Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Neue Arbeitsgruppe: Schluß mit ungerechten Mindestbeiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung

Wer sich als Selbstständiger nicht privat versichert, muss hohe Mindestbeiträge (rund 350 Euro/Monat) zur Kranken- und Pflegeversicherung  zahlen. Er oder sie zahlt Beiträge auf über 2.000 Euro Einkommen, auch wenn der Gewinn (z.B. bei Teilzeit-Selbstständigkeit) nur bei 500 oder 1.000 Euro liegt. Die 350 Euro fallen sogar dann an, wenn der Selbstständige Verlust macht, etwa um Mitarbeiter halten und deren Gehalt weiterzahlen zu  können.

Im Interview: Franz Kampmann, der sich nicht länger mit dieser ungerechten Situation abfinden möchte und deshalb Gleichgesinnte und Betroffene sucht zur Gründung einer VGSD-Arbeitsgruppe “KV-Mindestbeiträge“.

 

Franz Kampmann im Interview

Franz Kampmann im Interview

Frage: Was machst Du beruflich, wie lange bist Du schon selbstständig? Und was hat dich bewogen, dem VGSD beizutreten?

Franz Kampmann: Ich bin Agraringenieur, Fachrichtung Ökonomie, 55 Jahre alt. Mein Schwerpunkt lag und liegt im Bereich Lebensmittelmarketing.

Nachdem mein damaliger Arbeitgeber abgewickelt worden war, nahm ich den Gründungszuschuss in Anspruch, um mir eine Existenz als Sachverständiger aufzubauen. In den ersten beiden Jahren waren die Umsätze sehr gering, 2012 blieben nur 6.000 Euro über.

Von diesen 500 Euro pro Monat zog man mir für Krankenkasse  und Pflegeversicherung zuletzt 360 EUR pro Monat ab! D.h. es blieb so gut wie nichts für den Lebensunterhalt übrig – ich musste von Rücklagen leben. Deshalb bin ich eines der ersten Mitglieder des VGSD geworden.

2013 hat sich die Situation für mich glücklicherweise deutlich gebessert. Trotzdem ärgere ich mich weiterhin über die ungerechten Mindestbeiträge und möchte etwas dagegen unternehmen.

 


Jetzt mitzeichnen: Mit unserer Petition setzen wir uns für faire Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ein. Es ist nicht einzusehen, dass Selbstständige deutlich mehr zahlen als Arbeitgeber und -nehmer zusammen. Eine Gesetzesverschärfung zum 1.1.18 macht eine Reform noch dringlicher.


Franz Kampmann: „Bitte mitzeichnen!“ – Die aktuelle VGSD-Petition für faire Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.

 

Frage: Angestellte würden in dieser Situation weniger als 50 Euro – mit Arbeitgeberanteil unter 100 Euro Beiträge pro Monat zahlen. Wie kann es sein, dass Selbstständige mit gleichem Einkommen ein Vielfaches zahlen müssen? Das führt ja auch dazu, dass sie nicht ausreichend fürs Alter vorsorgen können!

Franz Kampmann: Begründet wird der Mindestbeitrag immer wieder mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (BVG) vom 22. Mai 2001 (I 1879 – 1 BvL 4/96). Demnach ist ist der (in SGB V § 240 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 geregelte) Mindestbeitrag mit dem Grundgesetz vereinbar.

Das BVG weist darauf hin, dass bei Selbstständigen Nettoeinnahmen, d.h. Einnahmen minus Ausgaben, als Maßstab zur Festsetzung der Krankenkassenbeiträge herangezogen werden. Im Unterschied dazu bemessen sich beim Angestellten die Beiträge nach dem Bruttoeinkommen – der Angestellte könne also seine Ausgaben zur Erbringung seiner Arbeitsleistung („Werbungskosten“)  nicht vorher abziehen. Insofern sei es verfassungsgemäß, wenn Selbstständige einen Mindestbeitrag leisten müssen.

Aus meiner Sicht ist das ein völlig untaugliches Argument zur Rechtfertigung des hohen Mindestbeitrags für Selbstständige. Das Bruttoeinkommen des Angestellten ist doch die im Vergleich zum Gewinn niedrigere und damit günstigere Bemessungsgrundlagen, denn hier ist der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung ja bereits abgezogen.

Zum Thema Altersvorsorge: Es stimmt! Wer wenig übrig hat, kann wenig zurücklegen fürs Alter. Ich habe mich auch deshalb von der Rentenversicherung freistellen lassen.

Doch Vorsicht: Man verliert den (früher  als Angestellter erworbenen) Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn man in den letzten 60 Monaten weniger als 36 Beitragsmonate in die Rentenversicherung einzahlt. Ich hab das noch rechtzeitig bemerkt und daraufhin bei einem Kunden einen Minijob angenommen, der ein Rentenversicherungsverhältnis erzeugt.

 

Frage: Es gibt aber noch viele weitere Ärgernisse. Zum Beispiel hast Du darauf hingewiesen, dass betroffene Selbstständige im Fall einer Krankheit das Krankengeld nicht entsprechend ihrer Beitragszahlungen erhalten?

Franz Kampmann: Das stimmt! Geradezu schizophren ist, dass man den hohen Beitrag bezahlt, aber nur nach dem tatsächlichen Einkommen Krankengeld erhält! Das Bundessozialgericht begründet das lapidar mit dem Satz: „Krankengeld kann grundsätzlich nur als Ersatz für  (entgangene)… Einkünfte beansprucht werden…“ (BSG 30.4.2004 B 1 KR 32/2 R).

Aber: Das ist ein Nebenkriegsschauplatz. Wann ist man als Selbstständiger schon mal länger als 42 Tage krank? Und: Würde die ungerechte Mindestbeitragsbemessungsgrenze fallen gelassen, wäre dieser Konflikt geheilt.

 

Frage: Du wolltest Dich nicht mit dieser Situation abfinden und hast im Laufe der Zeit an verschiedene Politiker, den Petitionsausschuss des Bundestages usw. geschrieben, um sie auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Was waren die Reaktionen? Welches Gefühl haben die Antworten der Politiker bei Dir hinterlassen?

Franz Kampmann: Ich habe beim Patientenbeauftragten der Bundesregierung, beim Petitionsausschuss und in den Gremien der politischen Partei, der ich angehöre (CDU), versucht, Verständnis zu finden. Vergebens! Immer wieder zog man sich auf das BVG-Urteil zurück. Ich bin sehr enttäuscht und fühle mich in meiner Argumentation nicht wahrgenommen.

 

Frage: Kannst Du die damalige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nachvollziehen? Würde sie heute noch so gefällt?

Franz Kampmann: Nein, nachvollziehen kann ich die nicht. Ob sie heute nochmal so gefällt würde, kann ich nicht sagen. Ich denke, der Missstand muss vom Gesetzgeber beseitigt werden. Die VGSD hat ja vor der Bundestagswahl u.a. zu diesem Thema alle Parteien befragt. Der jetzige Koalitionspartner SPD hat geantwortet, die Beitragsbemessung bei 450,01 EUR monatlich beginnen zu lassen. Das lässt hoffen – und wir müssen die SPD jetzt immer wieder an dieses Versprechen erinnern und es einfordern.

 

Frage: Beim VGSD gibt es viele, die sich über die KV-Mindestbeiträge ärgern, in unserer Abstimmung über die Anliegen des Verbands landete das Thema auf Platz 1. Du möchtest Dich jetzt mit anderen Mitgliedern vernetzen, die in dieser Sache mit Unterstützung des Verbands etwas unternehmen wollen. Was hast du vor und wie können interessierte Vereins- und Communitymitglieder Kontakt mit Dir aufnehmen?

Franz Kampmann: Der VGSD hat hierzu einen Verteiler eingerichtet (siehe unten). Aus meiner Sicht sollten wir neben Presse- und Informationsarbeit über Parteiversagen berichten, um so den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen.

 

Du willst in der Arbeitsgruppe aktiv engagieren?

Wenn Du Dich in unserer Arbeitsgruppe „Rentenpflicht“ mitarbeiten möchtest, so schreibe bitte an die Arbeitsgruppen-Sprecher: faire-beitraege@vgsd.de. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören! Unterstützung brauchen wir zum Beispiel bei der Ansprache von Multiplikatoren, bei der Betreuung der Aktion „Frag Deinen Abgeordneten“, unserer Presseschau usw.

 

Du hast wenig Zeit und willst auf dem Laufenden bleiben?

Du möchtest, dass wir Dich über unsere Aktionen zum Thema Kranken- und Pflegeversicherung für Selbstständige auf dem Laufenden halten? Auch wenn Du keine Zeit für eine Mitarbeit in unserer Arbeitsgruppe hast, nehmen wir Dich gerne in unseren „erweiterten“ Verteiler auf und informieren Dich in größeren Abständen. Wir suchen hier z.B. immer wieder Betroffene, die bereit sind (ggf. anonym) als Interviewpartner für Medien zur Verfügung zu stehen, die bereit sind, ihren Abgeordnete anzusprechen etc.

 

Für erweiterten AG-Verteiler anmelden:

Du erhältst eine Bestätigungsmail, dort bitte den langen Bestätigungslink anklicken!

Email:

 

Vom erweiterten AG-Verteiler abmelden:

Email:

48 Kommentare

  1. Udo K. schreibt:

    …ich kann mich als Selbständiger z.B. gar nicht in der gesetzlichen Versicherung einklinken und zahle monatlich weit über 500 €, obwohl ich erst 40 Jahre alt bin und eine hohe Selbstbeteiligung habe! Meine Einkünfte variieren auch und trotzdem ist der Fixbetrag fällig!!!
    Die einzigen Selbständigen, die hier wohl glücklich sind, sind die „Kreativen“ in der Künstlersozialkasse (auch wenn viele gar nicht so kreativ sind). Alles ziemlich unfair…

    Antworten
    1. Thomas Apel schreibt:

      Hallo Udo!

      Sofern Du PKV-versichert bist, solltest Du die Wechselmöglichkeit nach §204 VVG prüfen!

      Vorteile:
      – kein Wechsel der PKV-Gesellschaft, keine Kündigung
      – vgl.bares Leistungsniveau möglich – auch bei Krankheit
      – kein Risikoausschluss aufgrund bestehender Erkrankungen
      – Kostensenkungen bis zu 60%
      – ohne Verlust der Altersrückstellungen

      Für VGSD-Mitglieder führe ich diese Prüfung nach dem Prinzip: „PWYW“ (Zahle-was-Du-willst) durch.

      Mit freundlichen Grüssen aus Mannheim

      Thomas Apel

      Antworten
    2. L.B. schreibt:

      Bezüglich der Künstlersozialkasse täuschen Sie sich komplett – denn die ist ebenso ungerecht gestaltet:

      Menschen, deren Einkommen locker ausreichen würde, ihre Sozialabgaben komplett selber zu finanzieren, werden von der KSK „gepampert“ (übrigens ist auch das gegen die sogen. „Verwerter“ angewandte Abgabensystem ebenfalls völlig pervers und gröblichst ungerecht, unsozial, unsinnig, Rechtsunsicherheit erzeugend, konfliktverursachend und gröblichst wettbewerbsverzerrend!) – Menschen aber, die – aus welchen Gründen auch immer (z.B. notwendig werdende Pflege betagter Eltern, Fertigstellung eines großen Gemäldes, einer Opernpartitur, Arbeit an einer größeren Forschungsarbeit – oder Volkskünstlerische Arbeit im Bereich des „Präkariates“, wo normale Gagen schlichtweg nicht darstellbar sind, Erforschung der Volkskultur (die im Gegensatz zum Waffenhandel vom Staate nahezu garnicht gefördert wird …) – länger als zwei Jahre unter einen Mindestbetrag fallen – fliegen gnadenlos raus -und müssen dann – obwohl man WEISS, daß die das Geld nicht haben – ein Vielfaches bezahlen.

      Ich z.B. hatte immer so um die 80 euro pro Monat zu bezahlen – das ging halbwegs – nun hätte ich fast vierhundert Euro zu bezahlen, manchmal liegen aber selbst meine BRUTTO -Einnahmen DARUNTER !
      Ein kafkaesker Zustand!

      Kommentar vom ministerium: dann müssen Sie eben Hartz IV Beantragen.

