjunkturpaket ist ein absolute Missachtung und mangelnde Wertschätzung gegenüber der Wirtschafts- und Lebensleistung von uns Klein- und Solo-Selbständigen. Das ist pure Diskriminierung. Es sieht fast danach aus, als ob unser Wirtschaftszweig ausgelöscht werden soll.
    Laut Landeswirtschaftsministerkonferenz sollen 75% der Solos gefährdet sein, nach eigener Umfrage rechnen 25% der Solos mit der Geschäftsaufgabe. Die Wahrheit liegt vielleicht bei 50%, das wären dann 1,1 Mio. Solo-Selbständige weniger, entspricht also einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 1,3%.
    Aus Sicht der Politiker sind wir dann wohl eine zu vernachlässigende Minderheit, was aber die Diskriminierung erst recht bestätigt 🙁
    .
    „Liebe Politiker, niemand von euch hat während der gesamten Coronakrise irgendwelche Einkommensverluste hinnehmen müssen. Ihr könnt also kaum beurteilen, wie es sich anfühlt, keine Einnahmen mehr zu erzielen und auch keine Zukunftsperspektive mehr zu haben.
    Aus dieser Situatuon der Unkenntnis entscheidet ihr aber über den wirtschaftlichen Tod von einzelkämpfenden Unternehmern, die bisher immer brav ihren Verpflichtungen nachgekommen sind und ihre Steuern abgeführt haben.
    Diese Steuereinnahmen wandern in den Staatshaushalt, aus dem u.a. auch die Diäten finanziert werden, die wir euch jeden Monat für eure Arbeit zahlen. Für diese Zahlungen seid ihr uns Bürgern aber auch eine adäquate Gegenleistung schuldig. Leider wird diese Gegenleistung gegenüber den 3 Mio. Klein- und Solo-Selbständigen weder durch den Bundeszuschuss noch durch die Grundsicherung noch durch das Konjunkturpaket erbracht. Erschwerend kommt jetzt noch hinzu, dass durch die Zerstörung unserer Geschäftsmodelle wir zukünftig mangels Einnahmen nicht mehr in der Lage sein werden, den Staatshaushalt durch Steuerzahlungen zu unterstützen.
    Und wie wollt ihr in Zukunft die ganzen Aufgaben und Herausforderungen finanzieren und den Schuldenberg abbauen, wenn die Steuereinnahmen ausbleiben? Darauf hätten wir gerne überzeugende Antworten!“
    .
    Soweit mal die direkte Ansprache an die Verursacher des Kollateralschadens. Auf uns werden sehr schwere Zeiten zukommen, denn trotz einiger Nutznießer des Konjunkturpakets wird die Wirtschaft auf Dauer gestört bleiben. Unsere Kunden vergeben kein Aufträge mehr, weil auch deren Geschäftsmodelle in Mitleidenschaft geraten sind.
    Das hier sind die News, die wir jetzt nicht brauchen:
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ifo-institut-firmen-investieren-in-corona-krise-viel-weniger-forscher-beunruhigt-a-830d5930-71e8-4a70-9154-f6a706b6f791
    .
    https://www.ifo.de/node/55845

    Antworten
  8. Kistner schreibt:

    Am Ende des Tages fragen sich die Politiker wieder warum soviele die AFD wählen………
    Liebe Karnevalisten in Berlin, viel Spaß nächstes Jahr dann gibt es Tatatataaa

    Euer Carsten

    Antworten
  9. Carsten Kistner schreibt:

    Am Ende des Tages fragen sich die Politiker wieder warum soviele die AFD wählen………
    Liebe Karnevalisten in Berlin, viel Spaß nächstes Jahr dann gibt es Tatatataaa

    Euer Carsten

    Antworten
  10. Tschüss Deutschland? schreibt:

    Notfallevakuierung aus Deutschland?

    Ja, ernsthaft: Falls demnächst noch die Zwangsverpflichtung in die gesetzliche Rentenversicherung kommt, könnte dies für mich der einzige Weg sein, als Solo-Selbstständiger zu überleben und mein Lebenswerk fortzuführen (u. a. weil ich private Vorsorge betreibe und diese dann womöglich aufgeben müsste).

