Zum Inhalt springen
Petition: Rentenpflicht für Selbstständige? – Nur mit Rechtssicherheit und fairen Beiträgen! Jetzt mitzeichnen!
Mitglied werden

Wird Künstliche Intelligenz (KI) meinen Job als Selbstständige/r ersetzen?

1 Person fragt sich das

Viele Selbstständige fürchten, durch KI ersetzbar zu werden. Wo liegen die größten Missverständnisse?

Im Talk gestellte Frage
Kommentar schreiben
Abbrechen

Du möchtest Kommentare bearbeiten, voten und über Antworten benachrichtigt werden?

Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden

2 Antworten

Akzeptierte Antwort

Welche Chancen bietet uns künstliche Intelligenz?

Gute Frage – gerade für Gründer und Selbstständige lohnt sich der ehrliche Blick.

Die kurze Antwort: KI ist der größte Effizienz-Hebel, den ihr aktuell nutzen könnt. Die längere Antwort ist etwas differenzierter.

Werden Freelancer durch KI ersetzt?

Diese Frage stelle ich mir oft – und die ehrliche Antwort lautet: teilweise ja, teilweise nein.

Einige Geschäftsmodelle im Content-Marketing sind schlicht nicht mehr tragfähig, weil Marketingmanager Blogtexte und Untertitel heute selbst per ChatGPT erstellen. Auch IT-Freiberufler sind betroffen, weil ChatGPT programmieren kann. Wer sich nicht weiterentwickelt, verliert Aufträge.

Der KI-Wandel ist aber vor allem eine Chance zur Neuerfindung. Wer KI-Kompetenzen aufbaut, sich auf spezialisierte KI-Dienstleistungen konzentriert und seine Qualifikationen über Zertifikate nachweist, sichert sich Reputation, Kundenvertrauen und seine Marktposition.

Was die aktuellen Zahlen zeigen

Die Freelancer-Studie 2026 von freelance.de­ (über 3.300 Befragte) zeigt: KI ist längst Alltag. 53 % der Freelancer nutzen KI-Tools täglich, weitere 23 % mindestens wöchentlich. Die überwiegende Mehrheit arbeitet also regelmäßig mit KI.

Die Stimmung ist positiv – 76 % sehen KI nicht als Bedrohung für ihre Tätigkeit. Aber ein Zahl sollte aufhorchen lassen: 18 % geben bereits an, dass KI zu niedrigeren Stundensätzen geführt hat. Wer nur Tool-Wissen mitbringt, gerät unter Preisdruck. Wer strategische KI-Kompetenz mitbringt, hebt sich ab.

Die größten Bedenken

Laut Studie sind das die Top-Herausforderungen beim KI-Einsatz: Datenschutz (38 %), Fehleranfälligkeit (34 %), steigende Kundenerwartungen (32 %), unklare Haftungsfragen (30 %) und Unsicherheiten beim Urheberrecht (27 %).

Lässt sich managen:

  • Ergebnisse immer von Menschen gegenprüfen, gerade bei sicherheitskritischen Themen
  • Sensible Daten anonymisieren oder gar nicht erst eingeben
  • Nur seriöse Anbieter mit klaren Datenschutzstandards nutzen
  • Eigene KI-Richtlinien für Kundenprojekte definieren – 59 % der Freelancer haben laut Studie noch keine

Das eigentliche Problem der meisten Freelancer

Projektakquise bleibt mit 52 % die größte Herausforderung, gefolgt von unregelmäßiger Auslastung (43 %) und Preisdruck (34 %). Die finanzielle Zufriedenheit sinkt seit Jahren: 2026 sind erstmals weniger als die Hälfte der Freelancer (45 %) mit ihrer finanziellen Lage zufrieden.

Interessant: Genau hier – Akquise, Auslastung, Preisgestaltung – kann KI konkret helfen. Bei der Identifikation potenzieller Kunden, bei der Vorhersage von Auftragsschwankungen, bei Buchhaltung und Zeitmanagement. Trotzdem setzen die wenigsten KI gezielt dafür ein.

Mein Fazit: KI ersetzt keine Freelancer. KI ersetzt Freelancer, die sich nicht weiterentwickeln.

Menschliche Intuition, Kreativität und Beziehungsarbeit bleiben unverzichtbar. Aber ohne KI-Kompetenz und eine klare KI-Strategie wird es für Selbstständige zunehmend eng – die Zahlen zur Auftragslage zeigen das deutlich.

Den ganzen Artikel mit allen Empfehlungen findet ihr hier: Ersetzt Künstliche Intelligenz Freelancer?

Wie steht ihr dazu – nutzt ihr KI schon strategisch in eurem Business, oder eher sporadisch für einzelne Aufgaben?

Mehr dazu: hilker-consulting.de­/blog/ki/e­…freelancer

Dr. Claudia Hilker
Dr. Claudia Hilker
Kommentar schreiben
Abbrechen

Du möchtest Kommentare bearbeiten, voten und über Antworten benachrichtigt werden?

Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden

Ausführliche Antwort des Experten

Effizient und kreativ
So setzt du Künstliche Intelligenz strategisch für deine Selbstständigkeit ein

Mit Iris Heinritz und Marcel Pesch

Werde jetzt Vereinsmitglied um diesen Talk-Mitschnitt ansehen zu können

Bist du bereits Vereinsmitglied? Dann melde dich jetzt an.

Akzeptierte Antwort

KI wird dich nicht direkt ersetzen, aber die Person, die KI nutzt, könnte es tun. Stell dir vor, zwei Bewerber/innen haben identische Qualifikationen, Erfahrungen und Hintergründe. Wenn eine:r von beiden KI sinnvoll einsetzt, z.B. um bessere Präsentationen zu erstellen oder Datenanalysen deutlich schneller und effizienter durchzuführen, wird sich die Personalabteilung sehr wahrscheinlich für diese Person entscheiden.

Studien, u.a. von der Harvard-Universität, zeigen außerdem, dass die Zufriedenheit in Teams, in denen Menschen mit KI zusammenarbeiten, deutlich höher ist als in anderen Arbeitskonstellationen. Die Zukunft und eigentlich schon die Gegenwart liege darin, erklärt der Experte, dass du lernst, mit KI Hand in Hand zu arbeiten. Wer KI richtig einsetzt, kann heute Aufgaben, die früher Wochen dauerten, in wenigen Stunden erledigen.

Zusammenfassung des VGSD-Werkstudententeams
Kommentar schreiben
Abbrechen

Du möchtest Kommentare bearbeiten, voten und über Antworten benachrichtigt werden?

Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden

Anmeldung benötigt

Um eine Frage zu beantworten, melde dich bitte zunächst an.
Wenn du noch kein Konto hast, kannst du dich hier kostenlos registrieren.

Antwort zu dieser Frage schreiben
      Alle Angaben verstehen sich ohne Gewähr, unabhängig ob Fragen von Mitarbeitern oder Mitgliedern beantwortet werden.
      Zu keiner Zeit findet eine rechtsverbindliche Beratung statt.
      Zum Seitenanfang

      #

      #
      # #