      JA KÖNNEN!
      Hartz kannich nicht beantragen, da mir infolge einer Scheidung im Ausland seit über zwanzig Jahren wichtige Papiere fehlen (nämlich ein Scheidungsurteil! – einantrag würde völlig unfruchtbare juristische Querelen auslösen, weil keines dieser „Rechtssysteme“ seine Fehler eingestehen will (alles schon ausprozessiert! keine Chance auf Heilung des dadurch täglich neu entstehenden Unrechtes – ich kann nichtmal meinen Personenstand mit einem Dokument belegen, bin geschieden, geklte rechtlich aber als verheiratet – und kann ndeshalb auch nicht neu heiraten! Was Nazis und Kommunisten nicht schafften: SO stirbt nun meine Familie aus.) ) – auch hier ließ UND LÄSST mich die Bundesrepublik, die mich dorthin vermittelte – unter Verschwiegen der damit verbundenen Risiken) – eiskalt im Stich und beinahe hätte nich nichtmal mehr in meni „Heimat“land zurückkehren können, wo ich geboren wurde und dessen Staatsbürger ich bnd, so wie meine Vorfahren seit Jahrhunderten – die Rückkehr gelang nur mit einem Trick!

      Mein Eindruck: Im Deutschen Staate ist der normale, nicht gutbetuchte deutsche Bürger schlichtweg rechtlich vogelfreies Freiwild!
      ( Und spätestens im zweiten Verfahrenszug vom Gesetzgeber („Anwaltszwang“) und infolgedessen selbst vom eigenen Anwalt rechtlich und bezüglich seines Grundrechtes auf rechtliches Gehör entmündigt: Der Anwalt trägt nur vor, was das Gericht hören will – nicht aber den vollständigen Sachverhalt (selber erlebt!) – eigenes Vorbringen des Mandanten ignoriert das Gericht einfach – auch wenn sich zwei Jahrzehnte später in einem ähnlichen Verfahren vor dem BGH herausstellt, daß der Mandant damals Recht hatte und ALLE anwesenden Berufsjuristen einem Irrtum unterlagen! die Justiz schafft einfach rechtsbeugend vollendete Tatsachen. Nenne mir jemand auch nur EINE Rechtsmaterie, wo dem NICHT so ist!)

      Künstler sind immer auch Hungerkünstler – das wirtschaftliche auf und Ab gehört heute immer noch zum Beruf wie zu Mozarts Zeiten – wir haben uns da nicht von der Stelle bewegt, jedenfalls nicht zum Besseren(!) – aber wenn von DEM wenigen dann noch nicht nur nichts übrigbleibt, sondern mit der Zeit sogar noch künstliche Schulden per Gesetz bei Betroffenen ZWANGSWEISE generiert werden („Krankenkassenzwang“), wird man den Verdacht nicht los, daß man seitens des Gesetzgebers – wer immer am Ruder sei – die Armen kulturell mundtot machen und ärmere Künstler absichtlich ruinieren und zum Schweigen bringen will!

      „Kleines“ Extra:

      Auch wenn ich KEIN Mitglied in der Künstlersozialkasse mehr bin – ein Veranstalter der mich bucht, muß trotzdem an die Künstlersozialkasse abführen!
      So muß ich auf diesem Wege zwangsweise noch meinen reicheren Berufskollegen, der Konkurrenz, die soziale Hängematte verdienen und habe mich obendrein noch mit dem gagendrückenden Argument des Veranstalters auseinanderzusetzen: Fordern Sie nicht zu viel Gage, wenn die Veranstaltung ÜBERHAUPT zustande kommen soll – schließlich muß ich ja für sie auch noch KSK-Abgabe abführen!

      Leider wurde die löbliche Initiative des Bundesrates zur Abschaffung der KSK vor ein paar Jahren von ein paar Künstlerverbands-Bonzen abgeschmettert, weil sich die Damen und Herren aus dem Bundesrat – wohl in kulturellen Dingen nicht so recht fachkundig und nicht absolut sattelfest – mit Scheinargumenten der Künstler(v/z)ertreter und aus der Luft gegriffenen Horrorscenarios aus dem Konzept bringen ließen …
      (Übrigens: Eine unglaubliche Anmaßung, wenn diese Künstlerverbände-Bonzen auch im Namen von FREIEN Künstlern sprechen, welche – dem Grundgesetz folgend und WIRKLICH FREI bleibend – nirgendwo organisiert sind – Verhältnisse beinahe wie unter der Reichsmusikkammer!)!)

      Schade. eine vertane Chance! Aber ein erneuter Anlauf wäre sinnvoll.
      Spätestens beim EuGH dürfte dieses weltweit einmalige und absurde Konstrukt KSK kassiert werden …
      Ich jedenfalls stehe für alle Bestrebungen zur Abschaffung der Künstlersozialkasse als künstlerischer Berufsinsider zur Verfügung: Als Künstler, als Zeuge, als Öffentlichkeitsarbeiter, als Fachkundiger, als Mensch.

      Ich bin Künstler mit über dreißig Jahren Bühnenerfahrung und sage: Die KSK ist ein Unding und gehört abgeschafft – ebenso die von den Krankenkassen angewandte, irreale Unrechtspraxis der Unterstellung eines „fiktiven Einkommens“, wo realiter weniger Einkommen vorhanden ist, als böswillig unterstellt wird.
      Diese Praxis ist Menschenverachtend, ist währen des Dritten Reiches eingeführt worden (um aus dem Beruf gedrängte Juden dennoch abgabenmäßig abzocken zu können, obwohl sie ja kein Einkommen mehr hatten) und schlägt JEGLICHEM Rechtsgedanken gröblicht ins Gesicht – ein Angriff auf das Rechtsstaatprinzip – auch wenn es das Bundesverfassungsgericht für „Recht“ erklärt (diese Methoden systematischer Rechtsbeugung seitens der „höchsten“ Stellen haben ja in Deutschland Tradition seit Karl dem Großen und seit der Inquisition – niemand sollte sich davon beeindrucken und die klare Logik der Rechtssicherheit und der Gerechtigkeit verwässern lassen ! )

      Mein Eindruck:
      Die KSK dient nur der Gängelung und Kontrolle der Künstler – ähnlich wie die GEMA (übrigens 1933 als Stagma gegründet, offiziell zum Schutz der „Urheberrechte“, in Wahrheit zwecks totalitaristischer Kontrolle des deutschen Kulturlebens durch die Reichsmusikkammer der Nazis (und deren überseeische Hintermänner … ganz ISIS-/Taliban-/AlKaida/SaddamHussein-like …)

      also:

      „im Westen nichts neues“ …

      meint

      L.B.
      Dirigent, Autor, Komponist, Notwehrjournalist

      Antworten
  2. Thomas Apel schreibt:

    Hallo!

    Nur zur Info: Es sind auch deutlich weniger als 350 EUR möglich:
    Stichwort: „Härtefall-Einstufung“, nach § 240 Abs. 4 SGB V

    Beispiel:
    Wenn der Betriebsgewinn umgerechnet unter 1.380 Euro mtl. liegt => GKV-Beitrag ca. 215 EUR (inkl. KTG)!
    Das ist zwar immer noch „zu viel“, aber zumindets eine Entlastung von über 100 EUR im Vgl. zum angesprochenen Mindestbeitrag!

    Eine Härtfefall-Prüfung sollte daher „im Bedarfsfall“ bei der Kasse in jedem Fall durchgeführt werden!

    Anmerkung:
    – Bei Partnerschaften (auch „eheähnlich“!) ist die Berechnung etwas komplexer!
    – Das Vermögen darf bestimmte Freigrenzen nicht überschreiten!

    Mit freundlichen Grüssen aus Mannheim
    Ihr
    Thomas Apel

    Antworten
    1. Frank Zeyer schreibt:

      Hallo Udo, ich bin in der GKV. Du schriebst:
      „- Bei Partnerschaften (auch “eheähnlich”!) ist die Berechnung etwas komplexer!“
      Könntest Du mir dazu etwas genaueres sagen, da ich seit über 22 Jahren „sehr eheänlich“ mit einer Freiberuflerin, die tatsächlich als (malende) Künstlerin ihr Geld verdient aber in der AOK ist, unter einem Dach zusammenlebe…könnten wir da gemeinsam was besseres bzw. zusammen was machen ?! LG Frank

      Antworten
      1. Thomas Apel schreibt:

        Hallo Frank!

        Zu Deiner Frage:
        Bei Ehe bzw. eheähnl. Gemeinschaften liegt ein Härtefall vor, wenn die Hälfte des gesamten Einkommens der des Paares geringer ist als 2.080 Euro.
        Zusätzlich kann für jedes Kind ein Betrag in Höhe von 553 Euro vom Einkommen abgesetzt werden.

        Beispiel:
        Selbständiger: mtl. Gewinn: 1.200 EUR
        Ehefrau, angestellt: 2.800 EUR
        => Summe 1:: 4.000 EUR
        2 Kinder: ./. 1.106
        => Summe 2: 2.894 EUR
        davon 50%
        => Summe 3: 1.447 EUR ist kleiner als die 2.080 EUR (s.o.)

        Damit läge ein Härtefall vor und der GKV-Beitrag solte reduziert werden können.

        Am besten bei der entspr. GKV das Formular „Antrag auf Beitragsentlastung für freiwillig versicherte Selbständige anfordern“ anfordern.

        VG,
        Tom

        Antworten
  3. Dieter Schnepel schreibt:

    Ich habe einen ähnlichen Schriftwechsel mit meiner Krankenkasse (KKH) Ich zahle Beiträge für ein (Mindesteinkommen) von ca. 2100,00 Euro. Da ich aber im letzten Jahr aufgrund Ausfall nur einen Gewinn von ca. 1000,00 Euro pro Monat erzielt habe (allerdngs seinen Umsatz von 2000,00 Euro), erhalte ich jetzt bei Krankheit lediglich 600,00 Euro Krankengeld.

    Was hat das noch mit Versicherung zu tun? Schließlich ist mein Nettogewinn 1000,00 Euro gewesen. Das ich als Alleininhaber meiner Firma aber auch Kosten habe, die zum Umsatz gehören und weiter bezahlt werden müssen, davon will keiner etwas wissen.

    Wenn man schon Beiträge auf ein Mindesteinkommen zahlt, sollte bei Krankheit danach auch das Krankengeld bemessen werden, sofern man den Umsatz nachweisen kann.

    Antworten
  4. Wolfgang Lörks schreibt:

    Das ganze System ist wie üblich nicht sauber durchdacht. Das kommt daher es es diejenigen die solche Dinge verabschieden fast nie von den Regelungen betroffen sind. Antwort aus Bonn bzw. jetzt Berlin. Das ganze ist so „politisch gewollt“. Es betrifft ja nicht nur den Selbstständigen sondern auch andere Personenkreise. Zur Zeit stehe ich mit diversen Gruppen zu dem Thema in Kontakt. Habe auch Kontakt mit diversen Medien. Man muß zu einem Verbund kommen der genau so wirksam gegenüber der Politik auftreten kann wie die „Armutsindustrie“ vertreten durch Paritätischen Wohlfahrtsverband, VDK, andere Verbände, Gewerkschaft und Kirche es für die „armen H4 Empfänger macht. Wobei bei H4 regelmäßig die alle anderen Kosten wie Miete, KV/PV usw. verschwiegen wird. Jeder der arbeitet und dann noch selbstständig ist muß diese Kosten selbst tragen. Da bleibt öfter mal weniger als H4 zum Leben übrig.

    Mit freundlichen Grüßen aus Ratingen

    Ihr

    Wolfgang Lörks

    Antworten
  5. Andre schreibt:

    Ihr wisst aber schon, dass bei Angestellten die Sozialkosten im vereinbarten Bruttogehalt einkalkuliert sind? Einen „Arbeitgeberanteil“ gibt es nicht. Der wird schon bei der Gehaltsplanung und -Verhandlung vorher abgezogen. Angestellte bekommen bei gleicher Produktivität weniger brutto, um die „Arbeitgeberanteile“ wieder zu kompensieren. Müssten alle Angestellten ihre Sozialkosten allein tragen, gäbe es ein viel höheres Bruttogehalt. Für das Unternehmen würde sich nichts ändern.

    Wer aus selbständiger Tätigkeit dauerhaft nur 2.100 Euro erwirtschaftet (nach Abzug der Betriebssausgaben), sollte sich über Wachstumschancen Gedanken machen, oder vielleicht anders orientieren. Je nach eigenem Anspruch und Alter reicht das nicht für den Aufbau von Rücklagen und die Altersvorsorge.

    Was ich extrem ungerecht finde, ist dass man bei den Krankenkassen bei steigendem Einkommen *rückwirkend* (ab Datum des Steuerbescheids) mehr zahlen muss (nachzahlen!), bei sinkendem Einkommen aber erst für die Zukunft der Beitrag gesenkt wird. Das ist extrem teuer, wenn man seine Steuerklärung immer erst gegen Jahresende abgeben kann (wegen Steuerberater) und die Bearbeitung dann weitere Monate dauert, bis nach fast einem ganzen Jahr endlich der Beitrag sinkt. Ich hatte das einmal als meine Firma noch jung war – es war deprimierend.