    Es ist eine Schande, wie wir in unserer Heimat behandelt werden. Die Bemühungen des VGSD sind ehrenhaft und vorbildlich – aber offenbar interessieren die Politik die ca. 3 Millionen Wählerstimmen nicht.

    Antworten
  11. Andreas Lindner schreibt:

    Wir werden uns im kommenden Jahr anlässlich der Bundestagwahl daran erinnern und diese Regierung ebenfalls nicht berücksichtigen. Versprochen, liebe Groko.

    Antworten
  12. marc fritzler schreibt:

    Interessanter Beschluss des Bundesrates von HEUTE:
    .
    „Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, im Zuge der Fortschreibung der Hilfsmaßnahmen für alle Selbstständigen und Freiberufler, deren Einnahmen durch die Corona-Pandemie entfallen, Regelungen zum Ausgleich ihrer erheblichen Umsatzeinbrüche zu entwickeln. Damit soll der Nachteil ausgeglichen werden, dass ihr Tätigkeitsfeld von der Krise in besonderem Maße betroffen ist und ihnen die soziale Sicherung abhängiger Beschäftigter nicht offensteht. Vor dem Hintergrund der Beschlüsse der Wirtschaftsministerkonferenz sowie der Kulturministerkonferenz plädiert der Bundes-rat dabei für eine Lösung, die für den begrenzten Zeitraum der Pandemie die Möglichkeit eines pauschalen monatlichen Zuschusses zur Abfederung von Einnahmeverlusten eröffnet.“
    .
    Siehe:
    https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2020/0201-0300/230-20(B).pdf?__blob=publicationFile&v=1

    Antworten
    1. Angelika schreibt:

      Das steht dann hoffentlich allen Solo Selbständigen offen. Auch ich musste bereits geleistete Anzahlungen zurückbezahlen, so dass ich dieses Jahr quasi 0 EUR verdient habe und es ist derzeit nicht abzusehen, dass sich daran dieses Jahr irgendetwas ändern wird. Ich wurde zwar nicht direkt mit einem Arbeitsverbot belegt, es bleiben aber schlicht die Aufträge aus, da die Firmen sparen und ihre Projekt verschieben oder gleich komplett absagen.

      Antworten
      1. Geigenmädchen schreibt:

        Hallo Angelika,

        es ist zwar schön, dass der Bunderat zu dieser Entschließung gekommen ist, aber bedenke:

        1) Der Bundesrat besteht aus Landesvertrertern, also hauptsächlich Ministerpräsidenten und Ministern der Länder.

        2) Eine Entschließung an die Bundesregierung ist nicht mehr als ein Denkanstoß oder ein Hinweis ohne dass daraus irgendeine Verpflichtung entsteht.

        Die Ministerpräsigenten der Bundesländer haben aber schon einmal geschlossen an die Bundesregierung appelliert, bei der Corona-Soforthilfe nachzubessern und Herr Altmeier hat Ihnen eine Abfuhr erteilt.

        Dein Wunsch, dass „Das […] dann hoffentlich allen Solo Selbständigen offen. “ (steht) setzt voraus, dass der Appell in der BReg überhaupt Gehör findet. Und dass dies der Fall sein wird, bezweifle ich.
        Nichts von dem, was in der Entschließung steht, ist für die BReg eine neue Erkenntnis. Insbesondere Herr Altmeier weiß das alles, z.B. aus dem offenen Brief des VGSD (und diversen anderen Briefen).

        Ich würde Dir also empfehlen, hier nicht zu sehr auf irgendwas zu hoffen. Das erspart Dir die Enttäuschung.

        Antworten
  13. Eva schreibt:

    Wir werden erst wieder interessant, wenn es darum geht, uns Steuern abzuknöpfen, oder Rückzahlungen aus sogenannten „Hilfen“ zu fordern.

