Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Virtuelles VGSD-Frühstück der Regionalgruppe Koblenz

Beim Frühstückstreff in Koblenz gab es regen Austausch zum Thema Digitalisierung der eigenen Tätigkeit in der Corona-Krise, Foto: Katja Bell.

Am Dienstag, 14. April 2020, fand der VGSD-Frühstückstreff zum ersten Mal online, via Zoom, statt. Und diesmal konnten wir einen Teilnehmerrekord verzeichnen: insgesamt 15 Community- und Verbandsmitglieder hatten sich vor ihren Webcams versammelt, um sich gemeinsam über Unternehmertum sowie – situationsbedingt – über Onlinemeetings und Corona auszutauschen.

 

Viele neue Gesichter beim Frühstück

Mit dabei waren auch viele neue Gesichter, u. a. aus Koblenz, Bonn, Andernach, der Vulkaneifel, dem Westerwald und der Untermosel. Beruflich waren wir wie immer breit gefächert: ein beratender Betriebswirt, mehrere IT-Dienstleister, ein Projektmanager, eine Texterin, eine Übersetzerin und Dolmetscherin, eine Personalerin, sowie mehrere Trainer und Coaches. Spannend war zu sehen, dass zwar bei einigen Teilnehmern einige oder gar alle Aufträge weggebrochen sind, dass aber andere weiterhin gut oder sogar mehr als vorher zu tun haben – teilweise bedingt dadurch, wie stark online wir bereits vor Corona aufgestellt waren.

 

Kreativität gefordert in der aktuellen Situation

Ein Diskussionspunkt war, uns unserer Eigenverantwortung bewusst zu sein, neue Wege zu gehen und Chancen zu erkennen und uns ggf. neu zu erfinden. Dazu gehört auch, dass wir unsere Kunden jetzt nicht allein lassen, sondern genau zuhören und schauen, wo wir behilflich sein können. Die Krise als Chance zu begreifen: was kann ich digitalisieren in meinem Angebot, in meinen Prozessen? Gibt es Fortbildungen oder Onlineseminare (z. B. vom VGSD), an denen ich teilnehmen kann, mit welchen Tools kann ich mich jetzt vertraut machen, und was ist immer liegen geblieben im Alltag, wofür jetzt plötzlich Zeit bleibt (z. B. die eigene Website)?

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Selbstfürsorge: Jetzt an die eigene Kraft zu denken und nicht zu viel zu arbeiten, sondern sich auch Zeit für sich selbst zu nehmen. Und gleichzeitig das eigene Business zu schützen: sich also jetzt beispielsweise nicht von Kunden erpressen zu lassen, die aufgrund der Auftragslage die Preise drücken wollen. Ebenso sollten wir uns stets in Erinnerung rufen, warum wir uns selbständig gemacht haben, und daraus Kraft für die kommenden Wochen und Monate schöpfen.

 

Wir bleiben optimistisch

Im Großen und Ganzen war die Stimmung durchaus positiv: als Unternehmer sind wir daran gewöhnt, um die Ecke zu denken, uns auf neue Situationen einzustellen und eventuelle Leerlaufzeiten produktiv zu nutzen. Bereits jetzt gibt es erste Initiativen, was nach der Krise von Bedarf oder zu tun sein könnte. Viele von uns freuen sich natürlich darauf, Freunde oder Familie wiederzusehen, mal wieder ins Theater zu gehen, tanzen zu gehen, reisen zu können.

Am Ende unseres zweistündigen Austauschs blieb dennoch eine Frage offen: Wie tauschen wir online am besten unsere Visitenkarten aus? Das ging über Zoom nicht leicht zu bewerkstelligen. Eine Idee war anschließend, die Community- und Vereinsmitglieder unter einem Schirm zu versammeln, z. B. über eine regionale Xing-Gruppe.

Wir freuen uns auf die nächsten Treffs!

Diese finden, je nach Lage, weiterhin online oder bereits wieder offline statt: der nächste Frühstückstreff am Dienstag, 9. Juni 2020 statt. Klicke hier, um dich anzumelden.

Der nächste Themenstammtisch findet am Mittwoch, 13. Mai 2020 statt, diesmal zum Thema „Tools“. Klicke hier, um dich anzumelden.

Text und Bild: Katja Bell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.