    Auch darf man Werbungskosten nicht abziehen, sobald man von seiner eigenen Firma ein Gehalt bekommt. Das Gehalt wird brutto zur Berechnung herangezogen, egal wie viele Kosten man sonst noch hat. Begründung: Das kann ja alles die Firma bezahlen. Man wird also als Gehaltsbezieher (z.B. vom seiner eigenen GmbH) nicht mehr als Selbständiger anerkannt, der auch Kosten hat.

    Dennoch kann ich den (freiwilligen) Verbleib in der gesetzlichen KK nur empfehlen. Mit einer privaten Zusatzversicherung zur gesetzlichen Kostenerstattung kann man, wenn man Wert darauf legt, sich auch privat auf Rechnung behandeln lassen (ambulant und im KH). Sollte im Alter das Geld knapp werden, kann man die Zusatzversicherung notfalls wieder kündigen. Prämien für eine private Vollversicherung können im Alter unbezahlbar werden.

    Antworten
  6. Andreas Lutz schreibt:

    Mit dem Thema haben wir offenbar ins Schwarze getroffen. Toll, dass sich hier gleich eine umfangreiche und sachlich fundierte Diskussion entwickelt hat. Zu einigen Punkten möchte ich kurz Stellung nehmen:

    * Thomas Apel hat dankenswerterweise auf die Härtefallregelung hingewiesen (und sie im Detail erklärt), die zu Beitragseinsparungen von 100 Euro/Monat führt, wenn die Voraussetzungen bezüglich Einkommen und Vermögen vorliegen.

    * Diejenigen, die privat versichert sind in einem teuren Tarif, haben tatsächlich die Möglichkeit, innerhalb der Versicherung den Tarif zu wechseln. Bei einigen privaten Versicherungen kann man auf diese Weise viel Geld sparen.

    * Der Aspekt, dass man als Selbständiger auf einen fiktiven Gewinn Beiträge zahlt, Krankengeld aber nur auf das niedrigere tatsächliche Einkommen erhält, ist eine weitere Schlechterbehandlung von Selbständigen. Franz hatte den Aspekt im ursprünglichen Interview angesprochen, wir haben ihn dann aber rausgelassen: Wir hätten dann noch so viele weitere Punkte aufführen müssen… Dazu planen wir einen getrennten Beitrag.

    * Zu den weiteren Benachteiligungen gehört die von Andre erwähnte Regelung, dass man bei höherem Gewinn Beiträge nachzahlen muss, aber bei niedrigerem Gewinn keine Erstattung erhält.

    * Generell sehe ich es auch so, dass man natürlich versuchen sollte, mehr als 2.100 Euro Gewinn zu erzielen. Als Unternehmensberater ist meinen Aufgabe, Gründern zu helfen, dass sie das auch wirklich möglichst bald nach der Gründung schaffen. Es gibt aber z.b. auch viele, insbesondere Frauen, die sich in Teilzeit selbständig machen, neben der Familienarbeit. Und für die gelten die hohen Mindestbeiträge auch… Das darf man nicht vergessen.

    * Wolfgang: Super, dass Du hier auch schon aktiv bist. Ich möchte Dich und alle, die am Thema interessiert sind, bitten, mit Franz über die E-Mail-Adresse kvmindestbeitrag@vgsd.de Kontakt aufzunehmen, damit wir das Thema gemeinsam in die Medien bringen und die Politik darauf aufmerksam machen können.

    Antworten
  7. Kai-U. Bräutigam schreibt:

    @Andre: Wieso würde sich für das Unternehmen nichts ändern, wenn die Angestellten auch den Arbeitsgeberanteil an den Sozialkosten tragen müssten? Es geht doch dabei nicht nur um das blanke Geld, sondern auch um die Aufwände, die sich die Unternehmen sparen würden. Die Lohnbuchhaltung würde sich stark vereinfachen. Der ganze Papierkrieg zwischen Unternehmen und den Sozialträgern wäre obsolet. Aber dass dann die Unternehmen tatsächlich mehr an Brutto zahlen würden, halte ich für ein Märchen.

    Antworten
    1. Andre schreibt:

      „Aber dass dann die Unternehmen tatsächlich mehr an Brutto zahlen würden, halte ich für ein Märchen.“

      Freiwillig niemals. Natürlich wäre das eine grundlegende gesetzliche Änderung, die die Unternehmen dazu verpflichtet, die einsparungen weiterzugeben. Die Gründe warum das nicht gemacht wird sind aber einleuchtend: (1) Es ist für die Sozialbehörden einfacher nur wenige Unternehmen als Schuldner zu haben, als Millionen Arbeitnehmer und (2) Die Politik hätte kein Instrument mehr für Wahlgeschenke an Arbeitnehmer, z.b. mal wieder irgend einen „Arbeitgeberanteil“ zu erhöhen.

      Antworten
  8. Wolfgang Lörks schreibt:

    Hier die von mir verschickte Mail an diverse Organisationen die sich mit derselben Thematik befassen. Es betrifft ja nicht nur Selbstständig versicherte in der GKV sondern jeden freiwillig GKV Versicherten, vor allem Rentner.

    „ich habe im Internet gesucht und Sie gefunden. Sie beschäftigen sich schon des längeren mit dem Thema Rentner, Betriebsrentner, Zusatzrenten usw.

    Es geht um Millionenfachen Betrug, Komplizenschaft und Hehlerei an Rentnern im Allgemeinen und Besonderen sowie am Deutschen Steuerzahler.

    Bisher sind alle Anstrengungen gerichtlicher Klärung zugunsten der Vorgenannten gescheitert.
    Aufallend ist daß alle Klagen, ob von Verbänden oder Privatpersonen vor Gericht gescheitert sind. Entweder waren die Tatbestände zu den Klagen falsch formuliert oder man wollte seitens der Gerichte nicht den „STAAT“ und die „GKV“ belasten.

    Aufgrund nur einiger der nachfolgend genannten Fakten bin ich der Überzeugung das hier ein Straftatbestand nach StGB 263, „Betrug“ vorliegt.

    § 263 Betrug

    (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe
    bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    http://dejure.org/gesetze/StGB/263.html

    Fakten:

    Von dem seit Jahrzehnten dauernden Raubzug durch die Rentenversicherung will ich nicht sprechen. Hier geht es um die monatlich konkret anfallenden Kosten zur GKV und PV.
    Die GVK mit z. Zt. 15,5% bestehend aus 14% KV Anteil, 0,9% „Sonderbeitrag=Arbeitgeberentlastungsbeitrag“, 0,6% Beitrag für Krankengeldzahlung auf die Rentner keinen Anspruch haben

    Freiwillig versicherte Rentner die wegen zu geringer Rente in der GKV rechnerisch „aufgestockt“ und für ein „fiktives Einkommen=nicht vorhandenes Einkommen“ Beiträge zahlen.

    Es gibt noch viele weitere Beispiele die ich hier jetzt nicht anbringen möchte.

    Aufgrund dessen habe ich die entsprechende Verbände, Politiker, Medien usw., mit den jeweils Verantwortlichen angeschrieben.
    Von den Verbänden kam keine Antwort, die beschäftigen sicher lieber mit H4 was für sie interessanter sein dürfte.
    Von der Politik kam teilweise Anwort, meistens mit dem Tenor „das ist politisch so gewollt“.
    Die Medien antworteten zumindest und von „hart aber fair“ wurde Interessse an einem Vorgespräch bekundet.

    Da man als einzelner oder einzelne Gruppe nichts erreicht kam ich auf die Idee, die mir bekannten Gruppen und Personen anzuschreiben die sich mit der Thematik beschäftigen.

    Mein Vorschlag:

    Was halten Sie davon einen Verein oder Verband zu gründen in dem die Interessen der Rentner und nur die der Rentner gebündelt und vertreten werden.
    Bisher kämpft doch jeder für sich alleine was auch beibehalten werden sollte.

    Nur ist es zur Einflußnahme und erst recht politischen Einflußnahme wirkungsvoller wenn eine wie auch immer geartete Organisation dahinter steht.
    Auch hat man medienmäßig eine ganz andere Wahrnehmung als bei Einzelinteressen.
    Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören und bin für Anregungen Ihrerseits offen.

    Bitte Interesse per Mail bekanntgeben, dann telefonische Kontaktaufnahme.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Lörks“

    Nicht zu vergessen, jeder Selbstständig tätige ist sein eigener „Arbeitgeber. Er zahlt als 0,9% zur Entlastung seines „Auftraggebers“. Er selbst wird nicht entlastet. Das mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist auch so eine Sache. Ich hatte als Selbstständig/Freiberuflich tätiger eine Krankentagegeldversicherung ab dem 4.ten bzw. 8.ten Tag. Da braucht man nicht noch 0,6% Beitrag zu zahlen für ein Krankengeld ab der 6.ten Woche.

    Wie man sieht ist es ein sehr interessantes Feld wenn man sich mit dem Thema mal genau auseinander setzt.

    Eine kleine Anekdote.
    Eine Kollegen hatte mal meine Rechnung an den Auftraggeber gesehen und meinte ganz erstaunt was ich doch viel Geld verdiene. Daraufhin erläuterte ich ihr mal die Zusammenhänge und welche Vorteile sie doch hätte. Bezahlten Urlaub + Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und was die Firma sonst so zahlte. 6 Wochen Gehalt im Krankheitsfall, Arbeitslosengeld im Fall der Fälle, Rentenbeiträge. Also alles Werte die ich so nicht mit in den Stundensatz einrechnen kann. Ich muß meine KV + Altersvorsorge, evtl. Berufsgenossenschaft + Gewerbesteuer, von dem erwirtschaften Umsatz selbst bezahlen.
    Wenn Du jetzt alle „Nebenkosten“ die Du von Deinem Arbeitgeber + Anteile an den sonstigen Kosten die der Arbeitgeber für Dich bezahlen muß mit auf Dein Gehalt bekommst sähe das auch richtig toll aus. Wenn Du dann alle die Kosten selbst abführen mußt könnte es sein das Du lieber die Kosten als Dein Gehalt behalten würdest. Da war Sie platt. Das hatte ich noch keiner erklärt.

    Das Problem ist, die meisten verstehen die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht. Lohnnebenkosten und sonstige Personenbezogene Kosten sind Lohnkosten.

    Antworten
  9. Andre schreibt:

    Ungleichbehandlung ist das einzige juristische Argument, meines Erachtens nach. Damit könnte man etwas erreichen. Alles andere ist in der Tat „politisch so gewollt“ und wer das ändern will, muss entsprechend wählen. Es gab vor vielen Jahren mal einen tollen Artikel in brand eins: „Deutschlands Kampf gegen die Selbständigkeit“. Hat sich bisher nichts geändert.

    Antworten
  10. Franz Huber schreibt:

    Das Problem mit der GKV und dem zwangsweise erhobenen Mindestbeitrag beschäftigt mich auch schon lange.

    Habe dazu auch schon einiges im Netz und an Politiker ( ohne Antwort ) geschrieben und eine persönliche Petition gestartet, die derzeit noch bearbeitet wird.

    Die Rechtmäßigkeit von KV-Beiträgen bis zu 100% des Einkommens ist weiterhin mehr als fraglich (Mindestbeitragsproblem), denn:

    Die Urteile bzw. Beschlüsse (BSG 12RK 18/95 v. 26.9.96 und BVerfG 1 BvL 4/96 v. 22.5.01) berücksichtigen leider NICHT die NEUESTE Gesetzeslage seit Inkrafttreten der Krankenversicherungspflicht mit VERSICHERUNGSZWANG seit 4-2007. Deshalb sind diese gerichtlichen Vorgaben nur bedingt aussagekräftig.

    Eine Bündelung unserer Interessen (öffentliche Petition etc.) wäre sehr hilfreich, gerade weil wir nur eine sehr kleine Gruppe sind und keinerlei Lobby haben.

    Weiterlesen hier:

    https://www.freitag.de/autoren/franz-huber/gkv-zwangsversicherung-bis-100-kv-beitrag

    Antworten
    1. L.B. schreibt:

      „weil wir nur eine sehr kleine Gruppe sind “

      Na, SO klein ist diese Gruppe garnicht!

      Künstler, frischgebackene Anwälte, Ärzte (gerade wenn sie erst anfangen eine eigene Praxis aufzubauen!), freie Journalisten (ein Heer!), kleine Handwerker, viele Frauen(!) u.v.a.m.

      Wir müssen uns nur organisieren und die Angelegenheit vor die EU bringen!