    Antworten
  14. jürgen peters schreibt:

    Sämtliche Eventagenturen, Solo-Selbständigen und Freelancer sollten sich solidarisieren und bei der nächsten Veranstaltungsanfrage von politischen Institutionen in den kollektiven Streik treten. Vielleicht merkt die Politik dann, dass ohne uns nichts läuft.

    Antworten
  15. Stefan E. schreibt:

    Organisiert Euch! Die Stütze Deutschlands ist der Fleiß des Mittelstandes. Der Fokus der Politik sind Großunternehmen. Das war seit dem 2. Weltkrieg noch nie anders. Das marode Rentensystem macht die Solo-Selbständig zusätzlich zum Feind! Weniger Solo-Selbständige und dafür in der gleichen Anzahl Angestellte wäre besser für das Rentensystem! Theoretische zumindest. Dass die Feindschaft so extrem ist, hätte aber selbst ich nicht gedacht.
    Gesamtwirtschaftlich funktioniert dieses System offensichtlich sehr gut. Nur blöd für den einzelnen Kleinen. Betteln und Flehen hat schon immer nur einen Buchteil von Fordern, Verhandeln und Drohen gebracht. Nur die jetzigen Regierungsparteien nicht wählen schadet mehr als es nutzt. Und hilft damit den Neonazis, Kommunisten und Nationalisten. Das wird die Lage nicht verbessern.
    Jeder Selbständige muss eben einen Teil seines Geldes und seiner Zeit in seine Interessenvertretung stecken. Schon werden wir gehört! Und der VGSD Vorsitzende kann dann auch mit Ministern essen gehen und über Deutschland reden. Und dabei mit 3 Mio. Mitgliedern drohen. Wäre doch mal was.

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  16. Nein! Doch! Oooch... schreibt:

    Als Selbständiger Handwerker kann ich alles bis jetzt geschriebene nur bestätigen. Die Soforthilfe hat meinem Vermieter geholfen, den Stadtwerken, der Telefongesellschaft, meiner Bank (Bankgebühren) und meinem Webhoster. Wurde alles auf den Cent genau anerkannt und bezahlt. Mein Lebensunterhalt? Meine Krankenversicherung? Meine private Miete? Mein e Rente? Sollte ich schon zuvor das Gefühl gehabt haben, das sei den Verantwortlichen egal, dann wurde dies nun eindrucksvoll und unmissverständlich bestätigt.
    Autsch.
    Wer sich als Gast bewirten, seine Haare frisieren, seine Kleidung ändern und reinigen, Brötchen backen, Musikunterricht (…) und in Konzerten bespaßen und als Volksdiener sein Gehalt am Ersten von ebendiesen Unternehmern und bei diesen Beschäftigten auch noch erwirtschaften lässt, könnte eigentlich kaum dümmer handeln. Über 50% der Steuereinnahmen werden aus Umsatz- und Einkommenssteuer erzielt.
    Die Soforthilfe für Selbstständige hat den Selbstständigen keinen Cent gegeben, der Ausdruck für die „GeschäftspartnervonSelbstständigenHilfe“ also eine Mogelpackung. Das merk ich mir.
    Zu Erhard’s Wirtschaftswunderzeiten betrug die MwSt nur 4% dafür war allerdings auch kein Vorsteuerabzug möglich. (Und auch kein Vorsteuerbetrug, dies nur am Rande) Es ist an der Zeit, von der Selbstständigkeit in Deutschland abzuraten.
    Die MwSt-Senkung bringt den Selbstständigen ausser unbezahlter Arbeit nichts (Danke 🙁 ), beim auf Kurzarbeit gestellten Durchschnittsverdiener macht sie im Monat ca. 10 Tafeln Schokolade aus.
    Gewinner sind die, die in diesen Zeiten (!) Anschaffungen von 20.000 € und mehr planen.

    Es macht nach über 20 Jahren langsam keinen Spaß mehr, Selbstständig zu sein. Auf 449,- Basis würde ich monatlich 1500,- Steuern sparen und wäre bei meiner Frau kostenlos mitversichert, solange ich keinen Euro mehr verdiene. Wer denkt sich eigentlich sowas aus?

