Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

VGSD-Wahlprüfsteine 4) Eigenwerbung

Erklären Sie unseren Mitgliedern und Lesern, warum sie als Selbständige gerade Sie bzw. Ihre Partei wählen sollten.

Vollständige Frage: „Machen Sie etwas Eigenwerbung. Erklären Sie unseren Mitgliedern und Lesern (in ca. 250 Worten), warum sie als Selbständige gerade Sie bzw. Ihre Partei wählen sollten.“

 

Hier die Antworten der Parteien –
Lese und bewerte sie (mit Schulnoten, 1 = sehr gut)

 

Frage 4: Warum Ihre Partei wählen?

CDU/CSU *

CDU_CSU_Logo CDU und CSU sehen in den Selbstständigen einen zentralen Teil der Wirtschaft unseres Landes. Sie zeichnen sich durch ein hohes Maß gelebter Verantwortung im täglichen Handeln aus. Auch sie sind maßgeblich an den Erfolgen der letzten Jahre in Deutschland beteiligt.

Die Wirtschaft wächst, wir haben Rekorde bei der Erwerbstätigkeit, Deutschland hatte als einziges EU-Land ausgeglichene Haushalte, die Arbeitslosigkeit ist die zweitniedrigste in der EU und die Bürokratiekosten für die Wirtschaft wurden seit 2006 um ein Viertel gesenkt. Nicht zufällig ist auch die Zustimmung des Mittelstands zur Standortpolitik in Deutschland laut Mittelstandsbarometer (Ernst & Young) von 10 Prozent im Jahr 2005 auf 80 Prozent im Jahr 2013 gestiegen.

CDU und CSU stehen auch künftig für eine Politik, die jedem in unserem Land Chancen auf Aufstieg und eine gute Zukunft eröffnet. Wir sind davon überzeugt, dass Arbeit, stabile Finanzen, gute Bildung und Forschung die beste Grundlage für eine gute Zukunft sind. Wir wollen deshalb:

Stabile Lohnzusatzkosten
• Schulden begrenzen und abbauen
• Bürokratieabbau fortsetzen
• Faire internationale Wettbewerbsbedingungen sichern
• Deckung des Fachkräftebedarfs durch Qualifizierung und gezielte Zuwanderung
• Eine verlässliche, bezahlbare und saubere Energieversorgung
• Zukunftsbranchen stärken
• Mehr Geld für Bildung und Forschung ausgeben
• Gute Bedingungen für Unternehmensgründungen und -finanzierung.

So können auch künftig neue Arbeitsplätze entstehen und die Menschen in unserem Land auch weiterhin gute Perspektiven haben.

Umverteilungs- und Bevormundungspolitik mit Steuererhöhungen und der Vergemeinschaftung von Schulden in Europa – wie von Rot-Grün geplant – würden hingegen Arbeitsplätze und Zukunftschancen vernichten.

           

SPD *

SPD_Logo Wir wissen, dass Deutschlands wirtschaftlicher Wohlstand zu einem erheblichen Teil auf dem Engagement seiner Selbstständigen beruht. Vor allem in den kleinen und mittleren Unternehmen und auch in den freien Berufen entstehen Ausbildungs- und Arbeitsplätze von morgen. Selbstständigkeit steht für Eigenverantwortung, Kreativität und für die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, die in unserem Land Jobs und Wertschöpfung schaffen.

Deshalb legen wir auf die Förderung dieses Bereichs in unserer Wirtschaftspolitik ein besonderes Augenmerk. Wir wollen bereits in der schulischen und beruflichen Ausbildung mehr junge Menschen für die Selbstständigkeit begeistern. Die SPD wird durch die Erneuerung der Infrastruktur, Investitionen in Bildung, Ausbildung und Qualifizierung und vor allem durch eine vernünftig gestaltete Energiewende den Produktions- und Industriestandort Deutschland sichern und stärken.