      Da dürfte schon aus wettbewerbsrechtlichen und Gleichbehandlungs- Gründen vieles rechtlich nicht haltbar sein …

      Der historische Blick auf die derzeitigen Zustände (besonders deren mehr als zweifelhafte Anfänge und rechtshistorischen Wurzeln(!)) offenbart ohnehin einen juristischen Skandal von Weltgeltung …

      Antworten
  11. Stefan M. schreibt:

    Der Beitrag von Franz H. bringt es schön auf den Punkt:

    Die derzeitige Zwangsregelung mit Mindestbeitrag & Versicherungszwang ist grundgesetzwidrig, da die Freiheit, sein Leben frei und unabhängig von staatlichen Zwangsvorgaben zu gestalten, massiv beeinträchtigt wird.

    Eine gemeinsame Verfassungsklage wäre deshalb erfolgversprechend.

    Ich wäre dabei.

    Antworten
    1. L.B. schreibt:

      Sinnlos, das BVerfG anzurufen!
      Das BVerfG wird seinen einmal gemachten Fehler (es existiert ja bereits ein Urteil, das das Papier nicht wert ist, auf dem es geschrieben steht) nicht korrigieren.

      Außerdem ist dieses Unrecht ERKLÄRTERMASSEN „politisch gewollt“ – womit über den Charakter dieser „Bundesrepublik Deutschland“ alles gesagt ist …

      Ein Rechtsstaat – das wollen wir erst WERDEN !

      M.E. hilft nur:

      Sich darüber klar werden, daß es in D wohl keine einzige(!) Rechtsmaterie gibt, von der auch nur näherungsweise behauptet werden kann, das Rechtsstaatsprinzip wäre verwirklicht! Das geht schon beim Verfahrensrecht los!

      Dies bedeutet: Wir haben hier MILLIONEN von Betroffenen als natürliche Verbündete, sobald man nur die eigenen Probleme genügend abstrahiert und deren gemeinsame Wurzel erkennt:

      „Wir haben ALLE dasselbe Problem:
      Ein völlig perverses „Rechts“system!“

      Mit ALL diesen davon schwerst Betroffenen Schulterschluß zu suchen und eine GRUNDLEGENDE RECHTS- und JUSTIZREFORM anstoßen – das ist der einzig gangbare Weg.

      Da wäre aber als erstes endlich eine vom Deutschen Volke in freier Selbstbestimmung erarbeitete und verabschiedete Verfassung vonnöten, die die seinerzeit eilig zusammengenagelte „Bretterbude Grundgesetz“ (Kurt Schumacher ?) gemäß dessen eigener Vorgabe endlich ablösen muß.

      Artikel 146 Grundgesetz lautet:

      „Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“

      Wir haben auch Verfassungsrechtsstau!
      Ein, wie ich meine, schon vor dem Hintergunde unserer internationalen Stellung unverantwortbarer und unhaltbarer Zustand!

      Antworten
      1. jctrading.info schreibt:

        Michael Hess had to bust me on that. Now he’s a beta reader. That’s the test apparently. LOL. Thanks for the enthusiasm. I’m at 80K in draft 1. Which means a million more hours to go.

        Antworten
  12. Antworten
  13. Angela Zsivicsar schreibt:

    Schon mal was von Avaaz Org gehört? Habe von diesen Verein schon sehr viele wichtige Peditionen unterschrieben. Hier kann man sogar seine eigene Pedition starten und so Hunderttausende Unterschriften sammeln, Was von Avaaz Org an die richtigen Ansprechpartner weitergeleitet wird.Sehr zu empfehlen!

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Angela,
      vielen Dank für den Hinweis auf Avaaz.org. Es gibt mehrere solcher Petitions-/Aktionsplattformen, z.B. auch change.org und openpetition.org.
      Das sind aus meiner Sicht ernsthafte Alternativen zu Bundestagspetitionen, die eine Reihe von Nachteilen haben.
      Die Petiton gegen die Rentenversicherungspflicht für Selbständige haben wir allerdings beim Bundestag durchgeführt.
      Wichtig ist auf jeden Fall, dass eine solche Petition gut vorbereitet ist. Das ist ein Grund, warum die Bildung einer Arbeitsgruppe wichtig ist, alleine ist das nämlich kaum zu bewältigen.
      lg Andreas

      Antworten
      1. Antworten
  14. Antworten
  15. K.A. schreibt:

    Gibt es schon einen Verband oder Verein, der sich mit den Mindestbeiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung auseinandersetzt? Dem würde ich gern beitreten, weil diese „Sozialversicherung“ alles ist – aber auf keinen Fall sozial.
    Seit 2006 bin ich im Bereich Weiterbildung/Seminare/Coaching selbstständig tätig. Der Beginn meiner Selbstständigkeit ließ sich gut an, bis mir durch die Wirtschaftskrise im Jahre 2009 der größte Kunde weggebrochen ist. Den Verlust habe ich aufgefangen, indem ich neue Geschäftsfelder auftat und einen Teil der fehlenden Einnahmen dadurch wettmachen konnte, indem ich Telefonakquise für verschiedene Unternehmen durchführte.
    Trotzdem reichte das Geld hinten und vorne nicht, was zum größten Teil dem Beitrag von ca. 350 €/Monat zur KV/PV zuzuschreiben ist.
    So geriet ich in einen Kreislauf, den ich bis heute nicht unterbrechen konnte. Aufgrund meiner „zu geringen Einnahmen“ kündigte mir die Bank, bei der ich mein Geschäftskonto hatte, 2012 (aus deren Sicht völlig gerechtfertigt) den Dispo in Höhe von 2.500 € und gab mir 2 Monate Zeit, diesen zu begleichen, ansonsten Kündigung des Kontos und entsprechende Vollstreckungsankündigung. Da ich den Dispo nahezu ausgeschöpft hatte, löste ich mein Depot auf, das eigentlich meiner Altersvorsorge dienen sollte und kündigte einen angesparten Bausparvertrag, um die Summe begleichen zu können. Jetzt habe ich nur noch ein Konto, eigentlich mein Privates, mit einem Dispo von 2.500 Euro, den ich auch jeden Monat nahezu ausschöpfen muss. Und weil alle Einnahmen und Ausgaben über dieses Konto laufen kann ich nicht mal die Kontoführungsgebühren und die Zinsen hierfür steuerlich geltend machen, weil es ja kein reines Geschäftskonto ist.
    Seit dieser Zeit lebe ich von der Hand in den Mund, schiebe in schöner Regelmäßigkeit 2 Monatsbeiträge der KV vor mich hin und kann sie fast immer bezahlen, bevor der Gerichtsvollzieher mir ins Haus steht. Wobei meine Versicherung hier keine Gefangenen macht: Bei 2 Monaten Beitragsrückstand kommt sofort die Vollstreckung.
    Inzwischen hatte ich 3 Vollstreckungsbescheide der KV, einmal hat mich der Vollstreckungsbeamte angetroffen und sofort gefragt, ob das ein Eigenheim ist, in dem ich wohne (ist es) und hätte mein Partner mir nicht aus der Bredouille geholfen und den säumigen Beitrag bezahlt – ich weiß nicht, was passiert wäre.
    Meine mehrmaligen Anrufe bei der KV, mit der Bitte, mich als Härtefall einzustufen, aufgrund meiner geringen Einnahmen, die auf den Monat umgerechnet zwischen 500-1000 Euro liegen, kann nicht stattgegeben werden. Grund ist mein Eigenheim mit einer kleinen Einliegerwohnung. Die Einliegerwohnung trägt sich beinahe selbst und würde mir im Alter, wenn ich sie denn noch abbezahlen kann, eine kleine Rente/Einnahme von ca. 200 Euro einbringen. Ich habe jetzt aktuell keine Einnahmen hieraus, da die Kosten etwas höher sind, als die Mieteinnahmen, aber allein, dass ich sie besitze, schließt die Härtefallregelung aus.
    Abgesehen von dem Gründungszuschuss zu meiner Selbstständigkeit habe ich seit 2006 keine weiteren Leistungen des Staates in Anspruch genommen und arbeite natürlich (auch mit der kleinen Einliegerwohnung) darauf hin, dieses im Rentenalter nicht tun zu müssen. Durch meine vorherige nicht selbstständige Erwerbstätigkeit habe ich eine zu erwartende Rente von ca. 700 Euro, dazu ca. 100 Euro Riester, die 200 Euro Mieteinnahmen und keine eigene Miete, da mein Selbstbewohntes abgezahlt ist. Theoretisch wäre noch mein Fond dazu gekommen, aber in diesen kann ich seit 2012 nicht mehr einzahlen.
    Aus meiner Sicht wäre es nicht nur für mich, sondern auch für den Staat erstrebenswert, wenn ich im Rentenalter – ich bin jetzt 48 Jahre alt – finanziell zurecht käme. Mich beschleicht allerdings der Eindruck, dass das so gar nicht gewollt ist. Weil, wenn ich das Eigentum behalten kann, würde ich es ja an meine Kinder vererben können.
    In meiner Verzweiflung rief ich dieses Jahr im Sommer erneut bei der KV an. Meine Überlegung war, ob ich mein Gewerbe nicht mehr in Vollzeit sondern nur noch, sagen wir, halbtags betreibe, in der Hoffnung, hiermit die KV-Beiträge auch halbieren zu können. Geht lt. Auskunft des Sachbearbeiters nicht. Auf meine Frage, was denn wäre, wenn ich mein Gewerbe ganz abmelde, gab er die Antwort, dann müsse ich nur noch 160 €/monatlich an die KV bezahlen. Das klingt erstmal gut. Wie ich die 160 € bezahlen soll, ohne Einnahmen, konnte er mir auch nicht sagen. Komischen Humor haben die da, bei der KV….
    Meine Recherchen im Internet ergaben, dass, wenn ich die 160 € nicht bezahlen kann, all mein Erarbeitetes der Vollstreckung anheimfällt. Oder die Kinder, Eltern, der Lebensgefährte wird zur Kasse gebeten. Das ist nun gar nicht in meinem Sinne, dass ich das den Kindern oder Eltern aufbürde.
    Inzwischen halte ich es, wie unsere Staatsdiener: Ich stopfe ein Loch und reiße neue auf. Mein finanzielles Desaster, allein hervorgerufen durch diese völlig überzogenen Abgaben für die KV, hat weitere üble Auswirkungen:
    Es lähmt mich, ich bekomme gesundheitliche Beschwerden, die ich mir als Selbstständige überhaupt nicht leisten kann- ständige Erkältungen, Magenbeschwerden und so eine furchtbare Antriebslosigkeit und Resignation. Immer öfter denke ich über Selbstmord nach – und zeitgleich: Es muss wie ein Unfall aussehen, wegen der Lebensversicherung, mit der die Kinder wenigstens die Beerdigungskosten bezahlen könnten. Und die ausstehenden KV Beiträge müssten sie ja vermutlich auch bezahlen.
    Eine Art Depression, fürchte ich, aber ich denke auch oft, dass es dann vielleicht publik wird und dann vielleicht auch Gehör findet, weil es ein Skandal wäre….erstmal. Aber wie lange wären Skandale in diesem Land? Hat Frau Heisig etwas bewirkt? Oder ist man eine Woche in der Schlagzeile und betroffene Politiker und Verantwortliche der GKV und KV´s äußern sich betroffen bei Stern TV, Maischberger und Mai-Britt Ilgner…und dann kommt ja schon wieder was Neues – Bomben im Gaza, Putin und die Ukraine… und es hat letztendlich nichts bewirkt.
    Ich jedenfalls bin mit meinem Latein am Ende. Hätte ich von Anfang an einen meinem Einkommen angemessenen KV-Beitrag bezahlen müssen – und, den zahle ich dann auch gern, ich möchte in dieser Gesellschaft kein Schmarotzer sein – stünde ich hier heute nicht so klein und traurig.
    Was ist noch zu sagen? Das es mich wütend macht, das meine Finanzbehörde meine zu zahlende Steuerlast für 2013 so vehement einfordert (76 Euro). Wenn ich dann lese, was EON, amazon und andere Unternehmen für Steuerlasten zahlen müssen, die Milliardengewinne machen, aber …geschickter Weise ihren Firmensitz in Luxemburg haben… ist ein anderes Thema, gehört hier eigentlich nicht hin, ist aber auch eine weitere Frage zum Thema Gerechtigkeit und Solidarität. Habe überlegt, meinen Firmensitz auch dahin zu verlegen. Aber die nehmen mich nicht…zu wenig Einkommen, *lach*, war klar, oder?
    2011 hatte ich ein gutes Jahr, für meine Verhältnisse als „Kleinstunternehmer“. Bei knapp 34.000 € Betriebseinnahmen verblieb ein steuerpflichtiger Gewinn von ca. 18.000 €. Vor KV Beitrag von über 4000 Euro. Sind immerhin noch 14.000 Euro Gewinn, der zu versteuern war. Hierfür wurden für mich 827 Euro EK-Steuer fällig, die ich selbstverständlich auch gezahlt habe.
    Jetzt mal E.ON. Leider habe ich nur die Zahlen von 2013
    Bilanz des E.ON-Konzerns
    Die Konzernbilanz haben wir zur besseren Übersicht in Aktiva und Passiva aufgeteilt. Umfangreiche Informationen zum E.ON-Konzernabschluss finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2013 auf den Seiten 94-193.
    Bilanz des E.ON-Konzerns – Aktiva
    in Mio EUR 31. Dezember
    2013 31. Dezember
    2012 1)[Fussnotenmarker für Fussnote Nr. 1]
    1. Januar
    2012 1)[Fussnotenmarker für Fussnote Nr. 1]

