Zum Inhalt springen
Mitglied werden

Elf interessante Fakten über Interim-Manager

Unter den VGSD-Mitgliedern gibt es eine ganze Reihe von Interim-Managern. Das sind Fach- und Führungskräfte, die zeitlich befristet als selbstständige Berater in Linienposition einspringen und das Unternehmen wieder verlassen, wenn das Problem gelöst oder eine stabile Nachfolgeregelung gefunden ist.

Hauptgründe für einen Interim Einsatz (Zum Vergrößern bitte anklicken!) - Alle Abbildungen: EO Interim Management Report 2017

Aber was machen Interim-Manager genau? Wie viel verdienen sie? Wie bekommen sie ihre Aufträge? Auf Basis des Interim Management Report 2017, der von EO Executives herausgegeben wird, haben wir elf interessante Fakten über diesen Beruf zusammengestellt.

  1. Der durchschnittliche Tagessatz von Interim-Managern beträgt 950 Euro. Höher sind die Honorare nur in Frankreich (1.000 Euro). In Italien liegen sie bei 650 Euro, in Großbritannien bei 800 Euro.
    Durchschnittlicher Tagessatz von Interim-Managern in verschiedenen Ländern
  2. Wichtigster Grund, einen Interim-Manager zu beauftragen, ist Change Managment. Es geht also um die Leitung wichtiger Transformationsprozesse im Unternehmen (32 %) gefolgt von Krisen-/Turnaround-Management (13 %). Ebenso häufig ist temporärer Fachkräftemangel Auslöser für ein Mandat (13 %).
  3. Interim-Manager zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Resultate liefern (25%). Weitere von Auftraggebern geschätzte Mehrwerte sind Führungskompetenz (20%), strategische Fähigkeiten (17%) und Teamführung/Motivation (15%).
  4. Strategisches Wissen alleine reicht nicht. Interim-Manager müssen strategische UND operative Umsetzung beherrschen (22 %), ergebnisorientiert arbeiten (16 %) und über umfangreiche Erfahrungen verfügen (13 %).
  5. Vor allem große Unternehmen beauftragen in Deutschland Interim-Manager. 48 % der Auftraggeber haben mehr als 250 Mitarbeiter, 8 % sind öffentliche Auftraggeber, 5 % Nonprofit-Organisationen. In anderen europäischen Ländern ist der Anteil großer Unternehmen als Auftraggeber deutlich geringer.
  6. Interim-Manager werden am häufigsten von Industrie- und anderen Fertigungsunternehmen beauftragt. 538 Befragte hatten zuletzt in einem solchen Unternehmen gearbeitet. IT- und Technologie-Unternehmen (225) und Finanzdienstleister/Banken (155) folgen auf den Plätzen zwei und drei.
    Branchen, in denen die befragten Interim-Manager zuletzt tätig waren
  7. Interim-Manager werden zumeist über sechs bis neun Monate beauftragt. 56 % der Mandate dauern weniger als neun Monate. Nur 12 % dauern länger als 18 Monate.
  8. Interim-Manager ist ein Beruf. 57 % betreiben ihn bereits fünf Jahre oder länger – in der Regel nach einer erfolgreichen Karriere in Linien- bzw. Managmentpositionen.
  9. Die Nachfrage-Situation ist durchwachsen. 34 % geben an, dass sie weniger eingebunden sind als vor einem Jahr. 23 % erklären, dass sie mehr eingebunden sind. Die Werte haben sich gegenüber den Vorjahren jedoch verbessert.
    Dauer der Beauftragung von Interim-Managerin in Deutschland
  10. 35 % hatten zum Zeitpunkt der Befragung (2016) ein Vollzeitmandat. 26 % meldeten ein oder mehrere Teilzeitmandate, 39% kein Mandat. Die Auslastung hat gegenüber den Vorjahren zugenommen.
  11. Der Anteil der Mandate, die über Vermittler (“Interim Provider”) zustande kamen, nahm in den letzten zwei Jahre von 29 auf 37% zu (2016 gegenüber 2014). 63% der zuletzt angenommenen Aufträge kam über eine Eigenbewerbung zustande.

Quelle: EO Interim Management Report 2017, basierend auf 2.400 Teilnehmern aus 6 europäischen Ländern (neben Deutschland in Großbritannien, Niederlande, Italien, Frankreich und Belgien)

Ansprechpartner bei Fragen zur Studie bzw. zum Interim-Provider EO Executives: Oliver Becker und Matthias Ludwig

Galerie

Neuester Hilfreichster Kontroversester
Kommentar schreiben
Abbrechen

Du möchtest Kommentare bearbeiten, voten und über Antworten benachrichtigt werden?

Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden

Zum Seitenanfang

#

#
# #