    Antworten
  17. Andreas Röttger schreibt:

    Ist schon bekannt, wann der Antrag für die Soforthilfe II veröffentlicht wird?

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  18. Alexander Donath schreibt:

    Wir Selbstständigen sind der Sockel der Wirtschaft. Wir sind die Flexibilität, der Arbeitswille und die Verantwortungsträger, die gebündelte Kompetenz, wie es das so in Großunternehmen mit industrialisierter Arbeitsteilung und in der Verwaltung schon gar nicht gibt. Wir sind die Ersten, die neue Wege bereiten, und wenn dann alle anderen hindurchgallopiert sind und ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben, sind wir auch die Letzten, die hinterher alles zusammenräümen und in perfektem Zustand übergeben. Aus staatlicher Sicht sind wir Unternehmer, die zwar die Vollverantwortung für sich selbst und ihre Mitarbeitenden tragen, aber gleichzeitig rechtlose Arbeitende, die keinerlei Ansprüche vergleichbar mit denen der Mitarbeitenden geniessen. Aus Sicht der Wirtschaft, bzw. des Marktes, sind wir Selbstständigen die flexibelsten, innovativsten, spezialisiertesten, effektivsten und arbeitswilligsten Dienstleister, die zu jeder Zeit und an jedem Ort alles bestens erledigen, und in jeder Hinsicht drangsaliert und ausgequetscht werden können, weil wir ja schliesslich freie Unternehmer ohne ArbeitnehmerRechte sind. Selbst hochmoralische Großunternehmen, die ihren Ethos mit jährlichen Nachhaltigkeitsberichten zur Schau stellen, kennen keine Gnade gegenüber ihren Dienstleistenden Menschen, wenn die betriebswirtschaftlichen Zahlen unmenschliche Maßnahmen verlangen. Zeitarbeitsverhältnisse und Sub-Sub-Sub…-Kontrakte sind da nur zwei Beispiele aus einer Pallette an Möglichkeiten, welche besonders die großen unflexiblen Unternehmen entlasten, und die Last auf kleine Dienstleister und die Menschen dahinter abladen. Das ist die reinste Hire and Fire Kultur, wie in den USA, nur eben über die in Deutschland nötigen bürokratischen Umwege, damit alles seine Ordnung hat. Im Wesentlichen ist aber nichts anderes ist als modernes Tagelöhnertum! Nur daß wir das heute Werkvertrag nennen, und die Arbeitenden zwar die volle Verantwortung eines Unternehmers, aber keine Rechte eines Arbeitnehmers haben. Besonders die Solo-Selbstständigen sind rechtlich quasi Zwitter, und höchstmotivierte Dienstleister, die aber leider zwischen den Mühsteinen unseres Systems zermahlen werden. Wollen wir als Gesellschaft das einfach stillschweigend hinnehmen? Können wir uns das leisten und erlauben? Schauen wir einfach weg, während die Selbständigen zu Grunde gehen, weil es unserer Gesellschaft noch zu gut geht, oder weil jeder nur an sich selbst denkt? Die Selbstständigen sind der fruchtbare Boden, auf dem unser wirtschaftlicher Erfolg und Wohlstand beruht! Gottlieb Daimler, Carl Benz, Robert Bosch, Werner Siemens und viele andere haben als kleine Selbstständige die Gundlagen geschaffen, vor über hundert Jahren. Und entweder Deutschland wird mit seiner glorreichen uralten Großindustrie unter gehen, oder aber wir besinnen uns, daß wir, um Wohlstand zu ernten, vorher sähen, gießen, düngen und pflegen müssen. Alternativ können wir 10 Millionen Selbstständigen, darunter über zwei Millionen SoloSelbstständige uns ja auch arbeitslos melden. Nicht daß wir Anspruch auf Arbeitlosengeld hätten, nein wir werden direkt nach Hartz4 durchgewunken, wo wir wie Weihnachtskarpfen zerlegt werden, und erst wenn nur noch das Gerippe übrig ist, auf staatliches Erbarmen und Allmosen hoffen dürfen. Wir würden uns nicht wegen dieser Almosen arbeitlos oder arbeitssuchend melden, sondern nur damit wir als statistische Größe ins Bewußtsein der Verantwortlichen und politischen Entscheider vordringen. Und wir würden die Arbeitlosenquote sofort vervielfachen, was wohl niemand wirklich ernsthaft haben wollen wird, aber wir könnten. Sehr geehrte Damen und Herren, Minister und Ministerinnen, Volksvertreter, lassen sie sich nicht von den WirtschaftsLobbyisten durch den Garten treiben, sondern nehmen Sie es selbst in die Hand und ins Bewußtsein. Ermöglichen und unterstützen Sie die Gründer und Selbstständigen, denn sie sind der Samen und die Quelle unserer wirtschaftlichen Zukunft. Dafür benötigen wir einen fruchtbaren Boden, auf dem dann weitere Unternehmen gegründet und Arbeitsplätze geschaffen und gedeihen und unser Wohlstand gesichert werden können. Handeln Sie jetzt und entscheiden Sie für eine nachhaltige Unterstützung, derzeit so genannte Corona-Hilfen und Bürokratie-Erleichterungen, für das Überleben der Gründer und Selbstständigen, und damit für die Grundlagen von Wohlstand, Sicherheit und Freiheit, für Zukunft in Deutschland. Danke für Ihre Weitsichtigkeit und ihren Willen, unser Land zu gestalten.

