Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

Der VGSD begrüßt Vereinsmitglied Nr. 3.600

Katja Reister entwickelt Hörformate von der Idee bis zum fertigen Produkt – Hörbuch, Hörspiel, Podcast; Foto: Carolin Weinkopf

Am 5. September konnten wir uns über unser 3.600 Vereinsmitglied freuen. Katja Reister ist selbstständig und entwickelt Hörformate von der Idee bis zum fertigen Produkt – Hörbuch, Hörspiel, Podcast. Ihr wurde der VGSD von einer weiteren Selbstständigen aus ihrer Branche empfohlen. Wir wollten unser neues Mitglied gerne näher kennenlernen.

VGSD: Glückwunsch, Katja! Wir freuen uns, dass du nun zum VGSD gehörst. Wo erreiche ich dich denn gerade?

Katja: Ich bin zu Hause und habe auf ein Paket gewartet. Gelegentlich arbeite ich auch von hier, bin aber generell sonst in einem Co-Working Space in Berlin zu finden. Ich habe ja lange festangestellt gearbeitet. Daher bin ich es gewohnt morgens ins Büro zu gehen und im Arbeitsalltag Leute um mich zu haben. Da ich inhaltlich sehr autark arbeite, weiß ich den gelegentlichen Austausch über den Tellerrand sehr zu schätzen. Der andere Ort und die Menschen aus ganz anderen Branchen geben mir Input und Anregungen.

 

Gemeinsam mit Autoren entwickle ich die Geschichten für Hörspiele, Pocasts und Hörbücher

VGSD: Was genau machst du beruflich?

Katja: Meine Kernkompetenz ist es zusammen mit Autoren die Geschichten für Hörspiele, Podcasts und Hörbücher zu entwickeln. Die Autoren schreiben. Mein Job geht von der Ideenfindung, über das Ausarbeiten des Handlungsplots, die Unterstützung bei der Textoptimierung mit Lektorat und Redigat bis hin zur Produktion mit Casting von und Aufnahmebetreuung. Meine Leistungen biete ich dabei so an, wie sie gebraucht werden. Manchmal übernehme ich nur das Redigat, manchmal bin ich von Anfang bis Ende in allen Schritten der Audioproduktion mit dabei.

VGSD: Wie bist du ursprünglich auf den VGSD aufmerksam geworden?

Katja: Mich hat eine selbstständige Autorin auf eure Arbeit aufmerksam gemacht. Wir haben uns darüber unterhalten, wie viele Stolperfallen es gerade am Anfang in der Selbstständigkeit gibt. Viele Dinge weiß man nicht und es ist schwierig diese Informationen einzusammeln. Da hat sie mir eure Aktivitäten empfohlen – die Webinare und auch was ihr sonst an Informationen veröffentlicht. Das wollte ich mir gerne erst mal ein bisschen anschauen und bin daher vor etwa drei Monaten Community-Mitglied geworden.

VGSD: Was hat dich veranlasst gerade jetzt Vereinsmitglied zu werden?

Katja: Ich habe sehr schnell gemerkt, dass es Sinn macht volles Mitglied im VGSD zu sein. Es gibt nicht viele Möglichkeiten in Deutschland auf die Fragen rund um die Selbstständigkeit so gezielt Antworten zu finde, wie in euren Angeboten. Außerdem finde ich gut, wie aktiv ihr beim Thema Scheinselbstständigkeit mitmischt. Der Zeitpunkt passte zudem perfekt mit meiner Entwicklung: Ich bin jetzt zum September in die hauptberufliche Selbstständigkeit gestartet. Als euer Aufruf kam VGSD-Mitglied zu werden dachte ich mir: „Jetzt machst du das offiziell.“

 

Ich will mehr von dem machen, was ich gut und gerne mache

VGSD: Seit wann bist du selbstständig und wie schaust du inzwischen auf dein Leben als Selbständige?

Katja: Seit Anfang 2019 habe ich nebenberuflich einige Projekte begleitet. Der Schritt in die volle Selbstständigkeit kam dann diesen Monat.

Dabei hatte ich nicht den klassischen Gedanken: „Ich will mein eigener Chef sein“. Ich habe das Inhaltliche in meinem Job geliebt, aber es kam mir mit der Zeit zu kurz. In einem Großkonzern gibt es eben viele Aspekte zu berücksichtigen, um ein Unternehmen am Laufen zu halten. Mir kam einfach immer öfter der Gedanken, dass ich mehr von dem machen will, was ich gut und gerne mache. Mein Arbeitgeber hatte die Idee auch weiterhin projektbezogen zusammenzuarbeiten. Das gestaltetet sich leider wegen der Regelungen um die Scheinselbstständigkeit doch schwieriger, als gedacht.

Bisher fühlt sich es sich trotzdem großartig an selbstständig zu sein. Ich hatte schnell Aufträge. Der Gründungszuschuss nimmt mir außerdem erst mal großen Druck. An diesem Punkt gibt es in Deutschland eine tolle finanzielle Sicherheit. Das finde ich auch wichtig zu sagen. Ich fühle mich inzwischen gut vorbereitet und genieße es mich auf Dinge zu konzentrieren, die mir Spaß machen. Ich kann fokussiert an dem arbeiten, was ich für wichtig halte und muss keine Zeit und Energie mehr in das politische Drumherum geben. Ich erhalte viel Wertschätzung – das ist toll!

Herausfordernd sind die strategischen Fragen, die ich zum ersten Mal ganz für mich beantworte: Die Überlegungen und Planungen, wie ich die laufenden Projekte halte und mit wem ich zusätzlich arbeiten kann. Wo liegt mein Preiseniveau, mit dem ich von Anfang an vernünftig leben kann, mich aber nicht aus dem Markt bewege?

VGSD: Was für Themen beschäftigen dich gerade in Hinblick auf deine Selbstständigkeit?

Katja: Derzeit beschäftigt mich an der Selbstständigkeit an sich das ganze Administrative sehr stark – Steuerfragen und die Anmeldung bei der KSK zum Beispiel. Inhaltlich betreue ich unterschiedliche Podcasts und drei Hörspielserien. Außerdem arbeite ich an einem ungewöhnlichen Hörbuch-Projekt, bei dem im September die Aufnahmen losgehen. Es ist spannend, denn es wird gerade erst aus dem Russischen übersetzt.

VGSD: Was wünscht du dir vom VGSD? Was sollten wir in den nächsten sechs Monaten unbedingt machen?

Katja: Ein Grund mich anzumelden war mein aktuell erster Auftraggeber aus dem Ausland. Dazu hattet ihr bereits eine VGSD-Telko. Ich würde gerne noch besser wissen was ich beachten muss, wenn ich ausländische Auftraggeber habe.

Ich hätte euch auch gerne als Anlaufstelle zur Beratung bei allen möglichen Fragestellungen rund um die Selbstständigkeit. Das ihr euch um die Scheinselbstständigkeit kümmert finde ich außerdem auch sehr wichtig. Ich bin auf das Thema ja direkt nach Beginn meiner Selbstständigkeit gestoßen. Außerdem habe ich mir vorgenommen eure regionale Networking-Veranstaltungen zu nutzen. Da bitte auch sehr gerne dranbleiben.

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