Machtspiele sind bewusste oder unbewusste Strategien, mit denen Menschen versuchen, Einfluss zu nehmen, ohne direkt zu kommunizieren. Dabei ist Macht an sich weder gut noch schlecht. Sie ist eine notwendige Energie, um wirksam zu sein. Mikroaggressionen wie Mansplaining (ungefragtes, herablassendes Erklären) oder abwertendes Konkurrenzverhalten („Stutenbissigkeit“) sind typische Ausprägungen solcher Dynamiken. Sie zeigen sich etwa durch Unterbrechen, das Infragestellen deiner Expertise oder subtile Abwertung.
Gerade als Selbstständige/r bist du häufig betroffen, etwa in Preisverhandlungen oder Kund/innengesprächen. Aussagen wie „Andere machen das günstiger“ oder wiederholte Zusatzwünsche ohne klare Abgrenzung sind typische Machtmechanismen. Wenn du diese erkennst, kannst du bewusst reagieren, statt aus Unsicherheit oder Harmoniebedürfnis nachzugeben.
Wichtig ist:
- Reflektiere deine eigene Prägung und dein Verhalten im Umgang mit Konflikten.
- Achte darauf, wer Gespräche führt, Fragen stellt und Grenzen setzt, das beeinflusst deine Positionierung als Expert/in.
- Setze klare Grenzen, um unbezahlte Mehrarbeit und ungünstige Bedingungen zu vermeiden.
- Betrachte Machtspiele als normalen Bestandteil sozialer Interaktion, nicht nur als etwas Negatives.
Ein bewusster Umgang mit diesen Dynamiken hilft dir, selbstbewusst aufzutreten, faire Kooperationen zu gestalten und langfristig auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden.
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