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  19. H.mapstone schreibt:

    Ich glaube keinem Politiker mehr.
    Sie haben uns verarscht und leere Versprechungen gemacht.
    Ihnen soll das Karma bestrafen.
    Sie sind für mich nur noch beschämend und Narzisstisch.

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  20. Mach_et_Otze schreibt:

    Liebe Mitstreiter,

    ich schliesse mich vielen Vorrednern an. Dazu ein paar Statements auf der Sachebene.

    Ich finde es beschämend, dass die Politik nicht einmal auf unser Anliegen antwortet. Heisst doch durch die Blume, das es der Politik egal ist, was mit den SOLO- Selbständigen passiert. Unfassbar. Warum hört man unsere Worte nicht und geht in den Dialog ? Mit welchem Ergebnis dann auch immer….. Aber wenigstens die Chance auf den Dialog sollte da sein.

    Nächstes Thema :

    Ich hatte vor vielen Jahren eine BP durch das Finanzamt. Bin SOLO Selbständiger. BP ging fehlerfrei durch. Man monierte einen Beleg über 20 Euro ! Das ganze bei Belegen aus 3 Jahren. Dann wollte man mir noch an das Bein ….. weil ich keinen akademischen Titel hatte. Also musste Gutachten her…. So nach dem Motto . Nicht studiert, also ist man dumm und soll dann Gewerbesteuer zahlen. Konnte ich Gott sei Dank umgehen durch teures fachliches Gutachten . Unfassbar dieses Drangsalieren……Die grossen Firmen kennen oftmals Oasen und kommen durch, aber der kleine Freelancer ….

    Scheinselbständigkeit der Dauerbrenner : Warum sagt der DRB uns nicht sein eindeutiges Regelwerk mit allen Kriterien, die FÜR/WIEDER sprechen ? Dann kann nämlich jeder Mensch direkt sehen, ob RV pflichtig ja oder nein. Nein, viele fragen den DRB. Konsequenz, was früher für Selbständigkeit sprach, ist heute beim DRB nicht valide. Klar man versucht Beitragszahler zu generieren. Wenn dann das Kind in den Brunnen gefallen ist, müssen wir Anwälte beauftragen. Warum sagt der DRB uns nicht konkret, welche Regeln valide sind ? Wenn es ein konkretes , für jeden lesbares offenes Regelwerk gäbe, könnte man sich den DRB sparen. Schließlich ist der DRB eine reine “ Black Box „.