Einen besonderen Schwerpunkt unserer Wirtschaftspolitik bildet die Mittelstandsförderung. Wir wollen die Rahmenbedingungen zur Entfaltung von Mittelstand, Selbständigkeit und Existenzgründungen verbessern. Das Handwerk spielt dabei – auch als „Ausbilder der Nation“ – eine zentrale Rolle. Vernunft und Verantwortung, Beharrlichkeit und Kreativität, langfristige Orientierung statt kurzfristigem Profitstreben – mit dieser Haltung ist der Mittelstand und mit ihm die ganze deutsche Wirtschaft gut durch die Krise gekommen.

Die weltweite Finanzkrise hat aber auch deutlich gemacht: Statt nach marktwirtschaftlichem Prinzip Risiko und Haftung in einer Hand zu lassen, hat der Marktradikalismus Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert. Wir wollen die soziale Marktwirtschaft erneuern und sie damit weltweit zum erfolgreichen Beispiel für wirtschaftlichen Erfolg, soziale Sicherheit und ökologische Nachhaltigkeit machen.

           

Grüne *

Gruene_Logo Selbstbestimmung und Eigenverantwortung haben für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine zentrale Bedeutung. Deshalb wollen wir mit unserer Wirtschaftspolitik ermöglichen, dass sich die Risikobereitschaft und Kreativität Einzelner optimal entfalten kann. Grüne Wirtschaftspolitik bedeutet, Raum für die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen zu schaffen. Wir wollen optimale Rahmenbedingungen und geeignete Anreize schaffen, um Menschen, die ihr Leben selbst bestimmen wollen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern.

Wir helfen Kleinstunternehmen und Gründern ganz konkret und unbürokratisch. Wir wollen konsequent Markteintrittsbarrieren abbauen und den Wettbewerb stärken. Ein Entflechtungsgesetz soll übermäßige Marktmacht verhindern. Wir wollen eine 15%ige Steuergutschrift für Forschungsausgaben für Unternehmen bis zu 250 Beschäftigten einführen und so die innovativen Kräfte kleiner und mittelgroßer Unternehmen unbürokratisch stärken.

Kleinstunternehmen wollen wir generell von der Bilanzierungspflicht befreien und Sozialabgaben sollen immer erst nach dem Monatsende festgestellt und bezahlt werden. Die Poolabschreibung soll abgeschafft und die Abschreibungsgrenze auf mindestens 750 Euro angehoben werden. Der ökologische Umbau der Wirtschaft eröffnet viele neue Möglichkeiten für innovative und nachhaltige Geschäftsideen.

           

FDP *

FDP_Logo Die FDP will bestmögliche Rahmenbedingungen für Selbständigkeit und Unternehmensgründungen in Deutschland. Die FDP hat verstanden, dass die Gründungs- und Gründerfreundlichkeit einer Gesellschaft nicht nur entscheidend für Wachstum und Beschäftigung ist, sondern auch wichtiger Ausdruck ihrer Liberalität. Maßnahmen aller Politikfelder müssen sich hieran messen lassen. Die FDP steht für Geldwertstabilität, weil stabiles Geld ein Eckpfeiler jeder freien und fairen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung ist. Die FDP steht für ein stabiles Europa mit soliden Haushalten und Finanzen. Eine gesamtschuldnerische Haftung für Staatsanleihen der Mitgliedstaaten, wie über Eurobonds oder einen Altschuldentilgungsfonds, lehnt die FDP ab. Die FDP steht für stabile öffentliche Haushalte auch in Deutschland. Den Kurs der Konsolidierung des Bundeshaushalts wird die FDP weiter fortsetzen und so schnell wie möglich damit beginnen, den Schuldenberg abzubauen.

Die FDP ist gegen Steuererhöhungen für Bürger und Unternehmen. Die Einführung einer Vermögensteuer oder einer Vermögensabgabe sowie eine Verschärfung der Erbschaftsteuer lehnt die FDP ab. Das Steuerrecht möchte die FDP wachstums- und innovationsfreundlich umgestalten. Um die Innovationskraft des deutschen Mittelstandes, der deutschen Industrie, von Gründern und Selbständigen in Deutschland zu stärken, unterstützt die FDP die Entwicklung von Technologie- und Innovationsclustern durch die zielgerichtete Vernetzung von Universitäten, Fachhochschulen und forschenden Einrichtungen mit möglichen Kapitalgebern. Die steuerlichen Anreize für Venture Capital und Business Angels will die FDP verbessern und im Rahmen der haushälterischen Möglichkeiten die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung intensivieren.