    Goodwill 12.797 13.440 14.083
    Immaterialle Vermögenswerte 6.588 6.869 7.372
    Sachanlagen 50.270 54.173 55.869
    At equity bewertete Unternehmen 5.624 4.067 6.325
    Sonstige Finanzanlagen
    Beteiligungen
    Langfristige Wertpapiere 6.410
    1.966
    4.444 6.358
    1.612
    4.746 6.812
    1.908
    4.904
    Finanzforderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.550 3.692 3.619
    Betriebliche Forderungen und sonstige betriebliche Vermögenswerte 2.016 2.400 2.842
    Ertragsteueransprüche 172 123 147
    Aktive latente Steuern 7.276 5.441 5.142
    Langfristige Vermögenswerte 94.703 96.563 102.211
    Vorräte 4.146 4.734 4.828
    Finanzforderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.609 2.058 1.789
    Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige betriebliche Vermögenswerte 20.901 24.354 31.714
    Ertragsteueransprüche 1.021 910 4.680
    Liquide Mittel
    Wertpapiere und Festgeldanlagen
    Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen
    Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.314
    2.648
    639

    4.027 6.546
    3.281
    449

    2.816 7.020
    3.079
    89

    3.852
    Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.031 5.261 620
    Kurzfristige Vermögenswerte 36.022 43.863 50.651
    Summe Aktiva 130.725 140.426 152.862

    Bezahlt wurden hier von diesem Konzern wohl etwas weniger als 1600 EURO/anno an Steuerlast.
    Das ist ungerecht!!! Das ist unsozial hoch drei. Gehört hier vielleicht auch nicht hin weil es ja um die KV geht, aber ein Rad greift ins andere und ist nicht nur uns gegenüber ungerecht sondern auch gegenüber unserer gesamten Solidargemeinschaft.
    Nun, wo ist der Anfang, wo ist ein Ende?
    Ich wünsche mir, dass alle Kleinunternehmer, die unter der ungerechten Berechnung ihres KV-Beitrages mit mir kämpfen und sich solidarisieren.
    Danke für alle, die sich durch diesen langen Beitrag gewühlt haben.

    K.A.
    Gibt es schon einen Verband oder Verein, der sich mit den Mindestbeiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung auseinandersetzt? Dem würde ich gern beitreten, weil diese „Sozialversicherung“ alles ist – aber auf keinen Fall sozial.
    Seit 2006 bin ich im Bereich Weiterbildung/Seminare/Coaching selbstständig tätig. Der Beginn meiner Selbstständigkeit ließ sich gut an, bis mir durch die Wirtschaftskrise im Jahre 2009 der größte Kunde weggebrochen ist. Den Verlust habe ich aufgefangen, indem ich neue Geschäftsfelder auftat und einen Teil der fehlenden Einnahmen dadurch wettmachen konnte, indem ich Telefonakquise für verschiedene Unternehmen durchführte.
    Trotzdem reichte das Geld hinten und vorne nicht, was zum größten Teil dem Beitrag von ca. 350 €/Monat zur KV/PV zuzuschreiben ist.
    So geriet ich in einen Kreislauf, den ich bis heute nicht unterbrechen konnte. Aufgrund meiner „zu geringen Einnahmen“ kündigte mir die Bank, bei der ich mein Geschäftskonto hatte, 2012 (aus deren Sicht völlig gerechtfertigt) den Dispo in Höhe von 2.500 € und gab mir 2 Monate Zeit, diesen zu begleichen, ansonsten Kündigung des Kontos und entsprechende Vollstreckungsankündigung. Da ich den Dispo nahezu ausgeschöpft hatte, löste ich mein Depot auf, das eigentlich meiner Altersvorsorge dienen sollte und kündigte einen angesparten Bausparvertrag, um die Summe begleichen zu können. Jetzt habe ich nur noch ein Konto, eigentlich mein Privates, mit einem Dispo von 2.500 Euro, den ich auch jeden Monat nahezu ausschöpfen muss. Und weil alle Einnahmen und Ausgaben über dieses Konto laufen kann ich nicht mal die Kontoführungsgebühren und die Zinsen hierfür steuerlich geltend machen, weil es ja kein reines Geschäftskonto ist.
    Seit dieser Zeit lebe ich von der Hand in den Mund, schiebe in schöner Regelmäßigkeit 2 Monatsbeiträge der KV vor mich hin und kann sie fast immer bezahlen, bevor der Gerichtsvollzieher mir ins Haus steht. Wobei meine Versicherung hier keine Gefangenen macht: Bei 2 Monaten Beitragsrückstand kommt sofort die Vollstreckung.
    Inzwischen hatte ich 3 Vollstreckungsbescheide der KV, einmal hat mich der Vollstreckungsbeamte angetroffen und sofort gefragt, ob das ein Eigenheim ist, in dem ich wohne (ist es) und hätte mein Partner mir nicht aus der Bredouille geholfen und den säumigen Beitrag bezahlt – ich weiß nicht, was passiert wäre.
    Meine mehrmaligen Anrufe bei der KV, mit der Bitte, mich als Härtefall einzustufen, aufgrund meiner geringen Einnahmen, die auf den Monat umgerechnet zwischen 500-1000 Euro liegen, kann nicht stattgegeben werden. Grund ist mein Eigenheim mit einer kleinen Einliegerwohnung. Die Einliegerwohnung trägt sich beinahe selbst und würde mir im Alter, wenn ich sie denn noch abbezahlen kann, eine kleine Rente/Einnahme von ca. 200 Euro einbringen. Ich habe jetzt aktuell keine Einnahmen hieraus, da die Kosten etwas höher sind, als die Mieteinnahmen, aber allein, dass ich sie besitze, schließt die Härtefallregelung aus.
    Abgesehen von dem Gründungszuschuss zu meiner Selbstständigkeit habe ich seit 2006 keine weiteren Leistungen des Staates in Anspruch genommen und arbeite natürlich (auch mit der kleinen Einliegerwohnung) darauf hin, dieses im Rentenalter nicht tun zu müssen. Durch meine vorherige nicht selbstständige Erwerbstätigkeit habe ich eine zu erwartende Rente von ca. 700 Euro, dazu ca. 100 Euro Riester, die 200 Euro Mieteinnahmen und keine eigene Miete, da mein Selbstbewohntes abgezahlt ist. Theoretisch wäre noch mein Fond dazu gekommen, aber in diesen kann ich seit 2012 nicht mehr einzahlen.
    Aus meiner Sicht wäre es nicht nur für mich, sondern auch für den Staat erstrebenswert, wenn ich im Rentenalter – ich bin jetzt 48 Jahre alt – finanziell zurecht käme. Mich beschleicht allerdings der Eindruck, dass das so gar nicht gewollt ist. Weil, wenn ich das Eigentum behalten kann, würde ich es ja an meine Kinder vererben können.
    In meiner Verzweiflung rief ich dieses Jahr im Sommer erneut bei der KV an. Meine Überlegung war, ob ich mein Gewerbe nicht mehr in Vollzeit sondern nur noch, sagen wir, halbtags betreibe, in der Hoffnung, hiermit die KV-Beiträge auch halbieren zu können. Geht lt. Auskunft des Sachbearbeiters nicht. Auf meine Frage, was denn wäre, wenn ich mein Gewerbe ganz abmelde, gab er die Antwort, dann müsse ich nur noch 160 €/monatlich an die KV bezahlen. Das klingt erstmal gut. Wie ich die 160 € bezahlen soll, ohne Einnahmen, konnte er mir auch nicht sagen. Komischen Humor haben die da, bei der KV….
    Meine Recherchen im Internet ergaben, dass, wenn ich die 160 € nicht bezahlen kann, all mein Erarbeitetes der Vollstreckung anheimfällt. Oder die Kinder, Eltern, der Lebensgefährte wird zur Kasse gebeten. Das ist nun gar nicht in meinem Sinne, dass ich das den Kindern oder Eltern aufbürde.
    Inzwischen halte ich es, wie unsere Staatsdiener: Ich stopfe ein Loch und reiße neue auf. Mein finanzielles Desaster, allein hervorgerufen durch diese völlig überzogenen Abgaben für die KV, hat weitere üble Auswirkungen:
    Es lähmt mich, ich bekomme gesundheitliche Beschwerden, die ich mir als Selbstständige überhaupt nicht leisten kann- ständige Erkältungen, Magenbeschwerden und so eine furchtbare Antriebslosigkeit und Resignation. Immer öfter denke ich über Selbstmord nach – und zeitgleich: Es muss wie ein Unfall aussehen, wegen der Lebensversicherung, mit der die Kinder wenigstens die Beerdigungskosten bezahlen könnten. Und die ausstehenden KV Beiträge müssten sie ja vermutlich auch bezahlen.
    Eine Art Depression, fürchte ich, aber ich denke auch oft, dass es dann vielleicht publik wird und dann vielleicht auch Gehör findet, weil es ein Skandal wäre….erstmal. Aber wie lange wären Skandale in diesem Land? Hat Frau Heisig etwas bewirkt? Oder ist man eine Woche in der Schlagzeile und betroffene Politiker und Verantwortliche der GKV und KV´s äußern sich betroffen bei Stern TV, Maischberger und Mai-Britt Ilgner…und dann kommt ja schon wieder was Neues – Bomben im Gaza, Putin und die Ukraine… und es hat letztendlich nichts bewirkt.
    Ich jedenfalls bin mit meinem Latein am Ende. Hätte ich von Anfang an einen meinem Einkommen angemessenen KV-Beitrag bezahlen müssen – und, den zahle ich dann auch gern, ich möchte in dieser Gesellschaft kein Schmarotzer sein – stünde ich hier heute nicht so klein und traurig.
    Was ist noch zu sagen? Das es mich wütend macht, das meine Finanzbehörde meine zu zahlende Steuerlast für 2013 so vehement einfordert (76 Euro). Wenn ich dann lese, was EON, amazon und andere Unternehmen für Steuerlasten zahlen müssen, die Milliardengewinne machen, aber …geschickter Weise ihren Firmensitz in Luxemburg haben… ist ein anderes Thema, gehört hier eigentlich nicht hin, ist aber auch eine weitere Frage zum Thema Gerechtigkeit und Solidarität. Habe überlegt, meinen Firmensitz auch dahin zu verlegen. Aber die nehmen mich nicht…zu wenig Einkommen, *lach*, war klar, oder?
    2011 hatte ich ein gutes Jahr, für meine Verhältnisse als „Kleinstunternehmer“. Bei knapp 34.000 € Betriebseinnahmen verblieb ein steuerpflichtiger Gewinn von ca. 18.000 €. Vor KV Beitrag von über 4000 Euro. Sind immerhin noch 14.000 Euro Gewinn, der zu versteuern war. Hierfür wurden für mich 827 Euro EK-Steuer fällig, die ich selbstverständlich auch gezahlt habe.
    Jetzt mal E.ON. Leider habe ich nur die Zahlen von 2013
    Bilanz des E.ON-Konzerns
    Die Konzernbilanz haben wir zur besseren Übersicht in Aktiva und Passiva aufgeteilt. Umfangreiche Informationen zum E.ON-Konzernabschluss finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2013 auf den Seiten 94-193.
    Bilanz des E.ON-Konzerns – Aktiva
    in Mio EUR 31. Dezember
    2013 31. Dezember
    2012 1)[Fussnotenmarker für Fussnote Nr. 1]
    1. Januar
    2012 1)[Fussnotenmarker für Fussnote Nr. 1]

    Goodwill 12.797 13.440 14.083
    Immaterialle Vermögenswerte 6.588 6.869 7.372
    Sachanlagen 50.270 54.173 55.869
    At equity bewertete Unternehmen 5.624 4.067 6.325
    Sonstige Finanzanlagen
    Beteiligungen
    Langfristige Wertpapiere 6.410
    1.966
    4.444 6.358
    1.612
    4.746 6.812
    1.908
    4.904
    Finanzforderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.550 3.692 3.619
    Betriebliche Forderungen und sonstige betriebliche Vermögenswerte 2.016 2.400 2.842
    Ertragsteueransprüche 172 123 147
    Aktive latente Steuern 7.276 5.441 5.142
    Langfristige Vermögenswerte 94.703 96.563 102.211
    Vorräte 4.146 4.734 4.828
    Finanzforderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.609 2.058 1.789
    Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige betriebliche Vermögenswerte 20.901 24.354 31.714
    Ertragsteueransprüche 1.021 910 4.680
    Liquide Mittel
    Wertpapiere und Festgeldanlagen
    Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen
    Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.314
    2.648
    639

    4.027 6.546
    3.281
    449

    2.816 7.020
    3.079
    89

    3.852
    Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.031 5.261 620
    Kurzfristige Vermögenswerte 36.022 43.863 50.651
    Summe Aktiva 130.725 140.426 152.862

    Bezahlt wurden hier von diesem Konzern wohl etwas weniger als 1600 EURO/anno an Steuerlast.
    Das ist ungerecht!!! Das ist unsozial hoch drei. Gehört hier vielleicht auch nicht hin weil es ja um die KV geht, aber ein Rad greift ins andere und ist nicht nur uns gegenüber ungerecht sondern auch gegenüber unserer gesamten Solidargemeinschaft.
    Nun, wo ist der Anfang, wo ist ein Ende?
    Ich wünsche mir, dass alle Kleinunternehmer, die unter der ungerechten Berechnung ihres KV-Beitrages mit mir kämpfen und sich solidarisieren.
    Danke für alle, die sich durch diesen langen Beitrag gewühlt haben.