    Altersvorsorge : Man müsste mal einen Politiker fragen, welches Rente er bekommt nach einer Legislaturperiode . Das müsste man mal vergleichen mit den Beiträgen, welcher ein Arbeitnehmer bekommt, der 40 Jahre einbezahlt hat. Man gibt dem Staat zudem über Jahrzehnte ein zinsloses Darlehen und zum Nachtisch darf man das noch versteuern, wenn Rente einen Betrag X übersteigt. Unfassbar diese Schlag ins Gesicht.

    Mein Gefühl sagt, dass sich die Politik von der Lobby blenden lässt und wenn die politische Karriere vorbei ist, bekommt man einen Posten im Aufsichtsrat zugeschoben, wenn man zu einem bestimmten Personenkreis gehört. Herr Seehofer sagte Gott sei Dank geht er den Weg nach der politischen Karriere nicht .

    Last not least wurde das Wort Lastenausgleichsgesetz ins Gespräch gebracht. Ich bin sicher, dass der Staat versucht sich das Geld beim Steuerzahler nach Corona wieder zu besorgen. Analogie wie beim 2ten Weltkrieg ? Corona betrifft alle, dann sollen bitte auch alle dazu beitragen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

    Ich bin von der Politik masslos enttäuscht. Klar es sind bald Wahlen und jeder versucht sich in Talkshows zu zeigen und Stimmen zu gewinnen. Meint die Politik eigentlich wir sind blöd im Kopf ? Das ist der Freelancer sicherlich nicht. Die Wut der Bürger wächst und wächst leider……

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    1. Christoph schreibt:

      Hallo Machetotze,

      nur zur Info:
      Die gezahlte Gewerbesteuer wird beim Einzelunternehmer 1:1 von der Einkommensteuerschuld abgezogen, es muss also nicht mehr Steuer bezahlt werden. Bleibt einzig der Mehraufwand von einem zusätzlichen Formular mit zwei Einträgen.

      Du musst einen Politiker nicht fragen wieviel Rente er bekommt, die Informationen sind öffentlich:
      Zitat Wikipedia: „Pro Jahr der Mitgliedschaft im Bundestag erwirbt ein Abgeordneter einen Pensionsanspruch (Altersentschädigung) von 2,5 Prozent der Abgeordnetenentschädigung bis zum Höchstsatz von 65 Prozent (§ 20 AbgG), der ggf. nach 26 Jahren erreicht wird.“

      Mit einer Zahlung in die gesetzliche Rente gibst du dem Staat kein zinsloses Darlehen, sondern finanzierst die Rentenansprüche deiner Elterngeneration, und erwirbst dadurch einen eigenen Rentenanspruch in Abhängigkeit deiner Beitragshöhe. Du kannst daher auch die Rente „des“ Politikers nicht mit der Rente „des“ Arbeitnehmers vergleichen.

      Übrigens: Deine Beitragszahlungen kannst du von der Steuer absetzen.
      Beispiel: Zahlst du 10.000 € /Jahr (18,6%) ergibt das gegenwärtig eine Steuerersparnis von rd. 3.000 €. –
      Für die daraus resultierende Rente bei 40 Jahren Beitragszahlung ergibt sich eine Steuerschuld von ebenfalls rd. 3.000 €.
      Es ist also mehr oder weniger ein Null-Summen Spiel.
      Die Berechnung hier ist nur mit gleichbleibenden Beträgen erfolgt und würde bei einer detaillierten Einzelfall Betrachtung möglicherweise noch günstiger ausfallen.

      Wer ist denn eigentlich „der DRB“?
      Solltest du damit die Deutsche Rentenversicherung meinen, dann würde ich sagen, dass die nicht zuständig ist ihr eigenes Regelwerk zu veröffentlichen.
      Vielmehr ist der Gesetzgeber dafür zuständig, erstmal ein verbindliches und rechtssicheres Regelwerk zu erstellen. Im Themenblock „Scheinselbstständigkeit“ hier auf der Seite kannst du viele nützliche Informationen dazu finden.