Höchste Priorität für die FDP hat der Abbau teurer und überflüssiger Bürokratie. Die Zukunft des Standorts Deutschlands hängt wesentlich davon ab, dass wir die Innovationskraft von Industrie und Mittelstand stärken – und nicht ausbremsen. Die FDP setzt sich dafür ein, dass neue Ideen und Geschäftsfelder eine Chance erhalten und nicht durch Bürokratie im Keim erstickt werden.

           

Linke

Linke_Logo Wir wollen Selbständige in die sozialen Sicherungssysteme einbeziehen. Auch Selbständige brauchen den Schutz vor existenziellen Risiken und im Alter eine auskömmliche Rente. Unternehmerisches Risiko und Innovationsfreude brauchen eine verlässliche soziale Grundlage. Zugleich geht es uns darum, unternehmerische Arbeit von unnötigem bürokratischem Aufwand zu befreien und die Interessen der Einkommensschwächeren gegenüber und innerhalb der Kammern zu stärken.

Angstfreiheit ist für eine Gesellschaft, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellt (Klimawandel, globale Gerechtigkeit, sozialer Zusammenhalt, demokratische Teilhabe), nicht zu verwechseln mit dem Ausbremsen eines sinnvollen unternehmerischen Risikos. Im Gegenteil: gute soziale und wirtschaftspolitische Bedingungen für Selbständige machen ihre beruflichen Entscheidungen erst wirklich zu freien Entscheidungen. Selbstbestimmung und soziale Sicherheit gehören für uns zusammen.

Kleines und mittleres Unternehmertum braucht vernünftige Zugänge zu Krediten, Förderungen und Beratungen und oft auch die wirtschaftspolitische und finanzmarktliche Unterstützung bei der Bewältigung der zweiten Investitionsschwelle. Die wirtschaftpolitischen Instrumente können nach unserer Auffassung eine nachhaltigere Wirkung entfalten, wenn auch die sozialen Sicherungen gerecht geregelt sind und wirtschaftliche Selbstständigkeit nicht zugleich als privatisiertes soziales Risiko missverstanden wird.

In der Partei DIE LINKE sind auch Unternehmerinnen und Unternehmer organisiert. Sie kennen die Probleme von Selbstständigen und entwickeln Politik für ein sozial und ökologisch engagiertes Unternehmertum. Deshalb ist Die LINKE für Selbständige eine gute Wahl.

           

Piraten

Piraten_Logo Selbständige unterliegen aufgrund der Sozialgesetzgebung einem höheren Armutsrisiko als sozialversicherungspflichtig beschäftigte Menschen. Nur unter Einsatz großer finanzieller Mittel können sie sich dagegen versichern. Mit unserem Modell des Bedingungslosen Grundeinkommens schaffen wir eine wirtschaftliche Grundlage, die Kreativität und Unternehmergeist fördert. Es wirkt auch für Gründer und Selbst ständige mit niedrigem Einkommen unterstützend. Die aktuellen Probleme, die sich in ihren Fragen zum Sozialsystem widerspiegeln, sind dann schlicht nicht mehr vorhanden.

Weiterhin versetzt das Bedingungslose Grundeinkommen weit mehr Menschen in die Situation, Güter und Dienstleistungen erwerben zu können, als dies bislang der Fall ist. Und letztendlich profitieren dadurch alle Anbieter derartiger Produkte, und zwar unabhängig von der Stellung innerhalb der Wertschöpfungskette.

Mit der von uns vorgesehenen Evaluation der bestehenden Gesetze und Verordnungen auf Praktikabilität und Notwendigkeit schaffen wir auch den Abbau von Bürokratie, der viele Selbständige in der Ausführung ihrer originären Unternehmertätigkeit behindert.

Durch die angestrebte bessere personelle und materielle Ausstattung staatlicher Kontrollbehörden sorgen wir für verbesserte Chancengleichheit im Wettbewerb. Gleiches gilt bei der Einführung eines allgemeinen Mindestlohns und der Beschränkung prekärer Beschäftigungen im Bereich der Leiharbeit. Ethik und soziale Verantwortung müssen endlich wieder Einzug in die Wirtschaft halten.

Die Piratenpartei steht für Bürger*innennähe und regionale Wirtschaftskreisläufe. In der Energiepolitik wollen wir dezentrale Systeme fördern. Die persönliche Entfaltung des Individuums hat für uns einen hohen Stellenwert. Bildung sehen wir als Grundrecht an. Alle diese Grundwerte und -forderungen stehen im Einklang mit den typischen deutschen kleinen und mittleren Unternehmen.

           

AfD

Alternative_Logo Die Alternative für Deutschland setzt sich für eine umfassende Rückkehr zu rechtsstaatlichen und demokratischen Prinzipien in Deutschland und Europa ein. Die von der aktuellen Regierung getroffenen Entscheidungen im Rahmen der Euro- und Staatsschuldenkrise sind ein prominentes Beispiel für wiederholte Vertragsbrüche und Verletzungen der Gewaltenteilung. Nur eine Beendigung der aktuellen sogenannten Euro-Rettungspolitik kann der Ausgangspunkt für eine Gesundung der Staatsfinanzen in allen Ländern Europas sein.

Überfällig ist auch eine Reform der Brüsseler Bürokratie und eine Klärung notwendiger und überflüssiger europäischer Kompetenzen.

In Deutschland setzen wir uns für mehr Mitspracherechte für Bürger in Form von Volksentscheiden wie in der Schweiz ein. Staatliches Handeln muss wieder zuerst an den Bedürfnissen der Bürger orientiert sein und darf nicht zum Selbstzweck der Politiker entarten.

In vielen gesellschaftlichen Feldern ist es für den Bürger unmöglich geworden, die Vielzahl von Regeln und Verordnungen zu überblicken. Transparenz und Verständlichkeit sind jedoch Grundvoraussetzungen für einen gesellschaftlichen Konsens. Daher setzen wir uns u.a. für die Schaffung eines transparentes Steuersystems,

für eine grundlegende Reform des EEG und der GEZ, für strikte Einwanderungs-Regeln und für deutschlandweit verbindliche Bildungsstandards ein. (177 Worte)

           
Show me the results

3 Kommentare

  1. Theresa Berg schreibt:

    Die Piratenpartei spricht davon, die Kreativität zu fördern, hat aber zu anderen Gelegenheiten mehr als deutlich gemacht, was sie vom derzeit geltenden Urheberrecht hält (das sicherstellt, dass Selbstständige eben von ihrer Kreativität und ihren kreativen Werken leben können). Wenn sie tatsächlich die Kreativität fördern möchten, sollten sie vielleicht nicht so lautstark dafür eintreten, das Urheberrecht zu schwächen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ändert auch nichts an der Situation, dass Kreative hinnehmen sollen, dass ihre Werke beliebig kopiert werden dürfen (solange kein kommerzieller Nutzen daraus geschlagen wird … ist ja auch nicht nötig, wenn sowieso jeder ein Werk für den privaten Gebrauch kopieren darf). Unsere Arbeit ist also nichts wert, da es offensichtlich nicht okay ist, dafür Geld zu verlangen?

    Zitat von: http://www.piratenpartei.de/politik/wissensgesellschaft/urheberrecht/
    […]Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern, um die allgemeine Verfügbarkeit von Information, Wissen und Kultur zu verbessern, denn dies stellt eine essentielle Grundvoraussetzung für die soziale, technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft dar.[…]

    Ja, jeder Bürger hat ein Recht auf Bildung und Information. Genauso hat aber jeder Urheber ein Recht an seinen Werken und eben auch das Recht, zu entscheiden, ob und wie viel er dafür bezahlt bekommen möchte und ob er die kostenlose Vervielfältigung erlaubt oder nicht. Niemand wird gezwungen, kostenpflichtige Werke zu erwerben.

    Eure Forderungen machen eurem Namen alle Ehre und spiegeln leider mangelnden Respekt gegenüber kreativer Arbeit wider.

    Theresa Berg, Autorin

    Antworten
  2. Michael Angenehm schreibt:

    @Theresa:
    Leider werden beim derzeitigen Urheberrecht die Urheber (Autoren, Künstler, Musiker) gegenüber den Verwertern (Verlage, Plattenfirmen) z.B. durch Knebelverträge und sehr niedrige Tantiemen extrem übervorteilt, so dass leider prozentual das wenigste Geld an die eigentlichen Kreativen geht.

    Viele Kreative werfen seltsamerweise immer noch die Urheber und Verwerter in einen Topf und reden, anstatt für sich, für die Firmen an die sie am meisten abgeben müssen. Auch werden z.B. durch ungerechte Verteilschlüssel bei der Gema die sowieso schon bekannten Musiker gegenüber den Unbekannteren stark bevorteilt.

    Mittlerweile gibt es genügend Studien die zeigen, dass die Erlaubnis von Kopien (durch reinschnuppern und gut finden) den Verkauf von Werken meist sogar erst richtig anstößt und fast immer verstärkt und somit kleinere Kreative erst besser bekannt macht und dann auch mehr Umsatz einbringt.

    Deshalb kämpft die Piratenpartei für eine Reform des Urheberrechts zu Gunsten der Kreativen und nicht der Rechteverwerter, nicht eine Schwächung oder Abschaffung. So sind in der Piratenpartei sogar überdurchschnittlich viele Kreative, Autoren, Musiker und Künstler, einfach mal nach dem nächstgelegenem Piratentreff googlen und hingehen…

    Dazu im Wahlprogramm der Piraten:
    „Stärkung von Urhebern
    Neben den zuvor genannten Zugeständnissen an die Nutzer müssen die Rechte der Urheber gegenüber den Rechteinhabern und Rechteverwertern deutlich gestärkt werden. Wir Piraten werden Urhebern unter anderem Zweitverwertungsrechte einräumen, Rechte bei Nichtausübung schneller zurückfallen lassen und verhindern, dass unbekannte Nutzungsarten pauschal eingeräumt werden können. Ferner werden wir die Vergabe ausschließlicher Nutzungsrechte auf maximal 20 Jahre beschränken und diese Rechte anschließend zurück an die Urheber fallen lassen. Zudem werden wir ausschließen, dass sich Verleger zusätzlich Anteile an den Vergütungen der Urheber sichern können.

    Für die eigentlichen Urheber von Werken steckt unser aktuelles Urheberrecht voller kleiner Bevormundungen, vertraglicher Umgehungsmöglichkeiten und so weiter zugunsten der Rechteerwerber. Bei einer Reform werden wir hier somit ebenfalls ansetzen und den Urhebern selbst wieder mehr Rechte und Kontrolle über ihre eigenen Werke ermöglichen.“
    Quelle: http://www.piratenpartei.de/politik/wahl-und-grundsatzprogramme/wahlprogramm-btw13/internet-netzpolitik-und-artverwandtes/#wahlprogramm-internet-urheberrecht-nutzer

    Antworten
  3. Theresa Berg schreibt:

    Wir haben Vertragsfreiheit in Deutschland, d. h. niemand zwingt Urheber, Verträge zu unterschreiben, die sie übervorteilen. Da per Gesetz einzugreifen halte ich für falsch, da es die Vertragsfreiheit untergräbt. Darüber hinaus gibt es auch in Deutschland einen wachsenden Anteil an Kreativen, die ihre Rechte selber verwerten und davon profitieren. Sollte eure vorgesehene Änderung eintreffen, Kopien von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern sogar zu fördern, wird damit ein wichtiges Recht der Kreativen beschnitten, nämlich selbst zu bestimmen, wann, wo, und unter welchen Bedingungen sie ihre Werke verbreiten.

    Vielen Dank für die Einladung, die ich jedoch nicht annehmen werde. Ich schreibe in der Zeit lieber an meinem nächsten Buch.
    Freundliche Grüße
    Theresa Berg

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.