Am 9.10. in Berlin: Diskussion mit VSGD über Konsequenzen der Bundestagswahl für Selbstständige / Update

Andreas Lutz mit Moderator Robin Sontheimer im WeWork Hackescher Markt, Foto: Max Hilgarth

(11.10.17) Am Montag fand in der Berliner Filiale von WeWork am Hackeschen Markt in sehr schönem Ambiente eine Podiumsdiskussion zu den Perspektiven von uns Selbstständigen nach der Bundestagswahl statt.

Moderiert von Robin Sontheimer (WeLance Freelancer Kollektiv) diskutierten Magdalena Ziomek-Frackowiak (SMartDe eG) und Autorin Lisa Basten („Gute Arbeit der Zukunft“) mit Andreas Lutz vom VGSD.
Die Chancen auf mehr Rechtssicherheit, auf eine Absenkung der Krankenversicherungsbeiträge und die Frage, ob und wann es zu einer Altersvorsorgepflicht kommt, standen im Mittelpunkt der Diskussion.

Was passiert nach der Regierungsbildung?

Foto: Joel Dullroy

Gesprochen wurde aber auch über Möglichkeiten, schon jetzt die Krankenversicherungsbeiträge denen von Angestellten anzunähern und die Frage, wie realistisch politische Forderungen sind, den Auftraggeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen durch die Auftraggeber übernehmen zu lassen. Die Grünen erheben diese Forderung.

Die Veranstaltung war für uns auch eine gute Gelegenheit, die anderen Referenten und Beteiligten, die in Berlin alle eine sehr aktive Rolle spielen, besser kennen zu lernen. Organisiert wurde die Veranstaltung von unserem Mitglied Joel Dullroy, der die European Freelancers Week mitorganisiert hat, in deren Rahmen die Veranstaltung stattfand.

Am 9.10. in Berlin: Diskussion mit VSGD über Konsequenzen der Bundestagswahl für Selbstständige

(27.09.2017) Im Rahmen der European Freelacers Week findet am Montag, 9.10.17 in Berlin eine von der SMartDe-Genossenschaft gesponsorte Diskussionsveranstaltung unter Beteiligung des VGSD statt, zu der wir euch herzlich einladen möchten. Der Titel:

Selbständigkeit – neue Perspektiven nach der Bundestagswahl?

Magdalena Ziomek-Frackowiak (SMartDe eG) diskutiert mit Dr. Andreas Lutz (VGSD) und der Autorin Lisa Basten („Gute Arbeit der Zukunft“) moderiert von Robin Sontheimer (Welance Freelancer Kollektiv) über die folgenden Themen. Es geht nicht nur um die politische Entwicklung, sodern es ist auch Raum für praktische Tipps, u.a. wie man sich preisgünstiger sozialversichern kann:
  • Was ändert sich durch die Ergebnisse der Bundestagswahl für uns Freelancer und Selbstständige?
  • Wie ist der Status beim Thema Scheinselbstständigkeit und wie geht es nach der Regierungsbildung voraussichtlich weiter?
  • Kommt eine Altersvorsorge- oder doch eine Rentenversicherungspflicht? Wen trifft sie und wie teuer wird das?
  • Rechnest du mit einer Absenkung der Krankenversicherungs-Mindestbeiträgen für Selbstständige? Und was bringt die Gesetzesänderung, die zum 1.1.18 in Kraft tritt?

Termin: Selbständigkeit – neue Perspektiven nach der Bundestagswahl?

Wann?
Am 9. Oktober 2017, 19:00 Uhr
Eintritt
Kostenfrei
Wer kann teilnehmen?
Alle Interessierten
Wo?
WeWork - Hackescher Markt
Neue Schönhauserstraße 3-5, 10178 Berlin
Zusammensetzung
  • 3 Selbstständige
3

Galerie

Andreas Lutz mit Moderator Robin Sontheimer im WeWork Hackescher Markt

2 Kommentare

  1. JB schreibt:

    Zu dem Grünen-Vorschlag, die Auftraggeber paritätisch an den Sozialversicherungsbeiträgen zu beteiligen:
    Was ist, wenn es sich bei seinen Auftraggebern nicht um institutionelle Kunden handelt, sondern um Privatkunden? Und wenn es in seiner Branche keine Vermittlungsplattformen gibt, welche evtl. den Auftraggeberanteil übernehmen könnten (wie bei Cloud-, Click- und Crowdworkern denkbar)? Mit Privatkunden lässt sich dieser Vorschlag der Grünen nicht durchsetzen, somit würde man sie als Auftraggeber verlieren. Haben die Grünen das mitbedacht bzw. sich dazu auch geäußert? Viele Grüße JB

    Antworten
  2. hans schreibt:

    Hallo JB, die Rechtslage haben wir schon im Falle der Künstlersozialversicherung. Z.B. bei Rechnungen von Web-Designer muss ein Auftraggeber pauschal an die Künstlersozialversicherung abführen (> Bagatellgrenze). Egal ob der Web-Designer dort versichert ist oder nicht. Außerhalb von Verlagen ist dieses Problem recht unbekannt. Bietet sich jedoch der Web-Designer selbst über seine eigene Kapitalgesellschaft (UG, GmbH) an, entfällt die Regelung.

    Ich finde weniger Regeln sind mehr, von daher sollte gar nicht über solche Regeln nachgedacht werden. Der Freiberufler / Selbständige wird immer mehr zu einem Angestellten des Unternehmens nicht Dienstleister.
    Die Sozialversicherungsfrage darf nicht zur Einschränkung der unternehmerischen Freiheit führen. Das Einzelunternehmen muss die gleichen Chancen wie eine Aktiengesellschaft haben. Sozialversicherungen sind Problem des beauftragten Unternehmers und nicht des Auftragsgebers, egal welche Lösung später vielleicht beschlossen wird (Bürgerversicherung, jetziges Model, Nachweispflicht).
    Vor allem was ist, wenn ein Selbständiger mehrere Kunden in einem Monat gleichzeitig abrechnet? Was ist, wenn der Freiberufler ausländische Kunden betreut?
    Dies kann dazu führen, dass gar keine Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden oder oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze erhoben werden.
    Künstler, Lehrer, Autoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Historiker, freie Theologen und Journalisten dürfen nicht als Blaupause für andere gut funktionierende Unternehmer gelten. Wie Beispiele beim VGSD belegen (z.B. Pass Consulting) kann die freiberufliche Tätigkeit der Schritt zu einer größeren Unternehmensgründung sein. Ich denke an dem Punkt sollten sich Union und FDP nicht beirren lassen.
    Pass Consulting
    https://www.vgsd.de/interview-it-unternehmer-gerhard-rienecker-zum-thema-scheinselbststaendigkeit/

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