      Zu Guter Letzt:
      Was denkst du wovon der Staat sonst seine Einnahmen generiert?

      Sorry, dass es nun dich trifft, aber ich musste das einfach mal loswerden angesichts der vielen undifferenzierten und unbelegten Beiträgen in diesen Kommentaren.

      Grüße
      Christoph

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  21. Mach_et_Otze schreibt:

    Christoph,

    ich möchte keineswegs Streit oder Diskussionen beginnen, aber beim Thema Gewerbesteuer liegst du leider falsch.

    Einzelunternehmer und Gesellschafter von Personengesellschaften dürfen die gezahlte Gewerbesteuer ganz oder überwiegend auf ihre persönliche Einkommensteuer anrechnen lassen: Solange der Gewerbesteuer-Hebesatz der Gemeinde nicht über 380 % liegt, ist die Gewerbesteuerlast unterm Strich kostenneutral.

    In dem anderen Punkt und dem zinslosen Darlehen , gebe ich Dir Recht. Ich finde es dennoch beschämend, dass man bei zu hoher Rente darauf noch Steuern zahlen muss.

    Mit dem Thema Rentenversicherung hast Du auch Recht. Der Gesetzgeber erstellt dazu leider kein Regelwerk, welches verbindlich ist…… Stimmt, gebe ich Dir Recht. Danke für deinen Beitrag.

    Zum Thema Scheinselbständigkeit bin ich übrigens auf dem Laufenden.

    Lass uns bitte wieder vertragen und gemeinsam für die gute Sache kämpfen

    Danke Dir

    Antworten
    1. Christoph schreibt:

      Hallo Machetotze,

      stimmt, da meine Gemeinde „nur“ 340% erhebt, habe ich das nicht berücksichtigt, wie das so manchmal mit dem Tellerrand ist.
      Aber, kein Problem, ich bin dir nicht böse 😉

      Grüße
      Christoph

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  22. marc fritzler schreibt:

    BETR: BT-Petition
    .
    Wenn die Mitglieder der BAGSV (und deren Mitglieder) kurzfristig nicht deutlich mehr für die Bundestagspetition trommeln, schaffen wir es auch diesmal wieder nicht.
    .
    Es ist gleich Halbzeit – und es ist noch nicht einmal die Hälfte des Quorums erreicht. Wir sind über 2 Mio. und bekommen nicht einmal 50.000 zusammen? Wenn wir das nicht schaffen, ist der Flurschaden enorm.
    .
    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_05/_13/Petition_111001.$$$.a.u.html
    .
    Anm.: Solche Kampagnen müssen über die gesamte Laufzeit täglich bespielt werden, es bedarf eines Hashtags und von Visuals.

    Antworten
  23. marc fritzler schreibt:

    Wenn die Statistik nicht trügt, gibt es gerade (Fr., 10:00) einen Schwung nach oben bei der Petition.
    Diesen müssen wir über die verbleibenden Tage unbedingt aufrecht erhalten.
    .
    Es verbleiben nur noch 12 Tage.
    .
    WIR MÜSSEN UNS JETZT UNBEDINGT ALLE DAFÜR EINSETZEN,
    DASS DIESE PETITION DAS QUORUM SCHAFFT!
    .
    Trommelt dafür auf Euren Kanälen!
    .
    Benutzt dafür auch unbedingt unterschiedliche Aufhänger in Postings:
    – z.B. wie brutal es alleinerziehende Selbstständige getroffen hat,
    – dass wir eine wichtige Stütze des gesamten Wirtschaftssystems sind,
    – dass wir nicht um etwas betteln, sondern es um Fairness geht,
    – erinnert daran, dass es vor Corona seitens der Politik unzählige kleine Coronas gegen uns gab (u.a. SFV)
    – und, und, und
    .
    Vergesst nicht, Eure Lebenspartner:innen, Eure Freunde und Bekannte auf die Petition hinzuweisen.
    .
    Und sprecht/mailt doch auch Eure (ehemaligen) Kunden an, nutzt dies durchaus für die Pflege von (guten) Geschäftsbeziehungen bzw. um Kontakt zu halten.
    .
    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_05/_13/Petition_111001.nc.html
    .
    Glück uns auf!
    .
    PS: KÖNNTEN GRAFIK:INNEN AUS UNSEREN REIHEN NICHT KURZFRISTIG 2-3 PEPPIGE VISUALS (Media-Cards für Postings) ERSTELLEN? Sinnvoll wäre es, dort wäre das Logo der BAGSV zu sehen – denn viele dürften nicht wissen, wer der Initiator der Petition ist. Auf der Seite des Bundestages steht leider nichts von der BAG bzw. deren Trägerverbänden.
    .
    Solche Visuals sind für solche Kampagnen extrem wichtig, sie fehlen bislang.
    .

