Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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VGSD-Mitglied Jürgen von den Driesch in Fachbeirat „Beruf und Arbeitsmarkt“ des VDI aufgenommen

Jügen von den Driesch vertritt erstmalig die freiberuflichen Ingenieure im VDI, Foto von ihm bereitgestellt

Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) ist mit etwa 150.000 Mitgliedern die größte Vereinigung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern in Deutschland und einer der größten Berufsverbände in Deutschland.

Anlässlich des letzten Treffens des Fachbeirates Beruf und Arbeitsmarkt im VDI im März 2018 konnte Jürgen von den Driesch, er ist Mitglied sowohl im VGSD als auch im VDI, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Situation freiberuflich tätiger Ingenieure diskutieren. Der Fachbeirat berät den berufspolitischen Beirat des VDI und dieser das Präsidium in allen den Berufsstand der Ingenieure betreffenden Belangen. Auf diese Weise wird die Meinung des Fachbeirates Beruf und Arbeitsmarkt auch an der Spitze des VDI gehört und hat Einfluss auf die Politik des Verbands.

 

Jürgen vertritt  erstmalig die freiberuflich tätigen Ingenieure

Die zwölf Mitglieder des Fachbeirates trafen sich in dieser Zusammensetzung erstmalig und nach längerer Pause. Sie kommen überwiegend aus der mittelständischen Industrie und großen Konzernen, der Wissenschaft, Stiftungen und Verbänden. Auch die Gewerkschaften sind durch einen Vertreter repräsentiert. Jürgen ist eines der Mitglieder und vertritt damit erstmalig die freiberuflich tätigen Ingenieure.

Im Vorfeld hatten wir Anfang des Jahres alle Ingenieure angemailt, die im VGSD Mitglied sind. Das Ergebnis dieser Rundmail zeigte ein hohes Interesse an dieser Vertretung im VDI. Mehr als 50 Ingenieure meldeten sich, rund 40 von ihnen sind zusätzlich auch im VDI Mitglied.

Für die Arbeit des Fachbeirates in den Jahren 2018 bis 2020 kristallisierten sich in der Diskussion die folgenden drei Themen heraus:

  • Zukünftige Rolle des Ingenieurs, durch z. B. die Einflussfaktoren Digitalisierung, New Way Of Work, Agilität, Arbeiten 4.0, Generation Z, Übergabe Alt – Jung
  • Arbeitsmarkt für Ingenieure. Einflussfaktoren sind hier z. B. Bedarf vs. Absolventen und Zuzug von Fachkräften, Ingenieurkompetenzen der Zukunft, Arbeitszufriedenheit und
  • (Besonders wichtig für uns:) Beschäftigungsformen für Ingenieure in der Zukunft: Mittelstand vs. Konzern, Arbeitszeitmodelle, Ingenieurdienstleister (Leiharbeit), Werkverträge, freiberuflich tätige Ingenieure.

 

Auswirkungen des Werkvertragsgesetzes bewusst gemacht

Jürgen konnte den Teilnehmern die Auswirkungen des „Werkvertragsgesetzes“ (also der am 01.04.2017 in Kraft getretenen Novellierung des AÜG sowie des neuen § 611a BGB) und vor allen Dingen der verunsichernden Diskussion im Vorfeld erläutern und sie für diese Entwicklung sensibilisieren.

Die Bereitschaft der Industrie, Freiberufler im Rahmen zeitlich und inhaltlich begrenzter Aufgaben zu beauftragen, ist drastisch gesunken. Auf die erwähnte Rundmail des VGSD hin hatten sich Ingenieure gemeldet, deren Auftragsverhältnis von einem Monat auf den nächsten gekündigt wurde – und denen statt dessen die Weiterbeschäftigung über ein Leiharbeitsunternehmen angeboten wurde. Diese Einflüsse durch das Gesetzgebungsverfahren waren vielen Teilnehmern des Fachbeirates nicht bewusst.

 

Zahlenmäßige Bedeutung und Hürden selbstständiger Ingenieure Thema bei nächstem Treffen

Die Teilnehmer gingen mit mehreren „Hausaufgaben“ für das nächste Treffen auseinander. Beispielsweise wird der Vertreter des Instituts der Deutschen Wirtschaft Zahlen zu den soloselbständigen Ingenieure aus dem aktuellen Mikrozensus bereitstellen und Jürgen die heutigen Hürden der freiberuflich tätigen Ingenieure aufbereiten und dort vorstellen. Auch ist eine gemeinsame Sitzung mit dem Fachbeirat Ingenieurausbildung geplant.

Wir freuen uns, dass die selbstständigen Ingenieure mit Jürgen beim VDI eine Stimme erhalten haben. Wenn ihr über sein Engagement auf dem Laufenden bleiben und ihn ggf. bei Bedarf unterstützen wollt, könnt ihr euch gerne unter juergen (Klammeraffe) vgsd.de bei ihm melden. (Bitte gebt dabei an, ob ihr Mitglied im VDI seid.)

2 Kommentare

  1. tim schreibt:

    Seit 01.01.2018 gibt es den Architekten- und Ingenieurvertrag 650p BGB. Vielleicht lässt sich ein solcher Typ auf andere Gruppen erweitern. Alte Berufsstände wie Juristen, Bauingenieure u. Architekten, Steuerberater geniesen hinsichtlich der Scheinselbständigkeit einen wesentlich bessern Schutz als die neuen Branchen.

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