    K.A.

    Antworten
  16. Andreas Lutz schreibt:

    Liebe(r) K.A.,

    bei Deiner Nachricht hast du glaub ich den selben Text mehrfach reinkopiert inklusive Tabellen.
    Ich denke das wird in der Länge niemand lesen.

    Zu Deiner Frage: „Gibt es schon einen Verband oder Verein, der sich mit den Mindestbeiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung auseinandersetzt?“ – Antwort: Ja, wir kümmern uns beim VGSD um das Thema und sind damit wohl auch die Einzigen. Über die Gründung einer Arbeitsgruppe wurde ja am Ende des Interviews oben berichtet. Und vorgestern erst war Franz Kampmann und ein weiteres VGSD-Mitglied auf unsere Vermittlung in der Sendung PlusMinus, um auf die Thematik aufmerksam zu machen.

    lg Andreas

    Antworten
  17. Andreas Lutz schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch an Franz Kampmann und die Arbeitsgruppe „GKV-Mindestbeiträge“ zu einem weiteren Erfolg!
    Hier ist der Link zu dem erwähnten Beitrag im ARD-Magazin „plusminus“:
    http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/hr/2014/ohne-versicherung-102.html
    Der Beitrag wurde am 19.11.2014 gesendet (und ist bis 19.11.2015 abrufbar)
    Franz Kampmann von unserer Arbeitsgruppe „GKV-Mindestbeiträge“ (siehe Interview oben) kommt zu Wort, ebenso unser Mitglied Sylvia Ewerling. Zuvor fand ein Hintergrundgesrpäch mit mir statt und ich konnte den Kontakt zu Franz herstellen. Leider wird der Verband nur mit einem Link erwähnt, aber wir freuen uns, dass es gelungen ist, auf das Thema via ARD aufmerksam zu machen. Das ist ein toller Erfolg für die Arbeitgruppe!

    Antworten
  18. C.M. schreibt:

    Hallo,
    ich finde es toll dass sich die Arbeitsgruppe mit diesem sehr wichtigen Thema beschäftigt.
    Ich selbst gehöre zu der Gruppe der in Teilzeit selbständigen Mütter ( in meinem Fall mit drei Kindern). Wie soll es funktionieren dass man bei dem Alltag mit mehreren kleinen Kindern GEWINNE von über 2100,- erwirtschaftet, zumal in einer Praxis als Ein-Frau-Betrieb… Es ist einfach nur ungerecht.
    O-Ton der KK auf meine erstaunte Nachfrage wie denn der Sprung von 380€(Familienversichert und damit beitragsfrei) und 2100€( Mindestbemessungsgrundlage) zu erklären wäre war:“Das ist so, verstehe ich auch nicht, arbeiten sie doch wieder angestellt.“…. Nein, ich möchte aber selbständig arbeiten!
    Ich verstehe nicht, warum der Übergang nicht einfach fließend berechnet werden kann, meiner Meinung nach die einzig gerechte Lösung!
    Vielen Dank dass sich endlich mal ein Forum zu diesem Thema gebildet hat.
    C.

    Antworten
  19. ingo schreibt:

    Ich betreibe ein kleines Geschäft und haben im letzten Jahr ein Gewinn von 18000 gemacht, minus 4000 für GKV bleiben 14000€für meine drei Köpfige Familie im Jahr. Meine Frau und ich arbeiten jeden Tag 16Stunden nur um nicht zum Amt zu gehen. Leider ist bei uns nach 10 Jahren die Luft fast raus. Wenn das so weiter geht werden wir aufgeben. Wir werden dann H4 beantragen,uns keine Sorgen um die Krankenkasse machen,viel Zeit für uns haben und der Gesellschaft bis wir Tot sind auf der Tasche liegen.GENAU SO WIE DIE ES HABEN Wollen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Antworten
  20. anni schreibt:

    anni
    ich beziehe seit oktober eine erwerbsminderungsrente von ca.720 Euro. Davon muss ich 360 Euro an die kkh bezahlen. Begründung der kkh, sie hätten das einkommen meines mannes zur berechnung des beitrages hinzugezogen und durch zwei geteilt., so käme ich auf den höchstsatz. Was hat mein mann mit meiner krankenkasse zu tun?
    Die Ausgaben die wir haben, also alle kosten die das Leben verursacht, die man brauuct (versicherungen,
    strom,heizung anschaffungen, kredite) werden nicht abgefragt.
    was ist das für ein berechnungswesen. Man bekommt das gefühl das man mit seinem erhöhten beitrag bestraft. bzw. die GKV subventioniert. 4320 Euro im Jahr.

    Antworten
  21. J.S. schreibt:

    Auch ich habe das Problem mit den aufgelaufenen Beiträgen, aktuell ca. € 36,000 und keine Möglichkeit einer Reduzierung (ohne sich nackt auszuziehen!). Selbst dann wäre der Beitrag mit über € 200 pro Monat immer noch zu hoch. Was tun? Auf den Gerichtsvollzieher warten und eine EV abgeben? Was für Möglichkeiten gibt es sonst noch?

    Antworten
  22. Lars schreibt:

    Was mich als Selbstständitgen noch viel mehr ärgert ist die Ungleichbehandlung von Angestellten im Vergleich zum Selbstständigen bzw. freiwillig in der GKV versicherten.

    Denn nach SGB V, §240 word beim freiwillig versicherten „die Beitragsbelastung die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds berücksichtigt“.

    Ganz im Gegensatz zum angestelten bei dem gem. SGB V, § 232 lediglich „das innerhalb eines Kalendermonats erzielte Arbeitsentgelt“ berücksichtigt wird.

    Während also beim freiwillig GKV versicherten neben dem (oft lediglich „geschätztem“ Einkommen, d.h. idR. Höchstsatz!) auch noch die Einnahmen aus (privaten!) Zinsen, (privaten!) Dividenden, (privaten!) Mieteinnahmen etc. hinzu gerechnet wird, fallen diese Einkommen beim Angestellten schlicht unter den Tisch!

    Dies wurde mir auf Anfrage bei AOK BW sowie BIG auch schirftlich bestätigt.

    Die GKV´s scheinen auch kein Interresse daran zu haben an dieser Ungleichbehandlung irgend etwas zu ändern.

    Mehreinnahmen durch gut verdienende Angestellte sind folglich anscheinend abdingbar. Geld hat man also scheinbar zu genüge. Dabei würden diese Mehreinnahmen durch gut verdienende nicht zuletzt die schwächeren durch geringere Beitragssätze entlasten.

    Wie war das noch mal mit der immer wieder von der Politik geforderten Umverteilung von Oben nach unten?

    Sollte der freiwillig GKV Versicherte die Einnahmen Unterlagen nicht rechtzeitig darlegen können (Einkommensbscheide auf deren Bearbeitung man keinen Einfluss hat), so wird er einfach in den maximalen Satz eingestuft. Dies ansich wäre vielleicht für die meisten durch Konsum Verzicht zumindest eine Zeit lang verkraftbar. Allerdings nicht die Tatsache dass KEINE Rückzahlungen für zuviel gezahlte GKV Beiträge geleistet werden! Was also bei jedem Finanzamt, IHK etc. Standard ist – ist bei den Krankenkassen nicht vorgesehen. Die in gesetzt geforderte „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ wird hier schlicht ignoriert. Genau so wie (meistens) keine Nachzahlungen gefordert werden wenn doch mehr verdient wurde, bspw. bei unserem Angestellten der nebenberuflich noch in einem Webshop Artikel vertreibt.

    Rechenbeispiel:

    Max Angestelltenmann (angestellt):

    Brutto Einkommen: 30.000 EUR/Jahr
    Zinseinnahmen: 500 EUR/Jahr
    Mieteinnahmen für Omas Erbe: 12.000 EUR/Jahr
    Webshop Einnahmen: 4000 EUR/Jahr
    =======================================
    Gesamtes Einkommen: 46.500 EUR/Jahr
    Krankenkassen Berechnungs Einkommen: 30.000 EUR

    Bei 15% GKV Kassen Satz wären dies 4500 EUR/GKV/Jahr (die Kommastellen ud Arbeitgeber Anteile lassen wir jetzt mal weg)

    Max Selbstinstdermann (Selbstständiger EDVler):

    Brutto Einkommen: 30.000 EUR/Jahr
    Zinseinnahmen: 500 EUR/Jahr
    Mieteinnahmen für Omas Erbe: 12.000 EUR/Jahr
    Webshop Einnahmen: 4000 EUR/Jahr
    =======================================
    Gesamtes Einkommen: 46.500 EUR/Jahr
    Krankenkassen Berechnungs Einkommen: 46.500 EUR

    Bei 15% GKV Kassen Satz wären dies 6975 EUR/GKV/Jahr

    Der Selbstständige zahlt folglich 2475 EUR/Jahr MEHR an die Gesetzliche krankenkasse (GKV) als der Angestellte, da beim Angestellten die Nebeneinnahmen NICHT hinzu gerechnet werden!

    Die AOK meinte dazu nur lapidar „man hätte ja keinen Zugriff auf die Einkommensunterlagen und könne das folglich nicht prüfen“.

    Beim Selbstständigen hingegen haben sie seltsamer weise ein Druckmittel. Denn sofern der Selbstständige nicht rechtzeitig die geforderten Unterlagen einreicht / reichen kann, stufen die ihn einfach auf dem Höchstbetrag herauf!

    Jetzt verstehen wir also ein bisschen besser warum die Krankenkassen trotz „Rekord Einkommenssteuer“ Beträge so wenig einnehmen; weil man nur die kleinen schröpft und die Masse der Angestellten lauffen läßt…

    Hier muss dringend etwas geändert werden – für ein gerechteres Deutschland für ALLE!

    Antworten
  23. Joachim schreibt:

    Eine interessante Diskussion, zu der ich ein paar Kommentare habe:

    @André, Andreas Lutz von Ende Sep 2014 – stimmt, dass rückwirkend höhere Beiträge aus den Steuerbescheiden abgeleitet werden, die dann nachzuzahlen sind, und andererseits bei schlechterer Einkommenssituation die Beiträge keinesfalls rückwirkend herabgesetzt oder die Differenz sogar zurück gezahlt würde. Allerdings gibt es ein recht wirksames Mittel, zeitnah dem Einkommen entsprechende Beiträge zu zahlen – die Erklärung des Gewinneinbruchs.

    Der zukünftige Beitrag kann dann außer der Reihe von einem Monat auf den nächsten herabgesetzt werden. Der Begriff „Gewinneinbruch“ ist genau definiert und verwendet die steuerlich festgelegten Vorauszahlungen als Referenz. Die vermutlich erzielbaren Einkünfte müssen zu dem gewünschten Zweck um mindestens 25% sinken – ein entsprechender Nachweis ist über das Finanzamt zu beantragen, das dann entsprechend niedrigere Vorauszahlungen festsetzt. Der daraus resultierende Nachweis muss beim Versicherungsträger eingereicht werden. Oft ist die Einkommenssituation der nächsten Monate absehbar, so dass hier ein gewisses Mittel der Anpassung typischerweise binnen eines Monats besteht (nach meiner persönlichen Erfahrung). Das Gegenteil, also die Erklärung eines Gewinnanstiegs gegenüber dem Versicherungsträger, ist keineswegs notwendig – er holt sich das Geld durch die rückwirkende Beitragserhöhung sowieso. Hier ist für den Selbständigen in diesem Fall „nur“ zu beachten, dass entsprechende Rücklagen für die anstehende Nachzahlung geschaffen werden.

    @Lars von Mai 2015 – eine Kleinigkeit hast Du noch vergessen: steuerlich lassen sich Gewinne und Verluste aus verschiedenen Einkommensarten verrechnen, bei der GKV freiwiliig Versicherter aber *nicht*. Nimm das Beispiel, dass Du Einkünfte aus Vermietungen hast. Sie werden Deinem Einkommen zugeschlagen und damit resultiert ein höherer KV-Beitrag, sofern Du nicht schon über der Beitragsbemessungsgrenze liegst. Nimmst Du jetzt etwa eine große Renovierung vor, so dass die Jahresbilanz aus der Vermietung negativ ist (steuerlich als Negativeinkünfte das Gesamteinkommen mindernd), wird in der GKV einfach ein fiktiver Mietertrag von Null angenommen, Deine Verluste in jenem Jahr der Renovierung sozialversicherungsrechtlich also einfach unterschlagen.

    @Lars (Mai 2015): Zu dem von Dir zitierten Kommentar der AOK wegen des fehlenden Zugriffs auf die Einkommensunterlagen – hier sehe ich eine weitere eklatante Ungleichbehandlung von Angestellten und Selbständigen in der GKV: die Selbständigen müssen ihren Steuerbescheid komplett offen legen, die Angestellten nicht (gilt im übrigen für Rentner gleichermaßen, sofern sie freiwillig versichert sind).

    @Diskussionsrunde – eine weitere Kleinigkeit, die vielleicht von Interesse ist: die Beiträge zur GKV werden immer so berechnet, als ob die Einkünfte gleichmäßig verteilt über das gesamte Jahr erzielt worden wären. Eine kleine Rechnung zeigt, dass damit die GKV im Schnitt erheblich besser fährt, als wenn die Einkünfte monatsgenau den Beitrag bestimmen würden, ein Effekt, der sich durch die Beitragsbemessungsgrenze ergibt. Interessanterweise gilt das für einen Angestellten nicht, der arbeitslos wird. Sein Beitrag ermittelt sich zuerst aus seinem Gehalt, und mit der Arbeitslosigkeit übernimmt die Sozialversicherung die Beiträge monatsgenau.

    @Diskussionsrunde – die Krankenkassen haben mehr oder weniger hilfreiches Informationsmaterial, um die Randbedingungen zu erläutern (etwa: TK, Webcode 346676). Allerdings sind die im Web dargestellten Daten nicht vollständig, und selbst die auf Nachfrage erhältlichen Infoblätter enthalten nicht alle Informationen, aber immerhin… ich habe jedenfalls bei meiner Krankenkasse seit Beginn meiner Selbständigkeit mehrfach nachfragen müssen, um deren Abrechnungen in Gänze zu verstehen. Manchmal habe ich den Eindruck, als ob das bewusst so komplex gestaltet ist, damit der Normalbürger das nicht ohne weiteres versteht.

    Antworten
    1. J.K. schreibt:

      @Joachim..soviel zu der Theorie des „Gewinneinbruchs“. Die Praxis dieses Horrors durchlebe ich gerade. Bis 2014 bin ich viele Jahre hauptberuflich selbständig mit einem Einkommen von knapp unter der Mindestbeitragsbemessungsgrenze. D.h, also. KV immer Mindestbeitrag. Nicht viel, aber für mich reichte es und ich war zufrieden.

      Im Jahre 2014 halbiert sich mein Einkommen aus unvorhersehbaren Gründen, so dass ich im September eine Halbtagsangestelltenstelle annehme. Mein gesamtes Einkommen (teils Selbstständig, teils angestellt) liegt immer noch zusammengerechnet unter der Mindestbeitragsbemessungsgrenze.

      Nun kommt aber der Hammer. Der Beitrag wird in Ermangelung eines ESt-Bescheides für das Jahr 2014 (den gibts ja bekanntlich nicht mitten im Jahr) wie folgt berechnet: altes Vollzeitselbständigeneinkommen (was ja real nicht mehr existitiert) plus Teilzeitangestellteneinkommen. Ergibt ein nie dagewesenes Einkommen oberhalb der Mindestbeitragsbemessungsgrenze, neuer Beitrag ca. 450,-, natürlich rückwirkend seit September 2014. BWA als Nachweise des geringeren Einkommens werden nicht akzeptiert. Womit denn dann bitteschön? Das ist das Einzige, was ein Selbstständiger als Nachweis im laufenden Jahr erbringen kann und hat überall sonst nachweisenden Charakter. Vorrauszahlungsbescheide stellt das FA bei geringem Einkommen nicht aus, weil keine Vorrausszahlung fällig ist.

      Im Mai 2015 dann wieder unverhergesehen ein Einbruch auf fast keine Einnahmen mehr. Gewerbe abmelden ist geplant, dauert aber, da es erst aufgelöst werden muss. Wieder mein Versuch, den Beitrag zu senken, bzw. als pflichtversichert eingestuft zu werden. Da nun inzwischen die nichtselbständige Tätigkeit die Selbständige überwiegt. Geht nicht, da ich ja wieder mal die Minieinnahmen seit Mai nicht in Form eines Steuerbescheides vorlegen kann. So zahle ich nun ca 50% KV Beitrag. Auf meine Frage, woher das Geld kommen soll, wenn nicht mein reales Einkommen sondern ein fiktives, nie dagewesenes Einkommen zu Grunde gelegt wird, bekam ich sinngemäss zur Antwort, uns egal, wenn Sie nicht zahlen, pfänden wir.

      Einsprüche laufen noch, man hat mir jedoch schon zu verstehen gegeben, dass da wenig Aussicht auf Erfolg besteht. Mein letzter Versuch ist jetzt, das Gewerbe auf nebengewerblich umzustellen, wobei ich darüber auch schon Negativerfahrungen in Form von „geht nicht“ gelesen habe.

      Das kann nach meinem Rechtsempfinden doch alles nicht wahr sein. Raufsetzen wenn man mehr verdient geht immer und auch rückwirkend. Wenn man aber kaum etwas oder garnichts mehr verdient, geht keine Anpassung nach unten? Das ist für normale Menschen nicht nachvollziehbar und Betrug am Versicherten. Bei Angestellten wird der Beitrag auch entsprechend des Einkommens angepasst. Warum werden Selbstständige so ungleich behandelt?

      Antworten
  24. Lars schreibt:

    @ Joachim

    Herzlichen Dank für die Ergänzungen!

    Die nicht Offenlegungspflicht für die Angestellten ist in der Tat eine weitere massive Einkommens Ungleichbehandlung.
    Denn im Endeffekt verzichtet die Krankenkasse hier auf Nachzahlungsbeträge in vermutlich Millionen Höhe; die dann wiederum von den anderen Mitgliedern durch höhere Abgabensätze bezahlt werden. Dabei trifft es, wie so oft, die Geringverdiener am härtesten. Denn die Top Verdiener GKV Beiträge sind ohnehin in einem recht niedrigen Bereich gedeckelt: und gelten im Gegensatz zur Privaten Krankekasse für ALLE Familienmitglieder durch eine einzige Gesamtzahlung! Deshalb ist die GKV ja auch so attraktiv für (Groß)familien!

    Im SGB V § 226 werden alle anderen Einnahmen neben der „versicherungspflichtig Beschäftigung“ im übrigen NICHT als Beitragsbemessungsgrundlage angesehen, also bspw. auch nicht die Vermietung(en)!
    „Bei versicherungspflichtig Beschäftigten werden der Beitragsbemessung zugrunde gelegt 1. das Arbeitsentgelt aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung,“

    http://dejure.org/gesetze/SGB_V/226.html

    Beim freiwillig versicherten hingegen werden ALLE Einkommen hinzugerechnet, also auch private Zinsen, private Mieteinnahmen etc.! Es wird im Gegensatz zum Angestellten die „gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds berücksichtigt“

    http://dejure.org/gesetze/SGB_V/240.html

    Reicht der freiwillig Versicherte die Unterlagen nicht oder nicht rechtzeitig (auf Anforderung der Krankenkasse) ein, so wird bei ihm einfach der Höchstsatz berechnet.

    Eine Rückzahlung zuviel geleisteter Beiträge ist nicht vorgesehen. Eine Nachzahlung hingegen in einigen Fällen sehrwohl!

    @ Joachim
    Was die monatliche Zahlungsdifferentz zwischen Angestelltem und freiwillig versicherten betrifft, so zahlt der freiwillig Versicherte in der Tat einen Jahresdurchschnitt während beim Angestellten monatlich exact abgerechnet wird. Letzteres kann in der Tat viel Beitrag sparen, da bspw. beim erreichen des Höchstbeitrages hierüber hinaus keine Krankenkassen beiträge fällig werden. Das ist bspw. der Fall, wenn ein Daimler Bandmitarbeiter zu Weihnachten seinen Jahresbonus (waren 2015 um die 6000 EUR) zusätzlich zum Gehalt erhält. In diesem Fall sind alle Beträge überhalb des Deckelungsbeitrages (zur Zeit 6050 EUR/Monat) steuerfrei! Wenn man das Jahres Gesamteinkommen hinzu ziehen würde, so wie beim freiwillig versicherten der Fall ist, wären die Beträge voll Krankenkassen pflichtig!

    Eine monatliche Taxierung bei freiwillig versicherten setzt allerdings auch eine monatliche GuV Steuerabrechnung voraus. Diese dürfte aufgrund des komplizierten Steuerrrechts kaum zeitnah machbar sein.

    Antworten
  25. GinaD schreibt:

    Hallo,

    ich habe eine grundsätzliche Frage: Darf die GKV denn einfach den Beitrag für ein halbes Jahr rückwirkend rauf setzen?
    Ich habe gerade einen Bescheid von der AOK erhalten….. Beitrag wird schon wieder angehoben…. nun sind es 366 EUR. Und eine Nachzahlung von 250 EUR für die letzten 6 Monate. Ich könnt heulen…. mein Einkommen steigt nicht… ganz im Gegenteil… ich arbeite weniger muss aber mehr bezahlen. Es sei denn, ich beauftrage einen Steuerberater, der mal schnell meine Steuererklärung macht. Nur was, wenn ich mir den gar nicht leisten kann??

    Antworten
  26. Lars schreibt:

    @ GionaD

    Die Beiträge werden jeweils ab dem neuen Krankenkassen Bescheid neu festgelegt.
    Rückwirkende Nachzahlungen sind üblicherweise genau so wenig vorgesehen wie Rückzahlungen.

    Allerdings gibt es bei den Nachzahlungen Sonderregelungen. Dies könnte bspw. der Fall sein wenn der Einkommensbescheid nicht unverzüglich nach vorliegen an die Krankesasse weiter geleitet wurde.

    Im Zweifel Widerspruch gegen den Bescheid einlegen und um Darlegung bitten. Insbesondere aufgrund welcher Grundlage die Rückwirkende Zahlung rechtskonform sein soll. Bei der Gelegenheit kann man gleich (ebenfalls schriftlich) nachfragen wie es denn mit Rückzahlungen zuviel gezahlter Beiträge aussieht.

    Antworten
  27. Amelia schreibt:

    Hat irgend jemand Informationen zur „Europäischen Krankenversicherung“, die in Deutschland offensichtlich auch anerkannt/zugelassen sein soll?

    Antworten
    1. tedus schreibt:

      Die EUKV ist für mich auch noch ein Rätsel – informationen sind schwer zu finden.
      Ich hatte vor einer Weile mal einen Anbieter angeschrieben – einzig um ein paar Materialien zu bekommen – mit der Antwort, daß sie nicht mehr vermitteln dürfen.
      Andrerseite findet man auch Artikel, die was andres sagen.

      Ein recht aktueller:
      http://www.versicherungsbote.de/id/4836406/EWR-Krankenversicherung-Situationsaufnahme/

      Was ich allerdings noch nicht finden konnte: die ominösen Beitragstabellen – auf denen man angeblich sehen soll, was in jeder Altersstufe an Beiträgen fällig ist.

