Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Videokonferenz mit Aktiven des VGSD: Mehr Mitglieder ergeben ein höheres Gewicht in der Politik

Aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Lage mussten wir leider die für den 21. November in Berlin geplante Mitgliederversammlung absagen, sie soll im neuen Jahr sobald als möglich nachgeholt werden – zwecks einfacherer Organisation dann in München, gemeinsam mit der Mitgliederversammlung für das Jahr 2021.

An Stelle der physischen Mitgliederversammlung veranstalteten wir eine Zoom-Konferenz für aktive Mitglieder, bei der wir zwar keine formalen Beschlüsse fassen, aber viele wichtige Anregungen erhalten und ein Stimmungsbild abfragen konnten. Die Vorstände Andreas Lutz und Claudia Kimich führten durch das Treffen.

 

2020: Mehr Mitglieder, Telkos, Sichtbarkeit

Andreas stieg mit Daten und Fakten zur Arbeit des VGSD in diesem Jahr ein. Wir freuen uns darüber, dass unsere Sichtbarkeit in den Medien ebenso wie unsere Mitgliederzahl enorm gestiegen ist. Zum Zeitpunkt der Aktiven-Telko waren es 5.826, während ich dies schreibe sind es schon wieder mehr, nämlich 5.860. Zugleich wuchs die Zahl der von uns angebotenen Telkos auf teilweise mehrere pro Woche, auch veröffentlichen wir deutlich mehr News-Beiträge und Social Media Posts als zuvor. Wir arbeiten mit vielen anderen Verbänden zusammen und freuen uns über zunehmendes politisches Gewicht, was unter anderem dadurch deutlich wird, dass etwa Andreas wiederholt als Sachverständiger etwa von Landtagen oder dem Bundestag angehört wurde, zu Politiker- und politischen Sitzungen hinzugezogen wird. Ein besonderer Erfolg war eine gemeinsame Pressekonferenz mit Minister Altmaier zu den Corona-Hilfen, die mit der Öffnung des Ministers für den von uns seit langem geforderten fiktiven Unternehmerlohn verbunden war.

 

Großer Dank an alle Ehrenamtlichen!

Branko Trebsche betreut mit zehn ehrenamtlichen „Seitenpaten“ unsere Erfahrungsaustausch-Seiten zu Bundes- und Länderprogrammen; Foto: privat

Andreas hob exemplarisch das Engagement und die Arbeit ehrenamtlicher Mitglieder hervor, etwa das von Sven Kesberger, der den Jahresabschluss 2019 überprüft hat, oder das der Beiräte Micha Lauterjung und Alexandra Meister als wertvolle Ratgeber. Ohne Branko Trebsche wäre der Kampf um eine bessere Ausgestaltung der Corona-Soforthilfen nicht derselbe, druckvolle gewesen. Und ohne Vera Dietrichs jahrelanges Engagement wäre das Gesetz gegen Abmahnmissbrauch in diesem Jahr eher nicht beschlossen worden.

 

Stabswechsel

Bedauernswert ist, dass die ebenso engagierten wie kreativen Regionalgruppensprecherinnen Annette Lang und Elke Koepping ihr Amt niederlegen. Sie übergeben aber ihren Stab an zwei andere, überaus aktive Mitglieder, die durch die von ihnen moderierten Telkos weit über Berlin hinaus bekannt sind, nämlich Antje Eichhorn und Lars Bösel.

Weil Vorstand Tim Wessels nach sechs Jahren Amtszeit nicht mehr als Vorstand antritt, wählte mangels formaler MV der verbleibende Vorstand Jonas Fartaczek kommissarisch als Vorstandsmitglied bis zur nächsten MV im Frühjahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Videokonferenz sprachen Jonas ihr Vertrauen aus.

 

Noch viel Arbeit bis Jahresende

Für den VGSD bleibt im verbleibenden Jahr noch einiges zu tun: Wir fordern Nachbesserungen bei der November- und Neustarthilfe. Zum 1. Dezember organisieren wir mit IKiD eine spektakuläre Protestaktion in Berlin, am 7. Dezember wird Andreas vom Petitionsausschuss des Bundestags angehört; außerdem planen wir schon Aktionen für das neue Jahr.

Im neuen Jahr wollen wir neben „Corona“ proaktiv auch wieder andere Themen angehen. Eine hohe Priorität wird unser Einsatz bei der anstehenden Altersvorsorgepflicht für Selbstständige haben, damit diese fair ausgestaltet wird. Zudem brauchen die von der Krise hart getroffenen Soloselbstständigen ein Bürokratie- und Belastungsmoratorium. Sehr hohe Priorität behält auch der Einsatz für Rechtssicherheit in Sachen Scheinselbstständigkeit. Eine zentrale Forderungen Rahmen der Bundestagswahl nächstes Jahr wird es sein, dass wir fachkundige Ansprechpartner in den für uns wichtigen Ministerien erhalten. Wir wollen erreichen, dass die Interessen der Soloselbstständigen bei neuen Gesetzen und Maßnahmen endlich verstanden und mitbedacht werden. Dafür ist es auch nötig, dass wir uns für eine weniger vorurteilsbelastete Wahrnehmung  der (Solo-)Selbstständigen in Öffentlichkeit, Politik und Medien einsetzen.

 

Das Wichtigste: Jede Menge Feedback von den aktiven Mitgliedern

Ein Großteil der Videokonferenz nahm das Feedback der Mitglieder an Vorstand und Mitarbeiter des Verbands ein. Normalerweise erhalten wir dies im Rahmen eines Aktivenworkshops oder -barcamps, das sich an die Mitgliederversammlung anschließt und den ganzen Nachmittag einnimmt. Dieses Mal also kompakt in 90 Minuten per Zoom. Aber schon in dieser kurzen Zeit sind viele Ideen für Verbesserungen entstanden, aber auch Anregungen für Beiträge: Zwischenzeitlich haben wir bereits zwei weitere Artikel veröffentlicht, die während der Sitzung angeregt wurden.

Dieses Feedbacks fanden wir so effektiv, dass wir uns vorgenommen haben, mindestens zwei mal pro Jahr – zusätzlich zur Mitgliederversammlung und zum Online-Bericht des Vorstands – solche Aktiven-Vikos durchzuführen.

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