VGSD begrüßt das 1.200ste Vereinsmitglied

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Jürgen Wirobski und Ina Rathje

Als sich heute mittag pünktlich um 12 Uhr das 1.200 VGSD-Vereinsmitglied anmeldete, war die erste Frage: Mann oder Frau? Denn gemessen an dem relativ hohen Frauenanteil im VGSD hätten wir dieses Mal eigentlich mit einem weiblichen Neumitglied gerechnet.

Angemeldet hat sich dann im entscheidenden Moment ein Mann: Jürgen Wirobski (Jahrgang 1950) ist unser 1.200 Vereinsmitglied. Seine Firma führt er gemeinsam mit seiner Frau Ina Rathje – die war aber gerade im Beratungsgespräch…

Auf einen Countdown mit Gutscheinen etc. haben wir dieses Mal verzichtet, damit es Euch nicht langweilig wird mit solchen Aktionen und weil wir gerade ohnehin sehr aktiv sind und Euch viele Mails senden.

Auf die Vorstellung unseres 1.200 Mitglieds wollten wir aber nicht verzichten. Wir haben Jürgen noch vor seiner Mittagspause erreicht, ihm gratuliert und das folgende Gespräch geführt.

 

Im Gespräch mit Jürgen Wirobski, unserem 1.200sten Mitglied

VGSD: Wo erreiche ich Dich gerade?

Jürgen Wirobski: Ihr seid aber schnell. Ich sitze im Büro, habe mich gerade vor zehn Minuten zum Vereinsmitglied upgegradet und richte jetzt mein VGSD-Branchenprofil ein.

VGSD: Du bist Jahrgang 1950 – wie mein Schwager. Der ist gerade in Rente gegangen. Steht Dir das auch bevor?

Antwort: Um Gottes willen nein. Das macht man doch in unserem Beruf nicht. Als Berater reift man mit zunehmender Erfahrung. Ich bin auf jeden Fall noch sehr aktiv und mein Job macht mir Spaß!

VGSD: Seit wann bist Du selbstständig und was machst Du genau?

Antwort: Ich bin seit gut 25 Jahren selbstständig. In der Nähe von Hamburg betreibe ich mit meiner Frau eine Unternehmensberatung. Sie steht für das „Rathje“ im Firmennamen „Wirobski + Rathje“. Wir sind ein kleines Büro mit großem Hintergrund. Wir verfügen über ein großes Netzwerk und ziehen bei Bedarf genau den passenden Experten hinzu.

Ich bin Volkswirt, meine Frau Bankerin und Kredit-Analystin. Wir haben von daher Zahlen, Daten, Fakten im Blick und unterstützen beim Gründen, Wachsen, Verkaufen. Das Wissen ist im Lauf der Zeit gewachsen und wir können in allen Finessen des Beratungsgeschäfts mitreden und tun – auf ganz pragmatische und zielorientierte Art und Weise.

VGSD: Was hat Dich veranlasst gerade jetzt Vereinsmitglied im VGSD zu werden?

Antwort: Ich finde sehr gut was ihr macht. Da ich schon in einem anderen Verband so aktiv bin, hab ich mir das erst mal als Community-Mitglied angeschaut. Aber jetzt wollte ich nicht länger warten. Auslöser war Euer heutiges Anschreiben an die Unternehmensberater im VGSD mit dem Hinweis auf das Förderprogramm „unternehmensWert Mensch“. Ich halte das für ein großartiges Programm, habe einige Kollegen dafür gewonnen, sich dort auch testieren zu lassen. Es ist ein vielfältig einsetzbares Instrument, egal ob man erste Mitarbeiter hat oder ob man das Unternehmen für die Übergabe an einen Nachfolger fit machen möchte. Das im Unternehmen vorhandene Wissen wird gesichert und Voraussetzungen für weiteres Wachstum entwickelt.

VGSD: In welchem anderen Verband bist Du denn aktiv

Antwort: Ja, ich bin Vorsitzender der „Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht“, einem Verein mit 150 Mitgliedern. Wir sind eine Lobby der kleinen und mittleren Unternehmen in unserer Stadt. Außerdem bin ich auch noch im Vorstand der „AktivRegion Sachsenwald-Elbe“ und dem „Wirtschaftsbeirat der IHK Herzogtum Lauenburg“.

VGSD: Welche Rolle spielt die „Wirtschaftliche Vereinigung“ in Geesthacht?

Antwort: Städte und Kommunen brauchen das Engagement ihrer Bürger. Gerade machen wir viele Aktionen für Flüchtlinge. Wir schauen: Wo sind Arbeitsplätze oder auch Möglichkeiten in Unternehmen reinzuschnuppern und sich fit für den deutschen Arbeitsmarkt zu machen. Wir sind ja hier Teil der Metroregion Hamburg. Arbeits- und Fachkräfte werden händeringend gesucht!

Von den 1.500 Freiberuflern, Selbstständigen und Unternehmern in unserer Gemeinde ist jede/r zehnte Mitglied bei uns. Unser Anspruch ist, dass wir zu wirtschaftlich relevanten Fragen, die unsere Stadt und Region betreffen, immer eine fundierte Meinung haben. Das kann zum Beispiel ein Thema sein wie die Privatisierung des bisher städtischen Seniorenheims. Dazu gibt es viel Wissen bei den hiesigen Unternehmen, das wir gerne einbringen. Wir gründen deshalb einen Wirtschaftsbeirat, dessen Rat dann von der Gemeinde gehört werden muss – befolgt werden muss er natürlich nicht. Analog gibt es ja auch einen Seniorenbeirat, einen Jugendbeirat oder den NABU zu Fragen des Umweltschutzes. Für die Wirtschaftsfragen gab es bisher niemand.

VGSD: Was wünscht Du Dir vom VGSD? Was sollten wir in den nächsten sechs Monaten unbedingt machen?

Antwort: Ich finde es gut, dass ihr die Mitglieder über neue oder auslaufende Förderprogramme für kleine Unternehmen informiert. Da gibt es ja manche unbekannte Perle. Mir fällt zum Beispiel „Go Digital“ ein. Nach Modellprojekten in Sachsen und im Ruhrgebiet wird es nächstes Jahr wahrscheinlich bundesweit eingeführt. Wichtig finde ich bei kleinen und mittleren Unternehmen auch eine Begleitung der Unternehmen durch ein Art kontinuierliches erweitertes Controlling, zum Beispiel in Form eines Beirats. Ich fände es gut, wenn der VGSD sich für solche betriebswirtschaftlich sinnvollen Dinge stark machen würde.

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