      Momentan bin ich „leider“ noch in der GKV – und die verhindert bei mir wie bei vielen andren die Altersrücklagen. Ich bin noch nicht lange selbständig – und wegen noch unregelmäßigen Einkünften gönne ich mir sehr wenig (1000 pro Monat) – und hab mir ein Polster für 2 Jahre angespart. Das schöne daran und auch noch ein Unding bei der freiwilligen GKV: das Kapitalvermögen berücksichtigt wird.
      Ich bin erst letzens über einen Artikel gestolpert, daß viel selbständige im Rentenalter auch da Probleme haben: eben weil die GKV dort auch nochmal richtig saugt, da die eigenen Rücklagen bei den zu zahlenden Beträgen einfließen – noch ein Unterschied, der bei Angestellten nicht so gehandhabt wird.

      Antworten
  28. Franz Huber schreibt:

    Das Märchen von der gerechten Krankenversicherung: Großverdiener zahlen weniger als 1% KV-Beitrag – Kleine Selbständige, Freiberufler etc., die sich bewußt nicht privat versichern wollen, werden in der GKV zwangsversichert. Dort werden ihnen dann ZwangsBeiträge bis 100% zugemutet, ansonsten droht Enteignung ! Meine Gruppe zu diesem Problem: https://www.facebook.com/groups/1001108396628364/

    Antworten
  29. Hummel schreibt:

    Moin Gemeinde,
    ich habe von der Barmer Fragebögen bekommen, die mich auffordern preiszugeben, ob ich ein Eigenheim besitze und ob der Verkehrswert 11.620 € übersteigt.
    Wenn das so wäre und ich keine Einnahmen aus Vermietung hätte und selbst darin wohnte, müsste ich das preisgeben?
    Mein Selbständigeneinkommen lag 2014 bei ca. 19.000€.
    Danke für Eure Antworten.

    Antworten
  30. Rainer schreibt:

    Bei dieser gesamten Mindestbeitragsberechnerei habt Ihr die Zwangsbedarfsgemeinschaftsmitglieder im Rechtskreis des SGBII noch nicht betrachtet. Dort finden noch größere Sauereien statt!

    Davon abgesehen, dass das Bundesverfassungsgericht ausdrücklich verbietet, auf nichtzuständige Leistungsträger ohne subjektiven Rechtsanspruch zu verweisen, passiert genau das durch dieses Bedarfsgemeinschaftskonstrukt. Bei der Härtefallregelung hier ist es genauso!

    Die KK profitieren davon, da vom eigentlich nicht bedürftigen Verdienenden durch (nur angerechneten) H4-Leistungsbezug zusätzliche Beiträge reingespült werden.

    Der Einkommenslose bei durch Bedarfsgemeinschaftsvermutung ausbleibender Hartz-4-Leistung muss sich freiwillig versichern! Aus 0 Einkommen sind zwingend Beiträge und auch Zuzahlungen wie ein 960€-Einkommensbezieher leisten. Der Beitrag beträgt ohne Krankengeldanspruch gute 160.- €/Monat, dazu kommen diverse Zuzahlungen bis zu 2% (das sind knapp 240 € p.a.)von diesem nur fiktiven Einkommen.

    Armes Deutschland, es finden sich immer willfährige Richter, die das sogar noch unterstützen und denen das Grundgesetz nur eine Mindermeinung bedeutet („a. A. vorbeigeht“ wäre wohl nicht veröffentlichungstauglich).
    Rainer

    Antworten
  31. Florian Köhler schreibt:

    Ich kämpfe seit nach meinem Studium mit einer der größten GKV. Ich hatte zunächst in ganz 2015 null Einkommen, bis ich es aus eigener Kraft schaffte in eine selbstständige Beschäftigung zu rutschen. Jahreseinkommen also 6350 Eur. Das ganze Jahr bekam ich Erpressungsschreiben (anders kann ich es nicht nennen), dass ich rund 760 Eur pro Monat zu zahlen hätte. Sie sehen ein Einkommen von monatlich 4300 als erwiesen an, nur das es diesen Nachweis nicht gab. Gegen mich wurden Kontopfändungen und sonstiges betrieben, bis heute keine Einigung möglich. Petition an die Bundesregierung wurde über Bundesversicherungsamt, einer pauschalen „Kranjenkasse hat Recht ohne Fallprüfung“ Institution abgewiegelt. Nun also doch Anwalt und als nächstes gerichtliche Schritte, da in diesem vom oben her korumpierten Drecksstaat wohl nicht beizukommen ist. 4400 wurden weggepfändet, die Kasse meint noch Forderungen von über 10000 Eur vollstrecken zu können, nicht eine einzige Forderung war korrekt nach Gesetz aber keinen juckt es bislang- GKVs im Zusammenspiel mit dieser Regierung steht griechischen Verhältnissen in nichts nach. Wird wohl noch dauern bis ich wieder frei in meiner Handlung sein darf als unbescholtener Bürger. Wenn ich den Bundespräsidenten noch einnal was von „Freiheit“ faseln höre, könnt ich nur noch brechen bei soviel Lüge als Staatsrepräsentant.

    Antworten
  32. tedus schreibt:

    Mich würde mal eine Sache interessieren, mit der ich gerade konfrontiert bin:
    ich muss wahrscheinlich wegen Gewinneinbruch (komplett = 0) meine Selbständigkeit kurzfristig oder (hoffentlich nicht) komplett aufgeben. Das Finanzamt hat das auch anerkannt und meine Vorauszahlungen auf 0 runtergesetzt.
    Nicht so die Krankenkasse – dort versuche ich mich als Härtefall einstufen zu lassen – hab aber, da ich die letzten 5 Jahre geschafft habe (durch 10m² Zimmer), keine Freizeitausgaben etc.) knapp 20.000 Eur anzusparen (gedacht als dauerhafte Rücklage = Alter).

    Jetzt gibt es in allen Krankenkassentexten zu dem Thema den Satz „ücklagen fürs Alter zählen allerdings nicht mit.“
    Die Frage ist nun: wie weise ich nach, daß es eine Altersrücklage ist?
    Finden konnte ich dazu (http://www.kanzlei-hasselbach.de/2014/unterhalt-kuerzen-mit-sonderausgaben/06/)
    „Um die Sozialkassen zu entlasten, fördert der Staat die private Altersvorsorge auch bei der Unterhaltsberechnung mit bis zu fünf Prozent (beim Elternunterhalt; vier Prozent beim Ehegattenunterhalt) der Einkünfte des Vorjahres. Wenn Sie klar darlegen, dass die Investition in die eigene Altersexistenz fließt, ist unerheblich, wie Sie die Vorsorge ausgestalten. Sie können beispielsweise eine Miet- oder Eigentumswohnung finanzieren, können einen Fond, Riesterrenten oder Lebensversicherungen abschließen. Auch kann es sich lohnen, bestehende Verträge auszuweiten.
    Weil Arbeitnehmer schon rund 20 Prozent ihres Bruttoeinkommens in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, dürfen Selbstständige sogar bis zu 24 Prozent für das Alter zurücklegen.“

    Was man nicht finden kann: wie weise ich nach, daß es Rücklagen fürs Alter sind? Den dafür war es zumindest in Teilen gedacht – und bevor ich das Geld sinnlos der KV in den Rachen werfe, investiere ich es doch lieber für mich bzw. in mein Alter. So fühlt man sich jedenfalls für Sparsamkeit bestraft und möglichst schnell in Richtung Hartz4 gedrängt.

    Antworten
  33. Ulrich Köhler schreibt:

    Wir sollten aufhören uns zu ärgern, das bringt nichts! Lasst uns lieber was dagegen tun.
    Wir sollten uns zusammen schließen und für ein gerechtes Deutschland kämpfen, wenn Die Politik nicht reagiert, sollten wir uns fragen warum wir Führer brauchen die sich nur die Taschen füllen und für die Bevölkerung nix machen.
    Außer die Bevölkerung und unser Land zu verschulden, um dann nach 20 Jahren so viel Ruhegeld zu erhalten wie ein Arbeiter nach 200 Jahren nicht.
    Warum haben die einen Eid geschworen?

    Wir haben doch alle die gleichen Probleme, Soziale Verantwortung, finanzierung des Staates, und bekommen zum Dank nen Tritt in den Hintern.

    Wenn wir uns zusammen tun haben wir Macht, lasst uns mal eine Demo oder ähnliches machen und gleichzeitig öffentlich nachfragen, wie es bei Beamten und Politikern mit Krankenkasse und Rente ausschaut.. Denn immerhin finanzieren wir alle das.

    Antworten
    1. Sue schreibt:

      Mir fehlen hier grundlegende Infos::
      : 1) machen die GKV niemalst aufmerksam auf die Möglichkeit einer Beitragsreduzierung, die manchmal aber immer noch zu hoch sein..Wir müssen selbst aktiv als Selbstständige werden.
      2) Muss ich, wenn ich die Selbstständigkeit aufgebe und ganz in die Minirente gehe, nur den KV Betrag zahlen entsprechend meiner Rente, das wären ca.40,-€..Auskunft von der Techniker,schriftliche Rentnerbelehrung.. Auf Altersrücklagen muss ichl KEINE GKV zahlen..Die darf die TK nicht verwerten..Auskunft von denen .Auf dem Fragebogen angeben: nur Altersrücklagen, Vermögen verneinen..
      Dazu beantrage ich natürlich das Wohngeld (kann ich sehr empfehlen, ist nicht GKV-verwertbar, da es keine Sozialleistung ist..Unbedingt erstmal beantragen.., wird jährlich gewährt..Wohngeld wird auch an besitzer von haus oder Eigentumswohnung gezahlt.Um Obdachlosigkeit zu vermeiden..
      3) Muss beim Fragebogen der GKV Angespartes für das Alter nicht angegeben werden, es ist für den Beitrag nicht zuberücksichtigen. also gar nicht erst angeben..(Lt.meiner telefonischen Nachfrage bei TK) Schauen, ob evtl. Disposschulden dagegen stehen-nur zur Beruhigung..16.000 oder so sind sowieso erlaubt..
      4) als Minirentnerin kann ich bei bis zu 20 stunden Nebenjob (selbständig ) nur 180 € an GKV zahlen, insgesamt sind sonst auch noch ca.150,- im Monat Nebenjob nicht anrechenbar als Rentnerin..in der GKV bzw. dann in der Krankenkasse der Rentner.Mit einer nur minimalen staatlichen Rente und ständiger Mitgliedschaft in GKV komme ich da automatisch rein..5 Jahre freiwillig Rente einzahlen langt dafür nach meinem Vorgehen jedenfalls..100 € im Monat oder weniger..5 Jahre lang
      5) Petition gegen die ungerechte Beitragsveranlagung der Rentner und dazu Bundestagsabgeordnete als Unterstützer finde ich gut..

      Antworten
  34. Sue schreibt:

    sorry, kleiner Fehler: gegen die Ungerechtigkeit der GKV Beiträge für Selbständige..meinte ich bei der Petition..und Tippfehler bitte entschuldigen..ist etwas unübersichtlich hier

    Antworten
  35. Dietricha Antewolf schreibt:

    Ich bin heute sehr glücklich mit meiner Familie. Mein Name ist Dietricha Antewolf, mein Mann hat mich seit gut drei Jahren verlassen und ich liebe ihn so sehr, dass ich seitdem nach einer Möglichkeit gesucht habe, ihn zurückzubekommen. Ich habe viele Möglichkeiten ausprobiert, aber er kam nicht zurück, bis ich einen Freund traf, der mich mit einem Propheten, Jacob Douglas, bekannt machte, der ein mächtiger Zauberwirker ist. Er half mir, mich und meinen Mann nach 2 Tagen wieder zu vereinen, und alles, was ich tat, war, mich zu treffen und erfüllen sie die anforderungen, die er von mir gefordert hat, ich habe keine andere wahl, als seinen anforderungen nachzukommen, weil ich meinen mann so dringend brauchte
    Ich war überrascht, dass es perfekt funktionierte. Ich und mein Mann leben heute glücklich zusammen. Dieser Mann ist gut. Sie können ihn per E-Mail ultimatesolutionspellcaster@gmail.com kontaktieren. Jetzt empfehle ich jeder ernsthaften Person, die sich mit dieser Art von Problem befasst, ihn für eine schnelle Lösung zu kontaktieren, ohne Stress. Er ist immer zuverlässig. Sie können ihn über die folgende E-Mail-Adresse kontaktieren: ultimatesolutionspellcaster@gmail.com. Sie können ihn über die Nummer +2348050676586 anrufen
    E-Mail erreichen: ultimatesolutionspellcaster@gmail.com
    Whats-App-Kontakt +2348050676586

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.