Beim Mai-Treffen von „Selbstständig mit 60plus“ ging es ausgesprochen praxisnah zu: Referent René Holz zeigte, wie KI nicht nur zum Experimentieren, sondern als echter Arbeits- und Denkpartner genutzt werden kann.
Im Mittelpunkt stand sein Leitmotiv:
„Ein Problem, eine Lösung, ein sofort nutzbares Ergebnis.“
Die Teilnehmenden waren eingeladen, direkt mit ihrer bevorzugten KI zu arbeiten und die vorgestellten Ansätze praktisch auszuprobieren.
Vom Plaudern zum gezielten Arbeiten
René machte deutlich: Gute KI-Ergebnisse entstehen nicht durch allgemeine Anfragen oder „Zauberprompts“, sondern durch klare Führung. Die KI sollte nicht raten müssen, sondern verstehen, welche Aufgabe sie konkret lösen soll.
Dazu gehört auch, den gewünschten Stil festzulegen: Soll die KI eher direkt oder vorsichtig formulieren? Kritisch hinterfragen oder unterstützend begleiten? Solche Vorgaben helfen, Ergebnisse besser an die eigene Persönlichkeit und Arbeitsweise anzupassen. Besonders wichtig dabei: ein genaues Briefing.
René stellte drei Grundsätze vor, die sich durch alle Arbeitsphasen ziehen:
- Briefen statt fragen: Wer der KI ausreichend Kontext gibt, erhält deutlich passendere Ergebnisse.
- Klärung vor Lösung: Eine gute Aufgabenklärung spart später viel Nacharbeit.
- Spezifisch nachschärfen: Je klarer Ziel, Tonalität und gewünschtes Ergebnis beschrieben werden, desto besser wird der Output.
Recherche und schrittweises Vorgehen
Gerade bei neuen Projekten empfahl René, zunächst mit Recherche zu arbeiten. So kann sich die KI besser ins Thema einfinden und spätere Aufgaben leichter verstehen.
Als Beispiel nannte er die Analyse typischer „Pain Points“ einer Zielgruppe. Auf dieser Basis lassen sich anschließend Landingpages, Angebote und FAQ-Seiten strukturierter entwickeln.
Im Austausch wurde auch die Möglichkeit angesprochen, die KI selbst passende Prompts entwickeln zu lassen. René plädierte jedoch dafür, Schritt für Schritt vorzugehen, statt zu komplexe Aufgaben auf einmal zu formulieren.
Praktische Beispiele aus der Runde
Die Teilnehmenden brachten viele konkrete Fragestellungen ein: von Landingpages und FAQ-Systemen bis hin zu Recherche- und Automatisierungsfragen. Dabei wurde deutlich: KI kann viel unterstützen, ersetzt jedoch nicht die eigene Klarheit darüber, was erreicht werden soll. Erfahrung, Menschenkenntnis und die Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen, bleiben zentrale Kompetenzen. Entscheidend ist die eigene Führung: Wir geben Richtung, Kontext und Qualitätsmaßstab vor.
Wer jetzt neugierig geworden ist, findet hier die Präsentation und drei Anleitungen für die eigene Umsetzung.
Materialien des Vortrags
Falls du nicht bei unseren Treffen dabei sein konntest und dich nach unserem Bericht interessiert hast, erhältst du hier Zugang zu den Hilfsmitteln unserer Referenten:
- Workshop Präsentation
- Arbeitsblatt (Offenes Thema)
- Arbeitsblatt (Landingpage)
- Deutsche Anleitung zu Claude
Ausblick
Das nächste Treffen findet am 8. Juni 2026 um 16.30 Uhr statt und widmet sich dem Thema: „Was inspiriert uns?“
Inspiration lässt sich oft nicht planen. Sie begegnet uns überraschend – in Gesprächen, Büchern, Begegnungen oder Momenten in der Natur. Manchmal erkennen wir sogar erst im Rückblick, was uns wirklich bewegt hat.
Wir freuen uns auf Euch und einen spannenden Austausch.
Text: Heike Andersen
Du möchtest Kommentare bearbeiten, voten und über Antworten benachrichtigt werden?
Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden