Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Warum bist du selbstständig? – Nadine Luck, Journalistin und Mama: „Ich entscheide, was mir wichtig ist!“

Nadine Luck hat „die Freiheit, Rosinen zu picken“, Foto: Hendrik Steffens

Warum um alles in der Welt hast du dich selbstständig gemacht? Was beglückt dich in deinem Business, was treibt dich an? Wir suchen deine Geschichte: Warum bist du trotz aller Hindernisse Unternehmerin oder Unternehmer – und willst es auch bleiben? (Hier erfährst du mehr über unsere Aktion.)

Ich, Nadine Luck, bin in Teilzeit selbstständig. Den Rest meiner Arbeitszeit bin ich beim VGSD angestellt. Hier ist meine Geschichte:

 

„Deadlines halte ich ein – aber nicht von 9 to 5“

Ich habe schon immer gern und viel gearbeitet, als Journalistin bei großen Verlagshäusern, als Buchautorin, als Bloggerin von Mama und die Matschhose, und ich bin sehr stolz auf alles, was ich beruflich schon hingekriegt habe.

Es gibt jedoch etwas, auf das ich noch stolzer bin: auf meine beiden Kinder. Es hat mich positiv umgehauen, Mutter zu sein, die beiden sind tatsächlich das Wichtigste im Leben. Ich würde keins von ihnen krank in Kindergarten oder Schule schicken, ich würde sie nie bis ultimo in die Nachmittagsbetreuung geben, zumindest nicht, wenn sie es nicht selbst wollen. Wenn Schönwetter ist im Sommer, dann geht’s gleich von der Schule ins Schwimmbad – man muss die Feste schließlich feiern, wie sie fallen! Das alles geht nur, weil ich selbstständig bin bzw. so arbeiten kann, als wäre ich selbstständig.

An diesen Tagen bin ich statt des fleißigen Bienchens die Bienenkönigin. Ich entscheide, was mir wichtig ist. Die Deadline? Die halte ich ein, denn ich hole die Arbeit abends nach, wenn wir den Tag anders genutzt haben – ich und nur ich habe schließlich Verantwortung dafür, meine Projekte gut und zuverlässig zu beenden.

Gut, in diversen Phasen meines Lebens habe ich die Selbstständigkeit mit einer Teilzeit-Anstellung gekoppelt. Seit September bin ich als Redakteurin in Teilzeit beim VGSD angestellt, was tatsächlich nur klappt, weil ich auch hier meine Zeit komplett frei einteilen und ich die Arbeit mit meiner Selbstständigkeit in Teilzeit kombinieren kann. Denn: Mir geht es um Freiheit, in vielen ihrer Facetten.

 

„Freiheit ist, zu arbeiten, was ich will“

Freiheit ist bekanntlich für jeden etwas anderes. Und auch für mich sieht sie je nach Lebensphase unterschiedlich aus. Was sie für mich aber immer ist: zu arbeiten, was ich will. Berufliches Rosinenpicken zu betreiben. Arbeit nimmt so viel Raum ein im Leben, und daher ist es mir wichtig, dass ich keine Projekte, an denen ich keine Freude habe, übernehmen möchte. Klar macht nicht alles immer zu 100 Prozent Spaß, aber der Spaßanteil sollte für mich an einem Arbeitstag überwiegen.

Mir ist es etwa immer wichtig, neben der Festanstellung und neben Aufträgen für Kunden immer auch genügend Zeit zu haben, ein Buch schreiben zu können. Dieses berufliche Standbein ist ein Herzensprojekt. Wenn mich ein Verlag fragt, ob ich Zeit habe, den „Fettnäpfchenführer Weihnachten“ zu schreiben, ein anderer, den „Marco Polo Franken“, und noch einer, „111 Orte für Kinder in und um Bamberg, die man gesehen haben muss“ – dann will ich JA sagen können. Die Freiheit, genügend Zeit für meine selbstständige Arbeit reserviert zu haben, erlaubt es mir, mein eigenes berufliches Ding zu schaffen, und immer auch die Familie zu berücksichtigen.

 

Wie ist es bei dir? Warum liebst du es, selbstständig zu sein? Warum war deine Gründung für dich die richtige Entscheidung? – Wir sind gespannt auf deine Geschichte! 

 

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