    Antworten
  24. marc fritzler schreibt:

    (Auch an dieser Stelle)
    .
    Anm. bzw. Korrigendum.
    .
    ‚Hatte ich nicht nicht gesehen, sorry: Hier gibt es Visuals vom VGSD, die sich zwar nicht explizit auf die Petition beziehen, aber besser als nichts sind:
    .
    https://www.vgsd.de/corona-kampagne/

    Antworten
    1. Udo S. schreibt:

      In der Rechnung, dass 50 Mrd geplant und nur 12 Mrd vergeben wurden, fehlt meines Erachtens noch eine wichtige Komponente.

      Zumindest in NRW wurden die Anträge auf Soforthilfen immer mit dem Maximalbetrag bedient.
      Die Überkompensation muss am Ende des Förderzeitraums zurückgezahlt werden.

      Wenn man also bedenkt, dass in den Monaten März und April knapp 330.000 Anträge bewilligt wurden und ca. 3.5Mrd EUR verteilt wurden, dann kann das durchaus auch noch bedeuten, dass vielleicht 2/3 davon wieder zurückkommen. Wie es in anderen Bundesländern funktionierte, weiß ich nicht.

      Ich wäre daher vorsichtig mit der Formulierung. dass bisher mit 12 Mrd gefördert wurde.

      Gleichzeitig sollte man evtl. auch erwähnen, dass das tolle Konjunkturpaket den ein oder anderen auch noch zusätzlich belasten dürfte. Ich muss z.B. rund 450 EUR für ein Softwareupdate bezahlen, um die USt. von 19% auf 16% umzustellen. Das dürfte vielen, die eine Kasse verwenden oder mit Buchhaltungssoftware arbeiten, die nicht im Abo läuft, ähnlich gehen.

      Diese Kosten kommen dann im Dezember nochmal – aber bis dahin boomt die Wirtschaft ja wieder und ich kann mir endlich mein dickes Auto und meinen Pool und meine Villa leisten.

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  25. Silvia Wechselberger schreibt:

    Hallo liebe Politiker etc. Ich gehe Mal davon aus, dass Ihr eine Putzfrau habt, einen Selbstständigen Handwerker Eures Vertrauens, eine Hauswirtschafterin, einen Gärtner evtl. eine Nanny und für die Eltern, Betreuer, Pfleger, Menschen dir sich kümmern wenn Ihr keine Zeit/ Lust habt….
    Alles angemeldet ????? Alles offiziell auf Rechnung (jede kleine Handwerksleistung/Hilfsleistung ?????
    Ich wünsche Euch, dass Mann Euch Mal bei allen Dingen hängen lässt, im Sinne: wie Du mir, so Ich Dir…….Danke an die Politik, die denjenigen die mehr Einsatz zeigen, als jeder Sesselpupser, mit einem Sueffisanten Lächeln mit voller Wucht in den Hintern treten..
    Vielen Dank PS Bin kein Blindgänger, kein Schulabbrecher, nicht sozial benachteiligt, nicht Dumm und schon gar nicht bescheuert, aber stinksauer ob der so tollen Hilfen in dieser Zeit……Danke,.,……Mein Danke

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